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MYSTICA Artikel Engel in meinem Haar – Lorna Byrne (Interview)

Engel in meinem Haar – Lorna Byrne (Interview)

von Thomas

© suze / photocase.com

Die Heilerin Lorna Byrne steht seit frĂŒhester Kindheit in Kontakt mit Engeln und GeistfĂŒhrern. Ihr berĂŒhrendes, autobiographisches Buch „Engel in meinem Haar“ stand wochenlang auf der irischen Bestsellerliste und ist seit einiger Zeit auch auf Deutsch erhĂ€ltlich. Oliver Klatt interviewte Lorna Byrne zu Fragen rund um die Themen Heilung, Kontakt mit Engeln und Gott.

Von Oliver Klatt

Wie du in deinem Buch Engel in meinem Haar schreibst, stehst du schon seit frĂŒhester Kindheit in Kontakt mit Engeln und besitzt dadurch die FĂ€higkeit, andere Menschen zu unterstĂŒtzen und sie zu heilen. Welche Art von Kontakt ist das, in dem du mit den Engeln stehst? Was fĂŒhlst du dabei? Und: Kannst du ein oder zwei Beispiele geben, in welcher Weise du Menschen unterstĂŒtzen konntest, die kĂŒrzlich Hilfe bei dir suchten?  

Ich kann mich nicht an Zeiten erinnern, in denen ich keine Engel gesehen habe. Vom ersten Momant an, als ich meine Augen öffnete, nach meiner Geburt, waren sie da – auch wenn ich damals noch nicht wusste, dass sie Engel waren. Als ich in der Wiege lag, noch als Baby, konnte ich sie um meine Mutter herum sehen. Fast hĂ€tte ich spielerisch versucht, sie zu fangen – aber ich konnte nicht. Es gab fĂŒr mich nicht einen Tag, an dem ich keine Engel gesehen habe. Es ist fĂŒr mich die natĂŒrlichste Sache der Welt, sie zu sehen. Engel sind meine besten Freunde und Wegbegleiter. Ich kann mir mein Leben ohne sie nicht vorstellen. Die Engel sagten mir, als ich noch recht klein war, ich solle es als Geheimnis hĂŒten, was ich sĂ€he – also erzĂ€hlte ich weder meinen Eltern noch Geschwistern davon. Ich habe es immer als Geheimnis bewahrt – bis vor kurzem.

HĂŒter der Seele

Gott schuf die Engel. Sie sind wunderschön, und jeder Mann, jede Frau und jedes Kind hat einen Schutzengel – ungeachtet ihrer Religion oder NationalitĂ€t oder ob sie ĂŒberhaupt an etwas glauben. Jeder Einzelne von uns hat ebenso eine Seele, und ich fĂŒhle mich privilegiert, wenn Gott mir gelegentlich gestattet, jemandes Seele zu sehen. Wenn wir sterben, stirbt nur unser menschlicher Körper. Deine Seele lebt fĂŒr immer. Wir sterben nicht, wir werden von Neuem geboren.

Dein Schutzengel ist der HĂŒter deiner Seele. Engel sind Geschöpfe – sie sind keine Seelen, so wie wir. Ich weiß nicht, warum Gott mich ausgewĂ€hlt hat, diese Dinge zu sehen und zu erfahren, und nicht irgendjemand anderen – jemanden, der gut erzogen ist oder der in eine Familie hineingeboren wurde, die Reichtum und Macht besitzt. Es gibt so viele Menschen in der Welt, die großen Einfluß haben ĂŒber Dinge, die in der Welt geschehen, so dass ich Gott oft frage, warum er nicht einen von ihnen ausgesucht hat, aber ich erhalte keine Antwort. Journalisten fragen mich hĂ€ufig, warum Gott mich gewĂ€hlt hat. Ich sage ihnen, dass ich es nicht weiß – ich bin ein ganz normaler Mensch.

