Gedanken über Gut und Böse – Martin Zoller

von Redaktion

Martin Zoller ist eines der bekanntesten Medien im deutschsprachigen Raum. Er berät Politiker und andere Menschen in aller Welt, hatte bereits eine TV-Show in Südamerika und auf RTL und ist Autor mehrerer Bücher. In Kürze gibt es auf MYSTICA  zwei Interviews mit ihm. Zur Einstimmung hier einige Gedanken zu einem wichtigen Thema der Sinnsuche: Gibt es „gut“ und „böse“? Hier seine Erfahrungen:

Auszug aus dem  Buch „Intuition als Schlüssel deiner Seele“ von Martin Zoller
mit freundlicher Genemigung des Giger Verlag GmbH, Schweiz


Das einzige wirklich göttliche Gesetz ist das Gesetz der Relativität. Alle anderen Gesetze sind vom Menschen geschaffene.

Seit Beginn seiner Existenz ist der Mensch den Gesetzen der sogenannten Dualität unterworfen, welche überhaupt erst die Ganzheit des Universums ausmachen. An sich ist diese Dualität nicht wirklich eine solche, sondern eher ein ganz natürlicher Wechselzyklus des Universums, welcher sich in der Natur durch die Existenz von Gegensätzen manifestiert. Durch den Menschen wurden diese Erfahrungszyklen und Gegensätze sodann in wertende Kategorien wie zum Beispiel in die des „Guten“ und des „Bösen“ aufgeteilt. Vor der Existenz des Menschen mit seinem ihm eigenen abstrahierenden Denken war das Universum einfach das, was es ist – erst der Mensch führte wertende Begriffspaare ein wie „Himmel und Hölle“ oder „Himmlisch und Dämonisch“.

Jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze ist ein Spiegel des gesamten Kosmos mit all seinen Aspekten, jegliches Wesen schlägt sich mit den Lasten der Dualität auf seinen Schultern durch das Leben. Die Aspekte der Dualität sind eine unausweichliche Tatsache unserer Existenz – man könnte gar sagen, dass diese dadurch überhaupt erst ermöglicht wird.

Alles, was wir in der Natur an Kreation und Zerstörung, an Harmonie und Gewalt kennen, finden wir auch im Menschen wieder, da wir diese Erfahrungen und Ausdrücke so in uns tragen, wie die Natur sie erschuf. Wenn wir das Leben aber wertend in „Gut“ und „Böse“ aufteilen, so müssen wir eingestehen, dass wir selbst, und nur wir, diese Wertung erschaffen haben. Wenn wir in der „Küche des Lebens“ in zwei Töpfen kochen, die wir einander gegenüberstellen, müssen wir uns aber auch mit einem Mehraufwand abfinden, der aus natürlicher Sicht eigentlich unnötig ist. Da wir uns jedoch selbst vor langer Zeit entschlossen, in getrennten Töpfen zu kochen, müssen wir nun auch die Konsequenzen daraus tragen und uns um beide kümmern. In diesem Buch sollen daher auch die Folgen angesprochen werden, die solches Tun mit sich bringt; daneben will ich auch aufzeigen, welche Wege aus dieser wertenden Aporie herausführen können.

Es ist eine rührend utopische Idee zu glauben, die Natur oder wir Menschen seien bloss schönes, friedliches Licht, Harmonie und Liebe. Damit widmen wir uns einfach nur einem der „Töpfe“. Ist es nicht auch genau jenes utopische Denken, auf dem die menschliche Vorstellung von Religion und von Gesetzen im Namen eines Gottes beruht? Die menschliche Tragik ist jedoch die, dass es eigentlich gar keine göttlichen Gesetze gibt, da der kosmische Gott nur ein Gesetz kennt, und das ist das Gesetz der Natur, da Gott selbst die Natur ist. Gott ist keine wertende Individualität mit einem Richterhut, sondern eine Kraft, die ganz einfach nur das ist, was um uns und in uns existiert.

