MYSTICA.TV Logo
MYSTICA Essays Wie frei sind wir? – Bodo Deletz

Wie frei sind wir? – Bodo Deletz

von Thomas
FreiheitBodoText

© simonsdog / photocase.com

Bodo Deletz wurde als Autor von ‚ÄěMary‚Äú und 10 weiteren B√ľchern unter dem Namen Ella Kensington sehr bekannt. Nun bietet er unter seinem eigenen Namen eine Online Akademie an, einen Kurs in Bewusstwerdung. Wir trafen uns und ich war beeindruckt von seinem Geist und seinen Forschungen. So entstand die Idee, ihm vier einfache Fragen zu stellen. Die Antworten sind eigene Artikel geworden, spannend und voller Wissen.


Frage von Thomas Schmelzer: wie frei sind wir, und wie determiniert?

Lieber Thomas, vielen Dank f√ľr diese interessante Frage. Ich m√∂chte nicht behaupten, dass ich diese Frage mit absoluter Gewissheit wahrheitsgem√§√ü beantworten kann, denn das w√ľrde voraussetzen, dass ich die absolute Wahrheit kenne und die kennt sicherlich niemand. Aber ich m√∂chte dir zur Beantwortung dieser Frage zwei kleine wahre Geschichten erz√§hlen.

1. Geschichte: Ein fr√ľherer Kollege von mir fuhr nach der Arbeit mit dem Auto nach Hause. Er fuhr den gleichen Weg wie immer. Die einzige Ampel auf seinem nach Hause Weg war gr√ľn. Pl√∂tzlich machte er ohne sich selbst verstehen zu k√∂nnen eine v√∂llig unsinnige Vollbremsung und verursachte einen Auffahrunfall. Die zwei Autos, die hinter ihm gefahren waren, krachten ihm beide voll hinten drauf.

Zwei Sekunden sp√§ter raste ein LKW mit 80 Sachen √ľber die rote Ampel der Hauptstra√üe, die mein Kollege und seine zwei Hinterm√§nner √ľberqueren wollten. Der Fahrer des LKW war am Steuer kurz eingeschlafen. H√§tte mein Kollege nicht gebremst, w√§ren alle drei Autofahrer tot gewesen.

Doch mein Kollege konnte den LKW weder sehen noch hören. Er hatte die Musik voll aufgedreht und die Kreuzung war nicht einsichtig. Er sagte später, dass er wie ferngesteuert auf die Bremse getreten hätte und dass er in diesem Moment nichts dagegen tun konnte. Er konnte nur zuschauen, wie es passierte.

2. Geschichte: Eine Freundin von mir wollte mit dem Zug von Hannover nach Hamburg fahren. Als sie in den Zug einsteigen wollten, hatte sie pl√∂tzlich aus heiterem Himmeln ein unfassbar schlechtes Gef√ľhl und wollte auf keinen Fall in diesen Zug einsteigen. Am liebsten h√§tte sie alle Leute wieder aus diesem Zug rausgeholt, doch sie dachte, dass sie jeder f√ľr verr√ľckt halten w√ľrde. Dieser Zug verungl√ľckte dann wenig sp√§ter in Eschede. Es war das bislang schwerste Zugungl√ľck der BRD.

Ich vermute du kennst ebenfalls einige solcher Geschichten, denn solche Dinge passieren gar nicht so selten. Wer glaubst du, ist daf√ľr verantwortlich dass diese Dinge passieren? Haben diese Menschen einfach nur die Zukunft voraus gesehen?

Wenn ja, wer genau hat dann bei meinem Kollegen auf die Bremse getreten, als der Sattelschlepper √ľber die Kreuzung gebrummt ist? Er f√ľhlte sich wie ferngesteuert! Genauso habe ich selbst das auch mehrere Male in meinem Leben erlebt. Was glaubst du, wer uns hier ferngesteuert hat?