Du fragst, wie ich mich fĂŒhle, wenn ich in Kontakt stehe mit Engeln oder in ihrer Gegenwart bin. Ich, so wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten, habe einen Schutzengel an meiner Seite. Er ist immer bei uns, schon bevor wir geboren werden und noch, wenn wir gestorben sind. Hinter jedem Menschen sehe ich das Licht seines Schutzengels, und die meiste Zeit ĂŒber sehe ich Engel (Schutzengel oder andere Engel). Ich sehe sie physisch, so, wie ich meine Tochter auf ihrem Stuhl sitzen sehen kann.

Liebe und MitgefĂŒhl

Wenn ich einen Engel sehe, fĂŒhle ich das Licht ihrer Energie, die Liebe und das MitgefĂŒhl, die sie fĂŒr menschliche Wesen haben.

Mein Schutzengel ist allezeit bei mir – so wie deiner die ganze Zeit bei dir ist. Aber manchmal kommt einer meiner, wie ich sie nenne, speziellen Engel zu Besuch, Michael, Hosus, Elija, Kephas, Elisha … du kannst mehr ĂŒber sie lesen in meinem Buch Engel in meinem Haar. Und manchmal kommt ein besonderer Engel zu Besuch, den ich dann vermutlich nur einmal in meinem Leben sehe. Wenn einer dieser Engel meine Hand fasst oder durch meine Haare fĂ€hrt, an meinem Tisch sitzt, mit mir geht oder zu mir spricht, erfĂŒllen sie mich mit Frieden, ungeachtet dessen, was um mich herum ist. Es ist wahrlich großartig, wenn sie bei mir sind! Ich wĂŒnschte, alle diese Engel könnten die ganze Zeit bei mir sein – aber nur meinem Schutzengel ist dies erlaubt.

Die Engel sind meine Lehrer, sie haben mich alles gelehrt, was ich weiß. Als Kind wurde ich als „zurĂŒckgeblieben” eingestuft. Ich bin Legasthenikerin und habe ernsthafte Probleme mit dem Lernen, so dass ich wenig in der Schule gelernt habe und keine BĂŒcher lese. So waren die Engel meine Lehrer. Mein ganzes Leben hindurch teilten sie mit mir ihr Wissen und ihre Weisheit ĂŒber Gott und die Engel. Als kleines Kind dachte ich, dass jeder Mensch von all diesen Dingen weiß. Aber nun merke ich, dass die meisten Menschen nicht ĂŒber das Wissen verfĂŒgen, das ich fĂŒr selbstverstĂ€ndlich hielt. Ein Teil meiner Arbeit – und der Grund, weshalb ich Engel in meinem Haar geschrieben habe und Interviews wie dieses gebe – ist nun, dieses Wissen und diese Weisheit weiterzugeben. Vielleicht lĂ€sst sich meine Rolle beschreiben als Dolmetscherin zwischen Gott bzw. den Engeln und dem Menschen.

Du hast einen Schutzengel. Du bist niemals allein, und fĂŒr deinen Schutzengel bist du das Kostbarste auf der Welt. Dein Schutzengel ist dort, neben dir, er versucht, sich mit dir zu verbinden. Alles, was du tun musst, ist, ihn darum zu bitten!

Frieden finden

Bei vielen Gelegenheiten, seitdem mein Buch veröffentlicht wurde, kommen Leute zu mir und erzÀhlen mir, dass, nachdem sie das Buch gelesen oder ein Interview mit mir gelesen oder gesehen haben, sie begannen, ihre Engel um Hilfe zu bitten. Sie sagen mir, dass sie die Hoffnung erhielten, dass ihr Leben sich zum Besseren wendet, dass Wunder sich in ihrem Leben entfalten können. Hier sind zwei der Geschichten, die sie mir erzÀhlt haben:

