Das Trauma der Menschheit heilen – Hartmut Lohmann

von Thomas

Es geht uns in Deutschland wunderbar im Vergleich zu vielen anderen LÀndern. Und doch leiden viele Menschen an Sorgen und Nöten. Woher kommen diese? In diesem Essay versucht Hartmut Lohmann den Symptomen auf die Spur zu kommen.

 

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Das Leid ist mein grĂ¶ĂŸter Meister. FrĂŒher hĂ€mmerte es an die Fenster und TĂŒren meiner Seele, dass es mich halb in den Wahnsinn trieb, heute klopft es sachte an und fragt höflich, ob es mich stören darf. Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens war meine SelbstermĂ€chtigung: Ich mache das! Ich bin der Schatten, ich bin das Licht. Und alles, woran ich leide, habe ich (irgendwie) selbst erzeugt. Dieses „Irgendwie“ sind die Knoten, die es zu lösen gilt.

Auch kollektiv, auch als Menschheit steht uns ein großer Wandel bevor. Das Leid der Welt ist das Leid der menschlichen Seele, die sich im Selbsthass Ausdruck verleiht. Alles woran wir Menschen scheitern und verzweifeln, um hoffnungsleer in die dunkle Zukunft starren, ist selbst gemacht ist selbst gebaut. So mĂ€chtig ist der Mensch geworden, seine Schöpfungen sind groß, sind ĂŒbermenschlich und beginnen ihren Schöpfer zu zerstören. Ein wenig wie bei Goethes Zauberlehrling wartet die ganze Menschheit gebannt auf den vatergleichen Meister und Erlöser, der den richtigen Spruch zu sagen weiß, um die drohende Vernichtung zu bannen.

Aber das Leid ist der Meister und darum lernt der Mensch erst durch Zerstörung. Der Mensch lernt (kollektiv) nur durch die Katastrophe. Beinahe schief gegangen, ist leider nicht schmerzhaft genug.

Jede Entwicklung, sei sie physisch, psychisch oder gesellschaftlich, gleicht einer exponentiellen Kurve, die aufsteigt, wĂ€chst und wĂ€chst und plötzlich auf einem sehr hohen Niveau zu schwanken beginnt. Sie schwankt auf und nieder, auf und nieder, als wĂŒrde sie an eine glĂ€serne unsichtbare Decke stoßen, die ihr weiteres Wachstum behindert. Dann bricht sie unvermittelt zusammen, um neu aufzusteigen. Selbst Aktien, die auf hohem Niveau lĂ€ngere Zeit schwanken, stĂŒrzen bald ab, im Finanzjargon „VolatilitĂ€t“ genannt. Der Zusammenbruch des Alten fĂŒhrt zur Implementierung von etwas Neuem, das besser angepasst, adaptierter, kurzum: das göttlicher ist als das zuvor. Anders formuliert: Die IdentitĂ€t einer Zelle (DNS), eines Individuums, ja der ganzen Menschheit verĂ€ndert sich. Und das ist Evolution. Die Krise ist eine Chance. Wir wachsen an ihr, sofern wir sie integrieren, den Schatten transformieren, aus dem Leid lernen!

GefĂŒhlsschwankungen sind mit schwankenden Aktienkursen vergleichbar. Große Schwankungen verweisen auf eine kommende Krise. Die Grenze des persönlichen Wachstums, die unsichtbare Decke, an die unsere gute Laune stĂ¶ĂŸt, ist das gleiche wie die Krise einer ganzen Gesellschaft: das Trauma.

Gesellschaften erzeugen alte Traumata als neue Traumata, wenn sie nicht geheilt werden. Der Erste Weltkrieg fĂŒhrte zum Zweiten Weltkrieg, der wiederum mit der Bankenkrise in Verbindung steht, die wir heute erleben. Kollektiv haben wir also ein Trauma noch nicht verarbeitet, das uns immer wieder runterzieht. Und dieses Trauma lautet: Es ist nie genug!

Die Erfahrung aus der Vergangenheit hĂ€lt uns in der Gegenwart gefangen. Es ist genug fĂŒr alle da, genug zu essen, genug zu trinken, genug Raum und genug Luft. Aber das Trauma der Menschheit flĂŒstert uns immer wieder ein, es könnte nicht fĂŒr alle reichen, wir mĂŒssten immer noch um das Überleben und damit um die knappen Ressourcen kĂ€mpfen. Das ist einfach nicht wahr! Allein in Berlin werden jeden Tag so viele Brote, Brötchen und Backwaren weggeworfen, um die Stadt Frankfurt komplett zu ernĂ€hren! Eine Großstadt wie Berlin schmeißt jeden Tag soviel Essen auf den MĂŒll, dass wir drei oder vier GroßstĂ€dte davon ernĂ€hren könnten.