Wer bestimmt, dass v√∂llig unspirituelle Menschen bei einem schweren Unfall pl√∂tzlich eine au√üerk√∂rperliche Erfahrung machen? Das passiert sehr h√§ufig. Pl√∂tzlich sind sie nur Beobachter, die den Unfall aus sicherer Distanz eingeh√ľllt in Liebe und Frieden von au√üen zuschauen. Dann zieht es sie wieder irgendwann in den K√∂rper rein, wenn das Schlimmste vorbei ist. Wer ist daf√ľr verantwortlich?

Viele Menschen k√∂nnen au√üerk√∂rperliche Erfahrungen willentlich herbeif√ľhren. Ich geh√∂re ebenfalls zu diesen Menschen. Doch ich kann nicht bestimmen, welche Wirklichkeit ich nach meinem Austritt aus dem K√∂rper erlebe. Auch kann ich nicht bestimmen, wann ich wieder in den K√∂rper zur√ľck muss. Wer glaubst du bestimmt das?

Wer bestimmt, was du nachts tr√§umst? Bewusst tust du das nicht. Du bist dir meistens nicht einmal bewusst, dass du tr√§umst. Und wenn du dir dessen bewusst wirst, kannst du den Traum zwar beeinflussen, aber trotzdem wird er f√ľr dich gestaltet. Wer tut das?

Du kannst auch die Gestaltung deiner Realit√§t beeinflussen, aber du kannst die Ereignisse selbst nicht erschaffen. Wenn du dir den passenden Lebenspartner gestalten willst, kannst du das zwar grunds√§tzlich tun. Doch wer bestimmt hier, wem du dann tats√§chlich begegnest? Und wer sorgt daf√ľr, dass dieser Mensch und du zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind? Du kannst das nicht, denn du kennst diese Frau noch gar nicht, die deine zuk√ľnftige Lebenspartnerin sein wird. Aber wer w√§hlt sie aus?

Und wer bestimmt bei Menschen, die nach einem traumatischen Erlebnis das Gedächtnis verlieren, wann sie sich wieder erinnern können? Wer bestimmt, wann Menschen wieder aus dem Koma aufwachen?

Du kennst bestimmt auch Geschichten √ľber Menschen, die eine Nahtoderfahrung erlebt haben. Diese Menschen berichten mit hoher √úbereinstimmung, dass sie zur√ľckgeschickt wurden, weil ihre Zeit noch nicht gekommen sei. Wer bestimmt, wann ihre Zeit gekommen ist?

Wenn wir als Mensch geboren werden, wer entscheidet da, welche Eltern wir bekommen?

Es gibt immer wieder Spontanheilungen, wo Menschen pl√∂tzlich dem Tod von der Schippe springen. Sie berichten √ľbereinstimmend, dass sie das selbst nicht getan haben. Es wurde getan. Doch wer war das?

Niemand von uns kann solche Dinge bewusst kontrollieren. Dennoch passieren sie. Das ist Fakt. In allen Kulturen unserer Welt wird daher gemunkelt, dass es eine h√∂here Macht geben muss, die das tut. Wie diese Macht hei√üt, ob es eine fremde Macht ist oder ob wir diese Macht selbst sind, das ist alles eine Frage des Glaubens. Hier gibt es keine Beweise. Klar ist nur, dass diese h√∂here Macht existieren muss. Klar ist auch, dass diese h√∂here Macht damit etwas bezwecken will. Sie tut all diese Dinge nicht aus Jux und Tollerei. Daf√ľr passiert das alles viel zu systematisch.

Aber sie tut es offensichtlich nicht, um uns generell vor Leid zu besch√ľtzen. Wenn wir z.B. fest daran glauben, dass wir sterben m√ľssen, weil wir angeblich vergiftet wurden, dann sorgt diese h√∂here Macht daf√ľr, dass wir tats√§chlich sterben. Und zwar selbst dann, wenn wir f√§lschlicherweise glauben, vergiftet worden zu sein, in Wirklichkeit aber nur ein Placebo eingenommen haben! Diesbez√ľglich gibt es wissenschaftlich dokumentierte Fallbeispiele von so genannten Nocebo-Effekten.

