21 Jahre Bestellungen beim Universum – Manfred Mohr

von Thomas

Anfang 1998 erblickte ein kleines und unscheinbares Büchlein das Licht dieser Welt: „Bestellungen beim Universum – ein Handbuch zur Wunscherfüllung“. Grund genug, einmal auf nunmehr bereits zwei Jahrzehnte des „Bestellens“ zurückzublicken. Die Autorin damals: Bärbel Mohr.

von Manfred Mohr

 

 

Als das Buch damals kurz vor der Jahrtausendwende erschien, lief es bei der Leserschaft offene Türen ein. Die Zeit war einfach reif dafür. Bärbel beschrieb es selbst damals am treffendsten: „Ich wundere mich selbst nach wie vor, aber das Universum muss einfach beschlossen haben, dass die Zeit des mühevollen Manifestierens vorbei ist und hat mich darum heimlich inspiriert, ohne dass ich mir der Bedeutung beim Schreiben überhaupt je so recht bewusst war. Die Leser bestellen wie die Wilden, und wenn, wie immer, nicht alles sofort und auf Anhieb bei allen gleich und sofort klappt, so sind die Erfolgsmeldungen doch teilweise wirklich unglaublich. Egal, ob Manager, Schüler, eingefleischte Esos oder gänzlich Unbedarfte aller Art – die Hälfte von ihnen hat mich glatt schon überholt beim erfolgreichen Bestellen. Ich freue mich riesig darüber, wenn es so leicht ist, so viel Positives zu bewirken.“

Rückblickend reibe auch ich mir heute noch die Augen über diese rasche Entwicklung. Es brauchte nur einen winzigen Funken, dieses kleine Buch, und die Welle der Begeisterung wurde immer größer. Ich würde sagen, Bärbel hat damals mit diesem Buch so etwas wie eine Erlaubnis ausgesprochen: „Ja, du darfst dir etwas wünschen! Mach es doch einfach! Und lass dich vom Universum beschenken!“ Viele Menschen ließen sich von der Begeisterung ihrer Freunde und Bekannten anstecken und verwandelten sich von eingefleischten Skeptikern zu erfolgreichen Bestellern. Und heute noch begegnen mir Menschen, die mich stellvertretend in den Arm nehmen und sich für dieses Buch herzlich bedanken. Denn es hat ihr Leben sehr positiv verändert.

Die Medien nahmen diesen neuen Trend natürlich freudig auf. Einladungen zu Funk und Fernsehen folgten. Am treffendsten beschrieb vielleicht Frank Elstner das Phänomen der Bestellungen, als er Bärbel im Interview bei seinen „Menschen der Woche“ im Südwestfunk mit den Worten ankündigte, sie habe die Esoterik in Deutschland erst salonfähig gemacht. Das war Anfang 2002, nur 4 Jahre später. Viele Menschen kamen durch die Bestellungen beim Universum erstmals mit einer neuen und anderen Sichtweise der Welt in Kontakt, die sie vorher noch als Hokuspokus abgelehnt hatten. Sie öffneten sich für neue Blickwinkel und Möglichkeiten, die ihnen gut taten. Die Triebkraft dieser Welle wirkt auch heute noch nach. Sie zeigt sich unter anderem daran, dass wir insgesamt viel selbstverantwortlicher geworden sind und verwandte Themen wie Selbstverwirklichung, Gesundheit oder auch Lebenssinn bei uns einen viel höheren Stellenwert bekommen haben.

Wenn ich mich darum heute frage, wie konnte so ein unscheinbares Büchlein so viel Gutes bewirken, dann muss ich einfach sagen: Es muss etwas Wahres daran sein! „Bestellungen beim Universum“ konnte nur zu dem Klassiker der spirituellen Literatur werden, weil es schlicht und ergreifend funktioniert. Der Erfolg gibt ihm Recht und wirkt ganz selbstverständlich dann sehr überzeugend.

Und, was für mich noch wichtiger beim Bestellen ist, ich habe für mich festgestellt, dass die Wahrheit einfach ist. Wenn ich zu meiner Wahrheit gefunden habe, dann kann ich sie in sehr einfachen Worten beschreiben. Jeder versteht mich dann, selbst ein kleines Kind. Bärbel ist mit „Bestellungen beim Universum“ etwas Rares und Seltenes gelungen. Sie hat ihre Erfahrung mit dem Wünschen in einfache und für jeden verständliche Worte gegossen. Was könnte einfacher sein, als: „Du darfst dir etwas wünschen!“ In jedem von uns wird dabei ein kindlicher Teil angesprochen, dessen Augen mit einem Mal glänzen und der sich dabei unbändig freut, so wie auf das Christkind und Weihnachten. Ich mache mir einen Wunschzettel! Ich darf mir etwas wünschen! Das Tollste daran ist aber, die Lieferung lässt dann häufig gar nicht lange auf sich warten. Beim meinen Freunden und Bekannten hat es bereits funktioniert. Also probiere ich es doch auch einmal. Warum auch nicht!

Wo stehen die „Bestellungen beim Universum“ heute? Natürlich hat es sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Das hat für mich vor allem etwas mit dem Jahrtausendwechsel zu tun. „Bestellungen beim Universum“ ist in der Übergangszeit vom alten ins neue Jahrtausend geschrieben worden und trägt darum ganz selbstverständlich die Energie unserer neuen Zeit in sich. Neben der beschriebenen Erfahrung „ich darf mir etwas wünschen“ steht dabei vor allem meine Verbindung zu meiner Umwelt, meinen Mitmenschen und dem Universum im Mittelpunkt. In der neuen Zeit wird uns dies immer mehr bewusst. Um es in einem Satz zu sagen: „Ich bin nicht getrennt.“ Weder vom Universum, noch von meinem Mitmenschen.

