Krankheiten erfinden – Dr. Ruediger Dahlke

DahlkeArztTextWas ist das für eine Zeit, der Herbst 2013 von einem so mit negativen Erwartungen belegten Jahr? Wenn wir Negatives suchen, finden wir tatsächlich einiges. Wir werden nicht erst seit neuestem immer kränker (geschrieben). Führte schon bisher die Veränderung der Ärzte-Honorierung in Deutschland nicht mehr nur nach Diagnose, sondern nach Schweregrad – wie vorauszusehen – zu immer schwerwiegenderen Diagnosen, gibt es jetzt auch eine Art Generalangriff auf die seelische Gesundheit.

Von Dr. Ruediger Dahlke

Wer das Ausmaß von Placebowirkungen und selbsterfüllenden Prophezeiungen verstanden hat, weiß um die Gefahren solcher Maßnahmen ohne Maß. Hier droht eine weitere Polarisierung, denn natürlich lassen sich nicht wenige aus den bekannt kranken Gründen ganz gern krank schreiben, aber einer Mehrheit droht hier eine annähernd unbemerkte Entmündigung zu Gunsten der Pharmaindustrie. Und es ist ja schon noch ein Unterschied, ob man sich selbst bewusst krank schreiben lässt, was man immer selbst zu verantworten hat, oder unbemerkt zum Opfer eines Komplottes wird. Und wie rasch das geht, konnten wir erleben als die WHO, eine bis dahin als unbescholten geltende Institution, die Definition der Pandemie änderte als das der Schweingrippen-Angstkampagne mit anschließender Impforgie dienlich war.

Was ist passiert? 2013 brachte uns das neue DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), die Neufassung der Definitionen psychiatrischer Krankheitsbilder. Das ist ein echter US-Clou, der dazu führen könnte, dass bald alle für verrückt erklärt werden. Die Creme der US-Psychiater will offenbar die Welt zum Irrenhaus machen. Der einzige Vorteil dieser Nacht-und-Nebel-Aktion liegt darin, die Absatzzahlen der Pharmaindustrie langfristig zu sichern, oder mir fällt sonst keiner ein. Was sich wie ein schwarzmalendes Weltuntergangsszenario liest, zu dem ich ja sonst nicht neige, wird wohl bald offizielle Lehrmeinung der Schulmedizin, wenn wir nicht massiv protestieren. Die APA (American Psychiatric Association) legt im DSM-5, der Bibel der Psychiatrie, fest, was noch normal ist oder schon so gestört, dass es einer Diagnose bedarf und so zum therapiewürdigen pathologischen Geschehen wird. Traditionell beeinflusst das DSM die ICD-Regeln, unsere Definitionen von Krankheitsbildern.


Einige Beispiel für die drohende Pandemie an Geisteskrankheiten:

Wer dreimal pro Woche die Kontrolle über seine Essensmenge verliert und von Mahl- zu Schlingzeit wechselt, hat nicht einfach zeitweilig das rechte Maß verloren oder über die Stränge geschlagen, wie man das früher nannte. Nein, der leidet nun unter Binge Eating und ist psychiatrisch zu versorgen. Und dann wird sicher bald auch ein entsprechendes Medikament für dieses schwere Leid erfunden, denn erfinderisch ist sie nun mal, unsere Pharma-Industrie. Das fällt zwar einigen auf und führte sogar zu Ausdrücken wie „Krankheitserfinder“. Aber viele sind für solch entlastende Diagnosen wohl auch dankbar. Galt man früher einfach als „hemmungsloser Fresssack“, ist man jetzt Binge-eater mit Anspruch auf Mitgefühl und Behandlung.

Musste man bisher für die Diagnose „Depression“ Symptome wie Verstimmung, Grübelzwänge, Minderwertigkeitsgefühle, Lustverlust für wenigstens zwei Monate vorweisen, genügen nun schon zwei Wochen. Wer also vier Wochen nach dem Tod seines Partners immer noch traurig und lustlos ist und bisher als trauernder Angehöriger durchging, leidet nun schon an Depression. Auch den Konkurs seiner Firma sollte der moderne Mensch gefälligst innerhalb von 14 Tagen überwinden, sonst droht ebenfalls die schicksalsschwere Diagnose. In schnelllebiger Zeit ist es da wohl auch angemessen, wenn Liebeskummer über zwei Wochen hinaus zur Depressionsdiagnose führt. Dr. Schmiedel, von dem ich diese Hiobsbotschaften des neuen DSM-5 in seinem Habichtswald-Klinik-Newsletter zuerst erfuhr, bringt es in Anlehnung an den wundervollen bayrischen Film auf den Punkt: „Wer länger trauert, ist schneller verrückt“.

