Es ist alles noch da! – Dr. Wolf-Dieter Storl (Interview)

Die Natur sorgt für uns. Obwohl wir sie schlecht behandeln. Statt sie auszubeuten und unserem Wollen untertan zu machen, sollten wir jedoch lernen, uns der Natur anzuvertrauen, um uns von ihr heilen zu lassen, sagt der Ethnobotaniker und „Pflanzenheilige“ Dr. Wolf-Dieter Storl. Übrigens: Sie können Ihn live auf unserem MYSTICA Kongress in München erleben.

 

 

 

Ein Interview von Christoph Quarch, mit freundlicher Genehmigung des Magazins WIR

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Es gibt einen Witz, der erzählt, dass sich die Planeten Venus und Erde im Weltraum begegnen. Da die alte Erde nicht gut aussieht, fragt Venus die Gefährtin, was denn los mit ihr sei. Worauf die Erde antwortet: „Ich habe Homo sapiens.“ Darauf Venus: „Das geht vorbei!“. Stimmt das? Verhält sich die Menschheit zu ihrem Heimatplaneten wie ein Krankheitserreger zu einem Körper?

Das ist eine sehr moderne, aber auch sehr menschenverachtende Art, die Dinge zu sehen. Die Philosophie, die dahintersteckt, kann man mit einem Slogan aus der Werbung auf den Punkt bringen: „Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen.“ Das stelle ich grundsätzlich in Frage. Denn wer so redet, behauptet, der Mensch und die Natur – der Mensch und die Erde – seien von einander getrennt. Genau das ist aber nicht der Fall. Wir sind ein Teil der Natur. Wir waren schon immer Kinder Gaias, der großen Erdmutter. Sie hat uns hervorgebracht, wir gehören zu ihr, und sie vermag uns alle zu nähren.

Aber hat sich der Mensch nicht tatsächlich seiner Mutter Erde entfremdet?

Was heißt hier der „Mensch“? Wenn, dann wird man allenfalls für die westliche Kultur sagen müssen, dass im Zuge des Zivilisationsprozesses eine Entfremdung des Menschen von der Natur stattgefunden hat. Bei den sogenannten Naturvölkern ist niemand auf die Idee gekommen, wie René Descartes zu fordern, der Mensch solle „Maître et possesseur“ – Herr und Meister – der Natur sein. Damit ist in der Tat das Verhältnis vieler Menschen zur Natur aus den Fugen geraten. Aber – und das ist mir wichtig – das liegt eben nicht am Wesen des Menschen, sondern an einer bestimmten Philosophie und Sichtweise, die sich aus unterschiedlichen Gründen in der westlichen Zivilisation breit gemacht hat.

Wie macht sich diese Entfremdung bemerkbar?

Viele Menschen in unseren Breiten wissen nicht mehr, dass sie mit der Natur kommunizieren können – und dass die Natur mit ihnen kommuniziert. Sie können die Sprache der Pflanzen und Tiere, der Wälder und Flüsse nicht mehr verstehen. Ja, sie wissen nicht einmal, dass es diese Sprache gibt. Das ist schade, denn so machen wir es der Natur schwer, uns dabei zu helfen, zu unserem wahren Selbst zurückzufinden.

Wie soll das gehen?

Die Erde ist ein Ganzes, ein lebendiger Organismus; und alle Wesen – Pflanzen, Tiere, Menschen – sind Organe dieses umfassenden Ganzen. Und wie beim menschlichen Körper, so darf auch bei Gaia keines der Organe fehlen, wenn sie gesund und lebendig sein soll. Jedes Organ, jedes Wesen hat dabei seine eigene Aufgabe: seine eigene, ihm gemäße Funktion, die erfüllt sein muss, damit das Ganze gelingt und stimmt. Die Pflanzen verstehe ich als die verkörperte Lebendigkeit und Vitalität der Gaia. In den Tieren fühlt sie sich. Und in uns Menschen – so scheint es – wird sich Gaia auf eigentümliche Weise bewusst. Erkrankt nun ein Organ in diesem großen Organismus der Gaia, dann ändert sich – ganz wie bei einem jeden einzelnen Wesen – der Stoffwechsel, das Immunsystem wird aktiviert und der ganze Körper arbeitet daran, sein Gleichgewicht wiederherzustellen; das heißt: wieder gesund zu werden. Und auch daran wirkt jedes Organ auf seine Weise mit. So ist es eine Aufgabe der Pflanzen, die Energien, Wirkstoffe oder Informationen zu produzieren, die andere Wesen – allen voran der Mensch – benötigen, um ihn gesunden zu lassen. Denn die Pflanzen „wissen“, dass der gesamte Organismus leidet, wenn der Mensch erkrankt ist. Und so sorgt diese ungeheure Intelligenz der Gaia dafür, dass zur richtigen Zeit die richtigen Pflanzen gedeihen: die notwendigen Pflanzen, die die Not des Menschen zu wenden vermögen, so dass er wieder zu sich findet.

