Erleuchtung – Bodo Deletz

von Thomas
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Bodo Deletz wurde als Autor von „Mary“ und 10 weiteren BĂŒchern unter dem Namen Ella Kensington sehr bekannt. Wir trafen uns und ich war beeindruckt von seinem Geist und seinen Forschungen. So entstand die Idee, ihm vier einfache Fragen zu stellen. Die Antworten sind eigene Artikel geworden, spannend und voller Wissen. So darf natĂŒrlich auch nicht die Frage nach DEM Ziel spiritueller Sucher fehlen.




Frage von Thomas Schmelzer: Was bedeutet fĂŒr Dich Erleuchtung?

Es gibt viele esoterische Richtungen, die auf fernöstliche Traditionen aufbauen, in denen die Erleuchtung angestrebt wird. Doch Erleuchtung wird in diesen Traditionen nicht wie hier im Westen mit einem Zustand in Verbindung gebracht, bei dem alles in bester Ordnung ist. Im Gegenteil! Viele Erleuchtete sind totsterbenskrank, leben einsam im Elend usw.

Das irritiert in den fernöstlichen Traditionen tatsĂ€chlich niemanden, denn das Ziel des Lebens wird dort darin gesehen, den spirituellen Zustand der Erleuchtung zu erlangt und damit nicht mehr in diese Welt inkarnieren zu mĂŒssen. Der Körper ist völlig unwichtig dabei und wird sogar vielfach gezielt misshandelt, um die Herrschaft des Geistes ĂŒber den Körper zu erlangen. Auch versucht man seinen Verstand los zu werden und das eigene Ich (Ego) aufzulösen. Ob man sich dabei glĂŒcklich fĂŒhlt, ist ebenfalls unwichtig, denn GlĂŒck ist genauso wenig wie Gesundheit das Ziel.

Vieles aus diesen Traditionen hat sich mit westlichen, esoterischen Philosophien vermischt obwohl diese Philosophien völlig gegensĂ€tzlichen Zielen dienen sollen. Daher versuchen manche Menschen ihr GlĂŒck zu finden, in dem sie ihr Ego auflösen, die PolaritĂ€t auflösen und alles als gleich „gĂŒltig“ ansehen. Sie wollen auf diese Weise die Liebe finden.

Und in der Tat erleben erleuchtete Yogis auf spiritueller Ebene allumfassende Liebe. Doch im irdischen Leben spiegelt sich diese allumfassende Liebe in der Regel ganz und gar nicht in ihrem Leben wider. Weder in ihrer Gesundheit, noch in ihrem sozialen Umfeld oder in ihren Lebensbedingungen. Es ist eine reine spirituelle allumfassende Liebe und das ist auch das Einzige, was diese Yogis interessiert.

Wenn man als Yogi alleine irgendwo in einer Höhle sitzen will und keine sozialen Kontakte pflegt, kaum etwas isst, die eigenen Gesundheit, die Einsamkeit und das alles einem völlig egal ist, dann kann man auf diesem Weg den Zustand der spirituellen Erleuchtung  erlangen. Da passt dann alles zusammen.

Will man jedoch alles als gleich „gĂŒltig“ beurteilen, um dadurch auf weltlicher Ebene glĂŒcklich zu werden, dann kann der Schuss ganz schön nach hinten losgehen. Schauen wir uns das einmal ein wenig wissenschaftlicher an.

Unser Nervensystem arbeitet mit relativen Spannungsdifferenzen und nicht mit Absolutwerten. Wenn du seit Tagen erwartest, dass heute etwas ganz Schlimmes passiert, dann bist du seit Tagen emotional vielleicht auf -8 auf deiner Skala von -10 bis +10. Wenn dann um Mitternacht immer noch nichts passiert ist und du weißt, dass der Kelch dieses Mal tatsĂ€chlich an dir vorĂŒber gegangen ist, dann geht deine Stimmung auf Plus/Minus 0. Es ist ja nichts passiert und nichts ist neutral.

