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MYSTICA Essays Klang Impressionen – Saskia Horn

Klang Impressionen – Saskia Horn

von Natascha

Viele Musiker berichten davon, wie für sie eine einzigartige Selbsterfahrung im Zusammenspiel mit ihren Instrumenten zustande kommt. Manchen Sängern oder Instrumentalisten kann man wirklich leicht ansehen, wie Sie während des Musizierens in einen schwebenden Trance-Zustand gelangen. Beneidenswert sind Menschen, die dies erleben dürfen! Aber ist solch ein Klang-Erlebnis nur Musikern vorbehalten? Die Pianistin und Musiklehrerin Saskia Horn zeigt den direkten Weg zu einer vergleichbaren Selbsterfahrung, zu der jedermann finden kann!

von Saskia Horn

 

 

 

Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich und wenn ich liege, dann liege ich.

Wir alle kennen die Schriften, die Blogs, die Bücher, die uns das Hier und Jetzt kolportieren  möchten.

Und dennoch scheint es so schwierig, zu SEIN. ES zu spüren, zu fühlen, zu erfahren und wahrzunehmen.

Wie fühlt sich das JETZT an, wie komme ich in das Hier, das jetzt und bin ganz bei mir? Auch so ein super Satz – sei ganz bei Dir…. so hören wir es immer wieder.

Kaum eine spirituelle Literatur, die nicht um all dies kreist. Letztlich, wie so vieles, ist es ganz einfach und ganz leicht im Hier und im Jetzt zu SEIN.

Wenn ich mich in meinen Klang, in meine Tonart und deren Klangverwandte hinein begebe, dann BIN ich, dann bin ICH. Ganz im Sein, im Hier, im Jetzt – wo auch sonst? Ich kann nur hier und jetzt Klavier spielen und mich in meinen Klängen bewegen. Klar, es ist toll wenn man ein Instrument beherrscht. Wenn man sich einfach sein Instrument schnappt, oder wie ich, an den Flügel setzt und einfach zu spielen beginnt.

ICH lasse mich führen, von meinen, JA, auch von Deinen Klängen und Tönen. Je nachdem… wenn ICH spiele, dann werde ich geführt. Deshalb spreche ich häufig von „ES spielt mich“…. Je nach Intention, ob ich MICH im Moment spielen und erfahren möchte oder ob ich einem Auftrag nach gehe. Dann spiele ich auch andere Wesen DICH z.B. – Menschen, Tiere, Pflanzen, Meditationsgruppen… aber auch andere Anfragen, die hinein flattern – mal eine Videovertonung, mal ein Text, der Untermalung benötigt, mal eine Lesung die ich unterstütze oder eine Vernissage die ich begleite. Ein Bild oder mehrere Bilder, die vertont werden wollen…. Im Grunde gibt es nichts, was NICHT klingt. Alles klingt und schwingt, in jeder Sekunde, jeder Minute, jeder Stunde usw.

Immer spielt ES mich. Es fließt durch mich hindurch und ich spiele…

Das Ur-eigenste Instrument, was jeder besitzt, ist die Stimme. Wir sprechen und wir können auch singen, oder anderweitige Laute von uns geben. Habt Ihr das schon mal ausprobiert? Zu krächzen, zu quieken, zu grunzen, zu flüstern, zu lallen….? Probiert Euch mal aus, seid kreativ – wir können so viel mit unserer Stimme tun. Gesangsübungen sind gute Möglichkeiten, um zu experimentieren oder gar zu improvisieren.

Ich sprach vorhin von MEINEM eigenen Klang. Dass ICH den weiß, läßt mein Text vermuten.  Was aber wäre, wenn Du wüßtest, dass Du in D klingst? Dass Dein Ton D heißt, Du in D-Dur oder D-moll klingst…. Und dass sich zu Deiner Tonart, wie z.B. D-Dur noch verwandte Tonarten, wie z.B. G-Dur, A-Dur oder auch H-moll noch hinzu gesellen. Was wäre, wenn Du wüßtest, dass DU in D-Dur klingst, tönst und schwingst?

Dann könntest Du immer, wenn Du den Impuls verspürst, Deinen Ton und Deinen Klang singen, oder auch summen…. Leise, oder auch laut hinaus tönen. SO, wie es für DICH, in DEM Moment richtig ist. Niemand, der Dir das vorschreibt, außer Du Dir selbst. Niemand, der Mut dafür benötigt, außer Dir selbst. Zu singen, zu summen, zu tönen – einfach klingend, den eigenen Resonanz Raum erfahren. Spüren, fühlen und wahrnehmen.