Aber ist das nicht sehr anthropozentrisch gedacht: Die Pflanzen stehen im Dienste der Menschen?

In der Natur dient alles allem und alles dient dem Ganzen. Schauen Sie: Die Galle produziert ihre Sekrete nicht für sich selbst, sondern für den gesamten Körper. Und das Gehirn denkt nicht um seiner selbst willen, sondern allem voran sorgt es für die Koordination der Abläufe des ganzen Organismus. Läuft nun ein Organ aus dem Ruder, dann sorgen die anderen dafür, dass es sich wieder ins Ganze einfügt. Und so ist es auch mit Gaia: Kehrt sich der Mensch als „Herr und Meister“ gegen die Natur, dann ist das eine Art des Wahnsinns – eine Art Autoimmunkrankheit des Ganzen.

… die – wenn ich richtig verstehe – das Immunsystem des Ganzen auf den Plan ruft.

Genau. Gaia schickt uns die Pflanzen, die wir brauchen. Wir sprechen dann von Neophyten – neuen, nicht heimischen Pflanzen, vor denen die Menschen oft große Angst haben. Ich habe es gerade erst in den Vereinigten Staaten erlebt. Dort gibt es eine eingewanderte Pflanze, die überall an den Straßenrändern wuchert: die Karde. Sie begann ihre enorme Expansion etwa zu der Zeit, als sich in den USA die Borreliose auszubreiten begann. Diese Krankheit ist nicht alt. Sie wurde 1975 zum ersten Mal beschrieben und erst 1982 von Willy Burgdorfer wissenschaftlich erforscht. Und genau zu dieser Zeit tauchte plötzlich die Karde auf, die – wie ich herausgefunden habe – vorzüglich zur Heilung von Borreliose beitragen kann. Es scheint also, als habe die Natur damit eine passende Antwort auf die Krankheit des Menschen gegeben.
Das hat übrigens schon Paracelsus so gesehen. Er sagte, es seien dieselben Astralkräfte – er nannte sie „Aster“ –, die im Menschen Siechtum erzeugen und in der Natur das entsprechende Therapeutikum – sei es als Pflanze oder eine andere Substanz – gedeihen lassen.

Wollen Sie damit sagen, dass wir uns gar nicht so sehr den Kopf darüber zerbrechen müssen, wie wir mit unserem Intellekt und unserer Technik die Welt retten – sondern, dass wir vielmehr auf die Angebote achten müssen, die die Natur uns von sich aus macht?

Ja, die Natur ist göttlich, sie ist voll göttlichen Bewusstseins. Wenn wir die Mythen der Kulturen und Völker ernst nehmen – jene Ansammlungen von menschlicher Weisheit –, dann werden uns die Augen dafür geöffnet, dass das in der westlichen Welt hartnäckig bestehende Dogma nicht wahr ist, wonach wir Menschen ein Monopol auf Geist hätten. In Wahrheit ist die ganze Natur durchgeistet, und unser Geist ist nicht mehr und nicht weniger als ein Teil dieses umfassenden Geistes. Deswegen sagen die nordamerikanischen Indianer, dass die Natur nicht unserem Geist unterworfen ist, sondern unser Geist dem großen Geist der Natur gehört.

Natur ist Geist, Geist ist Natur? Das hat schon Schelling gelehrt.

Ja, und er hatte Recht. In der Natur wirkt eine große Weisheit. Und deshalb sorgt sie für sich selbst. Sie bringt sich ins Gleichgewicht. Wir Menschen neigen da einfach zu sehr zur Panik. Wir glauben, wir müssten irgendetwas machen, um der Natur auf die Sprünge zu helfen. Dabei macht die Natur
von allein, was für sie stimmt. Sie ist, wie die Chinesen sagen, das, was geschieht – ganz von allein.

Was auch dem griechischen „physis“ entspricht.

Genau. Während wir hier sitzen, wächst und gedeiht es. Die Wolken ziehen vorbei, die Vögel singen. Da gibt es nichts, was zu machen wäre. Die Natur sorgt für sich, und weil sie für sich sorgt, sorgt sie auch für uns, die wir ein Teil von ihr sind.

Warum vertrauen wir dann nicht einfach darauf?