Doch du hast dann alles andere als neutrale GefĂŒhle! Du weinst vielleicht sogar vor GlĂŒck, weil nichts passiert ist! Denn das, was du fĂŒhlst ist die Differenz zwischen -8 und 0. Und das geht 8 Punkte nach oben.

Wenn du hingegen die ganze Zeit auf +8 bist, weil du schon seit Tagen etwas ganz Tolles erwartest, und es tritt dann definitiv nicht ein, dann sinkt deine Stimmung auf 0. Weil ja nichts passiert ist! Und nicht ist neutral. Doch natĂŒrlich fĂŒhlst du dich total enttĂ€uscht und zwar mit -8 Punkten!

Unser Nervensystem arbeitet auf neurobiologischer Basis mit relativer PolaritÀt. Dabei betrachtet es jeden lang anhaltenden emotionalen Zustand nach einer Weile als Normalzustand und damit als emotionsneutral.

Dies hat evolutionĂ€re GrĂŒnde und ist fĂŒr unser Überleben erforderlich. Doch ich will hier gar nicht zu viel in die Neurobiologie abtauchen. In meinen BĂŒchern „Mary“ und „Robin und das Positive FĂŒhlen“ habe ich hierzu viel erklĂ€rt. Hier daher nur das Wesentliche, um das es mir hauptsĂ€chlich geht.

Unser Nervensystem benötigt PolaritĂ€t, damit wir ĂŒberhaupt etwas fĂŒhlen können. GlĂŒcklicherweise heißt das nicht, dass wir uns unglĂŒcklich fĂŒhlen mĂŒssen, damit wir uns danach glĂŒcklich fĂŒhlen können. Denn die PolaritĂ€t kann auch aus den drei unterschiedlichen GlĂŒckssystemen kommen. Also dem Belohnungssystem, dem Locksystem oder dem Zusammengehörigkeitsystem. Das sind drei neuronale Systeme, die zwar zusammenarbeiten aber gleichzeitig auch ihr eigenes SĂŒppchen kochen.

Nehmen wir mal das schöne Thema Sex, um diesen Sachverhalt zu verdeutlichen. Als erstes könnte die Lust auf Sex aufkommen. Das ist ein LockgefĂŒhl. Es soll uns also zu etwas verlocken. Wenn du versuchst, dieses LockgefĂŒhl ĂŒber einen langen Zeitraum hinweg konstant hoch zu halten, wirst du erleben, dass es verschwindet. Lust ist kein GefĂŒhl, dass man ewig aufrecht halten kann. Sie verwandelt sich dann ganz schnell in Frust.

Wenn du jedoch von der Lust zum Genuss wechselst, indem du dann tatsĂ€chlich Sex hast, dann gibt es eine Relativerfahrung im Nervensystem. Du wechselst nĂ€mlich vom Locksystem ins Belohnungssystem. Genuss ist nĂ€mlich ein BelohnungsgefĂŒhl.

Durch diese Relativerfahrung fĂŒhlst du deine GefĂŒhle daher wieder sehr intensiv. Obwohl es nicht die Spannungsdifferenz zwischen Plus und Minus ist, ist es doch eine relative PolaritĂ€t.

Aber auch den Sex kannst du nicht 3 Jahre lang ununterbrochen genießen. (Schade eigentlich!) Irgendwann verschwindet der Genuss daher von selbst, ohne dass du etwas dagegen tun kannst. Ein Wechsel zur Liebe wĂ€re dann sinnvoll, denn das ist ein ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl, das wieder in einem komplett andere neuronalen System lĂ€uft. Es gibt also eine erneute relative PolaritĂ€t.

Auf diese Art und Weise funktioniert unser Nervensystem.