Und wenn noch nichts für Sie dabei war, keine Angst, jeder kann in Zukunft dran kommen, etwa wer sich unmotiviert kratzt. Was früher überhaupt keiner Beachtung wert erschien, ist nun in (der neuen) Wahrheit eine Skin Picking Dysorder.

Und für unsere Kleinen, an denen sich noch länger verdienen lässt, haben die US-Psychiater auch ein paar Geschenke: Wenn sie sich bisher bei Wutanfällen schreiend auch mal auf den Boden warfen, galt das als Teil der Trotzphase, in Zukunft haben sie nun Anspruch auf die Diagnose DMDD (Disruptive Mood Dysregulation Disorder), eine angeblich gravierende und deshalb therapiewürdige Störung.

Der alte Hit ADHS, die sogenannte Hyperaktivität, die ja erst erfunden wurde, nachdem das Mittel dagegen schon da war, wie der reumütige Mediziner-Erfinder noch auf dem Totenbett zugab, ist nun dank neuem DMS-5 herrlich ausbaufähig. Unruhige Kinder wie den sprichwörtlichen „Zappelphilipp“, den der deutsche Nervenarzt Hoffmann schon vor langer Zeit im Struwwelpeter unsterblich machte, gab es wohl schon immer. Aber zur Seuche wurde dieses Syndrom erst, nachdem es benannt und medikamentös versorgt werden konnte. Bisher konnte so bereits bei jedem fünften deutschen Jungen die Diagnose ADHS gestellt werden, und jeder zehnte bekam dann das (für Novartis) gute Ritalin, das dem Betäubungsmittelgesetz unterworfen, in Schweden auf der Ebene von Heroin verboten ist. ?Nun aber kann der Umsatz fast ungebremst steigen, denn mussten bis jetzt die Symptome wie Unruhe und Konzentrationsmängel vor dem 7. Lebensjahr diagnostiziert werden, reicht es jetzt, wenn sie bis zum 12. auftreten. Durch die unsägliche Tierprotein- und hier besonders die Milchmast, erreicht aber über die Hälfte der US-Kinder die Pubertät schon vor dem 10. Lebensjahr. Bei allen Pubertierenden aber gibt es Konzentrationsstörungen und bei vielen zappelige Phasen. Wenn sie nun alle mit ADHS diagnostiziert werden, ist die Freude sicher groß (beim Hersteller).

Eine Umstellung auf vollwertig pflanzliche Kost könnte hier viel bringen, wird aber wohl in Zukunft hinter Ritalin verblassen, wenn sich Mediziner wie bisher kritiklos zu Handlangern der Pharma machen.

Dr. Schmiedel schreibt, „eine breitflächige Verordnung eines BTM (Betäubungsmittel-Ordnung)-Medikamentes an einen nennenswerten Teil unserer Jugend ohne Kenntnis der Langzeitfolgen nenne ich einen wissenschaftlichen Feldversuch riesengroßen Ausmaßes, an dem ich meine Kinder nicht ohne große Not als Versuchskaninchen beteiligt wissen möchte.“?Da wirft sich die Frage auf, ob nicht eher die Erfinder solcher Diagnosen und ihrer Ausweitung krank sind als die Opfer. Liegt der Grund für die inflationäre Pathologisierung der Bevölkerung tatsächlich darin, dass demnächst die Patente der neuen Antidepressiva (SSRI) auslaufen, wie Dr. Schmiedel mangels anderer Erklärung vermutet, geht es wirklich nur um die Erschließung neuer Märkte? Mir fällt leider beim besten Willen auch keine andere Erklärung ein. Dr. Schmiedel macht den Widersinn deutlich, indem er noch weitere Diagnosen anbietet: für Säuglinge, die kaum auf der Welt, zu schreien anfangen, das Postuterine Belastungssyndrom (PUBS) und für zukünftige Patienten, die sich gegen absurde Diagnosen offensiv wehren, das APS (Aggressive Patient Syndrom).

Witzig gemeint, hat das einen ziemlich dramatischen Hintergrund. Wenn wir es tolerieren, psychische Störungen so weit zu fassen und ganz normales Geschehen mittels phantastischer Namen „krank zu schreiben“, wird es in Zukunft zum Kinderspiel, missliebige Menschen zu psychiatrieren – eine Situation, die wir im Ostblock mal heftig kritisiert haben, als etwas der System-Kritiker Sacharow in die Sowjet-Psychiatrie gesteckt wurde. ?Bei uns wäre mindestens eine politische Diskussion fällig, denn der einzelne Patient ist hilflos. Wie soll er sich gegen ärztliche Autoritäten oder gar hochrangige Psychiater zur Wehr setzen, die ihn der Pharma ausliefern?