Das hat etwas mit unserem wissenschaftlichen Blick auf die Welt zu tun. Da sind Hundertausende von Menschen, die ihr Leben in viereckigen Zimmern vor Computern verbringen. Sie simulieren mit ihren Maschinen die Natur – und treten gerade deshalb nicht in einen wirklichen Dialog mit ihr. Sie kommunizieren nicht mit dem Geist der Erde. Sie fühlen nicht die Weltseele.

Wie sähe denn ein wirklicher, echter Dialog aus?

Zunächst muss der Mensch lernen, zu schweigen und zuzuhören. Tun wir dies, wird uns bewusst, wie wenig wir wissen. Wir erkennen allenfalls Bruchstücke der kosmischen Ordnung. Das Ganze bleibt – wenn wir ehrlich sind – für den Intellekt ein nicht auflösbares Rätsel; und für die Seele ein Wunder, dem sie nur mit Staunen und Liebe begegnen kann. Was not tut, ist so gesehen Demut vor der Natur: dass wir aufhören, immer nur zu konsumieren und stattdessen zu einem Leben im Einklang mit dem Leben finden – zu einem einfachen Leben. Die Natur gibt uns alles, was wir brauchen. Als Gärtner habe ich das über die Jahre wieder und wieder erfahren. Die Erde ist so reich in ihren Gaben. Wir brauchen keine Gentechnik und keine Agrartechnologie. Alles, was es braucht, ist ein liebevolles Bewusstsein im Umgang mit der Natur.

… den wir aber verlernt haben. Deshalb noch einmal die Frage: Was können wir tun? Wie kommen wir zu dem bewussten, liebevollen Umgang mit der Natur, von dem Sie reden?

Ganz sicher nicht durch politische Programme – wohl aber durch kleine Schritte. Am Anfang steht ein achtsames Bewusstsein. Natur ist überall. Auch in der Stadt: ein Blümchen in einer Mauerritze, ein Schmetterling. Es ist alles da. Die Stadt ist sogar viel aufregender als das Land, wenn es darum geht, Natur zu entdecken. Sie finden dort Pflanzen, die es in landwirtschaftlich genutzten Gebieten überhaupt nicht mehr gibt.

Aber dafür braucht es Menschen, die einem dafür die Augen öffnen. Müssten wir nicht schon unsere Kinder viel mehr in die Natur bringen?

Gewiss. Wenn ich selbst nicht als Kind eine Lehrerin gehabt hätte, die uns Buben immer nach draußen brachte, hätte ich vielleicht nicht meine Liebe zur Natur entdeckt. Erziehung ist wichtig, aber davon abgesehen ist die Not die beste Lehrerin. In der Nachkriegszeit, als es nichts zu essen gab, erkannten die Menschen plötzlich wieder, dass sie Brennnesseln und Löwenzahn essen können. Vorher kannte man das nur als Unkraut.

Sie sprachen auch von dem Wissen der Kulturen, das in den Mythologien gespeichert ist. Würde es uns womöglich gut tun, mehr als bisher auf deren Weisheit zu lauschen?

Ja, wir brauchen Mythen und Märchen. Denn mit dem linearen Denken unseres Intellektes reichen wir an das Mysterium der Natur nicht heran. Die Frage ist nur: Woher nehmen wir Mythen und Märchen? Die mythologische Zeit ist vorbei. Die Mythen, die überliefert sind, werden von uns nicht mehr verstanden. Deshalb meine ich, dass wir von der Natur selbst lernen sollten. Sie – so könnte man sagen – erzählt ihre Mythen immer neu. Wir müssen nur hinhören. Darf ich Ihnen eine Geschichte dazu erzählen?

Nur zu!