Da sich der Mensch jedoch zu werten entschlossen hat, kreierte er ein tragisches Universum aus den extremen Gegensätzen der Harmonie und des Chaos, der Geburt und des Todes, der Freude und der Trauer, der Stille und des Donners, Tag und Nacht, Schwarz und Weiss, Gut und Böse, Friede und Gewalt.
Mit viel Aufwand und Verzweiflung versuchen wir sodann, durch sogenanntes religiöses Verhalten einem Vorbild nachzueifern, das unseren Wertvorstellungen entspricht; wir wollen uns nur mit dem „positiven“ Aspekt identifizieren.

Das einzig wirkliche Gebet Gottes richtet sich nach den Gesetzen der Natur, denn diese allein sind von der göttlichen Kraft geschaffen. Alle anderen „Gesetze“ sind sozio-kulturelle Erscheinungen, die auf Hoffnungen und Idealen aufgebaut wurden. Während der Mensch in seinen Ängsten versucht, so etwas wie eine Moral im Namen Gottes zu erschaffen, kennt die Natur und damit Gott nichts dergleichen, macht keine kulturellen, ethischen oder moralischen Unterschiede, kennt überhaupt keine Wertvorstellungen.

Nie würde die göttlich-natürliche Kraft darauf kommen, die Gottesanbeterin zu verdammen, die ihren Partner gleich nach der Paarung verzehrt, da sie diese sonst erst gar nicht erschaffen hätte. Ebensowenig würde die göttliche Urkraft eine Schneelawine verdammen oder verfluchen, die ein Tal hinunterdonnert, nur weil diese mit einer zerstörerischen Gewalt alles an Fauna, Flora und Menschen mit sich in den Tod reisst.

In der Natur gehört die Gewalt zum Göttlichen wie alles andere auch. Die Gottesanbeterin, die Lawine, der Vulkan oder der reissende Löwe, sie alle sind nach der herkömmlichen Vorstellung Repräsentanten des Mörderischen und Zerstörerischen. Im menschlich- dualistischen Denken in religiösen Bahnen kennen wir die Vorstellung vom Dämonischen oder Teuflischen. Es käme jedoch niemand darauf, diese Naturenergien „moralisch“ zu verdammen oder zu verfluchen- das wäre geradezu absurd. Sie sind akzeptierte Facetten einer Ganzheit, die im Falle der Natur auf keinen Fall angezweifelt, ja manchmal sogar mit einem fast ehrfürchtigen Respekt beachtet werden.

In den Gesetzen der Natur manifestiert sich die wertungsfreie Neutralität Gottes und gleichzeitig seine beiden Erscheinungsformen, das „Gute“ und das „Böse“. Gott ist Tod und Leben, Schwarz und Weiss, oder eben „Gut“ und „Böse“ zugleich. Es ist das menschlich-abstrakte Denken im Verbund mit der sogenannten „Moral“, die aus dieser Einheit eine dualistisch-wertende Philosophie macht. Tod, Krankheit ja selbst das Verbrechen sind Triebe der Natur, des Göttlichen, von Gott kreierte Kinder, die ohne Wertung erschaffen wurden.

Das Göttliche jagt in der Wildnis der Natur erbarmungslos seine Dämonen um den ganzen Erdball, damit diese ihre Mission ausführen können. Dies mit einer für unser moralisches Empfinden kaltblütigen Gleichgültigkeit. Mit jedem Engel, den Gott zur Erde schickt, kommt auch ein Dämon mit dem gleichen Absender daher. Der Phönix erhebt sich aus der Asche des Zerstörten, um anderes zu zerstören und schliesslich selbst wieder zerstört zu werden. Die Dämonen sind keine Missgeburt Gottes, sondern Gott selbst. Gott selbst ist das Teuflische, das Böse – so wie er auch das Himmlische und das Gute ist.

