CountDown 2012, Die verborgene Ordnung der Zeit – Martin Strübin

Der Hype um das Jahr 2012 boomt nun schon seit vielen Jahren, und die Flut von Büchern und Filmen zu diesem magischen Thema nimmt immer skurrilere Formen an. Die Schere der Ansichten, ob und was denn nun 2012 passieren könnte, soll oder muss, geht dabei weit auseinander. Dank Hollywood hat es sich mit Roland Emmerich’s „2012“ sogar zum weltweiten Medienspektakel avanciert, welches eine ungeheure Zahl von Menschen mit diesem bewegenden Thema infiziert hat. Demnach erwartet uns eine Wiederholung der Weltkatastrophen, wie wir sie in den Analen der Geschichte und Mythen immer wieder finden können: Die Zerstörung einer menschlichen Hochkultur durch die tobenden Kräfte der Elemente.

Nur weil ein angeblicher Kalender eines mittelamerikanischen Volkes, dessen kultureller Höhepunkt viele Jahrhundert zurückliegt, 2012 enden soll, und die Prophezeiungen behaupten, dass dann die Zeit und auch die Welt enden soll, stellt das den einzigen Grund dafür dar?
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Zukunftsangst oder Transformation

Es scheint fast, als löse 2012 einen uralten Code in unserem kollektiven Unterbewusstsein oder in unserer DNS aus. Es ist nicht zu leugnen, dass unsere heutige westliche Gesellschaft, die angeblich fortschrittlichste Zivilisation der „Krönung der Schöpfung“ Mensch, mit ihrem Motto „Macht Euch die Erde untertan“ schlichtweg auf eine globale Katastrophe zurast. Die Zeit, sich etwas vorzumachen oder wegzuschauen, ist vorbei.

Es gibt interessanterweise kaum eine Kultur auf diesem Planeten, die nicht von einer Wendezeit, Zeit der Reinigung und Transformation, Apokalypse usw. spricht, die irgendwann anbrechen soll. Nach diesen alten Überlieferungen, sollen wir uns bereits seit einigen Jahren in dieser End- und Übergangsphase befinden.

Entscheidend ist, zu bedenken, dass wir nicht 2012 leben, sondern nur Hier und Jetzt. Es nutzt keinem, sich in Zukunftsängsten oder –hoffnungen zu stürzen, wenn nicht jeder Hier und Jetzt sein Sein, Denken, Fühlen und Handeln entsprechend wählt. Jeder sollte gemäß seiner aktuellen Bewusstheit, an seinem aktuellen Lebensort, seiner inneren Wahrheit und Wahrnehmung vertrauen und auf dieser Grundlage stetig mehr Mitgefühl, Einheitsbewusstsein, Liebe und Frieden leben. Das Leben möchte alles erfahren und sich stetig weiterentwickeln, doch es unterliegt in der physischen Materie auch einer gewissen Trägheit. Wenn man die Evolution betrachtet, erkennt man immer wieder lange Phasen von stabilen Strukturen, die sich kaum veränderten, um dann aufgrund veränderter Einflüsse und Rahmenbedingungen plötzlich in kürzester Zeit eine völlige Transformation in eine höhere oder lebensfähigere Form zu durchlaufen, worauf dann wieder eine längere Phase stabiler Entwicklungsverweigerung oder Stabilisierung folgt.

Entdeckung des Tzolkin

Ich gehe davon aus, dass wir als Menschheit kollektiv in solch einer evolutiven Veränderungsphase stecken, denn der Druck auf uns wird immer stärker, die Rahmenbedingungen schlechter, und die Naturgewalten zeigen uns immer mehr, wer wirklich das Sagen auf diesem Planeten hat. Wir fördern mit unserer zerstörerischen Lebensweise unsere eigene Evolution, indem wir einen derartig extremen Überlebensdruck erzeugen, dass wir gar nicht mehr anders können, als uns auf eine höhere Lebensebene zu heben, oder als Gattung von diesem Planeten zu verschwinden.

1995 bin ich zum ersten Mal mit dem TZOLKIN, dem Maya-Kalender in Berührung gekommen. Ich war von Beginn an von dieser symbolträchtigen Kreisdarstellung der zyklischen Zeitqualitäten fasziniert, und lebe und erforsche die darin enthaltene Kosmologie seit diesem Augenblick. Damals gab es kaum Bücher darüber, der Code 2012 war im Bewusstsein der Menschen bis auf ein paar Wenige noch nicht aktiviert. Jedoch half mir das Wenige, immer tiefer in meine eigene Erinnerung einzutauchen, und mit der Zeit entdeckte ich mehr und mehr die darin verborgenen metaphysischen Erkenntnisse und Wissensschätze.
Die Samen des Maya-Bewusstseins wurden meines Erachtens bereits am Anfang der offiziellen Geschichte unserer heutigen Kultur gesetzt. Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass die ersten zivilisierten und staatsähnlich organisierten Kulturen um 3.000 v.Chr. entstanden sind. Die ersten Städte und Stadtstaaten entwickelten sich, komplexe Schriftsysteme bildeten sich heraus, Völker begannen, sich kulturell zu organisieren.