Wenn man sich anschaut, zu was diese h√∂here Macht offensichtlich f√§hig ist, dann wird klar, dass sie das Leid auf dieser Welt beenden k√∂nnte, wenn sie das wollte. Doch sie tut es nicht. Und daf√ľr gibt es nur eine Erkl√§rung. Sie will es nicht!

Und da sie dennoch st√§ndig eingreift, ist ebenfalls klar, dass ihr nicht alles egal sein kann. Sie will also offenkundig etwas anderes. Doch was k√∂nnte das sein, was sie tats√§chlich will? Genau diese Frage habe ich mir gestellt. Mir war klar, dass die Antwort vermutlich so normal f√ľr uns ist, dass wir sie vor lauter Offensichtlichkeit nicht sehen.

Ich stie√ü dann mehr aus ‚ÄěZufall‚Äú bei einer au√üerk√∂rperlichen Erfahrung auf die Antwort. Es gibt viele Wirklichkeiten, die man bei au√üerk√∂rperlichen Reisen besuchen kann. Die starken √úbereinstimmungen der Erfahrungen von Tausenden von Menschen legen nahe, dass es sich hierbei nicht um blo√üe Fantasiereisen handelt.

Wenn man diese anderen Wirklichkeiten bereist, stellt man fest, dass sie alle unterschiedlichen Naturgesetzen folgen. Durch das Erleben dieser anderen Wirklichkeiten bekommt man eine andere Perspektive. Es fallen einem Dinge in unserer Wirklichkeit auf, die man sonst nie sehen w√ľrde, weil sie einfach zu selbstverst√§ndlich sind.

Was f√ľr mich sehr offensichtlich wurde bei meinen au√üerk√∂rperlichen Reisen durch andere Wirklichkeiten war, dass wir in unserer Wirklichkeit hier sterblich sind. Das ist l√§ngst nicht in allen Wirklichkeiten der Fall. Es ist genauer gesagt sogar die gr√∂√üte Besonderheit unserer Wirklichkeit. Es ist zwar genau betrachtet nur die Illusion der Sterblichkeit, denn sterben k√∂nnen wir nicht wirklich, aber in unserer Wirklichkeit ist unser gesamtes Erleben auf diese Illusion aufgebaut.

Es könnte also durchaus sein, dass wir alle hier in dieser Wirklichkeit sind, um die Illusion von Sterblichkeit zu erfahren. Und es könnte sein, dass es die Aufgabe dieser höheren Macht ist, uns diese Erfahrung zu ermöglichen.

Kommen wir noch einmal zum Placebo-Effekt zur√ľck. Die gro√üe Frage lautet ja, wieso tut diese h√∂here Macht das? Wieso ist ihre Motivation, unsere Erwartungshaltung zu erf√ľllen so gro√ü, dass sie sogar bereit ist, uns daf√ľr sterben zu lassen, wenn wir f√§lschlicherweise glauben vergiftet zu sein?

Schauen wir uns eine mögliche Antwort dazu an: In vielen spirituellen Weltanschauungen wird die menschliche Seele als ein allwissendes und allmächtiges Wesen angesehen. Demnach sind wir kein Körper, der eine Seele hat, sondern eine Seele, die sich eines Körpers bedient. Die meisten spirituellen Richtungen sehen in diesem Körper eine Beschränkung.

Es k√∂nnte jedoch genau anders herum sein! F√ľr ein allwissendes und allm√§chtiges Wesen ergibt sich automatisch eine letzte Begrenzung. Ein allwissendes Wesen kann n√§mlich keine neuen Erfahrungen machen. Es wei√ü ja schon alles, wie soll es da etwas Neues erfahren. Es kann sicherlich alles Erdenkliche erleben, aber es kann nichts Neues erfahren. Das ist seine Begrenzung.

Um neue Erfahrungen machen zu können, muss sich ein allwissendes Wesen daher eines kleinen Tricks bedienen. Es muss vergessen. Wenn es sich selbst neu erfahren will, dann muss es vergessen, wer es in Wirklichkeit ist. Und wenn es die Existenz neu erfahren will, dann muss es alles andere auch vergessen.

