Der Wasserverkäufer am Fluss – Sugata Wolf Schneider

Muss Spiritualität etwas kosten, damit sie ernst genommen wird? Mit dem Gleichnis des Wasserverkäufers möchte der Autor Wolf Schneider zeigen, warum es fast unmöglich ist, auf das Echte im Leben hinzuweisen. Durch die symbolische Geschichte wird jedoch sehr klar, dass Wahrheit schwer zu vermitteln ist.

von Sugata Wolf Schneider

 

 

 

Die Wahrheit ist einfach, sehr einfach, aber sie ist nicht billig zu haben. Sie ist ohne Geld zu haben, aber nicht billig. Wenn du sie in den Schoß gelegt bekommst, und es ist nicht der rechte Moment dafür, erkennst du sie nicht und wirfst sie fort. Heute wird sie dir sogar nicht nur in den Schoß gelegt, sondern nachgeworfen, aber in all dem Müll unserer von Informationen überfluteten Welt erkennt sie kaum jemand mehr. Sie zu erkennen braucht ein feines Unterscheidungsvermögen und mehr Einsatz als nur eine Kauflaune.

Die Wahrheit zu erkennen fordert den ganzen Menschen. Sie packt uns und verbaut uns alle Ausreden und Ausflüchte, nun müssen wir echt werden. Sie wäscht uns und macht uns dabei nass. Sie ist das Leben selbst, wie es uns vorfindet, beschenkt und durch Höhen und Tiefen schleudert – und glücklich sein lässt, unendlich glücklich. Es braucht nichts dazu, wirklich nichts. Das Gesuchte lässt sich nicht in Worten sagen und nicht einmal in Tönen, mit Musik. Aber man kann es finden! Wenn wir nur aufhörten an unserer Suche zu kleben und so – ohne die Last der ewig vor uns hingehaltenen Karotten falscher Verheißungen – ganz leicht würden, dann wüssten wir kaum mehr, wohin mit all dem Glück.

Der vorliegende Text befasst sich im Gleichnis des Wasserverkäufers am Fluss mit der Schwierigkeit, Wahrheit zu vermitteln. Es ist nur ein Text. Wenn danach immer noch eine Karotte vor dir schwebt in Form dessen, was du als nächstes tun oder lesen oder zu welchem Satsang du als nächstes gehen solltest, wirf sie weg. Lass nur gelten, was wirklich da ist, jetzt, ohne dass irgendwer irgendwas sagt oder schreibt.

Denn das Dao, über das man sprechen kann, ist nicht das wahre Dao. Diesen ersten Satz aus dem Daodejing (nach der Bibel das meistübersetzte Buch der Welt) werde ich nie vergessen. Dass es dieses Buch in Hunderten unterschiedlicher Übersetzungen gibt, scheint irgendwie zu bestätigen, dass man über das Wesentliche nicht sprechen kann. Der österreichische Philosoph Wittgenstein schrieb dazu 1921 in seinem Tractatus diesen berühmten Satz: »Was sich überhaupt sagen lässt, kann man klar sagen, und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.« Nein, ich werde nicht schweigen, sondern euch die Geschichte vom Wasserverkäufer am Fluss erzählen…

 

Alle haben Durst

Jener Wasserverkäufer sah, dass die Menschen Durst hatten. Wo man auch hinschaut, überall sind Durstige – Tanha, Begehren, nannte der Buddha diesen Durst. Wenn dann einer drauf kommt, dass man zum Fluss gehen kann und trinken und dass das Wasser dort klar ist und gut bekömmlich und den Durst löscht – wunderbar! Egal, ob ihm jemand den Tipp gegeben hatte, oder er es von allein herausfand: Das Wasser war köstlich, es löschte seinen Durst, und offensichtlich konnte auch jeder andere dort hingehen und davon trinken, so viel er wollte; kein Zaun hinderte daran und kein Schild »Privatgrund, Trinken verboten!«.