Eine junge Mutter mit zwei kleinen Kindern kam an der Bahnhaltestelle auf mich zu. Sie erzĂ€hlte mir, dass das Buch einen enormen Einfluss auf ihre Familie gehabt habe. Sie sagte, dass ihr Großvater sehr krank gewesen sei und fĂŒrchtete zu sterben. Ihr Bruder kaufte mein Buch, und jeden Tag saßen nun verschiedene Familienmitglieder am Bett des Großvaters und lasen ihm laut daraus vor. Manchmal sah es so aus, als wĂŒrde er einschlafen, wĂ€hrend sie ihm vorlasen – und dann hörten sie damit auf. Doch dann öffnete er ein Auge und sagte, sie sollen weitermachen. Es reichte ihm nicht, das Buch einmal gehört zu haben. Es wurde ihm immer wieder laut vorgelesen, von Anfang bis Ende. Sie wusste nicht mehr, wie oft es vorgelesen wurde, in den Wochen, in denen er im Sterben lag. Aber so lernte die ganze Familie das Buch kennen, und es entfaltete sich eine nachhaltige Wirkung auf jeden Einzelnen. Sie wurden sanfter und optimistischer, sie waren geduldiger und liebevoller miteinander – nicht nur mit ihrem sterbenden Großvater. Die junge Mutter erzĂ€hlte mir, dass, als sie gerade zu einem Viertel mit der ersten LektĂŒre des Buches durch waren, ihr Großvater gesagt habe, dies sei die Botschaft, auf die er gewartet habe. Und dass er nun keine Angst mehr habe zu sterben. Er schien seine Furcht zu verlieren und glĂŒcklicher in sich selbst zu werden. Er sei auch viel entspannter gewesen und schien weniger Schmerzen zu haben, was fĂŒr ihn und die ganze Familie eine große Erleichterung war. Er starb friedlich.

Das erste Wunder

Als ich in einer Hotel-Lobby saß und auf einen Journalisten wartete, kam ein gut gekleideter GeschĂ€ftsmann auf mich zu und fragte, ob ich fĂŒnf Minuten Zeit hĂ€tte. Er erzĂ€hlte mir, dass er vermögend und erfolgreich sei, doch dass er sieben Tage die Woche 24 Stunden dafĂŒr arbeitete. Er sagte mir, dass er oft auf Reisen sei und im Flugzeug viel lesen wĂŒrde. Er begann, Engel in meinem Haar in einigen BuchlĂ€den zu sehen, aber der Titel reichte, um ihn abzuschrecken. Dennoch sah er es in jedem Buchladen, in den er ging. Er begann ĂŒber sich selbst zu lachen, darĂŒber, dass er es stĂ€ndig sah. Er war sicher, dass es definitiv nichts fĂŒr ihn sei, und verschwendete keinen weiteren  Gedanken an das Buch. Einige Monate spĂ€ter stand er in einer Buchhandlung an, um zu bezahlen – und direkt vor ihm befand sich ein Stapel mit Exemplaren von Engel in meinem Haar. Schließlich nahm er eins davon in die HĂ€nde, dachte, er könne es fĂŒr seine Frau kaufen. Er bezahlte und kehrte mit den BĂŒchern zu seinem Auto zurĂŒck. Er legte die BĂŒcher auf den Beifahrersitz des Autos und drehte den ZĂŒndschlĂŒssel um. Nichts geschah. Er probierte es ein paar Mal, doch vergebens. Er entschied sich, ein paar Minuten zu warten, bevor er es wieder versuchte. Er streckte den Arm aus, um eines der BĂŒcher zu nehmen, und, ohne dass er vorhatte, Engel in meinem Haar zu fassen, nahm er es. Er öffnete das Buch und begann zu lesen. Die Zeit verging, er konnte das Buch kaum sinken lassen, er las ĂŒber eine halbe Stunde. Schließlich probierte er erneut, den SchlĂŒssel umzudrehen, und der Motor sprang an. Er fuhr nach Hause. Er konnte das Buch nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Was er bis dahin gelesen hatte, berĂŒhrte ihn tief.