Nun hatte ich in den vergangen Jahren immer wieder Teilnehmer in meinen Seminaren, die versucht haben, es den Yogis gleich zu tun und jegliche PolaritĂ€t und damit leider auch alle Spannungsdifferenzen aufzulösen. Die Folge war, dass sie dann nach ein, zwei Jahren gar nichts mehr fĂŒhlen konnten, denn alle ihre GefĂŒhle verlangten eine Spannungsdifferenz. Und da sie alle Differenzen auflösten, hatten sie keine GefĂŒhle mehr. Das dauerte eine Weile, wie gesagt ein bis zwei Jahre, ist aber dann passiert, weil sie sehr intensiv an ihrer Bewertungsfreiheit gearbeitet haben.

Sie entwickelten dadurch ein Krankheitsbild, das mittlerweile sehr hĂ€ufig geworden ist und das natĂŒrlich nicht nur diese eine Ursache hat. Sie entwickelten eine Depression. Depressionen entstehen meistens nicht nur negative Erfahrungen. Sie entstehen durch die Abwesenheit von guten GefĂŒhlen!

Bei negativen GefĂŒhlen fĂŒhlt es sich natĂŒrlich gut an, wenn man die PolaritĂ€t aufhebt, denn dann neutralisiert man ja die schlechten GefĂŒhle. Und dann fĂŒhlt man sich gut, weil man keine schlechten GefĂŒhle mehr hat. Man fĂŒhlt ja die Spannungsdifferenz von den schlechten GefĂŒhlen zuvor zur jetzigen NeutralitĂ€t. Und diese Spannungsdifferenz ist positiv.

Das hat die Teilnehmer, die eine Depression entwickelt hatten zu Anfang so positiv geflasht, dass sie die Auflösung der PolaritĂ€t als Wunderlösung zu einem glĂŒcklichen Leben gesehen haben, mit der sie alles machen können. Diese Wunderlösung funktioniert jedoch nur auf einer Seite der Gleichung. Man kann schlechte GefĂŒhle damit neutralisieren und fĂŒhlt sich dabei zunĂ€chst besser. Doch die positiven GefĂŒhle werden leider auf diese Weise ebenfalls neutralisiert!

Und genau das war diesen Teilnehmern dabei nicht bewusst, weil sie gelernt hatten, dass nach Auflösung jeglicher Beurteilung nur noch Liebe bleibt. Das ist auch richtig, doch es bleibt alleine eine spirituelle Liebe und keine weltliche. FĂŒr die Yogis, die einzig die Erleuchtung anstreben und den ganzen Tag in Meditation versunken sind ist dies schön und gut, aber fĂŒr Menschen, die ihr GlĂŒck im Alltag suchen ist diese GefĂŒhlsneutralitĂ€t eine Katastrophe! Die werden krank davon!

Im Glauben, dadurch die allumfassende Liebe zu erreichen, wendeten diese Seminarteilnehmer ihre Wunderlösung immer hĂ€ufiger an und schafften es dann nach ein bis zwei Jahren tatsĂ€chlich zur völligen Auflösung aller Beurteilungen. Kurze Zeit spĂ€ter entwickelte sich dann die Depression, weil sie keine GefĂŒhle mehr hatten.

Es sind eben einfach völlig verschiedene Zielsetzungen. Wenn man ein schönes Leben fĂŒhren will, ist die Auflösung aller PolaritĂ€ten ganz sicher der falsche Weg. Man bekommt sofort Probleme mit dem gesamten sozialen Umfeld, die einen intuitiv von diesem Unsinn bewahren wollen, man wird mit der Zeit immer gefĂŒhlsneutraler bis hin zur Depression, man bringt keine Motivation mehr auf, irgendetwas erreichen zu wollen, daraus resultieren Probleme im Job, Probleme mit Geld, Probleme mit der Gesundheit usw.

Die spirituelle Erleuchtung war daher nie mein Ziel. Bis ich fĂŒr mich selbst eine neue Bedeutung fĂŒr eine allumfassende Erleuchtung fand. Das war eigentlich gar nicht so geplant, sondern ist einfach bei einigen Teilnehmern meiner Akademie passiert. Daher habe ich mir das bei diesen Menschen ein wenig genauer angeschaut.