Wir Ärzte sind hier gefordert, uns gegen diese Mafia zur Wehr zu setzen, den Patienten reinen Wein einzuschenken, und dieses makabre (Intrigen)Spiel aktiv und offensiv zu boykottieren. Als ich es zuerst erfuhr und auf Facebook „postete“ haben es über 125 000 gelesen, es interessiert also durchaus viele. Insofern lade ich auch jetzt alle ein, diesen Rundbrief weiter zu reichen und zu mailen, damit möglichst viel Licht in diese dunkle Geschichte kommt.

Ist es nicht bereits weit genug gekommen, wenn die Schulmedizin durch die Kunstfehler ihrer Mediziner und Nebenwirkungen der verordneten Pharmaka heute in praktisch allen Industrienationen zur dritthäufigsten Todesursache aufgestiegen ist. Sobald Mediziner streiken, sinkt die Todesrate deprimierend. Der Jesuit Ivan Illich schrieb schon vor Jahrzehnten die „Nemesis der Medizin“, wo er derlei damals noch unvorstellbar Fehlentwicklungen bereits aufzeigte.

Es ist jetzt die Zeit zum Aufwachen, und es geschieht bereits stellenweise und hoffnungsvoll. Wer will kann natürlich auch positive Zeichen der Hoffnung sehen. Das Fasten, in all meinen Arztjahren kritisch von Schulmedizinern beäugt und mit lächerlichen Argumenten schlecht geredet, wird nun von ihnen rehabilitiert. Russische Ärzte haben es seit Jahrzehnten unter wissenschaftlichen Bedingungen mit großem Erfolg bei den schwersten körperlichen und seelischen Krankheitsbildern eingesetzt, wie jetzt herauskommt. US-Forscher setzen es nun sogar bei Krebs ein, weil es – was wir Fastenärzte schon seit langem wissen und sagen – kranke Zellen schwächt und gesunde stärkt. Das dient in den USA bereits als Argument, es während der Chemotherapie einzusetzen.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ entdeckt Meditation als hochwirksam zur Heilung des Körpers und belegt das mit ungezählten wissenschaftlichen Studien. Schulmediziner kommen nicht mehr umhin, sich für vegane Ernährung zu interessieren und finden erwartungsgemäß keine Nachteile, sondern viele Vorteile – bei jeder ehrlichen Studie.

 

Von Dr. Ruediger Dahlke

www.dahlke.at

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  13 Kommentare für “Krankheiten erfinden – Dr. Ruediger Dahlke

  1. Norbert Ried
    6. November 2013 um 11:58

    Sehr gut, ich habe das mit großem Interresse gelesen. Vielleicht könnte man den genervten Eltern einige Pädagogische Hilfen anbieten, anstatt „nur“ medizinische.

  2. 6. November 2013 um 14:39

    Ein unglaublich gut geschriebener Artikel über ein Thema, welches schon vor einigen Jahren in so einigen Büchern prophezeit wurde. Gut, wer unser „Gesundheitssystem“ verstanden hat, der wird sich über diese Entwicklung nicht zwangsweise mehr wundern – dennoch muss ich zustimmen: Es ist nun wirklich Zeit zum Handeln!

    Die Pharmaindustrie weiß um die Konkurrenz und um all die Menschen, die sich mittlerweile für die gesunden Alternativen interessieren. Sie muss in logischer Konsequenz, aus Wirtschaftlichkeit oder wie auch immer wir es nennen möchten, ebenso die Ellenbogen ausfahren – dies fordert (und fördert) leider unser heutiges System.

    Doch zu welchem Preis? Dieser kann es doch wahrlich nicht sein! Nicht mit einer solch makaberer Absicht, nicht mit diesen heraufbeschworenen Leidenswegen und erst recht nicht an unseren Kindern!

    Danke für den tollen Beitrag von Herrn Dahlke. Er wird natürlich sofort verteilt.