Bestellungen funktionieren, da ich in einer unerklärlichen Weise in Kontakt zum Universum stehe. Das Universum hört mir zu, wenn ich etwas bestelle. Sonst könnte es ja gar nicht liefern. Das bedeutet, ich bin nicht ganz allein auf dieser Welt, sondern mein Universum, die Welt, die mich umgibt, stehen in Wechselwirkung miteinander. Diese Erfahrung, dass wir Menschen in enger Verbindung zum Universum und auch untereinander stehen, ist der vielleicht wichtigste Same der „Bestellungen“, der jetzt so langsam seine Früchte trägt.

Und damit sind wir beim hawaiianischen Hooponopono, der „neuen Dimension der Realitätsgestaltung“, wie wir es nannten. Es ist ein direkter Ableger der „Bestellungen“, denn beide haben die Erfahrung gemeinsam, dass alles eins ist und ich somit in inniger Verbindung mit meiner äußeren Welt stehe. Nach dem Prinzip „Wie innen, so außen und wie außen, so innen“, gelingt es mir mit Hilfe des Vergebungsrituales Hooponopono, meinen Anteil an einem Problem mit einem anderen Menschen zu erkennen und Mitgefühl für ihn zu entwickeln. Statt diesen Menschen abzulehnen und zu bekämpfen, gelingt es mir so, meinen inneren Frieden wiederzufinden. Und dieser wirkt sich dann auch nach außen auf den anderen Menschen aus. Ein scheinbar außen befindliches Problem wird dabei geheilt und aufgelöst, indem ich es innerlich in mein Herz nehme.

Seit den „Bestellungen“ wissen wir, dass unsere Wünsche am besten in der inneren Haltung von Liebe und Dankbarkeit gelingen. Hooponopono lieferte uns nun eine weitere, noch kraftvollere Erfahrung, welche Energie in unserem Herzen schlummert. Selbst Probleme mit unseren Mitmenschen lösen sich auf, wenn ich innerlich an mir arbeite und sage „Ich liebe den Teil in mir, der mit diesem äußeren Problem korrespondiert.“

Wenn ich mich heute frage, was Bärbel sich wohl jetzt wünschen würde für diese Welt, dann wäre es genau dieses: Dass wir erkennen, wie sehr wir verbunden sind mit unserem Universum. Wir sind auch nicht getrennt von unserem Mitmenschen. Wir haben einen eigenen Anteil an unseren Problemen. Und zum Glück kann die Kraft der Liebe diese Probleme auflösen, die in unserem Herzen wohnt und die nur darauf wartet, dass wir sie zum Guten in unserer Welt einsetzen.

In der neuen Zeit, in der wir nun leben, wird uns der Satz von Mahatma Ghandi immer mehr bewusst: „Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich selbst zu verletzen.“

Das Bestellen bekommt damit eine ganzheitlichere Bedeutung. Wir beginnen immer mehr zu spüren, wie eng verflochten wir mit dem Universum und unseren Mitmenschen sind. Darum bestellen wir heute nicht mehr nur für uns, sondern gleich für andere mit. Denn es tut uns selber gut. Benjamin Franklin war dies schon bekannt, als er sagte: „Wenn ich Gutes tue, fühle ich mich gut. Wenn ich Schlechtes tue, fühle ich mich schlecht. Das ist meine ganze Religion.“

Heute ist es darum viel sinnvoller, nicht mehr nur für sich allein, sondern gleich für viele Menschen zu bestellen. Denn mir geht es besser, wenn es auch dem anderen gut geht. Also schließe ich ihn in meine Bestellung mit ein.

Als Hauptwunsch von Bärbel für diese aktuelle Zeit würde ich gern den Satz von Meister Eckhard zitieren: „Alle Liebe dieser Welt ist auf Selbstliebe begründet.“ Die Liebe, die wir in der Welt finden, sie entspringt aus uns selbst. Ich bin mir sicher, sie würde sich jetzt bestellen, dass wir diesen Satz mehr begreifen und beherzigen würden. Denn wenn ich mich nur selbst verletzte, wenn ich dir wehtue, dann gilt zum Glück auch umgekehrt: Wenn ich dir Gutes tue, dann wird es auch mir zuteil. Das, was ich dir schenke, schenke ich auch mir.

Wenn wir dies immer mehr verstehen und umsetzen, lernen wir, uns selbst zu lieben. Und dann gelingt es uns gleich noch viel besser, dasselbe mit unseren Mitmenschen zu tun. Wo sollte die Liebe auch herkommen, wenn nicht aus uns selbst? Je mehr wir die Liebe in uns entwickeln, umso mehr fühlen wir uns verbunden mit der Schöpfung. Und umso mehr liebt uns dann auch das Leben zurück.

Übrigens: Es gibt nun eine Neuauflage eines der ersten Bücher von Bärbel „Der Skeptiker und der Guru: Auf dem Weg zu deiner eigenen Wahrheit.

 

Buchtipp:

„Bestellungen beim Universum“

Kartoniert, 176 Seiten, Taschenbuch

Verlag: Silberschnur, 2018

ISBN: 9783898456050

Hier können Sie das Buch bestellen

 

 

 

Über Mandfred Mohr:

Manfred Mohr ist Seminarleiter und Autor rund um die Themen Wunscherfüllung und Selbstliebe. Sein Buch Das Wunder der Selbstliebe machte ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Mohr war mit der im Oktober 2010 verstorbenen Bestsellerautorin Bärbel Mohr (Bestellungen beim Universum) verheiratet. Mit den gemeinsamen Zwillingen lebt er in der Nähe von München. Er führt Bärbel Mohrs geistiges Erbe weiter.

www.manfredmohr.de

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