Die spirituelle Bedeutung von Geld – Ronald Engert

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Wie 4000 € eine Gruppe von Menschen an ihre Grenzen brachten: Die finanzielle und die spirituelle Sphäre sind unmittelbar miteinander verbunden. Ein erstaunliches Experiment mit einer Gruppe von Menschen zeigte, wie tief das Geld mit dem Selbstwert des Menschen verbunden ist. Um unsere Beziehung zum Geld zu heilen, müssen wir es in den hellen Spiegel bringen, in dem es der Ausdruck unserer Wertschätzung und Liebe ist.

Von Ronald Engert, dem Chefredakteur von Tattva Viveka


Vor einigen Jahren, im Mai 2010, nahm ich an einem fünftägigen Seminar teil, bei dem es um die spirituelle Bedeutung von Geld ging. Eine Übung, die wir machten, bestand darin, dass die Seminarleiter eine Glasschüssel mit Geld vorne hinstellten. In dieser Schüssel befanden sich 4000 € in zerknitterten Scheinen. Dadurch, dass die Scheine zerknittert waren, füllten sie die ganze Schüssel. Es sah aus wie ein Salat aus Geld. Das Geld verschenkten sie. (#1)

Die Übung bestand darin, dass man freiwillig vortreten konnte, um Geld aus der Schüssel zu nehmen. Die einzige Bedingung war, dass man offen sagte, wie viel und wofür man das Geld haben möchte. Außerdem hatten die beiden Seminarleiter sowie alle Anwesenden das Recht zu sagen, ob das okay sei. Es zeigte sich im Laufe der Übung – die insgesamt drei Stunden dauerte! – dass die Seminarteilnehmer, ca. 70 Menschen, emotional und energetisch voll in ihre Prozesse kamen und jeder sofort spüren konnte, welche Motive hinter dem Geldwunsch steckten und ob dieser Betrag, den die jeweilige Person nehmen wollte, stimmte.

Es war erschütternd festzustellen, wie viel Schmerz und Scham mit diesem Thema verbunden sind und wie tief das Thema Geld in die eigene Bedeutung als Seele, als Person und als Mensch hineinragt. Es ist unmittelbar verbunden. Die Menschen standen teilweise vorne und zitterten, weinten oder brachen zusammen, wenn sie sich mit ihrem Wunsch zeigen mussten. Der Wert des Geldes war unmittelbar mit ihrem Selbstwert verknüpft. Das Geld wurde tatsächlich verschenkt. Es war kein Spiel und keine Simulation. Dadurch nahm die Übung einen sehr existenziellen und ernsten Charakter an. Hier kamen alle Schatten hoch, die die Menschen hatten, aber auch ihre reine Freude, wenn sie das Geld bekamen und sich nun einen besonderen Wunsch, wie z.B. ein Kleid oder eine Reise erfüllen konnten.

In der Schüssel war ein 500-€-Schein, mehrere Hunderter, ansonsten Fünfziger, Zwanziger und Zehner. Je kleiner der Schein, umso mehr Scheine waren darin. Viele wollten so ca. 20-30 € haben. Sie sagten, sie wollten sich einen kleinen Wunsch erfüllen, oder für ihre Kinder etwas kaufen oder Ähnliches. Ein Mann wollte 100 €. Er war der Egoist in der Gruppe. Er ging nach vorne, brachte seine Erklärung vor, die ziemlich selbstherrlich war, und nahm sich Geld aus der Schüssel. Niemand der Anwesenden klatschte oder fühlte Zustimmung. Es herrschte ein betretenes Schweigen im Raum, als er sich das Geld nahm. Die Seminarleiter, die in der Regel ihr Feedback gaben, sagten nichts. Am Ende der Übung, zwei Stunden später, trat dieser Teilnehmer jedoch vor und sagte, dass er sich sehr schlecht fühle und das Geld zurückgeben möchte. Er hatte seine egoistische Haltung erkannt und erklärte, dass er es getan habe, weil er seinem Sohn gegenüber den starken Mann markieren wollte. Er fühlte aber jetzt, dass es nicht stimmig war. Nachdem er Zeuge der anderen Prozesse geworden war, bei denen die Menschen um ihren ehrlichen Wert gerungen hatten, ging es ihm so schlecht, dass er es nicht mehr aushalten konnte. Er musste das Geld zurückgeben – das war ihm ein dringendes Bedürfnis und er entschuldigte sich vor der versammelten Gruppe.

Der 500-€-Schein lag sehr, sehr lange in der Schüssel und niemand traute sich, ihn zu nehmen. Irgendwann trat eine Frau vor. Sie erklärte, dass sie als Kind nie Taschengeld bekommen hatte, aber von ihrem Vater für kleine Arbeiten bezahlt wurde und er ihr die Groschen in einer mahnenden Weise vorgezählt hatte, was sie sehr beschämte und erniedrigte. Sie wollte Geld nehmen, einfach um mal etwas zu bekommen, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Der Seminarleiter fragte sie, wie viel sie denn nehmen wolle. Es wurde deutlich, dass es hier um ihren Selbstwert ging, der in ihrer Kindheit schon verletzt worden war. Sie war sehr unsicher und hatte Tränen in den Augen. Sie zögerte und traute sich nicht an die Schüssel zu treten. Der Seminarleiter musste sie mehrfach auffordern, aber sie konnte keinen Betrag nennen. Schließlich musste sie sich direkt vor die Schüssel stellen und nahm schließlich einen 20-€-Schein. Alle im Raum waren sehr betroffen. Waren es 20 €, die sie sich wert war? Hatte sie so viel Angst und Scham, sich mehr zu nehmen, wenigstens 50 € oder vielleicht 70 €? Sie zitterte und weinte. Der Seminarleiter trat zu ihr, nahm sie in die Arme, griff in die Schüssel und gab ihr den 500-€-Schein. Da brach sie zusammen. In dieser Geste verdichtete sich das ganze Leiden ihres Lebens, die Erniedrigung als kleines Kind und ihr Leben als Frau, die nie die Chance hatte, Selbstwert zu entwickeln. Es war wirklich bestürzend, welche Kraft das Geld hatte und wie stark es in den Selbstwert eingriff.

Es gab viele dieser erschütternden Begebenheiten. Es wurde klar, dass jeder mit diesem Vortreten und Nehmen des Geldes seinen eigenen persönlichen Wert erklären musste und direkt an seinen Schatten kam. Er musste für seine Vision, seine Werte und seine Bedürfnisse geradestehen, und alle diese Gefühle von Scham, Angst und Schmerz kamen hoch. Mir wurde klar, wie unmittelbar Geld mit unserem Selbstwert verbunden ist. Es war unmittelbar fühlbar und existentiell, obwohl es hier nicht einmal darum ging, das eigene Geld herzugeben, sondern darum, geschenktes Geld zu nehmen. Man konnte nicht verlieren, nur gewinnen. Aber es war so real und niemand konnte sich der existentiellen Berührtheit entziehen. Alle Themen von Selbstwert, Verdienst, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit traten direkt zu Tage. Niemand konnte dieser blutigen Realität entgehen.


Die Liebe und das Geld

Wir Menschen haben das Geld geschaffen, und ich glaube, es war ursprünglich genau dieser unmittelbare Ausdruck unseres eigenen Wertes, unseres Vermögens, unseres Verdienstes von dem, was wir mittels unserer kreativen schöpferischen Kraft, mittels unserer Spiritualität erschaffen haben. Nur weil das Geld so wirksam ist, wurde es im Laufe der Geschichte so massiv missbraucht und dazu benutzt, Menschen zu quälen, zu erniedrigen und zu vernichten. Im hellen Spiegel jedoch ist das Geld tatsächlich ein Ausdruck unserer Wertschätzung und unserer gegenseitigen Liebe. Das Geld ist jedoch unbewusst oder auch bewusst extrem negativ besetzt, weil es so massiv missbraucht wurde und im dunklen Spiegel verwendet wurde und wird. Wir können den positiven Ausdruck des Geldes nicht erkennen, geschweige denn fühlen.

Es wird nicht ausreichen, diese negative Haltung gegenüber Geld zu kultivieren und als Ultima Ratio, als letzte Schlussfolgerung zu etablieren, indem wir Geld ablehnen, das Geld abschaffen wollen oder einfach planlos verschenken, als ob es keinen Wert hätte. In der beschriebenen Übung war deutlich fühlbar, dass es einen stimmigen Betrag gibt, der für den Menschen und sein jeweiliges Anliegen in dieser Situation der richtige ist. Dies war wirklich ein Abwägen der genauen Anzahl an Euros. Teilweise spürten wir, wie die Person, die vorne stand, zu wenig nahm. Sie schätzte ihren Wert zu niedrig ein. Meistens war es so. Bei manchen konnten wir spüren, das stimmt. Und es gab wirklich nur eine von 70 anwesenden Personen, die sich deutlich über Wert bedient hat, wie oben beschrieben.

Es ist notwendig, diese Beziehung zum Geld zu heilen und sich den eigenen Schatten diesbezüglich anzuschauen. Erst wenn das Geld wieder im hellen Spiegel als Ausdruck unserer gegenseitigen Liebe und Wertschätzung gehandelt wird, können wir von einer Heilung sprechen.