    Hochachtungsvoll,
    Florian Breitenbach
    http://www.holistisch-leben.de

  3. Mario E
    6. November 2013 um 15:45

    „Sobald Mediziner streiken, sinkt die Todesrate deprimierend“ – ein grundsätzlich interessanter Artikel wird durch solche Aussagen ideologisch aufgeblasen. Schulmedizin erkennt alles an, was empirisch nachgewiesen ist; gäbe es z.B gute Studien zu Homöopathie die Erfolg zeigten, so würde diese auch anerkannt.
    Alternativ-medizinische Schulen verkaufen genauso zu horrenden Preisen komplette Scharlatanerei.
    Was z.B. das Fasten betrifft stimme ich in deren Wirksamkeit zu; zu viel Essen ist jedoch eine Krankheit der Industrialisierung und nicht unbedingt mit Schulmedizin in Verbindung zu bringen. Der Artikel vermischt jedoch z.B. auf diese Art zu viele Themen und kommt – obwohl es anfangs so scheint – zu keiner Grundaussage, ausser „gegen die Medizinermafia!“ – was auch immer das heissen soll. Ganz ohne Schulmedizin wird die Todesrate auf jeden Fall nicht sinken.
    Übrigens bezieht sich ein Grossteil der Kritik an DSM5 von professioneller Seite darauf, dass dieses nicht ausreichend auf empirischen Erkenntnissen aufbaue, welche ja die Schulmedizin ausmachen.

  4. Malikkel
    6. November 2013 um 18:25

    Vielleicht könnte man erst mal definieren, was ein Schulmediziner ist?

  5. Herbert Sekulla
    6. November 2013 um 19:31

    Das klingt alles verdächtig nach einem Abdriften in eine Diktatur. Im Deckmantel der Demokratie.

  6. Honsberg Andrea
    8. November 2013 um 19:00

    Danke Herr Dahlke!!
    Es ist immer wieder dringend nötig, dass jemand (mit breiter Zuhörerschaft) komplexe Zusammenhänge mit weitreichenden Konsequenzen erläutert und vielen Menschen dadurch zugänglich macht. Ich arbeite in einer eigenen Praxis für Kinderphysiotherapie und bin immer mehr entsetzt, dass -aus meiner Sicht – „normale“ Kinder mit absurden Diagnosen versehen werden und die Eltern dafür auch noch dankbar sind. Ein Pillchen ist doch leichter verabreicht, als die Familiensituation zu überdenken.
    Einen Termin mit diesen Kindern zu vereinbaren ist übrigens nicht sehr einfach, sie haben einen Terminkalender wie Herr Ackermann oder Middelhoff.
    Die Pharmaindustrie hat auch dies im Blick.

  7. Luana
    18. November 2013 um 23:47

    Danke Herr Dahlke für diesen interessanten Bericht !;-) Ja, die Pharmaindustrie ist in meinen Augen mit der Mafia gleichzusetzen , denn denen geht es nicht um Menschen, sondern nur um Profit , und den haben sie , genauso haben sie eine unglaubliche Macht, vor allem in der Politik ! wie lässt sich das Phänomen ADHS sonst erklären ? diese Krankheit gibt es nicht, aber trotzdem bekommen die Kinder diese Drogen verpasst , wo ist da das Verantwortungsgefühl der Ärzte, die doch wissen müssten, das es diese Krankheit nicht gibt ? ein lebendiges, aufgewecktes Kind ist doch immerhin besser, als ein in sich gekehrtes Kind. Probleme mit diesen Kindern haben nur die Eltern , Lehrer, die Gesellschaft, die die Geduld und Aufmerksamkeit nicht mehr haben, weil ,das bedeutet, sich Zeit nehmen, die aber leider niemand mehr hat…In Frankreich haben sie seit Jahren , und das ist kein Witz, ein Gesetz zusammen mit der Politik erarbeitet, indem es unter Strafandrohung von 10.000 € verboten ist, Heilkräuter, insbesondere Brennessel , zu sammeln, zu verkaufen, oder Info darüber zu verteilen , es ist grotesk ! Aber die Pharmaindustrie hat so mächtige Lobbyisten, das man dieses Gesetz verabschiedet hat ! Grausame Vorstellung ,dass man in Zukunft nur noch Chemie als alleinige Therapie verschrieben bekommt , weil Naturheilmittel bestraft werden ! Wie krank müssen diese Profithaie der Pharmaindustrie nur sein ? Ich verachte sie ohne Ende! Man (ich) kann nur hoffen, dass man dieses Dreckszeug niemals nötig hat…..Amen

  8. brigitte indigo
    24. November 2013 um 20:31

    Selbstverständlich leite ich diesen Artikel an meinen Freundeskreis weiter! Es ist wichtig, dass die Machenschaften der Pharmaindustrie aufgezeigt werden! Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch den richtigen Heiler findet, wenn sein Bewusstsein bereit für komplementärmedizinische Behandlungen, Homöopathie, etc… ist. Wenn jemand lieber eine Pille schluckt, anstatt seine Lebensgewohnheiten (Nahrungsaufnahme und Bewegung) zu ändern, dann muss er eben mit Nebenwirkungen rechnen. Vielleicht lernt er dadurch etwas dazu. Wir sind ja hier auf dem Planeten, um unser Bewusstsein zu erhöhen und aus unseren Fehlern zu lernen.

