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Trinität, Triade

Die drei Linien des Dreiecks symbolisieren die Qualitäten des Pakriti (gunas), der Punkt in der Mitte (bindu) enthält alles in sich selbst. Der äußere Raum symbolisiert die Ausdehnung des Purushas.

In vielen Religionen und spirituellen Lehren existiert die Vorstellung von einer → Kosmogonie, die ihre Ursache in der Einheit oder einem Absoluten → Nichtsein hat. Nachdem aus der Einheit die Schöpfung ausgeströmt ist, manifestiert sich die Gottheit oder die schöpferische Kraft als ursprüngliche Trinität, die im christl. Glauben als Vater, Sohn und Hl. Geist dargestellt…

Tantra, rituelle Praxis

Bei einem tantrischen Ritual ist die rituelle Projektion (nyasa) von Vorstellungen der Göttinnen und Götter (devata) auf verschiedene Körperteile von besonderer Wichtigkeit, denn so wird der Übende vom Göttlichen und seinen Manifestationen durchdrungen und verbindet sich mit dem göttlichen Selbst. Die Ausübung von nyasa soll das Nervenzentrum reizen und die Shaktis des Körpers richtig verteilen.…

Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh (geb. 1926) Vietnamesischer buddhist. Mönch und Lehrer. Während des Vietnamkrieges (1964-1975) engagierte er sich für die Opfer des Krieges, trat als Wortführer gegen die Verletzung der Menschenrechte in aller Welt auf und verurteilte das atomare Wettrüsten. Thich Nhat Hanh zählt zu den profiliertesten Vertretern der buddhist. Friedensbewegung. Seinen Wohnsitz hat er im…

Tulku

Tulku (tibet. „Körper der Verwandlung“) Ein Mensch, der nach bestimmten Prüfungen als → Reinkarnation einer verstorbenen Persönlichkeit angesehen wird. Siehe auch: → tibetischer Buddhismus.

Tantra, in Europa

Heutzutage werden in Europa vielfach Tantra-Seminare angeboten, die allerdings völlig auf unsere Kultur und Bedürfnisse abgestimmt sind; das traditionell hinduist. Tantra gibt es natürlich nach wie vor in Indien, ist jedoch nicht leicht zugänglich. Die aktivsten Tantristen sind bei uns meist frühere Schüler des verstorbenen → Osho. Am bekanntesten ist Margo Naslednikov, eine Therapeutin, die…

Tibetischer Buddhismus, auch Tibet-Tantra

Innerer Kosmos der Thankas: In der Mitte ist Vaiocana, im Osten Akshobhya, im Süden Ratnasambhava, im Westen Amithaba und im Norden Amoghasiddhi.

„Wenn jemand im eigenen Geist sich besinnt auf den ursprünglichen Zustand seines Geistes, lösen sich alle trügerischen Gedanken von selbst auf in das Reich der letzten Wirklichkeit. Niemand ist mehr zu finden, der Leiden verursacht, und niemand, der leidet“ (Milarepa 1985). Durch den heutigen Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der tibet. Buddhisten, ist dieser Weg…

Tanz als spirituelle Methode

Mevlevi-Drehtanz

Inzwischen weiß man, dass schon die Frühmenschen Musik und Tänze kannten. Der Tübinger Professor für Ur- und Frühgeschichte Hansjürgen Müller-Beck schreibt dazu: „Wahrscheinlich klopften ein paar von ihnen den Takt mit Ästen oder Knochen, dafür sprechen rhythmische Kerbungen, die wir auf Knochen gefunden haben“ (PM-Magazin 08/2004.) Es wurde in der Geißenklösterle-Höhle, Achtal, Schwäbische Alb sogar…

Tibetischer Buddhismus, Schulen

Im tibet. Buddhismus gibt es außer den vier bekannten Hauptrichtungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind, noch eine Fülle von kleineren Schulen bis hin zu Familientraditionen. Daraus entstand eine große Vielfalt der Praxis. Die älteste unter den vier größten Schulen ist die Nyingma-Tradition, die Überlieferung der Alten – eine Sammelbezeichnung für all jene Übertragungslinien, die…

Tao

Tao (Dao) Der philosophische Taoismus wurde von dem Weisen Dschuang-Ze (Chuang Tzu, 369-286 v.u.Z.) gemeinsam mit Lao-tzu/Laotse (Lao-ze, vermutlich 200 v.u.Z.) begründet. Auf Dschuang-Ze geht die Aussage zurück: „Versuche nicht, am Dao festzuhalten, hoffe nur, dass es dich festhält.“ Die daoistische Weltanschauung besticht durch ihre grundlegende Einfachheit, die darauf beruht, dem Lauf der Dinge zu…