Unser Verstand d.h. unsere linke HirnhĂ€lfte tut sich ein wenig schwer damit, die Erleuchtung zu begreifen. Wie du weißt, geht es in meiner Akademie jedoch um die Nutzung unserer rechten HirnhĂ€lfte und nicht um den Verstand. Und rechtshemisphĂ€risch gedacht bedeutet Erleuchtung schlicht und ergreifend, vollstĂ€ndig von einer sehr hohen Energie (Licht) erfĂŒllt zu sein und zwar auf allen 3 Ebenen unseres Selbst (Mentalkörper, Emotionalkörper und IdentitĂ€tskörper).

Übersetzt in die Sprache der linken HirnhĂ€lfte bedeutet diese hohe Energie (also das Licht) gleichzeitig Liebe, Leben, Wissen und Bewusstsein. Doch erleuchtet zu sein heißt nicht, das Licht hinter der Wirklichkeit mal gesehen zu haben. Solche Momente bezeichnet man als erleuchtungsĂ€hnliche Erfahrung.

Wirkliche allumfassende Erleuchtung bedeutet, dieses Licht auf allen Ebenen vollstĂ€ndig und permanent in sich zu tragen. Es bedeutet, dass man alle Ebenen des eigenen Selbst auf eine sehr hohe Energie gebracht hat. Und genau das war von Anfang an das erklĂ€rte Ziel in meiner Akademie, denn nur so lassen sich die großen Ziele im Leben tatsĂ€chlich verwirklichen.

Diese allumfassende Form von Erleuchtung umfasst sowohl unsere körperliche Gesundheit, unser GlĂŒck, unseren Lebenserfolg, unsere LebensumstĂ€nde, unsere Liebe und unsere SpiritualitĂ€t. Sie umfasst unser gesamtes Selbst, das aus unserem Bewusstsein, unserem Unterbewusstsein und unserem höheren Selbst besteht.

Die meisten Menschen haben kein klares Bild davon, was diese drei Instanzen eigentlich genau bedeuten. Daher möchte ich einmal das Unterbewusstsein herausgreifen und diese Instanz ein wenig genauer beleuchten, denn in dieser Instanz gibt es am meisten zu tun auf dem Weg zur allumfassenden Erleuchtung.

Das Unterbewusstsein ist unser unbewusstes Selbst. Und unser unbewusstes Selbst wird reprĂ€sentiert durch unsere Körper: dem physischen Körper und seinen unbewussten Funktionen, dem so genannten Ätherkörper (der energetische Körper, in dem die Meridiane verlaufen, die bei der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Akupunktur behandelt werden), dem Mentalkörper in dem alle unsere Gedankenmuster gespeichert sind, dem Emotionalkörper zu dem auch unsere Chakren gehören und dem IdentitĂ€tskörper, der unsere Persönlichkeit reprĂ€sentiert. Es gibt noch einige energetiche Körper mehr, aber die gehören dann eher zum höheren Selbst, das viele Menschen ebenfalls als Unterbewusstsein bezeichnen.

Alle Körper sind so genannte Musterspeicher. So gibt es im Mentalkörper viele Denkmuster. Diese mentalen Muster sind noch sehr gut mit den Programmen in einem Computer vergleichbar.

Im Emotionalkörper gibt es emotionale Muster. Zum einen sind das die emotionalen Kopplungen, die auch Konditionierungen genannt werden, zum anderen emotionale Verkettungen. Hier sind die Emotionen nicht miteinander parallel gekoppelt wie bei den Konditionierungen. Sie laufen stattdessen linear hintereinander ab. Oft sind das vier oder mehr Emotionen, die solche Ketten bilden. Wenn die erste Emotion dann im Alltag angestoßen wird, folgen die anderen alle wie in einer Kettenreaktion hinterher. Das geht extrem schnell.