Nun sah dieser Mensch aber, dass kaum einer seiner Mitmenschen, die doch so durstig waren, dort hingingen und tranken. Wussten sie denn gar nicht von diesem Fluss und der Qualität seines Wassers? Und wenn doch, warum gingen sie dann nicht hin? Wussten sie vielleicht nicht, wie man dort hingelangt? Oder fürchteten sie, dass das Wasser vergiftet sein könnte? Vielleicht kamen sie einfach nicht darauf, dass ihr Durst löschbar war, weil sie mit so viel anderem, Alltäglichen beschäftigt waren. Vielleicht dachten sie, das sei eben so; die menschliche Existenz, la condition humaine, sei so, dass man durstig sei und Sehnsucht nach Wasser habe, und dass das eine im Diesseits, in dieser Welt nicht erfüllbare Sehnsucht wäre. Er aber wusste, wie gut es sich anfühlte, von diesem Wasser zu trinken. Es löschte den Durst, und es war genug da für alle. Und es schmerzte ihn, dass kaum jemand davon trank.

 

Die frohe Botschaft

Deshalb sprach er nun immer öfter davon, mit einfachen, klaren Worten. Er lobte das Wasser, er beschrieb, wie es seine Kehle hinunterrann und wie gut man sich danach fühlte, wenn man davon getrunken hatte. Die Menschen hörten ihm fasziniert zu. So schön hatten sie nur selten jemand vom Wasser sprechen hören. Besonders dann, wenn er immer wieder sagte, dass jeder selbst zum Wasser gehen könne, zum Trinken, dass sie ihn dazu gar nicht bräuchten und es nichts koste, lobten sie ihn und seine Bescheidenheit. So ein großer Redner! Und er predigte so ganz ohne Arroganz, das gefiel ihnen. Er sprach zu ihnen auf Augenhöhe, hatte nichts zu verkaufen und fühlte sich dabei auch nicht als etwas Besseres, deshalb versammelten sie sich um ihn in immer größeren Mengen, lauschten seiner Rede und empfahlen ihn weiter. Immer mehr kamen, und sie fragten nach den Terminen, wann er denn wieder sprechen würde, damit sie ihre Freunde und die anderen Durstigen mitbringen könnten.

Aber keiner von ihnen ging zum Fluss, um zu trinken.

 

Die Partitionierung

Dieser großartige Redner, wir könnten ihn Adam nennen, besorgte sich daraufhin Flaschen, die er mit diesem köstlichen Wasser befüllen konnte. Ein paar hundert davon, das müsste reichen. Jede konnte einen Liter Wasser fassen. Und er besorgte sich Etiketten, auf denen stand »köstliches Wasser«. Das müsste genügen, um die Menschen zu überzeugen, dachte er. Hundert dieser Flaschen stellte er bei seiner nächsten Rede auf, aber trotz seiner großen Beredtheit griffen nur vier der Zuhörer zu den Flaschen. Sie nahmen sie mit nach Hause und tranken in kleinen Schlucken davon, so kostbar war dieses Wasser für sie; es sollte ja noch lange reichen, wer weiß, wann sie wieder welches bekämen. Vier von hundert? Adam war enttäuscht.

 

Der Verkauf gelingt

Als nächstes probierte er es mit einem noch ausgefeilteren Trick. Wieder besorgte er sich Etiketten, auf denen aber stand diesmal »Wasser zum Sonderpreis von 1 €! Nur heute, und nur für die Kunden des besten Wasserverkäufers der Welt!« Kaum hatte er den Tisch aufgebaut und die Hörer seiner Rede sich versammelt, standen sie Schlange vor seinem Tisch und wollten das Wasser kaufen. Noch ehe er mit seiner Rede geendet hatte, waren alle Flaschen verkauft. Das setzte sich so bei den weiteren Veranstaltungen fort, so dass er nun kaum mehr dazu kam, seine Rede zu halten, denn nun brauchte er eine Kasse und Wechselgeld, und die Leute wollten wissen, wann der Stand wieder offen sei, wann es Nachschub gäbe, und ob sie bei Abnahme von fünf oder zehn Flaschen einen Rabatt bekämen. Das Geschäft war eröffnet, und es lief gut. Immerhin tranken die Leute nun Wasser, doch Adam war enttäuscht. Wegen des Geschäftes hatte er nun nicht mehr so viel Zeit, das Wasser zu loben, kaum dass er selbst zum Trinken kam, und tief in seinem Herzen fühlte er sich mit seiner Idee verraten.