Sprache, Geld, Spirit

Es zeigt sich bei näherer Untersuchung der Kategorien und Begriffe der monetären Sphäre, dass alle Begriffe, die es im Finanzbereich gibt, auch zugleich sehr tiefe emotionale und spirituelle Kategorien benennen. Zum Beispiel der Begriff des Erlöses. Finanziell ist der Erlös der Gewinn, den das Geschäft abwirft. In der spirituellen Sphäre ist die Erlösung das höchste Ziel des gläubigen Menschen. Auch der Begriff der Zuwendung, finanziell die Bezahlung für eine Leistung, ist in der emotionalen, inneren Welt des Menschen eines der elementaren Grundbedürfnisse überhaupt: die Liebe und Zuwendung, die wir von anderen Menschen bekommen. Der Begriff Verdienst bzw. verdienen bezeichnet ein ökonomisches Verhältnis, das im Begriff des Dienens in der spirituellen Sphäre als Gottesdienst und Diener Gottes die höchste Schlussfolgerung einer spirituellen Identität darstellt. Es zeigt sich in unserem Gewissen, dass wir etwas, das wir nicht verdient haben, nicht mit gutem Gewissen nehmen können. Wir werden daran keine Freude haben. Und es scheint so zu sein, dass alle diese Dinge zu ihrem gerechten Ausgleich drängen. Auch der Begriff der Schuld, im Finanzbereich die berüchtigten Schulden, ist in der moralischen, ethischen, emotionalen und im Sinne der letztgültigen Wahrheit auch in der spirituellen Sphäre von unverzichtbarer Bedeutung und nicht reduzierbar. Viele Menschen versuchen, Schuld generell als nicht existent zu deklarieren. Ich denke, dass derartige Manöver der Erkenntnis der Wirklichkeit und dem, was wirkt, keinen guten Dienst erweisen. Zu viel Schmerz, Verletzung und Beschämung wurden durch die Kategorie der Schuld über die Menschen gebracht. Man möchte davon nichts mehr hören. Aber das ist nicht die Lösung. Gerade weil die Schuld eine dermaßen wirksame Kraft ist, wurde sie missbraucht. Aber zugleich ist sie in der Wiedergutmachung der Weg zur Erlösung. Das haben natürlich die alten Religionen erkannt, gerade das Christentum hat zu diesem Bereich tiefe Erkenntnisse. Es ist vielleicht angemessen, von einer Ökonomie der Ethik zu sprechen. Wir können diese Kräfte nicht benutzen, ohne den Preis dafür zu zahlen. Alles drängt zum Ausgleich und zur Vergeltung (›vergelt‘s Gott‹).

Weitere Begriffe sind zum Beispiel der Kredit, von dem lateinischen Wort credere = glauben. Wer Kredit bekommt, dem wird geglaubt, man vertraut ihm, dass er das Geld auch zurückzahlen kann. Umgekehrt sprechen wir heute noch davon, in Misskredit zu geraten, also unseren Ruf und unsere Glaubwürdigkeit zu verlieren. Kredit im spirituellen Sinn müsste also der gute Ruf oder die Glaubwürdigkeit sein, was noch das englische ›credits‹ belegt, das u.a. Ehre oder Anerkennung bedeutet. Auch die Copyright-Quellen heißen im Englischen credits, also das Verdienst der Urheberschaft. Wer einen Kredit aufnimmt, hat einen Gläubiger, in den Religionen ist es der Gläubige.

Auch das Wort ›reich‹ ist von universaler Bedeutung. Als ›Reichtum‹ ist es in der monetären Sphäre das höchste Ziel. In der Philosophie und Metaphysik ist es als ›erreichen‹ oder ›reichen‹ der Ausdruck einer Erfüllung, Zielerreichung, Vollkommenheit, als ›Reich Gottes‹ sogar der Name des absoluten Ortes.

Ein weiterer Begriff ist das Vermögen, das in der finanziellen Sphäre natürlich das Maß des Reichtums benennt und in der spirituellen Sphäre die Fähigkeit des Menschen bezeichnet. Was vermögen wir zu tun? Was steht in unserer Macht? Dies sind elementare Kategorien, die den Selbstwert und die Selbstverwirklichung des Menschen betreffen.

Die beiden Sphären des Geldes und der Spiritualität greifen unmittelbar ineinander. Wahrscheinlich sind sie in der Urzeit auseinander hervorgegangen. Geld als abstrakter Wertindikator und Sprache (#2).

ist der nach außen manifestierte Ausdruck unserer inneren Werte sowie der realen Kräfteverhältnisse. Wir haben als spirituelle, lebende Wesen Kraft. Diese Kraft kann etwas erschaffen, schöpfen. Sie kann aber auch zerstören.

In der sozialen und kollektiven Wirklichkeit der Vielzahl der Subjekte, also der lebenden, mit schöpferischer Kraft ausgestatteten Wesen, ist die energetische Ökonomie von Schuld und Verdienst, von Soll und Haben das objektive Regulativ, um Ausbeutung und Übervorteilung bzw. Benachteiligung auszugleichen. Es muss am Schluss immer Null herauskommen. Alle Schulden müssen getilgt sein, jeder Verdienst muss ausgezahlt werden. Wir zählen unser Geld, aber wir suchen auch nach der Wahrheit, nach dem, was wirklich zählt. In der tiefsten spirituellen Verquickung von Geld und Seele enthüllt sich die reale Struktur der Wirklichkeit.


Der ideologische Schleier

Durch die Verschleierung dieser Wahrheit in der Ideologie ist dieses Wissen verloren gegangen. Es wurde verschleiert, um die Macht zu erhalten und den Ausgleich der Schuld, die die Ausbeuter auf sich geladen haben, zu verhindern. Nach der Ausbeutung haben die Ausbeuter auch noch die Unwissenheit in die Welt gebracht. Wenn wir heute als Vertreter der emanzipativen Kräfte das Geld oder die Ökonomie ablehnen, beteiligen wir uns selbst an der Verschleierung und befinden uns in Unklarheit über die wirkliche Struktur der energetischen Verhältnisse. Es ist durchaus möglich, kein Geld zu brauchen oder sich dafür nicht zu interessieren. Das ist aber etwas anderes, als das Geld abzulehnen. Dem Geld zu entsagen, kann genauso psychotisch sein, wie sich an das Geld zu klammern. Durch die ideologische Verschleierung ist sehr viel Unwissenheit über die Menschen gekommen. Der Aufbau des Lebens ist nicht mehr verständlich.


Geben und Nehmen

Der innere Zugang zu dieser Sphäre erfolgt über das Gefühl. Es handelt sich hier um ein gereinigtes, vom Schatten befreites Gefühl unseres wahren Selbst. Der Umgang mit dem Geld wurde im kollektivrechtlichen, mythischen Zeitalter auf äußere, formale Strukturen ausgelagert. Es wurden Finanzgesetze, Verträge und Regeln etabliert, um den Geldverkehr zu regulieren. In einer befreiten Herangehensweise an das Geld müssen wir uns der tiefen Verquickung von Geld und Seele sehr bewusst sein und ein Gefühl dafür entwickeln, was ein gerechter Austausch ist. Das Kriterium ist: Es fühlt sich stimmig an, es stimmt. In der Finanzwelt ist es die Rechnung, die stimmt. In der spirituellen Sphäre ist es die Wahrheit, die stimmt und ein Gefühl der Stimmigkeit vermittelt. Dann sind auch die Saiten richtig gestimmt und das Instrument klingt im richtigen Ton. Die Sphäre des Handels und seiner Sprache des Geldes betrifft die energetische Spannung zwischen Geben und Nehmen. Beides, Geben und Nehmen, hat seine Berechtigung und beides gibt es im hellen und im dunklen Spiegel. Und von beiden gibt es jeweils einen aktiven und einen passiven Modus. Sehr angesehen in unserer heutigen Gesellschaft sind das aktive Geben und das passive Nehmen. Sie sind im hellen Spiegel. Im dunklen Spiegel befinden sich das passive Geben und das aktive Nehmen. Wie sich in der obigen Übung gezeigt hat, fiel es den meisten Menschen sehr schwer, das Geld zu nehmen, weil sie dann an ihren Minderwert kamen. Sie hatten es nicht verdient, glaubten sie. Dieses Nehmen dessen, was ich verdient habe oder wozu ich berechtigt bin, ist aktives Nehmen. Passives Nehmen ist dieses Hinnehmen, Sich-fügen. Aktives Geben ist Gutes tun, Spenden oder Leistungen geben. Auch Befehle geben oder Ratschläge geben gehören zum aktiven Geben. Passives Geben ist die Hingabe, das Aufgeben des falschen Egos, also das Abgeben dessen, was nicht meins ist.