Während der Mensch in der Natur das Böse akzeptiert – ganz einfach auch, weil er es akzeptieren muss, da er nichts dagegen tun kann – fällt ihm das bei der eigenen Spezies schon etwas schwerer. Hier kann er die Ganzheit Gottes in den meisten Fällen nicht akzeptieren und urteilt erbarmungslos. Vor allem in unserem abendländischen Gedankengut ist diese Idee von „Gut“ und „Böse“, Engeln und Dämonen sehr stark verwurzelt. Es wird manipulativ der Gedanke der vermeintlich allgemeingültigen menschlichen Moral gepflanzt, es wird die göttliche Einheit in Gut und Böse unterteilt. Im Namen der „Menschlichkeit“ wird die an sich neutrale, aber eben nicht nur liebliche Natur unserer Spezies in eine positive und eine negative Seite unterteilt. Wir versuchen durch die Religion, die Gott als Institution zu vertreten angibt, diese gegebene Totalität zu umgehen. Und mit den Geboten und Gesetzen, die wir schaffen, stellen wir uns gleichzeitig sozusagen über Gott, indem wir seine ganzheitlichen Manifestationen der Kraft anzweifeln und in Frage stellen. Der Mensch erschafft eine Moral bzw. Ethik, die entweder geradezu gotteslästerlich, oder aber – in letzter Konsequenz – atheistisch ist, da sie das göttliche Gesetz der Ganzheit nicht respektiert bzw. negiert.

Ethik, Moral und heilige Schriften sind immer nur menschlich, nie jedoch göttlich.

Mit dem Verurteilen oder Verleugnen der sogenannten „Dunklen Seiten“ unserer Existenz nährt man jedoch genau jene Kraft, welche man eigentlich zu unterdrücken versucht. Ich assoziiere diesen Prozess jeweils mit den zwei Händen des Menschen. An unserem Körper haben wir eine linke und eine rechte Hand, genauso wie wir eine weisse und eine schwarze oder eine „gute“ und eine „böse“ Seite in uns haben. Nehmen wir nun zum Beispiel die linke Hand als Archetyp des „Bösen“ und die rechte als den des „Guten“. Während wir die rechte Hand hegen und pflegen, vernachlässigen wir die linke vollkommen, da sie ja das „Böse“ repräsentiert, und verhalten uns so, als ob sie gar nicht an unserem Körper wäre, indem wir sie ganz einfach hinter den Rücken stecken.

Durch die Vernachlässigung wird diese Hand immer schmutziger und unreiner. Durch eine kleine Unvorsichtigkeit ziehen wir uns nun auch noch einen kleinen Schnitt zu, wodurch eine Wunde entsteht, die zu bluten beginnt. Während dieser ganzen Zeit staut sich unter den Fingernägeln der Schmutz an, was verschiedenste Parasiten dazu ermuntert, darunter zu schlüpfen.

Würden wir diese Hand gleichmässig pflegen wollen, so könnten wir sie ohne weiteres waschen, den Schmutz entfernen und die Wunde verbinden. Da wir diese Hand nun aber verleugnen, den Schmutz und den Schnitt nicht weiter beachten, verschlimmert sich das Ganze. Aus dem einfachen Schnitt wird eine Infektion, während sich die Parasiten unter den Fingernägeln schon richtig heimisch fühlen und sich gar vermehren. Die Infektion wird zu einer eitrigen Blutvergiftung, während die Parasiten sich unter den Fingernägeln ins Fleisch fressen. All das bringt eine Vergiftung des ganzen Körpers mit sich, die schlimme Konsequenzen wie Fieber oder unter Umständen gar Tod haben könnte. All diese Komplikationen sind nur durch ein Verleugnen und Verstossen eines Teiles unseres Körpers entstanden.

Dieses Verleugnen ist nichts anderes als ein Selbstbetrug, eine Verleugnung des eigenen Selbst. Durch die Wertung in „Gut“ und „Böse“ entstand eine Diskriminierung, was ein verheerendes Ungleichgewicht zur Folge hatte, das zum Schluss den ganzen Menschen zum Verhängnis wurde.

Was in diesem Falle für den Körper gilt, kann auch auf die menschliche Psyche übertragen werden. Wie jeder Mensch eine linke und eine rechte Hand hat, so hat auch jeder eine „gute“ und eine „böse“ Seite in sich. Die archetypischen Muster des Bösen können zwar verleugnet oder verdrängt, nicht aber ausgelöscht oder gar neutralisiert werden.