Die wenige Zeit, die ihm noch neben dem Wassergeschäft blieb, saß er zuhause mit Lilith und träumte von einer Welt, in der jeder von allein zum Fluss gehen und Wasser trinken würde. Von einer Welt, in der nicht nur dieses ganze Wassergeschäft überflüssig wäre, sondern sogar alle Lobesreden über das Wasser, weil einfach jeder Durstige das Rauschen des Flusses hörte und dann von selbst hinginge, um auszuprobieren, ob es trinkbar ist.

 

Das spirituelle Geschäft

Wer auch immer sich mit Tiefenspiritualität befasst hat – manche nennen es »Mystik« –, weiß, wovon ich hier spreche. Ich bin ja nicht der Wasserverkäufer, und ihr seid die Durstigen, so einfach ist es nicht. Wir alle sind durstig, und wir alle können zum Fluss gehen und Wasser trinken. Und diejenigen unter uns, die sich ein bisschen eingehender mit dem Durst und dem Wasser beschäftigen, kommen früher oder später darauf, dass es nicht so leicht ist, vom Wasser zu sprechen und von seiner Trinkbarkeit, geschweige denn andere dazu zu bringen, selbst davon zu trinken. Dann entsteht das spirituelle Geschäft. Wer etwas gegen Geschäftemacherei mit dem für alle zugänglichen Wasser hat, schweigt daraufhin – und leidet, weil nur so wenige zum Trinken an den Fluss gehen. Die anderen mühen sich damit ab, die Flaschen zu befüllen und zeitgemäße, attraktive Etiketten zu entwerfen, damit das Wasser auch gekauft wird. Manche von ihnen vergessen bei dieser doch recht anspruchsvollen Geschäftstätigkeit selber das Trinken – und sogar das Wesentliche: dass nach wie vor jeder allein zum Fluss gehen kann und dort seinen Durst stillen.

 

Alles ist erlaubt

Jesus hat in Gleichnissen gesprochen. Das Daodejing spricht in vielfältig schillernden Begriffen. Manche schweigen: Meher Baba, die Vipassana-Lehrer, viele Zenmeister. Ach, Wittgenstein, du hattest wohl doch recht. Aber darf man dann nicht wenigstens gegen diejenigen wettern, die falsche Botschaften verbreiten, die nur Ersatz anbieten statt des Echten? Die uns damit zustopfen und glauben machen, wir hätten und wüssten es schon? Ja, man darf wettern, ebenso wie Verkäufer der Ersatzmittel diese anbieten und verkaufen dürfen. Schaut euch die Wirtschaftsstatistiken an: Ich glaube sogar, dass die Flaschen sich noch besser verkaufen, wenn sie nicht »köstliches Wasser« enthalten, sondern Zuckerwasser, mit Etiketten wie Coca-Cola, immerhin lautet der Slogan von Coca Cola: »It’s the real thing«.

Geld zu verdienen ist völlig okay. Auch, etwas anzubieten und dafür zu werben ist völlig in Ordnung. Wenn wir bei all der Anbieterei jedoch vergessen, dass wir Luft atmen können und das auch dürfen, ohne Genehmigung und ohne Gebrauchsanleitung; dass Wasser trinkbar und zumindest in Bergbächen noch sauber ist und dort auch nichts kostet; wenn wir vergessen, dass wir Sonnenuntergänge am Meer – noch – ohne Eintritt zu bezahlen ansehen dürfen, und dass wir lieben dürfen – und das vielleicht sogar auch können – ohne Schulabschluss, dann ist etwas faul an unserer Religiosität, Spiritualität und Lebensphilosophie – meine ich als Prediger des Selbstverständlichen und durchaus ermüdlicher Wasserverkäufer am Lebensfluss.