Um in diesem Gefühl sicher zu werden, müssen wir unsere dunklen Anteile ins Licht bringen. Um fühlen zu können, was der stimmige Tausch ist, brauchen wir auch die Fähigkeit des aktiven Nehmens, also eine aus einem gesunden Selbstwert und aus Selbstliebe hervorgehende Fähigkeit, das, was mir zusteht, auch zur Sprache zu bringen und dann nehmen zu können, wenn die anderen einverstanden sind. Wir brauchen außerdem ein Gefühl, das vom Egoismus gereinigt ist, das also eine verwirklichte Form der Hingabe und Selbstlosigkeit darstellt, eine Fähigkeit sich hinzugeben, sich zu geben.
Alle diese Kategorien wurden durch die Ideologien der Herrschenden verdreht und auf den Kopf gestellt. Im klaren ideologiefreien Blick ordnen sich die alten ewigen Kategorien neu in ihrer wirklichen Konstellation. Nichts geht verloren, es wird nur umgedreht und in die ewige Ordnung der Wahrheit gebracht. Dies ist die Aufgabe einer ideologiefreien spirituellen Wissenschaft, die die getrennten Sphären wieder in Verbindung bringt und die Einheit des Menschen als leibseelische Entität wieder herstellt. Wir erhalten wieder das GANZE BILD.


Was hat eine Million Euro mit Spiritualität zu tun?

Einige Monate später, im September 2010, war ich auf einem Kongress in der Nähe von Stuttgart, bei dem es um Internet-Marketing ging. An demselben Wochenende war noch eine Tagung in Frankfurt, bei der das Thema die Seele war. Dennoch entschied ich mich für den Marketing-Kongress.

Dort gab es Vorträge von insgesamt acht verschiedenen Experten im Internet-Marketing, von denen jeder Millionär war. Es ging darum, wie sie das geschafft haben und wie wir, die Teilnehmer, dies auch erreichen können. Die schwerreichen Experten kamen aus den USA, England, Singapur und Australien. Was sie uns zu sagen hatten, war neu in Deutschland. Es war eines der ersten Seminare zu diesem Thema hier und es wurde deutlich, dass das, was in Nordamerika oder Australien schon läuft, bei uns in Deutschland erst langsam ankommt.

Social Media, Web 2.0, Internet-Marketing waren Begriffe, die damals hierzulande erst seit einigen Monaten so richtig ins Gespräch gekommen waren. Diese Experten vertraten die Ansicht, dass wir es mit dem Beginn einer neuen Ära zu tun haben, in der die Wirtschaft und die Gesellschaft durch völlig neue Verkehrsformen bestimmt sein werden.


Was ist daran spirituell?

GeldGraphik2Um dies zu erklären, möchte ich den Bogen zu einem meiner ersten spirituellen Workshops schlagen, den ich 1990 besuchte. Der Cherokee-Schamane Harley Swift Deer stellte uns den »Sternmädchenkreis« vor, ein Medizinrad, das das indianische Wissen trägt. Gemäß der verschiedenen Energien, die in den Himmelsrichtungen auf dem Rad angeordnet sind, befinden sich im Norden, wo das Denken platziert ist, die Intellektuellen, Philosophen, Denker usw. Im Osten, wo der Spirit plaziert ist, lokalisieren die Schamanen merkwürdigerweise nicht die Esoteriker oder Spirituellen, sondern die Unternehmer

Ich wunderte mich darüber sehr, sind doch Unternehmer Materialisten und alles andere als spirituell. Die Begründung der Schamanen ist jedoch, dass Spirit bedeutet, die Dinge, die wir anstreben, wirklich ins Leben gebracht zu haben. Wir streben nach Glück, Freude, Gesundheit, Erfolg und Erleuchtung. Spirituell ist nicht, wer von Erleuchtung redet, sondern wer erleuchtet ist.

Spirituell ist nicht, wer von Heilung redet, sondern wer geheilt ist.
Spirituelles Leben bedeutet Handeln. Auf dem Nord-Platz, dem Platz der Philosophien und Glaubenssysteme, der Ideen, der mentalen Energie, wird geredet und gefachsimpelt. Da werden Theorien ausgetauscht und Pläne geschmiedet.

Auf dem spirituellen Platz im Osten jedoch wird gehandelt. Spiritualität ist Schöpfung, Kraft, Produkt. Handlung bedeutet auch Erfolg. Die Schamanen sagen, es gibt zur Zeit auf dem Planeten keine Gruppe von Spirituellen, die erfolgreich sind, die ihre Pläne oder Ideen in die Tat umgesetzt haben oder überhaupt nur daran denken sie umzusetzen. (Wenn es sie gäbe, wären sie die Führer des Volkes.) Deshalb sind nur die Wirtschaftsleute, die erfolgreichen Unternehmer, auf diesem Platz. Sie haben gehandelt. Sie sind erfolgreich. Man kann diese Sichtweise auch kritisch sehen. Im politischen Kontext sollte es eine Unterscheidung zwischen Unternehmern – die ihrer Aufgabe ehrenhaft nachkommen – und Kapitalisten – die ihre Position egoistisch ausbeuten – geben. Die schamanische Sicht, die die Wirklichkeit energetisch und ideologisch neutral betrachtet, geht davon aus, dass wir es mit Unternehmern zu tun haben. Es geht ihr darum, wer sich selbst verwirklicht, wer also aus dem bloßen Wunschtraum in die Realität tritt. Hier stehen Spirituelle und Unternehmer wertfrei nebeneinander und nur die Unternehmer haben Erfolge vorzuweisen. Im Übrigen ist auch die Kategorie des Erfolges bei den systemkritischen Kräften allzu negativ besetzt, obwohl auch diese Kategorie zu den ewigen Koordinaten gehört.

In diesem Sinne sitzen also auch diese Internet-Experten im Osten, auf dem Platz des Spirit. Sie leben bereits ihr Leben in ihrem höchsten Potential, wenn auch möglicherweise erst mal nur in der weltlichen Sphäre.

Spiritualität bedeutet, dass ich mein Leben in die Hand nehme, in die Handlung gehe. Es bedeutet, dass ich Verantwortung für mein Leben übernehme, erwachsen werde und mich verwirkliche.

Gehört dazu Geld?

Geld ist eines der schwierigsten Themen für einen Menschen, der ethisch korrekt leben möchte und ein spirituelles Leben anstrebt. Geld wurde in den traditionellen spirituellen Kulturen eigentlich durchweg diskreditiert. Es wurde als unspirituell, verwerflich, egoistisch und Schlimmeres bezeichnet. Aber dieses eben benutzte Wort »diskreditiert« weist schon auf die Tiefe des Sachverhalts hin. »Kredit« ist Glaubwürdigkeit. »Kredit« ist Anerkennung. »Kredit« ist ein Geld-Darlehen. Wie hängen diese Begriffe zusammen? Wie kann man jemanden »diskreditieren«, ihn also schlecht machen, ihm seinen Wert absprechen?


Die Diskreditierung des Geldes

Viele Spirituelle verschmähen mit großer Geste das Geld. Sie dünken sich darüber stehend, oder sie verbieten es sich. Geld gilt als schmutzig. Ein Heiliger hat mit Geld nichts zu tun. Auch ich lebte lange in dieser Einstellung: »Mit Geld gebe ich mich nicht ab. Das hat nichts mit Spiritualität zu tun.« Nun ja, ich erlebte als Kind sehr wohl diese dunkle Seite des Geldes, die Zeit, in der meine Eltern lieber schufteten, um ein großes Haus zu bauen und zu bezahlen, als Zeit mit uns Kindern zu verbringen. Damals habe ich mir geschworen, ich würde niemals dem Geld hinterherrennen. Meine negative Einstellung dem Geld gegenüber beruhte also auf emotionalen Traumata. Wir »denken« in der Regel, dass unsere Überzeugungen auf Vernunft beruhen, und argumentieren entsprechend. Auf diese Weise können wir aber weder andere noch uns selbst von einer anderen Sicht auf die Dinge überzeugen. Nur über eine emotionale Heilung können wir unser Denken ändern.

Heute habe ich in meiner emotionalen Heilung viel erreicht und gehe mit dem Thema erwachsener um. Spirituelle Entwicklung bedeutet für mich, mich selbst annehmen und lieben zu können. Ich bin, ich brauche und ich bin berechtigt. Ich bin berechtigt, Geld zu verdienen, um gut zu leben. Ich bin es wert. Geld ist ein Energiespeichermedium, in dem Lebenskraft, Energie, Leben und sogar Liebe gespeichert sind. Es ist zunächst ein neutrales Medium, und es kommt auf den einzelnen Menschen an, was er daraus macht.
Geld ist eine starke Energie, und nur starke Energien werden missbraucht, denn sie wirken. Wirkungslose Dinge interessieren niemanden. Aber die wirkungsvollen und wertvollen Dinge werden auch Opfer der Begierde und des Missbrauchs. Diese Dinge selbst deswegen in Abrede zu stellen verdreht die Tatsachen und arbeitet den Missbrauchern in die Hände, indem diese wertvollen Dinge herabgesetzt und aufgegeben werden, anstatt sie zu beschützen und zu verteidigen.

Der erste Sieg der bösen Kräfte ist der, dass sie sich des Geldes bemächtigten. Aber es ist ein zweiter Sieg der bösen Kräfte, dass die guten Kräfte das Geld diskreditieren. Denn Geld ist Kraft und so rauben sich die guten Kräfte in ihrer Dummheit selbst ihre Kraft.
Davon abgesehen ist Geld Handlung. Geld ist nicht leeres Geschwätz. Geld ist reale Kraft. Ein spiritueller Mensch ist jemand, der in die Handlung geht, der sein Leben in die Hand nimmt. Auf dem Internet-Kongress konnte man hautnah erleben, was es bedeutet, in der Handlung zu sein. Diese Menschen waren direkt, schnell, wirkungsvoll, klar. Sie strahlten regelrecht. Und sie hatten ein gesundes Selbstbewusstsein.