Das Menschsein ist daher aus dieser Betrachtungsweise heraus keine Beschr√§nkung. Es ist die L√∂sung f√ľr die Beschr√§nkung allwissender Wesen, nichts Neues erfahren zu k√∂nnen!

Dieses Leben könnte daher ganz einfach den Sinn haben, uns eine Welt der Sterblichkeit erfahren zu lassen. Damit werden gleich zwei Beschränkungen im Erleben eines allwissenden und unsterblichen Wesens aufgehoben. Das Erleben von Neuem und das Erleben von Sterblichkeit. Beides kann ein unsterbliches und allwissendes Wesen normalerweise nicht erfahren.

Möglicherweise sind wir alle genau aus diesem Grund hier. Wenn man diesen Sinn des Lebens zu Grunde legt, macht alles, was wir erleben einen Sinn. Auch alle genannten Phänomene, bei denen eine höhere Macht mit im Spiel ist, machen einen Sinn, und auch warum diese höhere Macht genau das tut, was sie tut. Alles ergibt dann einen Sinn!

Die h√∂here Macht, nennen wir sie mal Matrix, hat in dieser Betrachtungsweise die Aufgabe, unsere Gedanken und Gef√ľhle zu verk√∂rpern. Das k√∂nnte der Grund sein, warum es den Placebo- und den Noceboeffekt gibt, der soweit geht, dass unser Unterbewusstsein unseren K√∂rper t√∂tet, nur um unsere falsche Annahme zu erf√ľllen. Es ist das oberste Prinzip dieser Existenzform, bei der es ums Erfahren geht. Auf diese Weise erfahren wir unsere Gedanken und Gef√ľhle als Realit√§t.

Doch wir leben nicht in einer individuell gestaltbaren Matrix. Solche Welten gibt es auch, wie man bei außerkörperlichen Reisen erfahren kann. Wir leben hier jedoch in einer kollektiv gestalteten Welt. Wir alle gestalten also unsere kollektive Realität gemeinsam. An manchen Ereignissen und Umständen sind viele Menschen beteiligt an anderen wenige. Je mehr Menschen an einem Ereignis beteiligt sind, desto kleiner wird unser Eigenanteil.

So ist beispielsweise die Gestaltung eines Lottogewinns erfahrungsgemäß nicht von Erfolg gekrönt, da man hier nur einen extrem kleinen Anteil an der Gesamtgestaltung hat. Wesentlich Erfolg versprechender sind unspezifische Gestaltungen.

Man denkt also nicht daran, wie etwas genau ablaufen und sich ereignen soll, sondern bestimmt nur, dass sich ein bestimmtes Thema sehr positiv gestaltet. Das gelingt sehr einfach, indem man diesem Thema eine starke positive Energie gibt. Wie sich die Ereignisse dann jedoch genau gestalten, ist nicht vorhersagbar. Das bestimmt die Matrix selbst. Sie koordiniert die Energien aller Menschen, die an einem kollektiven Ereignis beteiligt sind.

Doch auch, wenn man nur selten ganz konkrete Ereignisse gestalten kann, so kann man dennoch tendenziell vorgeben, dass sich die Realit√§t hell, leicht, weit und lebendig und damit positiv gestaltet. Das tun √ľber Tausend Menschen in meiner Akademie mit gro√üem Erfolg jeden Tag. Oft ist das Ergebnis dann viel besser, als man es sich zuvor bewusst vorgestellt h√§tte.

Um auf deine Eingangsfrage zur√ľck zu kommen: Wir bestimmen, was f√ľr uns Wirklichkeit wird. Wir k√∂nnen das allerdings nicht unabh√§ngig von allen anderen Menschen und Lebewesen tun, denn in dieser Wirklichkeit gestaltet das gesamte Kollektiv die Realit√§t. Unsere individuelle Realit√§tsgestaltung f√ľgt sich daher in die Rahmenbedingungen ein, die vom gesamten Kollektiv vorgegeben werden. Ganz konkrete Ereignisse sind daher nicht immer gestaltbar, aber wir k√∂nnen unspezifisch sehr gut bestimmen, dass unsere eigene Realit√§t sich positiv gestaltet. Wenn wir das nur unspezifisch tun, kann die Matrix die Gegebenheiten so lenken, dass unsere individuelle Gestaltung sich harmonisch in den Rahmen der kollektiven Realit√§t einf√ľgt.