Er erzĂ€hlte mir, er könne sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal seiner Frau gegenĂŒber GefĂŒhl gezeigt habe, und sei es nur, um ihr zu sagen, dass er sie liebe. Er hatte zwei Söhne, sein jĂŒngster war im Abschlussjahr in der Schule und der andere schon auf dem College. Er erzĂ€hlte mir, dass er niemals Zeit fĂŒr sie gehabt habe, dass er immer zu beschĂ€ftigt gewesen sei damit, zu arbeiten und Geld zu verdienen, um materielle Dinge zu erwerben. Er erzĂ€hlte mir, dass er nicht einmal mit ihnen Fußball gespielt habe und dass er seine Söhne ĂŒberhaupt nicht kenne. Dann sagte er, dass Engel in meinem Haar zu lesen ihn bis ins Mark getroffen habe und ihn erkennen ließ, dass er sich sein ganzes Leben lang auf die falschen Dinge konzentriert habe. Nun befĂŒrchtete er, dass es schon zu spĂ€t sein könne. Er erzĂ€hlte mir, dass er jeden Tag betete, Gott und die Engel darum anflehte, nicht zuzulassen, dass es zu spĂ€t sein könne. Er sagte, dass er seine Frau und seine Kinder nicht verlieren wolle, dass aber, falls dies passieren wĂŒrde, er niemanden dafĂŒr verantwortlich machen könne, außer sich selbst. Zum ersten Mal in seinem Leben habe er begriffen, dass materielle Dinge nicht das Wichtigste im Leben seien. Auf einer GeschĂ€ftsreise, kurz nachdem er das Buch gelesen habe, öffnete er seinen Aktenkoffer und fand darin einen Brief. Er saß auf dem Hotelbett und öffnete ihn. Er wußte nicht, was ihn erwarten wĂŒrde. Es war ein Brief von seinem jĂŒngeren Sohn, der ihm schrieb, wie sehr er ihn liebe und wĂŒnschte, dass er nicht mehr so viel reisen mĂŒsste. Der Vater war wie betĂ€ubt. Wie er mir sagte: „Dies war das erste Wunder – oder zumindest das erste, das ich erkannte.” Sein Sohn habe so etwas nie zuvor getan. Er sagte, dass er es kaum habe erwarten können, nach Hause zu kommen und seiner Frau und seinen Söhnen zu erzĂ€hlen, dass er sie liebe; und dass es genau das war, was er dann tat. „Wir sind nun eine Familie”, sagte er, „Ihr Buch hat mein Leben und das meiner Familie so sehr verĂ€ndert. Um ehrlich zu sein, es hat vermutlich mein Leben gerettet.”

In deinem Buch beschreibst du auch Kontakte, die du direkt mit Gott hattest. Du schreibst darĂŒber: „Er besitzt eine ganz außergewöhnliche PrĂ€senz, zu machtvoll fĂŒr eine physische Manifestation. Seine Anwesenheit teilt sich mir anders mit – als starkes, wirbelndes Kraftfeld um mich herum.“ Kannst du mehr darĂŒber sagen, ĂŒber dieses „starke, wirbelnde Kraftfeld“? Und: Welches sind die Unterschiede zwischen diesen Kontakten und deinen Kontakten mit Engeln?  

Ich bin, wie jeder andere auch, immer in Gottes Gegenwart. Er ist immer um mich herum – und um jeden Menschen. Doch hin und wieder fĂŒhle ich diese PrĂ€senz sehr stark. Wenn ich dies tue, dann fĂŒhlt es sich an wie eine außergewöhnliche, kraftvolle Gnade, die um mich herumwirbelt. Es fĂŒhlt sich an, als wĂ€re ich von einer Anwesenheit umgeben – die reiner und klarer ist als alles, dem ich je begegnet bin. Ich habe wirklich keine Worte, um dieses GefĂŒhl zu beschreiben – es fĂŒhlt sich an wie in einer innigen Umarmung aus Liebe und Licht.

Es ist vollkommen anders als das GefĂŒhl, das ich habe, wenn Engel um mich sind. Die Energie der Engel ist nichts im Vergleich mit der Kraft und Macht der Energie Gottes. Um ehrlich zu sein, habe ich das GefĂŒhl, dass die Gnade, sich in Gottes Gegenwart zu befinden, jenseits des menschlichen Verstehens liegt.