 

Der Finger und der Mond

»Lesen ist leben« ist der Slogan des Herder-Verlages, der seit vielen Jahren unzählige spirituelle Bücher herausgibt und die geistige Heimat von Anselm Grün ist und von vielen weiteren großen Autoren. Jedes Jahr wieder komme ich auf der Frankfurter Buchmesse am Eingang zur Halle 3.1. am Herder-Stand vorbei und wundere mich. Wie kann das der Slogan eines spirituellen Verlages sein? Starre nicht den Finger an, der auf den Mond zeigt, heißt es im Zen. Nicht für die Schule lernen wir, sondern fürs Leben, ist ein Grundsatz der Bildung. Wenn schon das Lesen über das Leben für Lebendigkeit gehalten wird, dann sind wir doch noch in Platons Reich der Schatten an der Höhlenwand. Nein, das Lesen ist nur eine kleine, sehr besondere Variante des Lebens, eine Variante, die zu Wissen führen kann – wenn denn die Texte gut sind und wahrhaftig. Das Lesen, Schreiben oder Nachdenken über das Leben sollte aber nicht mit dem Leben verwechselt werden, der Finger nicht mit dem Mond. Und eine schöne Rede über das Wasser im Fluss sollte nicht mit dem Genuss des Wassers selbst verwechselt werden. Nur das Trinken löscht den Durst, nicht das Zuhören, Lesen oder Nachdenken. Deshalb vergiss’ diesen Text, geh’ trinken!

 

 

Über Sugata Wolf Schneider:

Der Autor, Redakteur und Kabarettist wurde 1952 geboren und absolvierte 1971-75 ein Studium der Naturwissenschaften und Philosophie in München. 1975-77 verbrachte er in Asien (Buddhismus, Osho). Von 1985-2015 war er als Herausgeber der Zeitschrift connection aktiv. Seit 2007 sind seine Schwerpunkte das Theaterspiel & Kabarett. Trotz geheuchelter ethischer Bedenken und Gewissensbisse ist Sugata nun auch unter die Wasserverkäufer gegangen und warb, schmunzelnd wie immer, auf dem Erleuchtungskongress am 8. bis 10. September 2017 in Berlin  als Co-Repräsentant der Konferenz weiterhin für das Trinken am Fluss.

Kontakt: schneider@connection.de

 

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  2 Kommentare für “Der Wasserverkäufer am Fluss – Sugata Wolf Schneider

  1. Derk
    6. November 2017 um 10:50

    Sehr geehrter Herr Schneider,
    Danke für diesen Beitrag. Keinen Kommentar, sondern meine Erfahrung mit dem „Trinken am Fluss“

    Ich gehe jeden Tag zum Fluss und treffe auf dem Weg viele Menschen die nach Wasser suchen.
    Manchmal Fragen sie, wo ich hingehe und was ich da mache?
    Ich beantworte Ihre Fragen.
    Manchen reicht das als Antwort. Andere Fragen nach.
    Manche wollen mir folgen und dann lade ich sie ein, mich zu begleiten.
    Auf dem Weg erzählen sie von Gründen und Ursachen, warum sie nicht selber den Weg kennen oder gehen.
    Am Fluss angekommen, sind sie erstaunt, wie einfach das Trinken geht.
    Manche zweifeln, manche sagen so wie ich, können sie das nicht.
    Dann schweige ich und trinke und dann kommt ein Lächeln.
    Manche fragen warum ich lächle, manche erwarten eine Antwort. Andere schweigen und trinken.

    „Trinken am Fluss“, ist für mich ein Geschenk!

    Wer einmal das Geschenk des „Trinken am Fluss“ erhalten, erfahren und angenommen hat.
    Der gibt es weiter, ohne es je zu verlieren.