Wir können uns also nur im Rahmen der kollektiven Möglichkeiten bewegen und gleichzeitig auch nur im Rahmen des persönlichen Lebenssinns, wegen dem wir uns in dieser Wirklichkeit inkarniert haben. Weichen wir zu stark von diesem Sinn ab, wird unser Lebensweg von einer höheren Macht korrigiert, wie das bei den Fallbeispielen geschehen ist, die ich eingangs erwähnt habe.

Wir können sehr viel beeinflussen, und dennoch ist auch einiges determiniert. Wir haben damit ein gewisses Schicksal. Dieses Schicksal bestimmt jedoch nicht unsere Zukunft. Es besteht nur aus dem Sinn, wegen dem wir hier her gekommen sind.

Grunds√§tzlich sind wir Menschen wie gesagt hier, um uns selbst als sterbliche Wesen zu erfahren. Genauer gesagt wollen wir die gesamte Wirklichkeit der Sterblichkeit erfahren. Und Erfahrungen macht man nur, wenn man etwas unternimmt und nicht das ganze Leben lang gegen die Wand starrt. Und daf√ľr sorgen die Aufgaben, die wir vom Leben vorgesetzt bekommen.

Diese Aufgaben werden tendenziell von unseren Energien bestimmt. Die Matrix manifestiert daraus entweder gute Gelegenheiten oder Probleme. Wir machen es uns dann zur Aufgabe diese Probleme zu lösen oder die guten Gelegenheiten zu nutzen.

Und durch diese Aufgaben machen wir Erfahrungen. Nat√ľrlich kennen wir die L√∂sungen dieser Aufgaben nicht. Die Matrix verr√§t uns diese L√∂sungen auch nicht, denn ihre Aufgabe ist es ja, uns durch diese Aufgaben etwas erfahren zu lassen. W√ľrde sie uns alles verraten, w√ľrden wir es nicht selbst erfahren.

Es gibt f√ľr jede Aufgabe leidvolle oder gl√ľckliche Wege. Wir k√∂nnen hier tats√§chlich frei w√§hlen, was die Teilnehmer meiner Akademie wie gesagt jeden Tag mit Erfolg tun.

Auf diesen beiden grundsätzlichen Wegen suchen wir von Geburt an den Weg nach oben. Das ist feste Vorgabe des Spiels. Wir wollen instinktiv nach oben auf höhere Existenzebenen des Lebens.

Es ist als lebten wir im Inneren eines Computer-Spiels, bei dem es darum geht, √ľber mehrere Level die Prinzessin zu retten, den Drachen zu besiegen, den Schatz in der Kammer des Schreckens zu erbeuten usw. Wenn wir dabei einen gravierenden Fehler machen, verlieren wir unser Leben und m√ľssen von Vorne anfangen.

Dieses Spiel des Lebens wird interaktiv ständig von der Matrix an unsere Energien angepasst. Ausgangspunkt des Spiels ist jedoch unser Schicksal, das wir mitgebracht haben. Also das Leben, in das wir geboren wurden, die Eltern, die wir bekommen haben, den Körper, den wir als Avatar im Spiel verwenden usw.

Ich habe unseren K√∂rper eben als Avatar bezeichnet. So bezeichnet man in Comupterspielen die Spielfigur, die man verwendet. Genau wie in einem Spiel haben wir die M√∂glichkeit, diese Spielfigur in gewissen Grenzen nach unseren W√ľnschen zu formen. Vieles ist jedoch auch vorgegeben. Diese Vorgaben habe ich als Schicksal bezeichnet.