In einer Beschreibung der verschiedenen Arten von Engeln in deinem Buch erwĂ€hnst du auch eine bestimmte Gruppe: die „Engel der Heilung“. Kannst du mehr zu dieser Gruppe von Engeln sagen und wie sie uns helfen können im tĂ€glichen Leben und in Heilungen, die wir anderen Menschen oder uns selbst geben? Und: Von Erzengel Michael hast du ein besonderes Heilgebet erhalten, mit den Worten: „Gott hat dir dieses Gebet gesandt, gib es an jeden Menschen weiter, der Beistand bei dir sucht.“ WĂŒrdest du dieses Gebet* mit unseren Leserinnen und Lesern teilen? Und ein paar Worte sagen, wie deine Erfahrungen damit sind?

In Engel in meinem Haar erzĂ€hle ich die Geschichte des Abends, an dem Erzengel Michael mir dieses Gebet gab. Seitdem gebe ich es Leuten, die zu mir kommen, um Hilfe zu erhalten und ermuntere die Menschen, es mit anderen zu teilen. Alle Engel geben Heilung, aber es gibt eine bestimmte Gruppe von Engeln, eben die Engel der Heilung, die von den Schutzengeln herbeigerufen werden, wenn Heilung vonnöten ist. Es gibt buchstĂ€blich Millionen von ihnen, in unendlich vielen Gestalten, in allen GrĂ¶ĂŸen und Formen. Gott verteilt seine Engel der Heilung allezeit ĂŒber die ganze Erde. Und wir brauchen sie nur um Hilfe zu bitten.

Manchmal, wenn wir große Schmerzen haben, schreien wir auf, mit jedem Aspekt unseres Seins, unseres Körpers und der Seele. Der Schmerz, sei er körperlich, geistig oder spirituell, wird auf einmal zu groß, und es bricht aus uns heraus. Manchmal bitten wir voller Vertrauen um Hilfe oder Heilung, ein ander Mal können wir das alles gar nicht glauben. Das macht nichts. Indem wir darum bitten, ermĂ€chtigen wir die heilenden Engel, uns die heilende Kraft Gottes, die fĂŒr uns arbeitet, zu gewĂ€hren. Und es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir die heilenden Engel auch bitten können, anderen zu helfen – es kann sein, dass andere so angespannt sind oder in solchen Schwierigkeiten stecken, dass sie in dem Moment gar nicht daran denken, fĂŒr sich selbst zu bitten.

Oft ist es so, wenn wir auf schwere Zeiten in unserem Leben zurĂŒckblicken, dass wir feststellen: wir hatten Hilfe. Damals haben wir es nur nicht bemerkt oder erkannt. Manchmal geschieht es lediglich im RĂŒckblick, dass wir Heilung, die Gott geschickt hat, erkennen oder wĂŒrdigen. Wir sind menschliche Wesen, und wir sind in so vielerlei Weise zerbrechlich – wir können so leicht emotional oder physisch erschĂŒttert werden, deshalb brauchen wir alle in unserem Leben heilende Engel.

Hilfe durch Gebet

Wir sollten uns immer daran erinnern, dass die Heilung auf eine Art geschehen wird, von der Gott weiß, dass sie die Beste fĂŒr uns ist. Manchmal mögen wir nicht erkennen, dass Heilung stattgefunden hat, weil es nicht die Heilung gewesen ist, um die wir ersucht haben – es mag eher emotionale oder spirituelle Heilung sein als körperliche. Wir mĂŒssen nach Heilung Ausschau halten und erkennen, wenn sie gewĂ€hrt worden ist. Oft scheint Heilung klein zu sein, wenn vielleicht jemand, der lange deprimiert war, lĂ€chelt oder lacht; jemand, der körperlich sehr erschöpft war, fĂŒhlt sich viel besser, oder eine Mutter, die ausgelaugt und ĂŒberfordert ist, empfindet plötzlich GlĂŒck und Freude.