Solchen Ketten haben wir es z.B. zu verdanken, dass wir bei bestimmten Themen sofort auf 180 sind. Oder auch, dass wir es nicht schaffen mit dem Rauchen aufzuhören. Es gibt sehr viele dieser emotionalen Muster, bei denen es Verkettungen in uns gibt.

Diese emotionalen Muster könnte man sich auch noch gut als Computerprogramme vorstellen. Schwieriger wird es dann mit den IdentitĂ€tsmustern. Hier schlĂŒpfen wir in lebendige Rollen. Verglichen mit einem Computer hĂ€tten wir es hier mit einer kĂŒnstlichen Intelligenz zu tun. D.h. diese Muster verhalten sich innerhalb ihrer vorgegebenen Parameter völlig logisch. Doch können diese Parameter fehlerhaft sein, dann ist auch die Verhaltensweise dieser „Programme“ fehlerhaft.

Ein solches Rollenmuster ist beispielsweise die Mutter- oder Vater-Rolle. Menschen, die sich nicht intensiv mit dieser Rolle vor der Geburt ihres Kindes auseinandersetzen, ĂŒbernehmen oft einfach die Rolle ihrer Eltern. Sie haben kein eigenes IdentitĂ€tsmuster entwickelt und greifen dann automatisch auf das Muster zurĂŒck, dass sie diesbezĂŒglich kennen. Und das sind in der Regel ihre Eltern oder andere Erziehungsberechtigte.

Diese Rollenmuster schlummern dann so lange in ihnen bis das Kind auf der Welt ist. Dann sind sie plötzlich Mutter oder Vater und verhalten und fĂŒhlen sich dann komplett wie ihre Mutter oder ihr Vater. Und das, obwohl sie deren Verhalten möglicherweise zuvor immer abgelehnt haben.

Viele wollen dann beispielsweise keinen Sex mehr, weil es zu ihrem eigenen RollenverstÀndnis nicht mehr passt. Die meisten Menschen stellen sich ihre Eltern lieber nicht beim Sex vor. Viele blenden das sogar komplett aus, weil es ihnen unangenehm ist. Und dann gehört Sex nicht mehr zur Rolle als Vater oder Mutter. So manche Beziehung ist nach der Geburt des ersten Kindes genau an diesem Rollen-Muster zerbrochen. Der Mensch, den man geheiratet hat, ist plötzlich nicht mehr der gleiche. Stattdessen ist es, als wÀre man mit seinem Schwiegervater oder seiner Schwiegermutter verheiratet.

Solche IdentitĂ€tsmuster sorgen auch oft dafĂŒr, dass man bei bestimmten Themen ein mentales oder emotionales Muster nicht Ă€ndern will. IdentitĂ€tsmuster beinhalten Motive, die sich gegen eine VerĂ€nderung der mentalen oder emotionalen Muster richten können. Das können auch Motive sein, die man von anderen Menschen als Rolle ĂŒbernommen hat wie bei dem Vater- oder Mutter-Beispiel.

Wir haben jedoch auch viele eigene IdentitĂ€tsmuster, die wir nicht von anderen Menschen ĂŒbernommen haben. Also keine Rollenmuster. Niemand von uns ist heute noch der gleiche Mensch, der wir vor 20 Jahren waren. Doch viele der IdentitĂ€tsmuster, die wir damals geschaffen haben, sind heute immer noch vorhanden. Obwohl viele von diesen Mustern heute eigentlich schon lĂ€ngst ĂŒberholt sind. Sie Ă€ndern sich jedoch nicht automatisch.

Und so kann es sein, dass wir beispielsweise noch veraltete IdentitĂ€tsmuster aus unserer frĂŒhen Kindheit haben, die dazu fĂŒhren, dass wir uns in bestimmten Situationen plötzlich fĂŒhlen und verhalten wie ein Kind. Oft haben wir dann irrationale Ängste oder trotziges Verhalten, das fĂŒr einen Erwachsenen völlig unangemessen ist.

