Sophia

Uridee und Weisheit der Schöpfung. Helena in der griech. Mythologie war wahrscheinlich ursprünglich eine Vegetations- und Baumgöttin. Später wurde sie zu einer Heldin umgedeutet und zur schönsten Frau, Tochter des Zeus.
Simon Magus (15 v.u.Z. – 53 n.u.Z.), der einflussreiche → Gnostiker, führte Helena-Sophia in das gnostische Weltbild ein. Sie ist die Göttin Helena im Anfang der Weltentstehung, die „Frau Idee“ der Johannes-Apokryphen, die den niedrigen Archonten des Chaos das höhere Urlicht zeigte (→ Engel, → Gnosis). Später wurde sie als „gefallener Engel“ dargestellt, die lüstern wurde beim Anblick der Engel. In der „Pistis Sophia“ führen die Leiden und Prüfungen Sophias schließlich zur Buße und Reue, sie kehrt um und erlangt ihre Erlösung. In manchen apokryphen Texten ist sie die Braut Christi.

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