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Teufel

Teufel (althdt. tiufal) Das Wort steckt auch im lat. diabolus; Gott heißt deus und hat dieselbe Wurzel. Die heutige Vorstellung vom Teufel wurde durch die christl. Kirche geprägt und stellt das Böse in Person dar. Wahrscheinlich geht das Bild des Teufels auf → Beelzebub zurück, einen alten phönizischen Naturgott, es hat aber auch große Ähnlichkeit…

Trikaya

Lehre im → Buddhismus, die die drei Körper des Buddha bezeichnet: Dharmakaya, das wahre Wesen Buddhas (→ Seele), Sambhogakaya, den Körper des Entzückens (→ Energiekörper) oder die verkörperte Wahrheit und Nirmanakaya, den Körper der Verwandlung, den irdischen Körper, in dem die Buddhas (oder → Boddhisattvas) alle Wesen zur Erlösung führen. Im → Zen sind es…

Thankas

Rollbilder, die besonders in Nepal und Tibet eine lange Tradition haben und ähnlich wie die → Ikonenmalerei spirituelle Motive aus dem → Buddhismus (und ursprünglich dem → Schamanismus) darstellen. „Anders als die Kunst Europas ist die Thanka-Malerei stilistisch von zeitübergreifender Dauer. Schulen, Stile und Epochen wechselten sich nicht ab. Sie veralten nicht. Bis heute pflegt…

Trinität, Triade

In vielen Religionen und spirituellen Lehren existiert die Vorstellung von einer → Kosmogonie, die ihre Ursache in der Einheit oder einem Absoluten → Nichtsein hat. Nachdem aus der Einheit die Schöpfung ausgeströmt ist, manifestiert sich die Gottheit oder die schöpferische Kraft als ursprüngliche Trinität, die im christl. Glauben als Vater, Sohn und Hl. Geist dargestellt…

Theosophie

„Das göttliche Leben ist der Geist in allem Bestehenden, vom Atom angefangen bis zum Erzengel → Engel; das Staubkörnchen könnte nicht vorhanden sein, wäre Gott nicht in ihm, und der erhabenste Seraph ist nichts als nur ein Funken des göttlichen Feuers, welches Gott ist. Und so bilden wir eine Bruderschaft, die wir an dem einen…

Tulku

Tulku (tibet. „Körper der Verwandlung“) Ein Mensch, der nach bestimmten Prüfungen als → Reinkarnation einer verstorbenen Persönlichkeit angesehen wird. Siehe auch: → tibetischer Buddhismus.

Theravada

Theravada (Pali) Der südasiatische → Buddhismus stützt sich auf den buddhist. Pali-Kanon, wie er von Missionaren nach Sri Lanka (Ceylon), Kambodscha, Thailand und Burma gebracht wurde. Sie pflegen eine mönchische Lebensweise gemäß dem Achtfachen Pfad und legen das Gewicht auf die → Meditation. Eine der inspirierenden Erfahrungen des Praktizierenden ist das Nichtvorhandensein des Selbst, das…

Theresia von Ávila

Theresia von Ávila (1515-1582) Der spanischen Heiligen wurde einst in einer allegorischen Vision die Seele als eine kristallene Burg mit „sieben Wohnungen“ offenbart, deren Schönheit, Weite und Würde sie mit nichts anderem aus der geschaffenen Welt zu vergleichen wusste. Die Ringmauer der Burg ist gleichsam der Körper, ihr Inneres birgt reiche Schätze, und in ihrer…

Tau (griech.), Te (arab.), Taw (hebr.)

Zahlenwert 400, entspricht der Tyr-Rune mit der Bedeutung des Kreuzes als Wiedergeburtszeichen, aber auch Fruchtbarkeit, Werden. Als Hieroglyphe wird es als das Lebenszeichen Ankh, als Kreuz mit einem kleinen Oval, geschrieben. Die Tyr-Rune (→ Asgard) entspricht auch dem → Kreuz, der Verbindung von Geist (senkrechter Strich) und Materie (waagrechter Strich). Die Zahl 400 des hebr.…

Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh (geb. 1926) Vietnamesischer buddhist. Mönch und Lehrer. Während des Vietnamkrieges (1964-1975) engagierte er sich für die Opfer des Krieges, trat als Wortführer gegen die Verletzung der Menschenrechte in aller Welt auf und verurteilte das atomare Wettrüsten. Thich Nhat Hanh zählt zu den profiliertesten Vertretern der buddhist. Friedensbewegung. Seinen Wohnsitz hat er im…