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MYSTICA RezensionBuchvorstellung „Vom Mut, den eigenen Weg zu finden“ – Kirsten Pape (Rezension)

„Vom Mut, den eigenen Weg zu finden“ – Kirsten Pape (Rezension)

von Thomas

PapeWer niemals ein Sannyasin  war, also ein Anhänger Oshos, erinnert sich heute bei dem spirituellen Lehrer oft nur noch an die Schlagzeilen aus den 60er und 70er Jahren und die Medienattacken aus den 80ern: Sex, Gehirnwäsche und Rolls-Royce. Doch was hat der indische Guru wirklich für jemanden bedeutet, der den Weg ins Osho-Zentrum gewählt hat, Sannyasin wurde und dafür alle Brücken abgebrochen hatte?

Kirsten Pape blickt in ihrem Buch „Vom Mut, den eigenen Weg zu finden“ hinter die Kulissen und lässt sechs Menschen zu Wort kommen, die Bhagwan Shree Rajneesh – später Osho – größtenteils noch selbst erlebt haben. In tief gehenden Gesprächen erzählen sechs sehr unterschiedliche Frauen und Männer über die Licht- und Schattenseiten dieser großen spirituellen Bewegung und wie sie ihr Leben verändert hat.

Ehrlich und kritisch hakt die Autorin – die selbst Anfang 2000 in ein Osho-Zentrum in Köln ging und dort Erfahrungen sammelte – bei ihren Gesprächspartnern nach, warum sie sich der Sannyas-Bewegung angeschlossen haben, was ihre Familien davon hielten und wie sie heute zu diesem Lebensabschnitt stehen.

Allen gemeinsam war der tiefe Wunsch nach einer spirituellen Ausrichtung, nach Erleuchtung und Meisterschaft, nach Antworten auf die Fragen, was Liebe ist und was der Tod. Die Interviewpartner arbeiten heute unter anderem als Therapeut,  Coach oder Musiker und beziehen sehr authentisch Stellung zu ihrer Zeit im Ashram, zu den Vorwürfen der Presse und der Kirche sowie zu ihren eigenen Erlebnissen.

Dadurch entsteht ein Bild von Osho, das seine Arbeit, seine Vorträge und seine Präsenz im Zentrum der Bewegung würdigt, aber dennoch kritisch auch den teilweisen Missbrauch von Macht in der Organisation, die rigiden Regeln und den Umgang mit anderen Anhängern beleuchtet.

Kirsten Pape zeigt auch, wie schwer für den einen oder anderen die Rückkehr zur „Normalität“ war. Doch was hängen bleibt, ist die Verehrung und Liebe, die alle sechs noch heute für den Menschen bzw. das Wesen Osho fühlen.

Eine Rezension von Doris Iding


Kirsten Pape: „Vom Mut, den eigenen Weg zu finden: Licht- und Schattenseiten einer spirituellen Bewegung“
230 Seiten
Verlag: J. Kamphausen, 2013
ISBN: 978-3899017274

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1 Kommentar

Michael Raab 5. Februar 2014 - 18:35

das hört sich spannend an;
mal ein authentischer Bericht von innen.

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