Doch unser Avatar besteht nat√ľrlich nicht nur aus einem K√∂rper. Er hat eine Pers√∂nlichkeit, einen Emotionalk√∂rper und einen Mentalk√∂rper. Diese drei K√∂rper zusammen mit unserem physischen K√∂rper bilden das so genannte Unterbewusstsein. Es sind allesamt Musterspeicher, in denen gewohnte Denkmuster, Gef√ľhlsmuster, Verhaltensmuster und Identit√§tsmuster abgespeichert sind.

Im Gegensatz zu multiplen Persönlichkeiten identifizieren sich gesunde Menschen mit nur einer Persönlichkeit. Wir glauben in diesem Spiel, dass wir diese eine Persönlichkeit sind, denn es ist die scheinbare Konstante, die bei allem gleich bleibt, was wir erleben.
Doch multiple Pers√∂nlichkeiten zeigen auf, dass wir auch unsere Pers√∂nlichkeit wechseln k√∂nnen. Es ist keine Konstante. Es ist ebenfalls nur ein Kost√ľm, in das wir hineinschl√ľpfen.

Wir sind also weder unser Denken, noch unser F√ľhlen, noch unsere Identit√§t, noch unser K√∂rper. All das ist nur ein Avatar, eine Spielfigur, die wir f√ľr das Spiel des Lebens verwenden. Der Mensch f√ľr den wir uns halten ist nur ein Avatar.

Doch wenn wir nicht dieser Avatar sind, wer sind wir dann in Wirklichkeit? Diese Frage kann man in Worten nicht mehr so einfach beschreiben. Aber man kann trotzdem erfahren, wer man wirklich ist. Und zwar indem man alles wegnimmt, was man nicht ist. Das, was dann √ľbrig bleibt, das ist man tats√§chlich.

Nun ist dies keine Frage des Wissens oder des Glaubens. Viele Menschen glauben daran, dass sie eine Seele sind, die einen Menschen hat und nicht umgekehrt. Dennoch können die meisten Menschen sich nicht als diese Seele tatsächlich wahrnehmen. Sie glauben nur fest daran, dass es so ist.

Das tats√§chliche Erfahren des eigenen h√∂heren Selbst ist daher fester Bestandteil des Seminarprogramms meiner Akademie. Danach sieht man die Welt mit anderen Augen, denn man erkennt, dass man in Wirklichkeit die vollst√§ndige Willensfreiheit √ľber seine Existenz besitzt.

Wenn man sich durch diese Erfahrung damit identifiziert (geht √ľber den blo√üen Glauben weit hinaus), eine unsterbliche und allwissende Seele zu sein, die hier ist um sich selbst neu zu erfahren in einer Welt der Sterblichkeit, dann erkennt man, dass man tats√§chlich √ľber vollst√§ndige Willensfreiheit verf√ľgt. Nichts ist dann tats√§chlich vorgegeben. Wir w√§hlen auf dieser Ebene sowohl unser Schicksal selbst aus und auch das, was wir aus unserem Schicksal machen. Wir sind dann unseres eigenen Gl√ľckes Schmied.

Wenn wir uns jedoch damit identifizieren, ein Mensch zu sein, dann haben wir nur die Willensfreiheit, die unser Schicksal, unser Lebenssinn und das Kollektiv uns ermöglichen. Es ist daher eine Frage der Perspektive, in welchem Ausmaß wir uns als frei wahrnehmen und in welchem Maße als determiniert.

Liebe Gr√ľ√üe

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)



Als Autor der Ella Kensington Reihe mit √ľber einer Million verkaufter B√ľcher und 30.000 Seminarteilnehmern geh√∂rt er seit 30 Jahren zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Warum er ein Selfcoaching-Konzept anbietet, hat Konfuzius sehr sch√∂n auf den Punkt gebracht: Gib einem Mann einen Fisch und du ern√§hrst ihn f√ľr einen Tag. Lehre ihn zu fischen und du ern√§hrst ihn f√ľr sein Leben.

www.bodo-deletz-akademie.de


Hier finden Sie B√ľcher von Bodo Deletz und Ella Kensington

0 Kommentar

√Ąhnliche Beitr√§ge

Kommentar schreiben