Zu diesen IdentitĂ€tsmustern gehören auch immer ganz bestimmte Motive, die dann ebenfalls veraltet sind. Und so kann es sein, dass man sich unbewusst gegen die VerĂ€nderung eines Musters wehrt, weil das alte Motiv sonst nicht mehr erfĂŒllt werden kann. Dass dieses Motiv lĂ€ngst nicht mehr sinnvoll ist, weiß unser Unterbewusstsein auf IdentitĂ€tsebene jedoch nicht. Es funktioniert innerhalb seiner Vorgaben korrekt.

Wie gesagt, diese Muster kann man mit meiner Methode alle sehr gut verĂ€ndern. Tut man das konsequent und umfassend erzielt man dabei helle, leichte, weite und lebendige Musterspeicher auf allen drei Ebenen – Mental-, Emotional- und IdentitĂ€tskörper. Und eine solche allumfassende Erhellung aller Ebenen unseres Selbst entspricht einer allumfassenden Erleuchtung, die dann sowohl unsere spirituelle Erleuchtung als auch unsere weltlichen LebensumstĂ€nde wie unsere Gesundheit, unsere LebensumstĂ€nde unser GlĂŒck, unsere Beziehungen usw. umfasst.

Die allumfassende Erleuchtung habe ich eigentlich nie bewusst angestrebt. Sie ist eine unbeabsichtigte aber willkommene Konsequenz, wenn man das Komplettprogramm meiner Akademie mit allen 52 Seminaren umsetzt, denn in allen Seminare geht es ja darum, die eigenen Energien auf allen Ebenen auf ein sehr hohes Energieniveau zu bringen. Dabei wird kein wichtiges Thema ausgelassen und so die allumfassende Erleuchtung erreicht.

Genauer gesagt passiert dies in den ersten 50 Wochen, in denen wir uns mit dem Unterbewusstsein befassen. In Woche 51 und 52 geht es dann tatsĂ€chlich um höhere spirituelle Ebenen. Den Kontakt mit dem eigenen höheren Selbst, das Erfahren, wer man in Wirklichkeit tatsĂ€chlich ist. Damit meine ich nicht das Wissen, dass wir allwissende und allmĂ€chtige Wesen sind. Ich meine die tatsĂ€chliche Erfahrung, die weit ĂŒber das bloße Wissen hinausgeht. Es ist die Erfahrung, die gemeinhin als spirituelle Erleuchtungserfahrung bezeichnet wird.

Die spirituelle Erleuchtung steht also fest auf dem Programm. Dass eine allumfassende daraus geworden ist war tatsÀchlich unbeabsichtigt.

Ich hoffe, ich konnte damit verstÀndlich machen, was ich unter Erleuchtung verstehe.

Liebste GrĂŒĂŸe

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)



Als Autor der Ella Kensington Reihe mit ĂŒber einer Million verkaufter BĂŒcher und 30.000 Seminarteilnehmern gehört er seit 30 Jahren zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Warum er ein Selfcoaching-Konzept anbietet, hat Konfuzius sehr schön auf den Punkt gebracht: Gib einem Mann einen Fisch und du ernĂ€hrst ihn fĂŒr einen Tag. Lehre ihn zu fischen und du ernĂ€hrst ihn fĂŒr sein Leben.