Hören wir also auf, der LĂŒge ĂŒber „knappes Geld“, und „knappe Ressourcen“ Glauben zu schenken. Das ist Massenhypnose, das ist menschenverachtende Propaganda, die uns klein halten will, statt uns wachsen zu lassen. Wir leben in einer Welt, in der Leistung, Geld und Macht mehr zĂ€hlen als Liebe, MitgefĂŒhl und Frieden. Der Verlust unserer Werte, der Verlust der Seele aller Dinge, Tiere und Menschen, hat eine leere WĂŒste geschaffen. Das GefĂŒhl der Einheit in einem paradiesischen Zustand des gefĂŒhlvollen Miteinanders ist dem fortwĂ€hrenden Kampf des Nie-genug gewichen. Die Erde liegt nach dem Raubbau geschunden auf dem Boden. Der Missbrauch der Welt steht Opfern wie TĂ€tern ins Gesicht geschrieben.

Wir haben uns an der Natur bedient wie an einem All-you-Can-Eat-Buffet. Jetzt starren uns die leeren Felder und öde gewordenen LĂ€nder an, die einstmals prachtvoll blĂŒhten. Wir können weiter so tun, als hĂ€tten wir nichts damit zu tun. Wir können weiter so tun, als ginge es nur darum, den nĂ€chsten Tag zu ĂŒberstehen. Oder wir begreifen, dass es gerade unser Alltag ist – was wir wie Roboter jeden Tag tun – der diese alptraumhafte RealitĂ€t kreierte.

Die Welt, in der wir leben, ist absurd geworden. Und Sarkasmus ist die letzte Möglichkeit sich vom Geschehen zu distanzieren. Aber was wĂ€re, wenn es keine Distanz gĂ€be? Was wĂ€re, wenn niemand besser oder schlechter wĂ€re, es kein Schwarz und kein Weiß gĂ€be, keine Guten und keine Bösen?

In einem Spiel, das wir nicht gewinnen können, sind wir alle die Verlierer. Der Raubtier-Kapitalismus ist ein solches Spiel. Die Leistungsgesellschaft ist ein solches Spiel. Wo kein Leben mehr möglich ist, hat am Ende auch keiner gewonnen. Die Siegerehrung des Kapitalismus findet auf einem verseuchten TrĂŒmmerhaufen statt.

Niemand will das wirklich. Aber wir bewegen uns wie ZahnrÀder in einem riesigen Mechanismus, abhÀngig voneinander und ohne Ausblick auf ein anderes Leben, ein anderes Spiel.

Hier ist ein neues Spiel: Erkennen wir das göttliche Ebenbild im Spiegel der Welt. Erkennen wir unseren göttlichen Zwilling in Tieren und Menschen. Der Mensch hat sich sehr lange im Dunkeln gesucht, statt im Licht. Der Mensch hat diese absurde Welt nach seinem dunklen Ebenbild geschaffen. Es ist Zeit, dass wir gemeinsam wieder Idealen nachstreben, die göttlich sind, die Tiere, Menschen und Natur miteinander versöhnen. Nur so können wir auch als Menschheit ĂŒberleben.

Folgen wir lieber dem Prinzip der „Hormesis“, das besagt, dass Wachstum an den Grenzen der Belastbarkeit geschieht. Was uns nicht umbringt macht uns stĂ€rker. Stress ist gut und Gift gesund – es kommt nur auf die Dosis an. Wer die Gifte seiner Seele, die Traumata und Stressfaktoren verwandelt und heilt, wird gesĂŒnder und glĂŒcklicher leben, als jemals zuvor. Wo die Seele zerbrochen wurde und heilt, bricht sie nie wieder! Das macht uns stark! Das macht uns selbstsicher! Das hilft jedem einzelnen von uns und letztlich der ganzen Menschheit.

Das ist ein Blick in die Zukunft, der mein Herz erfreut, dann klart der Himmel vor uns auf und die Sonne einer erleuchteten Menschheit legt sich wie ein Segen ĂŒber das Land. Das ist ein Leben, das sich zu leben lohnt. Das ist eine Welt, in der wir atmen und lieben können. Das ist die Zukunft, die ich meinen Kindern wĂŒnsche… Befreien wir uns aus der selbst gewĂ€hlten UnmĂŒndigkeit.

Worauf warten wir? Legen wir los!

Alles Liebe

Hartmut Lohmann

 

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