Dieses Gebet wurde den Engeln von Gott gegeben, um jedem zu helfen, der Heilung braucht. Du kannst es Menschen geben, die Heilung benötigen, oder du kannst es stellvertretend fĂŒr jemanden sagen – in einer Gruppe oder als Einzelner. Mir sind im Laufe der Jahre viele Geschichten erzĂ€hlt worden von Menschen, darĂŒber wie ihnen oder Menschen, die sie lieben oder Fremden durch dieses Gebet geholfen worden ist.

Welchen Rat gibst du Menschen, die in Kontakt mit den Engeln kommen möchten? Was können sie tun? Welches ist die richtige innere Einstellung dafĂŒr?

Die Leute fragen mich: „Wie kann ich mit meinem Schutzengel Kontakt aufnehmen?” Die Antwort ist einfach: Alles was du tun musst, ist fragen. Dein Engel ist da, allezeit, er wartet und hofft, dass du beginnst, ihm zuzuhören. TatsĂ€chlich berĂŒhren dich die Engel die ganze Zeit ĂŒber, sie wĂŒnschen sich, dass du ihre Gegenwart wahrnimmst. Engel lieben es, uns beizubringen, wie wir mit ihnen reden können, und sie sind großartige Lehrer, wenn du willens und offen bist, zu lernen. Das Großartige an Engeln ist: sie geben niemals auf, sie versuchen es immer wieder. Wir mögen manchmal aufgeben, aber die Engel tun es nie. Ich weiß nicht, woher sie die Geduld nehmen.

Sei aufmerksam fĂŒr jedes Zeichen, das die Engel dir geben mögen. Ein Zeichen der Engel, wie trivial es auch erscheinen mag, kann ein Symbol der Hoffnung sein, das dein Herz erhebt und dich daran erinnert, dass du nicht alleine bist, was immer auch in deinem Leben passiert.

Das Allerwertvollste

Eine junge Frau sagte mir: „Ich habe immer und immer wieder versucht, mich mit meinem Engel zu verbinden, aber ich schaffe es nicht.” Ich schlug ihr vor, dass sie aufhören solle, sich so anzustrengen und einfach darauf vertrauen solle, dass es geschehe. Eine Woche spĂ€ter rief sie mich an und erzĂ€hlte voller Staunen, dass sie seit dem Tag, an dem sie mit mir gesprochen hatte, ein Lied nicht mehr aus ihrem Kopf bekĂ€me. „Ich sang es immer wieder, und auf einmal erkannte ich, dass ich einen Namen rief. Es dĂ€mmerte mir einfach so aus dem Nirgendwo – es war wie eine Offenbarung.” In ihrem Herzen wusste sie, dass sie den Namen ihres Engels rief. Jetzt weiß sie, dass sie mit ihrem Engel kommunizieren kann.

Um mit deinen Engeln zu kommunizieren, ist alles, was du tun musst: Fragen und Hören. Es ist wirklich so einfach. So können Wunder geschehen im Leben der Menschen, und ihr Leben kann sich zum Besseren wenden. So können die Menschen Hoffnung zurĂŒck erlangen und begreifen, dass sie niemals allein sind, dass sie kostbar sind – und dass du fĂŒr deinen Schutzengel das Allerwertvollste bist.

Lorna, vielen Dank fĂŒr das Interview!

von Oliver Klatt

Copyright: Oliver Klatt/Reiki Magazin

Das Reiki Magazin ist die deutschsprachige Fachzeitschrift fĂŒr Reiki und geistiges Heilen: www.reiki-magazin.de

Wir danken fĂŒr die freundliche Genemigung!

Gebet „Deine Heilenden Engel“ *

Von Gott, ĂŒberbracht durch Michael, Deinen Erzengel

Gieße Deine Heilenden Engel,
Deine Himmlischen Scharen aus ĂŒber mir,
Und ĂŒber denen, die ich liebe,
Lass mich den Strahl Deiner Heilenden Engel auf mir fĂŒhlen,
Das Licht Deiner Heilenden HĂ€nde.
Ich werde Deine Heilung beginnen lassen,
Wie auch immer Gott sie gewÀhrt.
Amen.

