Lexikon

Thomas_liest_Lexikon_s1Dieses Lexikon war schon in Buchform einzigartig. Im Internet ist so etwas wirklich ein Novum: Kein kurzes esoterisches Stichwortverzeichnis, keine weltanschaulich einseitig orientierte Übersicht, sondern ein profund recherchiertes Werk von Bruno Martin – gut zu lesen, in die Tiefe gehend. Das Internet macht´s möglich, dass nun die vielen Verlinkungen – anders als im Buch – sofort funktionieren.

Wir glauben, dass dieses Projekt Zukunft hat und laden schon jetzt weitere Autoren ein, dieses mit Ihren Beiträgen zu ergänzen. Im Idealfall sollten dies solche sein, die gleich eine ganze Reihe neuer oder ergänzender Einträge zu bieten haben. Aber auch Einträge zu schon bestehenden Worten sind willkommen und können hinter den schon bestehenden aufgeführt werden – gerne dann mit Nennung des jeweiligen Autors.

Ganz herzlichen Dank hier vor allem an Bruno Martin, der sofort von unserer Idee begeistert war, und an den ehemaligen Atmosphären – Verlag.

Eine Übersicht über alle Lexikon – Artikel erhalten sie im Index.

 

Transpersonale Psychologie

Die transpersonale Psychologie hat das Ziel, die Verwirklichung des höchsten Zustandes des Menschen zu fördern. Dazu dient die Übung in Verbindung mit einem „Pfad“, einem → spirituellen Weg, der zum Zweck der Selbstverwirklichung beschritten wird. Die transpersonale Psychotherapie kümmert sich um die psychologischen Prozesse, die mit der Verwirklichung von Zuständen wie → Erleuchtung, mystischer Einheit…

Vedanta

„Die Unterscheidung von Erkennendem, Erkenntnis und dem Ziel der Erkenntnis hat im alles transzendierenden Selbst keinen Bestand. Weil dieses die Natur jener Seligkeit hat, die Reines Bewusstsein ist, leuchtet es aus sich selbst“ (Chandogya-Upanischad). Vedanta heißt wörtlich „Ende der Vedas“, womit vollständiges Wissen der Veden gemeint ist. Er ist keine bloße Hinzufügung zu bestimmten Abschnitten…

Spiritueller Weg

Auf die Frage: „Was ist der Weg?“, antwortete der Meister: „Was für ein schöner Berg.“ Der Fragesteller war nicht zufrieden: „Ich befrage Euch nicht über den Berg, sondern über den Weg.“ Der Meister sagte: „Solange du nicht über den Berg hinausgelangst, erreichst du den Weg nicht.“ (→ Koan) Das Leben ist wie ein Berg. Es…

Weil, Simone

Weil, Simone (1909-1943) Herausragende moderne → Mystikerin. Sie wurde 1909 als Tochter agnostischer jüdischer Eltern in Paris geboren. Nach dem Abitur verdingte sie sich eine Zeit lang als Akkordarbeiterin, Fräserin und Landarbeiterin. Dann arbeitete sie als Lehrerin und schloss sich der Gewerkschaftsbewegung an. 1934 nahm sie sich politischer Flüchtlinge aus Deutschland an und ging 1936…

Teufel

Mittelalterliche Darstellung von Teufeln.

Teufel (althdt. tiufal) Das Wort steckt auch im lat. diabolus; Gott heißt deus und hat dieselbe Wurzel. Die heutige Vorstellung vom Teufel wurde durch die christl. Kirche geprägt und stellt das Böse in Person dar. Wahrscheinlich geht das Bild des Teufels auf → Beelzebub zurück, einen alten phönizischen Naturgott, es hat aber auch große Ähnlichkeit…

Transzendenz

Transzendenz (lat. transcedere, „hinübersteigen jenseits, außerhalb des Bewusstseins“) In der → christlichen Mystik wird von zwei Arten der Erfahrung gesprochen: Der transzendenten und der immanenten Erfahrung. Transzendenz bedeutet in diesem Zusammenhang: Gott als Einheit jenseits aller möglichen Erscheinungen und Bezeichnungen und gleichzeitig als das Erscheinende beinhaltend zu erfahren: der Begriff Gottes als „der unaussprechliche Name“.…

Shiva, Shaivaismus

Shiva 2

Der Shiva-Kult geht auf prähistorische Zeiten zurück. Der Begriff „Shiva“ (Skr. siva, siehe auch → Triade) bedeutet „Erfolg versprechend“. Nach einem langen Prozess der Verschmelzung mit lokalen Kulten bekam Shiva seinen theistischen Status in der Svetasvatara-Upanischad. Die Shaiva-Philosophie umspannt eigentlich das ganze hinduist. Gedankengebäude vom idealistischen Monismus bis hin zum pluralistischen Realismus, vom Glauben an…

Vierter Weg

Der „Vierte Weg“ geht auf G.I. → Gurdjieff zurück. Im Allgemeinen wird er so bezeichnet, weil er die Wege des Fakirs (Körper), des Mönches (Seele) und des Yogi (Geist) vereint und somit auf alchemistische Weise einen vierten, integralen Weg erschafft (Sri → Aurobindo). Alle praktischen Methoden, die zur „harmonischen Entwicklung des Menschen“ führen sollen, müssen…