Ich habe einmal einen Medizinmann der Cheyenne zu einer Tagung nach Garmisch eingeladen. Ich hatte ihm gesagt, es würden noch andere Schamanen und Heiler kommen, denn es ginge darum, die Erde zu heilen. Ich erklärte ihm, wir bräuchten die Unterstützung der Indigenen, weil wir keine Rituale und Zeremonien mehr haben; keine Mythen, die uns lehren. Er kam, schaute sich um und fragte schließlich: „Wo sind eigentlich die Heiler, von denen du gesprochen hast? Ich sehe hier Gaukler und Schausteller, die zwar Federn am Hut tragen, aber nicht fliegen können.“ Da beschloss ich, ihm etwas von unseren Bergen zu zeigen und fuhr mit ihm durch Tirol. Er sagte, wie bei Indianern üblich, kein Wort. Er nahm alles in sich auf. Kein Vogel entging ihm, kein Tier am Wegrand. Am Abend des Tages sagte er dann: „Was redest du? Ihr habt nichts verloren. Es ist alles noch da. Ihr habt die Bäume, die Berge, die Tiere. Wenn ihr eure Rituale und Mythen wissen wollt: Fragt sie – sie werden es euch sagen!“ Da wurde mir klar: Für die Indianer ist Spiritualität nichts Abstraktes. Die Natur selbst, in allen Pflanzen und Tieren und Bergen und Flüssen, ist der Träger des Göttlichen und Spirituellen. Und dieses Spirituelle ist jederzeit zugänglich – aber nur, wenn wir die Naturdinge nicht zu Objekten machen, die wir kühl und sachlich beobachten, um sie dann für unsere Gier auszuschlachten. Was wir von den »Naturvölkern« lernen können, ist ein anderes, schamanisches Verhältnis zur Natur.

Das heißt?

Sie gehen in die Natur hinein, verwandeln sich in sie, anverwandeln sie sich. Vor der Jagd führen sie Tiertänze auf, sie werden eins mit dem Tier, auf dass der Tiergeist ihnen das Tier gebe. Das ist ein schamanischer Zugang zu Welt, und eben dieser Umgang fehlt uns. Wir beuten die Natur aus, wir töten Millionen von Tieren, wir quälen sie. So kann niemals Heilung entstehen! Nicht für uns und nicht für die Natur.

Weil wir mit den Tieren und Pflanzen auch immer uns selbst vergewaltigen und quälen?

Genau. Pflanzen und Tiere – Tiere vor allem – sind Spiegel der Seele des Menschen. In ihnen können wir uns selbst erkennen. Denn so wie wir mit ihnen umgehen, so gehen wir auch mit uns selbst um. In ihrem Leiden spiegelt sich unser eigenes Leiden – das wir immer mit großem Aufwand zu verdrängen versuchen. Deshalb ist es immer auch um unserer selbst willen, wenn ich sage, dass wir ein liebevolles Verhältnis zur Natur brauchen – so wie es das schamanische Sein in ihr ist. Eigentlich wissen wir das. Wir wissen es aus unseren Paarbeziehungen. Sie stimmen nur, wenn wir uns nicht als Objekte behandeln, sondern mit unseren Seelen verschmelzen. Ein solches Verhältnis zur Natur zu haben – das ist es, was die Welt heute am nötigsten braucht. Das ist es, was uns heil werden lässt – was die Spaltung überwindet und uns und die Welt wieder zu einem stimmigen Ganzen macht.
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Wolf Dieter Storl im Interview mit Dr. Christoph Quarch
Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift „WIR – Menschen im Wandel“.

Wolf-Dieter Storl können sie auf unserem MYSTICA Kongress in München erleben.

www.storl.de

Dr. Christoph Quarch beschäftigt sich mit Philosophie und Lebenskunst, Eros und den Weltreligionen, www.lumen-naturale.de

 

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  3 Kommentare für “Es ist alles noch da! – Dr. Wolf-Dieter Storl (Interview)