Der genaueste Kalender der Welt

Interessant an dem offiziellen Beginn unserer Geschichte ist, dass einer der Zeit-Zyklen des Maya-Kalenders, der „die Lange Zählung“ genannt wird, 3113 v.Chr. begann und bis 2012 n.Chr. dauert (Wobei es unterschiedliche Angaben gibt, die zum Teil bis zu 200 Jahre variieren.). Ausgerechnet zum Beginn dieses Zeit-Zyklus – von dem die Wissenschaftler nichts wissen – soll nach Angaben der Historiker und Forscher zufälligerweise weltweit ein gleichzeitiger Entwicklungssprung der menschlichen Kulturen stattgefunden haben?

Meines Erachtens gibt es keine Zufälle. Je mehr man die Gesetzmäßigkeiten des Lebens entdeckt, umso mehr erkennt man, dass sich hinter jeder zufälligen Wirkung eine absichtsvolle Ursache befindet. Hinter dem physischen Universum als Wirkung befindet sich ein geistiges, ursächliches. Einer der Faktoren, die der Maya-Kalender und seine Zeit-Zyklen beschreiben, sind diese langfristigen Einflüsse aus einer intelligenten, geistigen Ursachenebene auf die Entwicklung allen Lebens, was wir als Synchronizität bezeichnen können: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um die richtigen Taten mit den richtigen Wesen für das Leben zu vollbringen.

Zu den bedeutendsten Errungenschaften der Maya-Kultur zählt der Maya-Kalender TZOLKIN und die Gesetze der Zeit. Die Maya schufen die genauesten Kalender der Welt, über die Zyklen der Sonnenflecken, über Sonnen- und Mondfinsternisse, über den Auf- und Untergang der Planeten (z.B. die synodischen Umlaufbahnen von Mars und Venus). Und um ihrer Genialität noch eine Krone aufzusetzen, berechneten sie diese sogar Jahrhunderte in die Vergangenheit als auch in die Zukunft!

Alles, was mit Liebe und Achtsamkeit vollbracht wird, ist Kunst!

Für die Maya war letztlich alles, was sie getan hatten, eine Kunst. Anstatt einfach zu kochen, zelebrierten sie die Kunst Nahrung zuzubereiten. anstatt zu schreiben, die Kunst Wissen in Raum und Zeit zu bannen, anstatt zu musizieren, die Kunst himmlische Klänge zu verdichten, anstatt etwas anzupflanzen, die Kunst zu befruchten und Leben erblühen zu lassen und anstatt Sex zu machen, die Kunst in Liebe zu verschmelzen.

Und so konnten sie solch kunstvolle Schriften und Bauten erschaffen, welche die Jahrhunderte überdauerten, auch wenn sie selbst fast verschwunden sind und momentan auf ihr Wiedererblühen am Ende der Zeit warten. Das Ende der Zeit – was gleichzeitig ein Anfang neuer Zeiten ist – ist bald da: 2012. Interessanterweise gibt es seit 1987 immer mehr Menschen weltweit, die sich für die Hochkultur der Maya und insbesondere den Maya-Kalender TZOLKIN interessieren, und sogar mit ihm „die Tage zählen“.

Nach Aussagen der Maya bezieht sich ihr Name nicht nur auf ein bestimmtes Volk, sondern auf ein bestimmtes Bewusstsein. Die Maya bezeichneten sich selbst als Meister über Raum und Zeit, deren Kulturgründer zum Einen von den Plejaden und zum anderen aus dem Osten – aus Atlantis – kamen. Woher die Maya wirklich kamen und sie ihr außergewöhnliches Wissen haben, ist nach wie vor nicht schlüssig nachgewiesen. Ähnlich wie bei der Hochkultur Ägyptens kann bisher von wissenschaftlicher Seite keine kulturelle Entwicklung nachgewiesen, noch erklärt werden, wie sie zu Ihrem Wissen gelangt sind.

Das Problem mit unserer Zeit

Damit wir jedoch wirklich begreifen, wie komplex die Kosmologie der Maya ist, müssen wir uns eingehender mit dem Thema der Zeit beschäftigen. Diese war ihr Spezialgebiet, welches sie als einzige von allen uns bekannten Kulturen der Geschichte als eine solch hochstehende Wissenschaft entwickelt hatten. Weder die vedische Hochkultur in Indien, die sich mit den großen Zeitaltern des Kosmos, den sogenannten Yugas, beschäftigt hatte, noch die heutigen Physiker und Wissenschaftler erreichten annähernd dieses hohe Verständnis über die Gesetze der Zeit.

