Editors Corner X: Spirit Interviews

Ein Kommentar von Thomas Schmelzer

Soeben ist wieder eine neue MYSTICA Staffel abgeschlossen. Acht wunderbare Menschen durfte ich in drei Tagen neu oder tiefer kennenlernen im Gespräch, im Studio in Schwabing, ein uns schon vertrauter Ort, in dem wir gemütlich und konzentriert unsere Talks drehen. Schön, dass Christian Berges uns dieses Studio zur Verfügung stellt – Christian, ein großartiger Kameramann, der durch sein Interesse und seine Mitarbeit ein Teil von MYSTICA geworden ist. Und dann ist da noch Nina, die als unsere Moderatorin demnächst auch in der Serie „Mystische Orte“ zu sehen sein wird. Nina bringt ganz viel Freude und weibliche Energie in unser Studio und sorgt für eine gute Atmosphäre durch ihre gelebte Spiritualität.


Nachdem ich mich viele Tage auf die Gäste vorbereitet habe – und dabei natürlich viel lese und mir den Ablauf des Gespräches überlege – ist es dann so weit. Eine gewisse Aufregung, Lampenfieber, ist immer vorhanden. Manchmal ist der Gast auch ein bisschen aufgeregt, ich mache ein paar Witzchen über das Lampenfieber, laufe nervös auf und ab – die üblichen Mini Allüren, die die Kollegen schon ganz gut kennen.

Dann aber, und das ist wirklich eine große Freude, läuft die Kamera, und wir sind im Nu mitten im Thema. Eine ganz andere Stimmung entsteht, getragen vom Thema und von einer gegenseitigen Anteilnahme, die oft etwas Liebevolles, Freundschaftliches hat, obwohl man sich gerade erst einige Minuten im Vorgespräch kennengelernt hat.

Jedes Gespräch ist ein Abenteuer. Natürlich schaue ich mir im Vorfeld Videos an, um herauszufinden, ob der Gast viel oder wenig spricht, ob er schnell im Thema ist oder vielleicht einige ungewöhnliche Fragen braucht, um Lust zu bekommen. Von manchen Experten gibt es keine Videos – dann habe ich sie meist irgendwann auf einem Kongress erlebt. Selten weiß ich aber gar nichts über ihre Art des Redens, dann gibt es ein etwas längeres Vorgespräch, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Lustig sind Besonderheiten, die jeder Moderator kennt. Da gibt es Gäste, die zunächst einmal superkurz antworten, so dass die nächste Frage schon bereit sein muss, wie bei Anouk Claes. Andere wiederum sind schnell im Redefluss, da gilt es, sie hie und da mit einer passenden Frage weiter im Thema zu führen. Besonders vorgewarnt war ich bei Ruediger Dahlke – der schnell denkt und redet. Manchmal hatte ich ihn zu oft unterbrochen wie hier, später aber fanden wir das richtige Tempo wie hier.

Auch diese Staffel hatte es in sich. Unvergesslich, wie humorvoll, bescheiden und liebevoll ich den Heiler Gerhard Klügl erleben durfte, der sich eine jugendliche Neugier bewahrt hat, die einfach ansteckt. Oder Sebastian Gronbach, der mit mir tief in spirituelle Grundfragen ging, sanft, klar und verbindlich. Oder Master Han Shan, der gar nicht wie ein Meister, sondern wie ein guter Freund über den Weg der Achtsamkeit sprach, den er einfach gerne weiter vermittelt.

Es ist schön, mit dem Gesprächspartner ganz in ein Thema einzutauchen. Das ist auch energetisch manchmal spürbar, wie die Aufmerksamkeit, Klarheit, Ruhe oder „höhere Schwingung“ steigt, je nach Thema und Gast. Hin und wieder war ich so im Flow, dass mir die Abmoderation danebenging. Das konnte man dann nochmal drehen.

Grundsätzlich aber schneiden wir fast nie etwas aus den Gesprächen heraus oder drehen einen Abschnitt neu. Ich verhalte mich immer, als wäre alles live – und wir planen tatsächlich, schon bald mal ein oder mehrere Talks mit Publikum zu drehen. Dann in Form einer Talkrunde. Zwei erste Livetalks sind nun auf dem MYSTICA Kongress verwirklicht worden, die Sie bei uns auch online sehen können.

Nach dem Dreh ist die Arbeit natürlich nicht zu Ende. Dank unserem wunderbaren Team um die Nightfrog GmbH herum (Benedict, Franziska, Jan, Louis, Magdalena, Melanie, Nils – danke Euch!) werden nach und nach die Interviews geschnitten, mit Vorspann und Bauchbinde versehen und ins Netz gestellt. Erst dann sehe auch ich, wo sich die „Magie des Augenblicks“ besonders übertragen hat…

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Thomas Schmelzer

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