  1. 22. Juni 2012 um 20:38

    `Liebe Dich selbst´

    diese Empfehlung ist uns ziemlich geläufig… auch in der Bibel steht:`liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst´… Also sollten wir doch wissen wie es geht, tun es aber scheinbar nicht.
    So sass ich gestern wieder einmal ausgelaugt herum und sehnte mich nach einem spürbaren Hinweis auf diese Selbstliebe, fühlte mich aber abgeschnitten, unfähig, so ein Ziel sogar ernst zu nehmen, denn da war nur Leere; vielleicht dar nicht mal so schlecht, dachte ich.
    Dann konstruierte ich ein Bild der sog. All-Liebe und folgerte, dass ja eigentlich jedes Lebewesen mit ihr verbunden sein müsste, wenn auch nicht spürbar. O.K. dann müsste es ja in,an oder über mir
    auch so eine Schnittstelle geben: tröstlich, aber es fehlt die Begeisterung, das Sprühen, die Mitteilbarkeit…
    Ja, ich wollte wie oft genug wieder einmal passiv bleiben, Liebe
    konsumieren, ein Liebeserlebnis haben. Das Unbekannte, kaum erspürte Neuland einer Liebe begann, sich als abstraktes Abenteuer
    zu regen. Warum hatte ich so selten Liebe als Aufgabe, als aktive
    Mitteilung, die wachsen kann wie eine Pflanze… verstanden?
    Es löste sich das Gefühl der Unfähigkeit und Leere. Ich dürfte ja
    tatsächlich beginnen, Liebe zu entdecken, Stück für Stück, Tag für Tag, mich als Objekt dieses Schaffens einbezogen.
    Und dann entspannte sich mein Blick und streifte die Clivie im Topf vor dem Fenster. Sie war schon verblüht; die Dolden hatten eine pralle rote Frucht gebildet und drei kleinere, noch grüne nachgezogen. Ihre dunkelgrünen langen Blätter standen vorbildlich
    gefächert. Ich hatte sie vor einem Jahr als kümmerliche Knolle aus dem Müll geborgen und mit Erde versehen ohne besondere Vorliebe für diese Sorte von Blumen; meine erste Clivie. Sie blühte sehr schön und erfreute mich. Und jetzt als ich sie so erblickte – es klingt vielleicht übertrieben oder an den Haaren herbei gezogen,
    was ja gar nicht sein kann, denn ich erwartete ja gar nichts von ihr ! – ja, sie winkte mit einem Blatt auf und ab, zart, etwa in einer Amplitude von 2 cm, nur ein einziges Blatt, die anderen blieben reglos.
    Noch jetzt erfüllt es mich mit rieselnder Freude. Die Pflanzen
    machen es uns vor: sie sind vollkommen hingegeben; ob gehegt,
    zerrissen, verstümmelt, vergiftet… sie folgen ihrer Vitalität
    ohne ressentiment. Löwenzahn, Gras und Wegerich getreten ohn´ Unterlass: sie passen sich an, wachsen flach mit kurzen Stielen, vorsichtigen Blüten, finden Bestäubung und vermehren sich auch im Kargen. Sie sind bezaubernd schlicht; ihre Botschaft ist `bedingungslose Liebe´. Ihr Anschluss an die All-Liebe ist offenbar, auch wenn nur wenige Menschen dieses wahrnehmen. Für mein Verstehen sind alle Pflanzen solche Botschafter. Ihre Anmut
    und Bescheidenheit sind echte Schätze des Lebens…
    Die Clivie hat mich getröstet, wieder auf die Spur gebracht, das Spüren der Verbundenheit und Unverzagtheit, des Vertrauens, der
    Schönheit…
    Ich möchte diese Lektion nicht mehr vergessen und sie als Vorbild nehmen für weiteres Wirken im Leben. “ Die Pflanzen lehren es uns…“ sagt W.-D. Storl auf seiner CD, die sich am Wegrand der `neuen Erde´ rührend dreht.

  2. 30. November 2014 um 17:18

    Um den Menschen zu helfen ihr gestörtes Verhältnis zur Natur zu heilen, muss man verstehen wieso dieses Verhältnis überhaupt gestört ist.
    Begründung: Wenn die HIntergründe nicht aufgedeckt werden, dann basieren die Aktionen meist auf falschen Annahmen und führen dann auch nicht zum Ziel.

    Offensichtlich gibt es also falschen Annahmen, denn das Verhältnis der Menschen zur Natur ist seit Jahrzehnten nicht besser geworden, obwohl doch so viele Menschen aktiv im Umweltschutz sind und so viel ihrer Energei eingebracht haben.

    Was sind das für falsche Annahmen ?
    Der Hauptaberglaube besteht darin, zu glauben, dass die Wurzeln der Menschheit auf der Erde wären. Das ist auch wissenschaftlich schon längst widerlegt, dass der Mensch sich auf der Erde entwickelt hätte. Im Gegenteil wir wissen heute, dass all jene Linien, wie zum Beispiel der bekannte Neandertaler, ausgestorben sind, und gerade NICHT unsere Vorfahren sind. Auch unsere Überlieferungen, die zum Teil sogar in die Bibel übernommen wurden beschreiben ganz eindeutig gentechnische Vorgänge, in denen eine Eva und ein Adam erzeugt wurden. es gibt da mittlerweile genug Forschung und Erkenntnise.

    Wir müssen zuallererst unsere eigene Herkunft anerkennen, erst dann können wir die Natur dieser Erde verstehen. Auch viele Pflanzen der Erde sind gentechnisch von außeridischen hier angepasst worden, zum Beispiel die Banane etc.

    Der Mensch ist also grundsätzlich erst mal nicht Teil der Natur auf der Erde gewesen. er kann sich darum höchstens entscheiden ein Teil dieser Natur zu werden, aber er ist es zunächst nicht.

    lg

    • Thomas
      30. November 2014 um 17:30

      Nun, auch das ist zunächst einmal eine interessante Sichtweise, aber bewiesen ist das nicht.
      Thomas Schmelzer

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