Die Erlaubnis

Es ist gar nicht so leicht, sich diesen Reichtum zu erlauben. Das geht nur, wenn man sich selbst achtet. Bei vielen Menschen ist die Armut ein regelrechter Selbstbestrafungsmodus. Es ist eine Opferrolle.

Geld zu verdienen, bedeutet, aus der Opferrolle herauszutreten. Das ist gar nicht so einfach, denn dann muss ich die Verantwortung für mein Leben und vor allem für meine Fehler übernehmen. Ich kann die Schuld niemand anderem mehr geben. »Schuld« ist ein magischer Begriff, der sowohl in der Psyche als auch im Geld Bedeutung hat. Ebenso wie »Zuwendung« eine geradezu schockierende Doppelbedeutung als einmal liebevolle Kontaktaufnahme und zum anderen finanzielle Vergütung hat.

Habe ich das Geld verdient?

Die Verunglimpfung des Geldes erscheint so als die Verunglimpfung meiner selbst, oder als Rationalisierung und Ablenkung von meinem Minderwert. Die Diskreditierung des Geldes dient somit als Medikamentierung, um den Schmerz meiner eigenen Wertlosigkeit nicht zu spüren.

Echte Spiritualität ist selbstverantwortliches, verwirklichtes Leben. Zahme Vögel singen von Freiheit, die wilden fliegen. Dies greift geradezu holografisch und fraktal in alle Lebensaspekte hinein. Geld hier auszuklammern ist keine Lappalie. Es ist vielmehr symptomatisch und geht in den Kern unseres Wesens hinein.

Wirklich positiv spirituell zu sein bedeutet, in vollständiger Erkenntnis und Annahme seiner selbst in einem gesunden und erfüllten Leben zu stehen. Geld und Reichtum kann damit geradezu ein Symptom spiritueller Entwicklung sein. (#3)

Das ist jedoch fundamental anders zu verstehen als der alte Materialismus, in dem das Geld das Objekt der Gier und der Macht war. Es ist auch heute noch Macht, aber die Macht der Selbstermächtigung. Viele dieser Kategorien – wie auch gerade die Macht – wurden in Misskredit gebracht. (#4)

Es geht heute darum, diese Kategorien, wie Geld und Macht, für das Leben wieder zu erobern, sie wieder zurückzuführen in die gesunde, heilige Ordnung. Die heilige Ordnung ist nicht das Gegenteil der unheiligen. Die heilige Ordnung ist die natürliche, göttliche Ordnung. Sie integriert alles, was ist, in seiner positiven Form. Sie ist die positive Generallinie, in der alles gerettet eingeht.

In diesem Sinne war es mir lieber, zum Geld-Kongress als zum Seele-Kongress zu gehen, obwohl ich es liebe, mich mit allem zu beschäftigen, was mit der Seele zu tun hat, und sie verwirklichen will. Ich kam dem näher durch diese Anerkennung des realen Tuns im praktischen Lebensvollzug, durch die Anerkennung meiner eigenen Situation und Notwendigkeit, aber auch meiner Lust und meiner Bedürfnisse. Ich glaube und spüre heute, dass ich mit dieser realen und konkreten Handlung meiner Seele näher komme als mit philosophischem Reden (5#)  über die Seele, denn es geht um den Live-Stream, um das wirkliche Leben.


Freiheit und Selbstverantwortung

Auf dem oben erwähnten Schamanenseminar machte der Schamane, Harley Swift Deer, noch eine andere überraschende Aussage: »Wenn ihr mit der Ungerechtigkeit in der Welt fertig werden wollt, gründet ein Geschäft.« Dieser Satz irritierte mich sehr. Er ließ mich nicht mehr los und führte vier Jahre später dazu, dass ich mein eigenes Geschäft, sprich die Tattva Viveka, gründete.

Wie ist das zu verstehen? Ich war immer auf der Seite der Arbeiter, ein Robin Hood, der für die Armen kämpfte. Ich war Kommunist und Antiimperialist, ich sympathisierte mit der Roten Armee Fraktion. Ich war im Klassenkampf gegen die Kapitalisten. Doch diese Aussage ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich spürte sehr deutlich, dass dahinter eine Wahrheit verborgen liegt. Ich wollte wissen, was es mit der Ungerechtigkeit in der Welt auf sich hat und wie man sie beenden kann. Musste ich dafür Unternehmer, also Kapitalist werden? Damals setzte ich das gleich, aber ich wusste auch, ich würde das anders als der übliche Kapitalismus machen, in dem es nur darum geht, stur seinen Erfolg durchzusetzen und andere auszubeuten. Ich wollte ein ehrlicher Unternehmer sein. Mein eigenes Unternehmertum zwang mich bewusst und unbewusst, mich meinen eigenen Charakterfehlern zu stellen. In meiner eigenen Rolle als Unternehmer musste ich lernen, dass niemand sich um mich kümmert oder für mich die Verantwortung übernimmt. Ich muss selbst entscheiden, was ich als Nächstes tue, und das Risiko tragen. Niemand ist da, der mich absichert. Jede meiner Entscheidungen wird damit existenziell und es ist für mich spürbar, dass ich alleine und selbst für mich stehe, dass ich selbst-ständig bin – nicht nur materiell, sondern auch psychisch und spirituell. Dies ist ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Verpflichtung, aber auch an Wahrheit und Freiheit. Es ist die Situation des Menschen, der erwachsen ist. Ich kann niemanden dafür verantwortlich machen, sich um mich zu kümmern. Wenn ich das weiß, bekomme ich eine andere Sicht auf Ungerechtigkeit. Ich erkenne dann, was meine Verantwortung ist und was nicht.

Um die Ungerechtigkeit in der Welt zu begreifen, bedarf es einer realistischen Einschätzung der Wirklichkeit, die von ideologischen Überbauten gereinigt ist. Durch mein eigenes Geschäft lernte ich, was real ist. Der Schlüssel ist die Verantwortung. Dadurch, dass ich ein Geschäft führte, lernte ich, was es bedeutet, mich selbst zu erhalten.

Es gibt ein spirituelles Prinzip, das Selbsterhalt heißt. Viele Menschen haben eine »Nehmermentalität«. Sie glauben, dass jemand verpflichtet ist, sie zu versorgen, seien es die Eltern, sei es der Staat oder sei es der Unternehmer. Dadurch verlieren sie ihre Freiheit. »Indem wir uns selbst finanzieren, erwerben wir das Recht unsere eigenen Entscheidungen zu treffen. Dann hat niemand das Recht, uns vorzuschreiben, wo wir wohnen sollen, denn wir zahlen unsere Miete selbst. Wir können essen und anziehen, was wir wollen, oder fahren, wohin wir wollen, denn wir sorgen selbst dafür. Es gibt keine Grenzen für die Freiheit, die ich durch Selbsterhalt erlangen kann. Ich werde persönliche Verantwortung übernehmen und mich heute selbst finanzieren.« (#6)
Der tiefste Zusammenhang zwischen Geld und Spirit zeigt sich in der Verbundenheit von materieller und spiritueller Sphäre. Im tiefsten Grunde der Wirklichkeit ist Materie und Spirit eine Sphäre, die integrale, allseitige Aktualität des Seins.


Über den Autor

Ronald Engert, Geb. 1961. Studium der Germanistik, Romanistik, Philosophie und Filmwissenschaften, später Indologie und Religionswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. 1994 Mitgründung der Tattva Viveka, seit 1996 Herausgeber und Chefredakteur. 1994 Gründung des INES-Instituts (Institut für Essenzphilosophie). Blog: www.ronaldengert.com


Fußnoten

1 Das Geldseminar wurde von Daniel Stacey Barron veranstaltet. Das Geld war die Spende einer Seminarteilnehmerin, die eine größere Erbschaft gemacht hatte und das Bedürfnis hatte, einen Teil davon der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

2 Zur Kategorie der Sprache: Diese wird hier im Sinne Walter Benjamins verwendet, siehe: »Über die Sprache des Menschen und Sprache überhaupt« (1916). Geld ist in diesem Verständnis das Ausdrucksmittel und der Code, in dem wir unsere Werte kommunizieren.

3 Das klingt stark nach Calvinismus und protestantischer Werkgerechtigkeit. Das ist damit aber nicht gemeint. Es geht mir eher darum, dass spirituelles Leben Reichtum nicht ausschließt, als dass spirituelles Leben Reichtum zwingend einschließt. Man darf als Spiritueller wohlhabend sein, muss es aber nicht.

4 Über Macht müsste eine eigene Abhandlung geschrieben werden. Das würde jetzt hier zu weit führen. Der Vollständigkeit halber erwähne ich es aber.

5 Nichts gegen Philosophie! Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Jeder Mensch hat eine, meist ohne es zu merken. Es ist der geistige Anteil in uns, der unsere Überzeugungen und Urteile über die Welt und das Leben fasst und damit unsere Entscheidungen und Handlungen beeinflusst. Unsere Philosophie sollte sich indes aus den Handlungen ableiten und diese nicht ersetzen.