* Hier leicht andere Übersetzung als in der deutschen Ausgabe des Buches. Der originale englische Wortlaut, wie Lorna Byrne ihn ĂŒbermittelte, ist: „Prayer of Thy Healing Angels / That is carried from God by Michael, Thy Archangel: Pour out, Thy Healing Angels, / Thy Heavenly Host upon me, / And upon those that I love, / Let me feel the beam of Thy Healing Angels upon me, / The light of Your Healing Hands. / I will let Thy Healing begin, / Whatever way God grants it, / Amen.“

Übersetzung aus dem Englischen: F.Rudnick/O.Klatt

5 Kommentare

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5 Kommentare

Silvia Streller 2. Februar 2016 - 19:20

Es ist so schön, dass es BĂŒcher wie“ Himmelspfade und „Engel in meinem Haar“ gibt. Sie geben uns Menschen Trost und Hoffnung. Ich finde es sehr berreichernd, die Kommentare der anderen Leser zu lesen.

Vielen Dank, liebe Lorna
Silvia

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Renate Gieske 21. Oktober 2015 - 20:02

Liebe Lorna,

danke fĂŒr die wunderbaren BĂŒcher:.Engel in meinem Haar, sowie Himmelspfade.Es ist unglaublich wie bildlich du alles beschrieben hast. Ich habe die Engel förmlich vor mir gesehen.

Ich bete dafĂŒr, daß eines Tages tatsĂ€chlich ALLE Menschen ,egal welcher Religion sie angehören, friedlich miteinander leben werden!
Möge die Liebe in jedes Herz fließen.

In Dankbarkeit
Renate

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Toni Crescente 29. April 2015 - 11:34

Ich Danke fĂŒr das wunderschöne Buch das Du geschrieben hast. Engel in meinem Haar.
Ich wĂŒnsche mir das es noch viele Menschen auf der ganzen Welt Lessen .

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Dr. Heidrun Eckert 20. MĂ€rz 2013 - 18:32

Wunderbar: Eine „zurĂŒckgebliebene Legasthenikerin“ wird von Engeln unterrichtet. Sie wird zu einer Quelle göttlicher Weisheit, zu einer Quelle der Heilung. Die Ă€ussere gute Erziehung, die Macht der Familie sind unwesentlich. Als Franz von Assisi gefragt wurde, warum sich Gott durch ihn offenbare, wo er doch weder adelig noch schön sei, antwortete er: Das sei so, damit offensichtlich werde, dass nichts von ihm selbst komme. Als Thomas von Aquin auf Texte der WĂŒstenvĂ€ter stiess, erkannte er erschĂŒttert, dass nicht er, der Gebildete, sondern die Ungebildeten das Himmelreich erobert hatten. Herzensreinheit ist mehr als Ă€ussere Bildung. Wir sollten unser Bildungssystem danach ausrichten.

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Dr.Franz Deubzer 14. August 2017 - 15:18

Ich kann diesen Kommentar nur unterstreichen. Ich habe studiert, promoviert, mein Leben geplant und berechnet und GlĂŒck und Erfolg gehabt. Nichts von all dem jedoch reicht hin an die GĂŒte und Weisheit jener Menschen, die mit der Quelle, dem Unaussprechlichen, mit Gott oder wie man es immer nennen mag, verbunden sind und sich durch nichts davon abbringen, korrumpieren oder verfĂŒhren ließen – nicht durch Geld, Macht, Ansehen oder anderen Ă€ußerlichen Status. Gott ist dir nĂ€her als deine eigene Halsschlagader, sagen die Mystiker. Er ist da, er ist uns, einem jeden von uns, am nĂ€chsten. Jede menschliche BemĂŒhung kann uns nur von ihm entfernen. Und jede Bildung und Ausbildung, die davon nichts weiß oder wissen will, schafft einen fadenscheinigen Ersatz und kann darum am Ende nur Unfrieden stiften, mit andern, vor allem aber mit sich selbst.

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