Was in unserem Beispiel mit der Hand geschah, kann in der westlichen Gesellschaft sehr gut beobachtet werden. All das, was zum Bösen oder Schlechten verurteilt wurde, mutierte durch die Generationen zu einem nicht mehr kontrollierbaren Monster, das die Gesellschaft zerfrisst. Nicht durch die Tatsache, dass es böse oder teuflisch ist, sondern erst durch seine kollektive Verdrängung. Dadurch, dass diese Aspekte in den Untergrund tauchen mussten, konnten sie überhaupt erst ausser Kontrolle geraten. Die Angst vor dem „Bösen“ ist es, die das Böse zu dem macht, was es ist und ihm damit die Kraft gibt, die es hat. Das Teuflische oder die Schwarze Magie ist nicht negativ von Natur aus, sondern weil es zu dem gemacht wurde.

Das Böse ist nicht in einer bestimmten Handlung zu finden, sondern in der relativen Wertung der Betroffenen einer solchen Handlung. Keine Handlung ist universell böse, sondern wird erst durch die Wertung des Menschen als solche abgestempelt. Sogenannte „böse“ Handlungen sind meistens ganz einfach grenzsprengende Handlungen. Sobald eine gewisse Macht ins Spiel kommt, die dem Umfeld unbekannt oder nicht vertraut ist, wird sie als „böse“ abgetan. Das Böse oder Teuflische ist nichts anderes als die Verdammung des Unvertrauten, des Gegensätzlichen, welches automatisch zum Feindbild gestempelt wird. Ob man sich bei solchen Situationen als Opfer oder Täter erkennt, ist wiederum nicht als göttliches Gesetz zu sehen, sondern auf die sozio-kulturelle Prägung und Zugehörigkeit zurückzuführen.

Das Ganze ist eine sich immer weiter ausdehnende Spirale, der nur dadurch beizukommen ist, dass man sich völlig von ihr löst. Die Auflösung des Bösen, so wie wir es verstehen, ist nur durch eine Loslösung vom religiös-moralischen Glauben möglich, da dieser die Kategorie vom „Bösen“ überhaupt erst erschaffen hat. Zwischen Gut und Böse kann nur dann gewertet werden, wenn Wertungskategorien bestehen. Da Gott jedoch frei von Wertungen und Verurteilungen ist, sind unsere Ängste vor solchen Dingen nichts anderes als Ängste, das Ganzheitliche anzunehmen zu können.

Das Dämonische oder Böse ist nichts anderes als die Wahlmöglichkeit, die dem Menschen durch die Freiheit des begrifflichen Denkens eigentlich gegeben wäre. In fast allen Fällen sind Erfahrungen mit dem Dämonischen solche, die hinter die kulturellen Grenzen der sogenannten Ethik des Menschen gehen. Grenzen, welche erschaffen wurden, weil die ganzheitliche Freiheit oder universelle Ganzheit erschreckt – ist doch der Gedanke, dass Gewalt oder Schmerz göttlich sein könnten, für viele unannehmbar.

Die Freiheit des Unterscheidens lässt als Folge auch den Zweikampf zwischen dem Eigenen und dem Fremden entstehen, wobei verständlicherweise das Eigene das Gute und das Fremde das Böse ist. Das „Böse“ ist eigentlich nur dann böse, wenn man sich über das göttliche Gesetz der Einheit stellt und diese Ganzheit auftrennt. Geht man jedoch hinter diese Mauern der Dualität, so erkennt man plötzlich eine ganz neue Dimension der Ganzheit oder des Universums.

Autor: Martin Zoller

http://martinzoller.com/de

 