All das funktioniert ausschließlich im JETZT. Oder gibt es hier irgend jemanden, der gestern singen kann, oder gar morgen singen kann? Wohl kaum, nicht wahr?

Wenn wir uns mit unserem eigenen Klang singend und tönend beschäftigen, DANN tauchen wir ein, in DAS, was sich bewusst SEIN nennt. Bewusst SEIN, ganz im Hier und im Jetzt. Dies macht uns zufrieden, friedvoll, voller Frieden uns klingend erfahren. Unser Klang, unser Ton, gibt uns heilende Impulse, da das schwingen und klingen im eigenen Resonanz Raum etwas bewirkt – ES wirkt und zwar ganz durch UNS selbst. Das SELBST, das SEIN beginnt seinen Klang und seinen Ton zu entfalten.

Experimentiert damit, probiert aus, höher oder heller zu singen, lauter oder leiser zu summen oder im Crescendo (Lautstärke langsam steigern, anschwellend…) und wieder im Decrescendo (langsam abschwellend in der Lautstärke…. bis hin zum leisen Tönen) zurück zu führen…

Singt staccato (kurze, prägnante, gezupfte Töne) summt legato ( gebunden, verbunden , linear) oder akzentuiert im portato ( harte, kurze, prägnante, abgesetzte Töne) – probiert Euren Ton auf unterschiedlichen Vokalen, wie z.B. a – e – i – o – oder  u….. singt und summt, in Euch selbst, durch Euch hindurch…. Und fühlt das Hier und das Jetzt. ES tönt, ES klingt, ES summt und ES singt. Nehmt wahr, was in Euch geschieht.

Vielleicht kommen Gedanken, lasst sie ziehen. Vielleicht kommen Bilder, lasst sie verblassen, vielleicht kommen Empfindungen…. Spürt hinein und lasst sie sie ziehen…. Es kann alles Mögliche währenddessen geschehen. Du gewinnst möglicherweise Erkenntnisse, kreierst Ideen… alles kann geschehen. Aber es muss nicht….

Tönt und singt einfach weiter, ohne Unterlass – fokussiert Euch auf Euren Ton, ganz Hier, ganz Jetzt, so, als ob Ihr Eure Atmung, Euren Atem beobachtet. Singen hat ganz viel mit Atem und atmen zu tun. Denn beim Singen und Summen müssen wir atmen! Wir TUN uns etwas Gutes, Wellness für die Seele, für das Bewusstsein. Unser Selbst wird eingeschwungen, indem wir klingen. Indem WIR uns in Schwingung versetzen. Wie eine Welle, die unaufhörlich Wellen schlägt – mal Kleine, mal Größere und vielleicht auch mal ganz Große.

TÖNT, SINGT, SUMMT und seid kreativ mit Eurem TON, Eurem Klang und eventuell sogar Euren Melodien. Probiert Euch aus. Probiert herum, so, als wolltet Ihr ein Klangbild malen. Malt Euren Seelenklang, indem Ihr um Euren Ton und Klang herum experimentiert. Mischt neue Ton-und Klangfarben hinzu. Und beobachtet – beobachtet, WAS geschieht? Klingt ES grad harmonisch, oder reibt ES sich grad und klingt spannungsgeladen?

Auf diese Weise werdet Ihr ganz bei Euch sein. Ihr werdet Euch klingend und tönend wahrnehmen und Ihr werdet ein entsprechendes Gefühl, eine Empfindung damit verbinden und verknüpfen.

Es ist ein Versuch wert, mit seinem Ur-eigenen Ton & Klang im EIN-Klang zu sein. Voller Frieden, voller Liebe und in vollem Vertrauen.  Es wird sich ergeben und Ihr werdet erfahren, dass Ihr ganz wundervoll KLINGT und all DAS im HIER und im JETZT.

 

Über Saskia Horn :

Sie ist Diplom Musiklehrerin, Pianistin, Astro-und Numerologin und bezeichnet sich als Klangbotschafterin der Neuen Zeit. Neben ihrer konventionellen Konzerttätigkeit praktiziert sie eine meditative Form der Improvisation.

www.livemeditation.de

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