6 Zitat aus: »Nur für heute. Tagesmeditationen«, S. 84, Narcotics Anonymous, Van Nuys (USA) 2004 (dt.)


Mit freundlicher Genehmigung von Tattva Viveka, der Zeitschrift für Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur, einem unserer Medienpartner.

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  27 Kommentare für “Die spirituelle Bedeutung von Geld – Ronald Engert

  1. 8. Oktober 2014 um 11:15

    Als ein spiritueller Mann der Tat könnte ich es nicht besser formulieren !

    DANKEschön für diesen echt tollen Artikel, ich werde ihn verbreiten.

    Liebe Grüsse aus dem Odenwald, Arnold 😉

  2. 8. Oktober 2014 um 12:57

    Ein wirklich sehr tiefgreifender Artikel. Dieser Artikel bietet für jeden einen Mehrwert. Hier wurden viele Thematiken angesprochen über die man sich sehr viele Gedanken machen sollte.

    Angewandte Spiritualität ist sehr wichtig um sich nicht vor sich selbst zu flüchten oder sich vor anderen zu flüchten.

    Dieser Artikel bekommt 10 Sterne! Er verdeutlicht die Tragik die viele Menschen mit dem Thema Geld erleiden. Glaubensmuster von Schuld, Scham, Neid, Missgunst und ähnlichem, sie alle wollen aufgelöst werden. Das die Verantwortung für sich selbst einen hohen Faktor dafür hat, muss jeder für sich selbst erarbeiten.

    Vielen Dank für diesen Text! =)

  3. Birgit Klause
    9. Oktober 2014 um 14:17

    Sehr geehrter Herr Engert,

    vielen herzlichen Dank für diesen grossartigen Artikel. Sie beleuchten das Thema „Geld“ so umfassend und klar, „entlarven“ damit die gängigen Phrasen und Glaubensätze, so dass er für mich und sicher jeden weiteren Leser eine „Erleuchtung“ erzielen mag.
    Money, Power, Free —als diese Begriffe mir unlängst zum Thema Geld in den Kopf schossen, war meine erste Reaktion—abwertend.Das wird mir nicht mehr wiederfahren.
    Danke.
    Herzliche Grüsse Birgit

  4. Sonja Schneider
    9. Oktober 2014 um 21:52

    Nach dem lesen des wundervollen Artikels war mir endgültig klar ,warum ich während des erzählens des Sohnes vom Inhalt des Artikels, ständig drein geredet habe. Staune immer wieder wie punktuell genau manche Themen bei mir eintreffen. Dieser Artikel ist wirklich ein Volltreffer bis ins Innerste.Von ganzem Herzen Danke!
    Mit herzlichen Grüssen Sonja

  5. 10. Oktober 2014 um 17:10

    Ganz herzlichen Dank für diesen wundervollen, wirklich all-umfassenden Artikel zur Spiritualität des Geldes! Hier in diesem Artikel wurde die „Höhere Wahrheit“ der Spiritualität des Geldes wirklich großartig in Worte gefasst. Und die Aussagen zur Schöpfung, zur „Unternehmung“ als „Verwirklichung des Selbstes“ treffen meine Erfahrung mit vielen spirituell tätigen Menschen, dass diese sehr oft eine Schwierigkeit darin haben, ihr SEIN real zu verwirklichen, ihrem SEIN einen physischen Ausdruck in der Welt zu geben.
    Auch der Aspekt des stimmigen Ausgleiches von Geben und Nehmen wird hier nochmals von ganz verschiedenen Ebenen aus beleuchtet und trifft meine eigenen Erfahrungen: Wir können erst dann ein stimmiges Gefühl für eine angemessene Entlohnung unserer Arbeit aufbauen, wenn wir unseren Wert und die Bedeutung unseres Seins für die Welt erkannt haben – und dies auch ganz praktisch in unserem Tun umsetzen. .

    Herzlichen Dank
    Martin

  6. mesnie garrido
    11. Oktober 2014 um 12:24

    man soll es ja nicht übertreiben, aber dies ist mit abstand der beste artikel, den ich seit langem gelesen habe. speziell sprache geld spirits, einfach genial ! danke

  7. 11. Oktober 2014 um 22:51

    Vor einigen Tagen, bevor ich von dieser außergewöhnlichen Betrachtung des geistigen Hintergrundes von Geld, gelesen habe, habe ich mir selbst Gedanken über den Charakter des Geldes, als Wesen, gemacht. Allerdings nicht in dieser tiefgründigen allumfassenden Art.
    In Ihrem Artikel, sehr geehrter Herr Engert, erwähnen Sie dass Geld negativ besetzt ist. Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ich gehe aber ein Schritt weiter und meine, dass Geld auch positiv besetzt sein kann, in dem es etwas bewirkt, das im Beziehungsraum Geld – Mensch, in der Regel sind es zwei Menschen die mit dem Geld in Berührung kommen, für beide Seiten positiv ist. Damit ändert sich die spirituelle Wertigkeit des Geldes temporär. Auch das Geld unterliegt dem Gesetz der Polarität, wie alles auf unserer Erde.
    Ihnen, Herr Engert, ein herzliches Dankeschön für den außergewöhnlichen Denkanstoß!
    Gruß Manfred B.

  8. Ueli Gertsch
    12. Oktober 2014 um 16:12

    Herzlichen Dank für diesen grossartig geschriebenen Artikel. Genau diese Thematik „Selbstwert“, „Selbstbewusstsein“, „Selbstverantwortung“ sind elementare Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Es entspricht mir sehr und ich erlaube mir dazu den Hinweis auf die „Schule des Lebens“, welche von Ewald Schober initiert wurde. Genau dieses ganzheitliche Verständnis und Verhalten wird vermittelt. Wer mehr erfahren möchte, darf sich für einen DAY OF CHANCE ein kostenloses, exklusives V.I.P.-Freeticket abholen (Wer es sich Wert ist!) – Ticket mit Aktivierungscode 550 unter: http://chancengeber.lcc-seminare.de/

  9. NATURDESIGN
    17. Oktober 2014 um 03:57

    Auf der Suche nach den einen Fehler,
    für all die Kriege und die Ungerechtigkeiten in dieser Welt, sowie meine Erkenntnis, das die Medizin mit ihrer Pharmaka Industrie die Menschen kränker macht und die Abwässer vergiftet, war mir weder ein Spiegel noch eine Politik hilfreich.

    Der Fehler liegt im Geld, das wir täglich benutzen, weil wir täglich darum kämpfen, um etwas davon zu besitzen, sowie unseren Lebensunterhalt damit zu bestreiten.
    Hier sollte jeder erkennen wo die wahre Schuld liegt.
    Warum ist es ein Schuldgeld? Egal ob es Dollar oder Euro ist.
    Weil Schuldgeld bei den Privatbanken durch einen Kredit aus dem Nix geschaffen wird,
    durch einen Buchungssatz an Kassa:
    SCHULD gegen VERBINDLICHKEIT.
    Da die Banken bei der Kreditvergabe nur das Geld für den Kredit schöpfen und nicht für die Zinsen,
    entsteht ein immerwährender Kampf um die Zinsen zurück bezahlen zu können.
    Das nennt sich dann NATÜRLICHER WETTBEWERB.
    Hier fängt jeder Kampf an und wird mit jeden wertlosen Schuldgeldschein weiter getragen,
    bis er im Krieg Endet.
    Nur ist die uns eingeredete Schuld aus dem Buchungssatz keine Schuld.
    Sie wäre es nur, wenn die Privatbanken aus dem Buchungssatz heraus, auch einen Wert liefern würden.
    Da sie das Schuldgeld aus dem NICHTS schaffen und die SCHULD immer VERBINDLICH bleibt. Ist die Schuld keine Schuld, sondern nur eine Verbindlichkeit.

    Die Nazca Linien in Peru haben mir gezeigt, das Frequenzen eine wichtige Funktion für das Leben haben.
    Der Maya Kalender hat im Dez. 2012 die Wende angekündigt.
    Die Zeit des kämpferischen Wettbewerbes und der Explosion des Universums, ist zu Ende.
    Wir gehen in eine schöne, bessere und friedliche Zeit der Implosion und der Kooperative.
    Es kann nur Miteinander besser und schöner werden.

    In den folgenden Links findet ihr die Lösungen für eine bessere Zukunft:
    Eine Kooperative Gesellschaft mit OSBEEE,
    http://www.Osbeee.com

    Ein neues Geldwertesystem mit Informationsgeld
    http://www.informationsgeld.info/

    Die Bestätigung, das die Kreditgeldschöpfung vom Bundesverfassungsgericht, als Vermögensverschiebungsdelikt anerkannt wurde.
    http://ef-magazin.de/2014/03/19/5081-make-love-not-law-kreditgeldschoepfung-als-vermoegensdelikt

    Aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 31.07.1973
    http://principality-of-sealand.eu/hotstuff/dokusschaef/s_shaef_bverfg_dr_zsfg.html

    International Tribunal into Crimes of Church and State Est. June 2010
    Bekämpft die Verbrechen nach alten bürgerlichen Recht.
    http://itccs.org/

    Willkommen in einer schönen friedlichen Zukunft.