www.bodo-deletz-akademie.de


Hier finden Sie BĂŒcher von Bodo Deletz und Ella Kensington

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4 Kommentare

ralf Schmitz 14. Oktober 2015 - 13:21

Hallo!
Ich stimme da voll und ganz Nina NEll zu!
NeutralitÀt ist ja auch nur ein Wort,das den Zustand von Frieden und spiritueller Liebe umschreibt .
Die Menschen,die dabei in die Depression gegangen sind,sind ja gerade dann wieder in eine PolaritĂ€t gekommen,denn schlussendlich ist Depression ein negatives GefĂŒhl fĂŒr sich selbst.D.h. man bleibt im Egobewusstsein verhaftet und nimmt eben nicht eine Position ein,die die Seele,das höhere Selbst mit einschliesst!
Man darf auch nicht vergessen,das es wohl in jedem von uns (Fremd-)programme gibt,die uns daran hindern wollen,ins Herz, in die Liebe zu kommen,um uns vom spirituellen Erwachen fern zu halten.Hier empfiehlt sich das neue Buch von Dieter Broers :“Der verratene Himme“ zu lesen.
Meiner Meinung nach haben Menschen die in einer Depression sind einen starken Verlust von Energie.Menschen die aus der neutralitÀt ihres Herzens heraus am Leben teilnehmen,so wie es Frau Nell gut beschreibt,bekommen Energie hinzu.
Sie mĂŒssen ihre Energie nicht mehr so sehr an ihre Programme verschwenden,die sie dazu bringen wollen Emotionen ( = Reaktionen) und somit Lebensenergie freizusetzen,die vom Programm (und wer immer noch dahinter steht…) aufgebraucht wird..
Mit HerzgrĂŒĂŸen!
Ralf

Hans 28. September 2015 - 08:00

Ich möchte auf ein Video von Armin Risi verweisen. „Der verbotene Baum im Garten Eden“ – hier wird unser Fehler deutlich gemacht, daß wir PolaritĂ€t und DualitĂ€t verwechseln, bzw, zwischen beiden nicht unterscheiden. Hierin liegt wohl eine große „Gefahren“quelle.

Thomas 28. September 2015 - 09:42

Hallo Hans,

da haben Sie eine gute Intuition: Vorgestern sprach ich mit Armin Risi, er kommt auch bald ins Studio.