    Wir sehen uns am Fluss!

    Bis dann.

  2. Ulrich Nitzschke
    16. November 2017 um 19:26

    Die Wahrheit ist einfach, sehr einfach. Aber so gut wie keiner erkennt den Weg zu diesem „für alle zugänglichen Wasser“, so der ebenso erfahrene wie sympathisch ehrliche „Wasserverkäufer am Fluss“, Sugata Wolf.

    Natürlich war es in der Menschheitsgeschichte zuvor auch nie anders. Doch noch niemals zuvor, so Wolfs zutreffende Diagnose, gab es derart viele Sucher und demzufolge auch eine derart penetrante Geschäftemacherei mit dem, was gemeinhin unter „Spiritualität“ subsumiert wird. Und natürlich warnt er mit Fug und Recht davor, das Reden, Zuhören, Lesen und Nachdenken über dieses Wasser nicht mit dem Genuss des Wassers selbst zu verwechseln. Oder, wie im Zen gesagt wird, nicht den Finger, der zum Mond zeigt, mit dem Mond.

    Ist also alles Wortemachen zu diesem Thema, sind demnach auch diese Zeilen, per se sinnlos?

    Ich zähle ich mich auch selbst zu der kleinen Schar von „durchaus ermüdlichen Wasserverkäufern“, aber ich kann – wie offensichtlich auch Wolf selbst (wieso hätte er sonst diesen schönen Beitrag für MYSTICA geschrieben ?) – es einfach noch immer nicht ganz lassen, ab und zu das Treiben auf unserem modernen „spirituellen Marktplatz“ (Mariana Caplan) aufs Korn zu nehmen.

    Anders als Wolf in seiner Parabel vom Wasserverkäufer richte ich mein Augenmerk dabei weniger auf den Aspekt, weshalb es so schwierig ist das „Wasser Wahrheit“ den spirituellen Suchern schmackhaft zu machen. Sondern auf die Frage, weshalb diese es trotz aller Bemühungen gar nicht schmackhaft finden können, beziehungsweise eigentlich garnicht wollen.

    Denn das Ego mag sich nach „Erleuchtung“ sehnen, doch ein Ego kann niemals dieses Ziel erlangen. Denn es steht sich selbst im Weg.

    „Deshalb muss jeder, der meint, er müsse aus der Erleuchtung ein Geschäft machen, sie erst einmal auf leicht verdauliche Proportionen zurechtstutzen – und auf diese Weise etwas daraus machen, was vom Ego sehr wohl erlangt werden kann… Das ist Betrug, klar, aber jeder fühlt sich wohl damit…Das Ego kann seine edle Suche fortführen, und eine blühende spirituelle Industrie kann weiterblühen“ (Jed McKenna).

    Warum sich das Sucher-Ego so bereitwillig damit zufrieden gibt? Weshalb es keinerlei Drang verspürt sich zum „Fluss“ zu bemühen und dort zu trinken?

    Weil es genau dieser Zustand ist, der so vieles bietet, was einem Ego ausgesprochen gut tut. In den Worten Jed McKennas:

    „Sobald ich mich zum Mitmachen entschlossen habe… gehöre ich einer Gemeinschaft an, bin das anerkannte Mitglied einer Gruppe oder Organisation… Ich kann an Gesprächsgruppen, an Meditationssitzungen und online-Foren teilnehmen. Ich kann die Art, wie ich mich kleide und was ich lese, gegenchecken und so mein eigenes Meinungs-Raster entsprechend anpassen. Ich kann neue Beziehungen eingehen und es mir in einer gemeinsamen Weltsicht bequem machen… Vor allem aber kann ich aufhören mich abzustrampeln. Denn mit meiner Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft hört die ganze bisherige unerfreuliche und einsame Sucherei auf. Die Zeit der Verunsicherung und Isolation liegt hinter mir. Jetzt bin ich ein Teil eines Ganzen. Das Einzige, was ich jetzt noch tun muss, ist ein guter Mitspieler zu sein“.

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