  10. 28. Oktober 2014 um 08:52

    Ein ganz hervorragender Artikel und ein ganz hervorragendes Spiel, welches hier beschrieben wird. Und ich stimme auch mit allen Schlussfolgerungen des Autors überein, sowohl mit den psychologischen (ich bin selbst ausgebildeter klassischer Psychotherapeut) wie auch mit den spirituellen.

    Doch es bleiben zwei Dinge:
    1. Das Henne-Ei-Problem: wurde Geld als materieller Ausdruck spiritueller Gegebenheiten geschaffen oder sollten die spirituellen Bezüge eine Scheinwelt schaffen, um über die Schrecklichkeit des Geldes hinweg zu täuschen. Dass heute, nach 20.000 Jahren existenzieller Verknüpfung Geld als (Selbst-)Wertmaßstab dient, ist nur selbstverständlich und kann als Argument weder für die eine noch für die andere Möglichkeit dienen.
    2. Die Tatsache, dass Geld inform von Schuldgeld als Herrschaftsinstrument verwendet wird und ‒ ganz bedeutsam ‒ zu genau gar nichts anderem verwendbar ist. Denn dass wir als Menschen ein derartiges Vehikel haben MÜSSEN, welches täglich Zehntausende Menschen mittelbar tötet, um unseren Selbstwert wahrnehmen zu können, kann ich nicht glauben, weil es dann eine grundsätzliche Trennung von uns zur Schöpfung gäbe, was ich keinesfalls glaube.

    Auch alle Sprüche, die zB bei der katholischen Messe verwendet werden, haben sehr starke spirituelle Wahrheiten in sich, ungeachtet dem werden sie aber als Manipulationsinstrument verwendet. Es muss nicht etwas gut sein, bloß weil es sich auf spirituelle Wahrheiten bezieht.

    Daher arbeite ich weiterhin an der Abschaffung des Geldes. Kein anderes Lebewesen auf dieser Erde benützt so etwas. Auch kleine Kinder haben keine Ahnung davon und besitzen trotzdem ein ‒ oft ihre Fähigkeiten weit übersteigendes 😉 ‒ Selbstbewusstsein.

    Das würde genau darauf hindeuten: dass dem Menschen imlaufe seines Aufwachsens das eigene Selbstbewusstsein seines eigenen Selbstwertes ABERZOGEN und durch den Scheinwert des Geldes ersetzt wird.

    Daher betrachte ich es, und durch diesen Artikel noch bestärkt, als meine Aufgabe, eine gesellschaftliche Richtungsänderung zu einer geldfreien Gesellschaft einzuleiten bzw zu unterstützen. Damit Menschen dereinstens (wieder!) ihren Selbstwert aus sich selbst erleben können: UBUNTU

    Wolfgang Biebel ‒ UBUNTU Orga Chief
    ubuntu@wolfgangbiebel.at

  11. 28. Oktober 2014 um 14:16

    Voll und ganz bei UBUNTU!
    Es wird viel Anstrengung aller brauchen, auch praktisch den Menschen zu überzeugen.
    Der Normalbürger kommt mir immer mit den Argumenten, was soll den dass?
    Ich bestell mir ein Auto und bezahle es bar, oder überweise das Geld. Ich habe den Wert dann in meiner Garage, oder nicht?
    alles beste

  12. 31. Oktober 2014 um 14:36

    Herzlichen Dank für diesen Artikel! Ich könnte darauf ein paar hundert Seiten antworten:-) Die Reaktionen zeigen, dass Geld ein sehr stark emotional besetztes Thema IST, das deckt sich mit meiner Erfahrung aus 24 Jahren in der Geldbranche. Warum: jeder braucht es und jeder hat einen unterschiedlichen Zugang dazu, sobald er auf die Welt kommt:
    jeder in einer anderen Familie, die entweder reich, arm, großzügig , sparsam, ängstlich oder vertrauensvoll ist und schon einige Familienereignisse über Geld zu erzählen hat ( Verlust von Heimat, Eifersucht unter Geschwistern / Gefühl zu kurz gekommen zu sein , altes Scheidungsrecht, Firmenpleiten, zwangsversteigerte Eigenheime nach Hass-ehe….

    Es gibt kein spannenderes, vielseitigeres und allzu menschliches Thema als Geld- für mich. UND es besteht schier unendlicher Heilungsbedarf !

    Zwischen den Zeilen des Geldes schwingt u.a. mit, wie viel Urvertrauen Mensch in seine Kraft, sein Leben zu gestalten hat ( s. Artikel zum Thema Unternehmertum ! )
    Zugleich wird unausgesprochen vorausgesetzt, dass Geld so etwas wie eine Sprache ist, auf die sich ALLE geeinigt haben. Nur gibt es in dieser Sprache viele Dialekte und Verschlüsselungen, weil man NOCH nicht natürlich über Geld spricht!

    Sondern: man druckst herum und die wenigsten Individuen lassen mal ihre eigenen Glaubenssätze zu Geld vor ihrem inneren Auge Revue passieren, schauen sie an und lassen sie dann sausen, wenn sie sich als Phantom oder Missverständnis erweisen!

    Wir leben in einer Zeit, in der es schier unendlich viele verschiedene Möglichkeiten gibt sich auf die Schliche zu kommen, Aufstellungen, ich selbst führe Dialoge mit dem morphischen Feld für andere , manche mögen gern mit Zetteln oder Figuren aufstellen oder ganz tief im systemischen Familienstellen ergründen, warum sie noch nicht “ Mit Geld per Du“ sind..
    Die Wahrheit ist DA, man braucht nur den Mut 1 Mal hinzuschauen.

    Geld ist m.E. nicht mit dem Selbstwert zu verwechseln, denn: “ ich bin nicht mein Geld, sonst wäre ich ohne Geld nicht ( von mir :-). ES hat etwas mit meiner Verbindung zu mir selbst, dem Vorhandensein oder Fehlen von spirituellen Zugang und meiner Verbindung mit anderen Menschen zu tun.
    Wenn ich der Welt gegenüber feindlich gesinnt bin und überall nur „Idioten, Betrüger, Ausbeuter“ sehe, ( was hierzulande sehr modern ist, sprich: wir sind sehr geizig mit Wertschätzung dessen, was „nicht schlecht“ funktioniert ) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich selbst – via Geld- ernähren kann, gering, bzw. als Unternehmer unmöglich.
    Kurz: jeder Einzelne ist gefordert SEIN Verhältnis zu Geld wahr-zu-nehmen und in ORDNUNG zu bringen. Im Privatleben geht’s los.
    Ein Geheimnis vorab für Euch: Geld ist unschuldig- es re-agiert nur darauf, wie wir über es denken, und was wir mit ihm tun! Anke Eva Krüger

  13. 4. Januar 2015 um 19:40

    Das Wesen des Geldes ist Spaltung. Das Geld spricht: »ich stehe für etwas Anderes! «
    Entscheidend dabei ist, dass dieses Andere das Original ist. Es ist ein klassischer Identitätssatz, mit dem das Geld seinen „Wert“ erhält: Identitätssatz: a = b; time = money
    Die Zeit – und das ist die Lebenszeit eines Menschen, die dieser Mensch z.B. für die Herstellung oder Bereitstellung eines Produktes oder einer Leistung benötigt – das ist das Original. Das Geld ist nur eine Ableitung, eine Identifikationsverklausulierung.
    Durch diese vom Menschenverstand erfundene Identifikation – die selbstverständlich von denen erfunden wurde, welche daraus enorme Vorteile generieren konnten – werden nun elementare Werte und Seinsqualitäten auf das Geld übertragen, gleichwohl sie mit ihm NICHTS zu tun haben.
    Fortan reagieren alle in dieser „Verstandes-Macht-Matrix“ Befangenen auf das Geld genauso wie der Pawlowsche Hund auf das Glöckchen … Statt das Original zu erkennen und zu bewerten, tun sie dies mit dem Geld.
    Der Clou besteht in der Abspaltung natürlich darin, dass man nun Geld beliebig vermehren kann, wenn man an den entsprechenden Schalthebeln sitzt. Man kann sich also fortan mit dem selbstvermehrten Geld Zeit einkaufen, in dem man die Identitätsgleichung in die andere Richtung liest: money = time.
    Was das bedeutet kann jeder an dieser Stelle wohl erahnen: ohne Geld könnte niemand 10 Stunden Lebenszeit für 5 Minuten Zeit einkaufen. Mit Geld geht das hervorragend!
    Das Wesen des Geldes ist Spaltung und jedes Ding handelt im Sinne seines Wesens. Natürlich braucht die Menschheit diese Spaltung – denn es geht darum, Vertrauen wieder aufzubauen – notfalls durch von Spaltung erzeugtes Leid!
    Wäre das Vertrauen von Beginn an nicht gebrochen (a = a), so hätte es Geld nie gegeben (a = b). Umgekehrt: das durch Misstrauen erfundene Geld, erzeugt seinem Wesen gemäß dieses Misstrauen bis zum Kollaps. Dann besinnen sich die Menschen wieder auf das Urvertrauen …
    In sofern Danke dem Geld, wenn es sich dann einmal selbst abgeschafft hat 😉
    Möge es werden: Zeit = Zeit !

