Maya

von Lexikon

Maya (Sk. „Täuschung“, „Illusion“)

Universales Prinzip der → Vedanta-Philosophie, die Basis von Denken und Materie. Maya ist die Kraft (→ Shakti) → Brahmans und so ewig untrennbar mit Brahman verbunden. Maya und Brahman zusammen werden Ishvara genannt, die Vorstellung eines persĂśnlichen Gottes, der das Universum schafft, erhält und wieder auflĂśst. Als Nichterkenntnis, kosmische Illusion oder Unwissenheit Ăźberdeckt Ishvara in Form der Maya Brahman. Maya verschleiert – in der Interpretation des → Vedanta – die Wahrnehmung des Menschen, sodass er nur die Vielfalt der Erscheinungen sieht und nicht die eine Wirklichkeit. Wird Maya jedoch als Shakti, als kosmische Energie, die jedem Gott und jedem Wesen seine Kraft verleiht, gesehen, dann fĂźhrt das Streben nach Vereinigung mit der Shakti wie im → Tantra zum Erleben der reinen Seligkeit, Sat-Chit-Ananda (Sk. „Sein-Bewusstsein-Seligkeit“).

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