Viele GrĂŒĂŸe
thomas Schmelzer

Nina Nell 19. September 2015 - 07:47

Lieber Bodo, liebe Leser,

bin gerade „zufĂ€llig“ auf diesen Artikel gestoßen. Wie in deiner Akademie schon „angedeutet“, sehe ich das etwas anders und möchte das hier noch mal erwĂ€hnen. Aus deinen Worten schwingt eine Angst mit, die falsch verstanden werden kann. Die Angst vor dem Auflösen der PolaritĂ€t und vor dem Nicht-Bewerten, weil daraus eine Depression entsteht. Das ist so nicht richtig. Eher ist es so, dass die PolaritĂ€t leider völlig falsch verstanden bzw. ĂŒbertragen wurde. Negative und positive GefĂŒhle sind keine GegensĂ€tze (Pole) und können sich daher auch nicht beide auflösen, wie es in der PolaritĂ€t ĂŒblich ist (wenn sich ein Pol auflöst, löst sich auch der andere auf). Das Auflösen der PolaritĂ€t bedeutet nur, dass man erkennt, dass es diese GegensĂ€tze (z.B. gute und schlechte GefĂŒhle) nicht gibt. Stattdessen erkennt man, dass negative GefĂŒhle nur die Abwesenheit von Liebe sind – also kein Gegenteil, das bekĂ€mpft oder verĂ€ndert werden muss, sondern ein Nicht-FĂŒhlen von dem GefĂŒhl, aus dem wir eigentlich bestehen. Ein Auflösen dieser PolaritĂ€t bedeutet, dass man nicht mehr im Kampf gefangen ist stĂ€ndig nach guten GefĂŒhlen zu streben und die negativen möglichst zu vermeiden. Dieser Kampf verursacht Leid. Dieses Leid hört auf, wenn man erkennt, dass diese GegensĂ€tze nicht existieren. Was ĂŒbrig bleibt ist dann Liebe. Und diese kann in den unterschiedlichsten StĂ€rken empfunden werden. Da ist keine GefĂŒhlskĂ€lte ĂŒbrig, denn Liebe kann man immer empfinden. Die verschwindet nicht. Auch das Nicht-Bewerten von UmstĂ€nden und Situationen ruft keine GefĂŒhlskĂ€lte hervor. Was das Nicht-Bewerten bewirkt, ist Frieden mit den UmstĂ€nden und Situationen des Lebens. Der Kampf hört auf. Der Kampf gegen etwas, das man als negativ bewertet und der Kampf fĂŒr etwas, das man als positiv bewertet. Man hĂ€lt einfach an, kĂ€mpft nicht mehr und findet Frieden. Was man aber sehr wohl noch empfinden kann, ist Liebe. Liebe fĂŒr Situationen, UmstĂ€nde, Menschen, Tiere, die Natur … fĂŒr was auch immer man Liebe empfinden möchte, die Liebe ist da. Sie ist immer da. Warum bleibt die Liebe, wenn sich die PolaritĂ€t auflöst oder die (polare) Bewertung? Weil Liebe kein Pol ist und keinen Pol hat.
Was sich durch diesen Bewusstseinswandel nach und nach verabschiedet, ist das Ego, ja. Und genau das ist es, was die Angst vor diesem Zustand auslöst. Es will ja schließlich nicht sterben. Aber auch das Auflösen des Egos bedeutet nicht Leid und Depression. Im Gegenteil.
Das wollte ich nur ergĂ€nzend zu deinem Artikel schreiben, da bei deinen Worten eventuell ein GefĂŒhl der Angst aufkommen kann, denn natĂŒrlich fĂŒrchten sich die Menschen vor Depressionen oder GefĂŒhlskĂ€lte. Ich wollte nur deutlich machen, dass ein Auflösen der PolaritĂ€t, der Bewertung oder des Egos, was ja dann schon in Richtung Erleuchtung geht, KEIN Leid verursacht. Es mag sein, dass das bei Teilnehmern der Akademie vorgekommen ist, aber dann ist da beim VerstĂ€ndnis leider etwas schief gelaufen. Yogis, die sich zurĂŒckziehen und die Erleuchtung anstreben, sind natĂŒrlich nicht mit uns zu vergleichen, die ihren Alltag bewĂ€ltigen mĂŒssen. Aber das heißt nicht, dass ihr Ansatz falsch ist. Er mĂŒsste nur in unser gesellschaftliches Leben ĂŒbertragen werden. Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht mehr polar denken oder fĂŒhlen, ihre Bewertungen aufgegeben haben und deren Ego sich weitestgehend verabschiedet hat, sind im totalen Frieden mit sich und ihrer Umwelt. Es sind wunderbare, angenehme Menschen, die auch ganz normal mit und in dieser Gesellschaft umgehen können. Dass sie nicht mehr angetrieben sind oder etwas anstreben, stimmt zum Teil – aber nur deshalb, weil sie nur noch von Liebe getragen (angetrieben) werden. Das klingt in unserer Gesellschaft etwas verblendet, aber ich kenne solche Menschen und ich kenne diesen Zustand auch selbst. Er erfordert ein Umdenken und ein anderes Handeln, aber er verursacht kein völlige UnfĂ€higsein in dieser Gesellschaft weiterhin zu leben. Diese Menschen gehen trotzdem aus, sie gehen arbeiten, sie haben Freunde. Sie sind aber völlig verschieden von den Menschen, die noch ganz und gar in ihrem Ego leben, in der Bewertung und in der PolaritĂ€t. Der Unterschied ist, dass sie völlig friedlich mit sich und allem um sich herum sind. Nicht oberflĂ€chlich friedlich oder vom Kopf her, sondern tief im Innern. Und das befĂ€higt sie dazu, ganz anders mit UmstĂ€nden, Situationen und Menschen umzugehen.
Jetzt habe ich schon wieder mehr geschrieben, als ich wollte …
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass eine Angst vor dem Nicht-Bewerten, vor dem Auflösen der PolaritĂ€t und/oder des Egos unbegrĂŒndet ist. Das wollte ich nur ergĂ€nzend zu deinem Artikel schreiben. Das ging jetzt nicht gegen dich, Bodo, sondern war nur ergĂ€nzend gedacht, falls deine Worte bei jemandem Angst auslösen.
Liebste GrĂŒĂŸe,

Nina
http://www.ninanell.com

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