  14. Richard
    5. Januar 2015 um 17:44

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich denke, er bringt doch einiges Licht in das Thema Geld & Spiritualität. Besonders wertvoll finde ich die Darstellung der eigenen Entwicklung des Autors, weg von seinem grundlegenden Anti-Denken, hin zu einer Haltung, die eigene Komfort-Zone zu verlassen und etwas (unternehmerisch) zu tun. In der Tat ist Geld eine Abstraktion von Wert, ganz im Sinne der Erfinder. Und so verbinden wir diese abstrakte Darstellung von Wert auch tief verinnerlicht mit unserer eigenen und gegenseitigen Wertschätzung. Doch sollte ein Artikel mit diesem Anspruch auch etwas negativere Aspekte abdecken, siehe den Absatz zum Ende des Kommentars.

    Nun sind wir als Mensch offenbar auch fähig, etwas zu schaffen, mit dem sich dann weitgehend automatisiert und mit viel weniger Zutun durch unserer Hände Arbeit und unseren Schweiß noch mehr Wert schaffen lässt. So ein System, das weitgehend eigenständig neuen Wert schafft, beinhaltet normalerweise auch Wert, der vorher geschaffen wurde. Wir haben unsere Nahrungsversorgung bereits nahezu vollständig automatisiert! Ein Unternehmer schafft sich auch ein System, mit dem sich dann viel effektiver etwas schaffen lässt. Und dies ist grundsätzlich im Sinne der Schöpfung. Wir sollten unser Potential immer besser nutzen, was auch im Einklang mit der eigenen Wertschätzung ist und auch im Einklang mit einem Universum, dass uns Fülle bietet.

    Nun gibt es aber bei einer spirituellen Betrachtung nicht nur die Sichtweise der niedereren und höheren Seins-Zustände. Bei den niedereren Zuständen lebe ich relativ viel mit Ängsten, die eigene Wertschätzung ist eher geringer und ich verlasse dann auch nicht so leicht meine Komfort-Zone. Ich entwickle mich spirituell hin zu mehr eigener Wertschätzung und besserer Nutzung meines Potentials. Es gibt auch die Betrachtung der verschiedenen Aspekte, die sich z.B. den 7 Chakren zuordnen lassen. Erdgebundene und mehr geistige Bestrebungen sollten demnach ausgeglichen sein. So gesehen ist ein hauptsächlich materiell ausgerichteter Mensch wenig spirituell. Genauso ist aber auch ein Mensch, der dem materiellen kaum etwas abgewinnen kann, auch wenig spirituell.

    Doch ein ganz entscheidender Aspekt der Spiritualität ist der EGO-Geist, ein Geist, der sich auf ein falsches Ich-Gefühl stützt. Er legt sich gerne über die niedereren Seins-Zustände und versucht diese zu übertönen durch Gedanken an materielle Werte, die sich natürlich ganz besonders mit Geld messen lassen. Spirituell sein heißt aber, die „Kraft“ zu spüren, die eben gerade nicht diesen illusionären Gedanken des EGO-Geistes entspringt. Mit Geld fühle ich mich dann auch eher wertvoll im Sinne einer Illusion. Und das EGO will mehr. Es ist süchtig nach mehr. Und es benutzt das einmal geschaffene Potential eines Systems, so es verfügbar ist. Und vor allem, das EGO vergleicht und schaut gerne herab auf andere, schürt Neid. Es bewirkt so Trennung. Und es macht letztlich krank. Und Geld stellt den „Wert“ dar, mit dem ein System für den Irrweg des EGO arbeitet. Letztlich gibt es sogar Geld-Systeme, die nur scheinbar Wert enthalten und deshalb nur anderen Wert entziehen können. Systeme, die stark von EGO-Geist getragen sind, kann ich deshalb nicht im Sinne der Spiritualität sehen.

  15. 15. Januar 2015 um 06:16

    das ist wirklich ein guter Artikel – es zeigt es ganz deutlich, dass der wahre spirituelle Sinn des Geldes darin besteht, dass wir den Wert den wir den Dingen zu-messen, erkennen können.

    lg

  16. 15. Januar 2015 um 06:18

    ps: nachtrag: und damit wir gezwungen sind, uns mit diesem WERT-Thema auseinander zu setzen, haben wir ein Geldsystem, welches unser Geld automatisch verknappt (Schuldgeldsystem).

    lg

  17. Lena
    17. Januar 2015 um 14:10

    Weinend sage ich nur: DANKE!!!! (Jedes weitere Wort wäre für mich überflüssig).

  18. 1. Februar 2015 um 17:31

    Viel Stoff zum lesen und nachdenken! Das Ende hat mich auf den Punkt gebracht-die Freiheit selbst zu entscheiden was wo wie… Ich habe eine Gehbehinderung und kriegs nicht auf die Reihe dass mich jemand einstellt, also Hartz 4. Was bedeutet ich kann nicht viel selbst entscheiden, sogar meine Kinder werden gegängelt. Ich gehe parallel andere Wege und gebe Gesangsunterricht, doch das genügt nicht. Wer hat zu dieser Situation irgendwelche Erklärungen oder guten Rat? Karma? Faulheit? Mein Selbstbewusstsein ist in Ordnung, also was?
    Definitv kann ich sagen, dass mich der Artikel positiv beeindruckt hat und ich ihn gewiss noch einmal lesen werde wenn das verdaut ist was ich las.
    Grüssle Cordula

    • Tabea Marchand
      29. März 2016 um 15:54

      Liebe Cordula, vielleicht wunderst Du Dich nach so langer Zeit über eine Antwort auf Deine Frage, aber ich habe den Artikel eben erst gelesen. Deine Situation wirkt festgefahren. Gehbehinderung, Ausgrenzung, gemobbte Kinder….
      Gibt es einen Vater für die Kinder? Beteiligt er sich an der Erziehung und an den Kosten? Was für eine Art Gehbehinderung hast Du? Siehst Du es auch so, dass „Krankheiten“ als Botschaften zur Korrektur unseres Lebensweges zu verstehen sind? Falls ja, hast Du die Chance auf rasche Genesung, sobald es Dir gelingt, die seelische Ursache für Deine Gehbehinderung zu erkennen. Wenn Du möchtest, können wir uns darüber austauschen.
      Herzliche Grüße, Tabea

  19. Ruedi Gloor
    4. Februar 2015 um 12:24

    Herzlichen Dank für diese wertvollen Gedanken. Meine innere Weisheit hat mich offensichtlich auf diese Seite geführt, damit sich mein Bewusstsein zum Thema Geld erweitern kann. Am Anfang meiner Suche stand die Frage: „Was ist Geld?“. Fast gleichzeitig stieg aus meinem Inneren als Erstes die Antwort: „je mehr du gibst, desto mehr hast du…“ ins Bewusstsein auf. Da ich die identische Gleichung von der (wahren) Liebe kenne, erscheint mir die Übereinstimmung: Geld = Liebe offensichtlich. Wie Sie ja deutlich schreiben ist Geld ein Energiespeichermedium, dasselbe lässt sich nach meiner Meinung auch über die Liebe sagen. Im Laufe meines Lebens wurde mir bewusst (gemacht), dass was ich wirklich brauche die Liebe ist. Ganz nach dem Motto der Beatles: „All your need is Love“. So schliesst sich in meinem Bewusstsein ein weiterer Kreis mit der Tatsache, die Sie ebenfalls sehr deutlich und klar beschreiben: Liebe (auch)zum Geld erlöst das Geld aus seinem „Gefängnis der Emotionen“. Nochmals ganz Herzlichen Dank Ruedi

  20. 7. Februar 2015 um 16:05

    Ich glaube: Wenn der Autor Recht hätte, müsste er nicht so viele Worte machen. Es bleibt für mich bei einer simplen Logik: Wenn jeder von uns seine Stärken und Talente hervorbringt und aus ihnen lebt – dann ist der maximale Wert für uns alle geschaffen. Ganz ohne, dass ich dabei Geld ins Spiel bringen muss.

    Der Glaube an das Geld reduziert unseren globalen Reichtum, anstatt ihn zu mehren, denn
    a) arbeiten viele Menschen nur in Jobs, und die wenigsten in ihrer Berufung, d.h. die meisten vergeuden ihr Leben an das Geld;
    b) verwandeln wir Natur in Ware, Urwald in Goldbarren etc., bis nichts mehr übrig ist, und
    c) kann kein Mensch wirklich etwas „haben“ – wir bilden uns nur ein, es gäbe so etwas wie Eigentum.

    Wir können den Reichtum der Welt gerecht teilen, aber sich sein Existenzrecht erst verdienen zu müssen, vor allem durch Geldscheffeln, ist für mich pervers. Es ist der Weg in die Knechtschaft, denn ich bin nicht mehr frei, mich zu entfalten, in meiner ganzen Schönheit – unabhängig davon, ob ich der geborene Physiker, Künstler oder Installateur bin; ob ich auf einer indischen Müllkippe oder in einer deutschen Klinik geboren werde; ob das, was ich erschaffe, einen materiellen Wert hat oder nicht. Das gilt selbst dann, wenn es der Gründer der Tattva Viveka anders sehen mag.