In unserem Alltag verwenden wir zwei Zeitmesser, die nicht dafür geeignet sind, die Zeit zu messen, und die auf den Verhältnissen des Raumes 12:60 aufgebaut sind:
1. Die Uhr. Diese misst keine Zeit, sondern nur die Bewegung der Erde um ihre eigene Achse. Sie misst also in Wirklichkeit Bewegung durch den Raum. Und das ist keine Zeit!
2. Der gregorianische Sonnenkalender. Dieser misst ebenfalls keine Zeit, sondern den Umlauf der Erde um die Sonne, also wieder Bewegung durch den Raum! Zudem ist er mit seiner unregelmäßigen Monatseinteilung völlig disharmonisch aufgebaut.

Diese beiden angeblichen Zeitmesser – die Uhr und der gregorianische Kalender – beeinflussen den Geist unserer Kultur, ähnlich wie ein Betriebssystem. Und weil diese Instrumente sich nur auf den Raum beziehen, sich ständig im Kreise des Raumes drehen und nicht die spiralförmigen Zyklen und Qualitäten der Zeit messen bzw. keinerlei Zeit-Inhalte angeben, ist es nicht verwunderlich, wenn wir in unserem Raumzeit-Rad auch immer mehr unter Stress geraten, uns immer schneller „drehen“ und immer weniger Zeit zu haben glauben.

Der Höhepunkt dieses Teufelskreises ist der Satz „Zeit ist Geld“. In Wirklichkeit müsste es heißen „Zeit ist Leben“, denn überall worin wir die Zeit unseres Bewusstseins „investieren“, fließt unsere Lebenskraft hin. Wenn wir also unsere Zeit anstatt mit Leben mit Geld gleichsetzen, dann verlieren wir uns selbst in einer materiellen Wertigkeit und verkaufen unsere Seele.

Die höhere Dimension

Die Zeit hat jedoch nichts mit Quantitäten von Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren zu tun, vielmehr mit Qualitäten und Zyklen, die sich in bestimmten physischen ‚Zeiträumen‘ auswirken. Die Zeit – wie auch von Einstein als 4. Dimension beschrieben – ist dem 3-dimensionalen Raum übergeordnet. Sie bringt als vertikaler Energiestrom – die Maya nennen sie Zuvuya, der Kreislauf der Erinnerung – die Energien und Informationen der höheren Dimensionen in das Raum-Zeit-Kontinuum. Sie ist im Gegensatz zur horizontalen Raumzeit, die durch die Bewegung durch den Raum entsteht, eine höhere, geistige Matrix, welche die Evolution der Schöpfung steuert.

Zeit ist so gesehen das Medium, welches die scheinbare Trennung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die durch die lineare, horizontale Bewegung unserer Körper durch den materiellen Raum entsteht, multidimensional zu einer fraktalen, zyklischen Matrix verknüpft, einem gleichzeitigen, alles verwebenden und synchronisierenden Lebensteppich, der sowohl die Kräfte der Manifestation und der Evolution beinhaltet, als auch all die Antworten des Lebens auf diese galaktischen und solaren Impulse.

Diese vertikale Zeit können wir nur Hier und Jetzt erleben, im Moment, im Augenblick! Wir können ihre Kräfte subjektiv erfahren, können bestimmte Zeitqualitäten nutzen, analog der Astrologie, auf ihnen wie ein Wellenreiter surfen, können über diesen „multidimensionalen Fahrstuhl“ auch Zeitmagie betreiben, ja sogar aus der Gleichzeitigkeit heraus in andere Zeiten reisen, sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

Die wahre Zeit können wir nicht objektivieren, kaufen oder verkaufen. Wir können sie jedoch leben, indem wir uns als Zeitwesen erkennen, eingewoben wie ein Faden in einen multidimensionalen, kosmischen Teppich des Lebens, über den wir mit allen Zeiten, Räumen und Wesen verbunden sind!


Autor: Martin Strübin

www.blaubeerwald.de

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf der aktuellen DVD:
Tzolkin – Die verborgene Ordnung der Zeit
Laufzeit: 230 min
ISBN 4-042564-133851

Seminar und Reisen zum Thema: Blaubeerwald-Institut, Martin Strübin, 92439 Altenschwand, Tel: 09434 3029, info@blaubeerwald.de, www.Blaubeerwald.de

 

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  2 Kommentare für “CountDown 2012, Die verborgene Ordnung der Zeit – Martin Strübin

  1. 8. März 2012 um 11:17

    Sind die Geschichten um das Jahr 2012 nicht Zeichen einer Wohlstandsgesellschaft ? Wen interessiert in den Entwicklungsländern der Mayakalender und die Prophezeiungen, die sich um 2012 ranken, zumal der Großteil der Menschen noch nie davon gehört und gelesen hat, unabhängig davon, ob ihnen ein Internetzugang zur Verfügung steht. …

    … so scheint es zumindest, doch hinter 2012 steckt weit mehr:
    http://gold-dna.de/update1.html#up5

    Gruß

  2. 26. Dezember 2012 um 21:34

    Es ist also überhaupt nicht sicher, dass der Mayakalender am 21.12.2012 endet?
    Wer und wann hat eigentlich der Mayakalender mit unseren synchronisiert?

    Gruß
    Jörn Peters

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