  9. Brigitte Sand
    5. Dezember 2013 um 13:22

    DANKE, Herr Dahlke, für Ihren MUT!!!
    Bitte machen Sie unbedingt weiter auf diesem Weg!

    Ich als Lehrerin bin inzwischen fast mutlos geworden, bei dem wie die Kinder „auf Spur“ gebracht werden: sei es durch den Fraß im Pausenverkauf (entschuldigen Sie die deutliche Sprache) oder eben durch Ritalin. Wenn man Zeuge wird, wie Kinder in der 5. Klasse nach der Einnahme von Ritalin morgens komplett wegtreten und kaum mehr ansprechbar sind (das war der Fall im Schullandheim), braucht man viel Stärke, um nicht zuverzweifeln.

    Und wenn das nichts hilft gibt es ja noch den guten alten Druck und Schuldgefühle. Wenn sich diese dann nach einiger Zeit in der Psyche bemerkbar machen, wären wir wieder im Pharma- Kreislauf angelangt.

    Und die Lehrer? Ich kann mit Vorgesetzten darüber sprechen, dass es keinen Sinn macht bzw SEHR schädlich ist, Koffeinhaltiges und Zuckerhaltiges in der Schule zu verkaufen. Ich kann argumentieren, dass ich keine neuen pädagogischen Konzepte erfinden muss, um Kinder zu motivieren, wenn diese durch Koffein, Zucker, Ritalin, Druck weggetreten sind…Ich kann darüber mit Kollegen sprechen…Es passiert nichts!!! Ich werde nicht gehört. Sind diese Menschen selbst schon soweit still gelegt und weggetreten???

    Was kann man tun? Wenn ich nicht ein tiefes Wissen in mir hätte, dass es eine Lösung gibt (auch wenn ich sie noch nicht kenne), wäre ich schon verzweifelt.

    Es ist eine halbe Minute vor 12! Was können wir tun?

    Ich freue mich über Rückmeldungen!

    Herzliche Grüße,

    Juliane Braun

    PS: Ich habe Dr.Schmiedel schon persönlich kennen gelernt und bin begeistert über seinen Mut!

  10. 5. Dezember 2013 um 15:10

    Danke an Dr. Dahlke für seine mutigen und offenen Worte. Wir werden ja immer mehr manipuliert sowie fremdbestimmt und er gesunde Hausverstand wird uns leide abtrainiert.

  11. Hartinger
    21. Januar 2014 um 00:09

    Meinen Lebensgefährten wurde, da er verwirrt war, (er war über meine Krebserkrankung schockiert)zwangsweise Psychopharmaka gespritzt, täglich hochdosierte Neuroleptika verabreicht. Er wurde dabei sechs Wochen lang täglich fixiert, unter dem Vorwand, er könnte weglaufen und es könnte ihm was passieren. Geschehen 2009 im AKH, Abteilung V.Psychiatrie. Fazit, seitdem ist er ein Pflegefall.
    Er wurde mit dementiellen Zustandsbild entlassen. Befunde mit dementsprechenden Medikamentengaben sind vorhanden. Der Patientenanwalt ist für die Ärzte zuständig, nicht für die Patienten. Ich könnte ein Buch über unser Gesundheitssystem schreiben, habe aber nicht die Zeit weil ich ihn pflege. Vielen Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  12. Heide Neubert
    7. November 2014 um 16:24

    Sehr geehrter Herr Dr. Dahlke, “ Krankheiten erfinden“ ein großartiger Artikel. Bravo, solche Aufklärungen müßte es viel öfters geben. Unbedingt weitermachen, denn das Schlimmste in unserer Zeit ist die Unwissenheit. Nur wenn wir endlich aufwachen, kann sich was verändern, denn unsere Gesundheitssystem ist eigentlich etwas zum krankmachen und Krankwerden.
    Die Heilung ist. I n uns und wir müssen uns mehr mit unserem Inneren beschäftigen und nach den Gesetzen des Kosmos und der Natur leben. Gerade mit Fasten wird dem Körper die Möglichkeit zum Gesundwerden geschenkt, dann nimmt er mit der heutigen Nahrung, die voller grausiger Stoffe ist, keine krankmachenden Substanzen mehr auf.
    Bitte klären Sie weiter und immer wieder auf! Eine gute Zeit wünscht Ihnen
    Heide Neubert

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