    Manuel Fritsch, Gründer von Move Meta – Bewegung für Selbstliebe (der Zugang auch zur eigenen Berufung!) – http://de.movemeta.org

  21. 19. April 2015 um 13:38

    Vielen herzlichen Dank für diesen Artikel. Selbst im englischsprachigen Teil des Internets habe ich bisher keine solch umfassende Betrachtung zum Thema gefunden.
    Da ich mit Frauen daran arbeite ihren Liebeskummer los zu werden, kommt das Thema SELBST-WERT natürlich auch immer irgendwann hoch. Viele Frauen befinden sich emotional in misslichen Lagen, weil sie nicht genug Geld verdienen und dann in Abhängigkeit geraten. Im Beruf ebenso wie in Beziehungen (oder ist die Kausalität hier genau andersherum 😉

    Ich werde Ihren Artikel sicherlich viele Male teilen!

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in jeder Hinsicht,

    Beste Grüße
    Christina Schramm

  22. 13. Dezember 2015 um 13:45

    Herzlichen Dank für diesen wundervollen Artikel. Oh ja, es ist wahrlich ein innerer Kampf, wenn wir als spirituelle Wesen die Robin Hood Mentalität verinnerlicht haben. Konzepte werden gesprengt, bis zur Selbstaufgabe. Anklagen werden erhoben von all jenen, die du dann nicht mehr bedienen darfst! Es ist ein Prozess, so zumindest war es für mich, der mich alles kostete nur um diese falsch verstandene Mentalität aus mir heraus zu bringen.

    Es geht nicht nur um Selbstwert und Selbstwürde, es geht wahrlich um Würde und ein Würdevolles Leben auch leben zu dürfen, wenn wir viel Geben. Du fühlst dich gut, du fühlst dich gebraucht und andere schenken dir Weichspülerworte um den eigenen fehlenden Selbstwert zu erhöhen. Geld zu nehmen, angemessen Geld zu nehmen für das was du gibst, erscheint vielen spirituellen kapitalistisches denken. Doch wenn du an den Punkt kommst, wo es keinen Weg mehr zurück gibt, gibt es nur noch nach Vorne zu gehen um deiner aller innersten Führung zu folgen und das dann auch im Kontext mit Geld.

    Noch haben wir diese Werteschöpfung und noch ist nicht jeder voll bewusst um den Wert einer Sache über sein Herz Ermessen zu können. Es gilt stark in dir selbst stehen zu bleiben, stehend zu deinen Werten und deinem Wert.. und nicht verbogen, nur weil andere deinen Wert noch nicht erkennen können! Bleibst du unerschütterlich stehen, in dem was du weißt und fühlst, bezüglich deines Wertes, was sich über dein Herz als € Zahl zeigt oder als für dich stimmige Gegenleistung. Es ist wie in der wundervollen Übung beschrieben, sehr einfach, wir fühlen über unser Herz was für uns stimmt und was nicht.

    Das du zu dir oder du zu anderen. Wenn es dir es Wert ist, bezahlst du das, was der Gegenwert ist. Es gibt dann kein Hadern, nur Freude pur.. und selbst das Geld fließt wie ein Wunder aus unergründlichen Quellen zu dir zu, wenn deine Gesinnung unschuldig bleibt.

    Du musst wissen was es dich kostet.. das was du gibst! Niemand anderer als du, kann es Ermessen oder wissen. So steh zu deinem Wert.. und bleibe offen für Austausch-Wert ohne €.

    Wir sind im Übergang und Übergänge sind oftmals holprig.. Werte ist, so denke ich das zentrale Thema!

    Was sind deine Werte?
    Was bemisst du mehr Wert?
    Es hat nur etwas Wert für dich, was für Dich Wert hat!

    Alles ist in der Jetzt Zeit möglich.. und Heilung der Seele geschieht.

    Anna Anuka

  23. Tam.
    14. März 2016 um 17:10

    WoW! Danek! Danke! Danke!

  24. Kurt-M. Konnow
    27. März 2016 um 00:48

    Dieser Artikel erinnert an das Bild des Esels mit der Möhre: Weil diese saftig und duftend vor Nase und Augen der kurzsichtigen Kreatur schwebt merkt diese in ihrem Eifer den Leckerbissen erreichen zu wollen gar nicht, dass jeder weitere Schritte ebenso vergeblich ist wie der vorangegangene und dass sie durch diesen Trick nur dazu gezwungen wird, eine Riesenlast hinter sich her zu schleppen.
    Auf dem Gebiet des Tierschutzes gibt es ja inzwischen viele Menschen, die derartig ausbeuterische Praktiken analysieren und anprangern, auf dem finanziellen und spirituellen Sektor offenbar noch nicht, denn sonst würden Sie, sehr geehrter Herr Engert, ihren Lesern eine tatsächliche und wirklichkeitsgemäße Aufklärung über die Rolle des Geldes liefern. (ich spreche hier wohlgemerkt vom Schuldgeld, weil dies offenbar die einzige Form des Geldes ist, die Sie und offensichtlich fast alle Ihnen beipflichtenden Kommentatoren kennt).
    Es geht zunächst einmal darum, den einfachen Mechanismus der Angel zu erkennen, mit der die Möhre vor die Nase des Esels gehalten und das (Schuld-) -Geld für uns arme Normalbürger knapp gehalten wird. Da helfen letztlich auch alle beschwörenden und spirituell begründeten Hinweise nicht weiter, ja sie führen nur noch tiefer in die psychopathologischen Abgründe und Deformationen hinein, unter denen heute leider immer mehr Menschen leiden (diese durch noch mehr Hingabe und „Liebe“ an die alleinseeligmachende Macht des Geldes heilen zu wollen (Liebe = Geld) ist völlig absurd). Viel wichtiger als die vielen Hinweise auf „… Schuld“ ,“…. abgeben dessen, was nicht meins ist“, „… Kredit“, „… Kreditwürdigkeit“ usw., usw. wäre eine genaue Analyse der Geldschöpfung durch die privaten (!) Geschäftsbanken sowie die langfristigen Wirkungen des Zins- und Zinseszinssystems auf das exponentielle Wachstum von Schulden und Vermögen. Davon ist in ihrem Artikel mit keinem Wort die Rede – und natürlich auch nicht von der durch „unser“ Schuldgeldsystem automatisch stattfindenden ständigen Umverteilung des Geldes von fleißig nach reich. Das wäre dann wohl, um mit Ihren Worten zu sprechen, der (pech-)- schwarze Spiegel, den sich aber unser derzeitiges Geld- und Finanzsystem vorhalten müsste, denn trotz aller schöner Reden und langer philosophisch und spirituell begründeter Hinweise wie der Ihrigen ist es bisher nicht gelungen, die ständig zunehmende Armut bei immer mehr Menschen auf der Erde (und den ständig zunehmenden Reichtum von immer weniger Superreichen) auch nur ansatzweise zu stoppen. Wollen Sie uns wirklich ernsthaft davon überzeugen, dass das nur an mangelnder Spiritualität und wahrer Liebe zum Geld liegt und nicht an dessen grundsätzlich ausbeuterischen Struktur selber?
    Es gibt schon seit längerer Zeit sehr gute Alternativen für andere menschengerechtere Geld- und Finanzsysteme und inzwischen auch mehrfache Erfahrungen mit Umsetzung derselben (z.B. fließendes Geld, umlaufgesichertes Geld usw.).
    Ich meine, die von Ihnen angesprochene „…ideologische Verschleierung“ kommt gerade in Ihrem
    Artikel besonders deutlich zum Ausdruck, indem Sie althergebrachte Klischees von unternehmerischer Spiritualität, Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Wagemut in neuer Verpackung und mit vielen schönen neuen Worten garniert servieren. Wrkliche Impulse für eine humanere menschengerechtere und umweltbewusste Zukunft können davon nicht ausgehen.
    Kurt-M. Konnow

  25. 3. April 2016 um 16:34

    Ganz toll und ausführlich geschrieben. Sollten sich alle durchlesen. Herzensgrüße und meinen Dank.
    Kirsten Kohrt

  26. Christian MR
    11. Juli 2016 um 00:33

    Hätte es so nicht formulieren können, habe es aber umgesetzt, um mit der Ungerechtigkeit in der Welt fertig zu werden.
    Tatsächlich war die Geschäftsgründung vor 2 Jahren, die einzige Möglichkeit um mir selbst treu zu bleiben, weil ich die branchenüblichen Arbeitsbedingungen nicht mehr ertragen konnte. Obwohl ich einer Familie entspringe, wo weit und breit nur Angestellte zu finden sind.
    Heute habe ich 2 Azubi’s die ich ebenfalls zur Selbständigkeit führe und es funktioniert, ich sehe in Ihnen immer mehr reifende Persönlichkeiten.
    Zum Geld möchte ich sagen, dass es mich jetzt noch weniger berührt wie früher, meiner Meinung nach ist die Motivation entscheidend, wer Verantwortung für die eigene (spirituelle) Entwicklung und ein achtsames Miteinander übernimmt, dem wird das Geld auch folgen, nicht umgekehrt.

    Der Kommentar geht an diejenigen, die es schon mal gewagt haben, sich die Selbständigkeit zu erträumen. Bitte malt diesen Traum weiter aus!
    Es gibt immer mehr von uns und die Kapitalisten beneiden uns insgeheim.

    Grüße von Herzen
    Christian

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