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2 Kommentare

erasmus von kotzebuz 22. Mai 2012 - 13:25

Kommentar zu „Martin Zoller: Gedanken über Gut und Böse“
„Das Dämonische oder Böse ist nichts anderes als die Wahlmöglichkeit, die dem Menschen durch die Freiheit des begrifflichen Denkens eigentlich gegeben wäre.“ Sounds good.
Warum habe ich mich also noch nicht zum Morden hinreißen lassen? Wäre doch nicht so schlimm! Ein Mord, oder gar der Holocaust, sind nur deshalb böse Taten, weil die Hinterbliebenen und die Überlebenden einer moralischen Denkweise verhaftet sind. Sie verstehen nicht, dass die wertungsfreie Neutralität Gottes sich in den gesetzen der Natur manifestieren, also Mörder nur ihren gottgegebenen Trieben oder den Weisungen höherer Autoritäten folgen.
Indem die Opfer das Böse, das eigentlich keines ist, als solches verurteilen, erheben sie sich über Gottes Gesetz der Einheit. Welch ein Sakrileg! – Also sind die Opfer böse. Ich glaube, was hier als Freiheit des „begrifflichen“ Denkens dargestellt wird, ist wohl eher die Perversion „begrifflichen“ Denkens.
Zwischen Gut und Böse kann nur gewertet werden, wenn es Wertungskategorien gibt, sagt Herr Zoller richtig. Doch sind nicht gerade die Wertungskategorien, die uns Menschen, mehr oder weniger, zum Menschen gemacht haben? In der Tierwelt gibt es keine derartigen Wertungskategorien. Nur Tiere und menschliche Verbrecher können nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden.
Gutmenschen könnten wählen. Aber hätten sie auch die Wahl zwischen der Freiheit des“begrifflichen“ Denkebns und der Unfreiheit des zwanghaften Handelns? Zum Beispiel dem Zwang ständig Gutes denken oder tun zu wollen, oder gelegentlich Böses tun zu müssen?
Hier endet die Freiheit der Wahl und „begriffliches“ Denken findet nicht mehr statt. Die wertungsfreie Neutralität Gottes manifestierte sich dann nur noch in den Untaten seiner Geschöpfe. – Universum pur, wie fast vor der Existenz des Menschen mit seinem ihm eigenen abstrahierenden Denken, womit er solche wertende Begriffspaare wie „Himmel und Hölle“ oder „himmlisch und dämonisch“ (oder „ernst und komisch“) einführte. Können Sie noch folgen? Die Freiheit des „begrifflichen“ Denken kann es ermöglichen. Dann könnte man sogar annehmen, dass die Menschen ihre Wertungskategorien nur entwickelt haben um das ursprüngliche, reine Universum zu verderben. Trotzdem bin ich froh, dass es menschliche Wertungsmaßstäbe gibt, egal ob religiöser oder atheistischer, humanistischer Natur. Die gottgewollte Evolution des Menschen und seiner Wertvorstellungen bilden eine Einheit.
Mir grault es bei dem Gedanken, dass Herr Zoller Politiker berät. Würden solches Gedankengut erneut in alltägliche Politik umgesetzt werden, wäre unsere Welt alsbald so, wie das gesamte Universum vor der Existenz des Menschen angeblich war, oder zumindest so wie in den Jahren, als ein Reichspropagandaminister Josph Goebbels noch mit seinem Blut dachte.
Die Gedanken sind frei, heißt es in einhem alten Deutschen Volkslied. Herr Zoller mag denken was er will, nur sollte er solche „intellektuellen“ Spitzfindigkeite für sich behalten oder nur im Kreise eltitärer, nicht Verantwortung tragender, weltfremder Denker diskutieren. Die könnten sodann klären: „Wozu bräuchte es dann noch Gottes wertungsfreie Neutralität, die sich in den Gesetzen der Natur des reinen Universums manifestiert? Sounds good? Goethe sagt einst: „Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich doch dabei etwas denken lassen.“
Na dann: Viel Spaß beim weiteren Denken – E.v.K.

scent 8. Mai 2012 - 23:05

Das Göttliche jagt in der Wildnis der Natur erbarmungslos seine Dämonen um den ganzen Erdball, damit diese ihre Mission ausführen können. Dies mit einer für unser moralisches Empfinden kaltblütigen Gleichgültigkeit. Mit jedem Engel, den Gott zur Erde schickt, kommt auch ein Dämon mit dem gleichen Absender daher. Der Phönix erhebt sich aus der Asche des Zerstörten, um anderes zu zerstören und schliesslich selbst wieder zerstört zu werden. Die Dämonen sind keine Missgeburt Gottes, sondern Gott selbst. Gott selbst ist das Teuflische, das Böse – so wie er auch das Himmlische und das Gute ist.

Das ist alles nur dualistisches Denken und hat nichts mit Gott zu tun. Wie soll ein Mensch nach dem Lesen dieses Artikels noch an das Gute in sich glauben, wenn Herr Zoller immer und immer wieder weismachen will, wie unfähig wir aufgrund unserer Aengste seien, dies auch zu leben…

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