Lexikon

Thomas_liest_Lexikon_s1Dieses Lexikon war schon in Buchform einzigartig. Im Internet ist so etwas wirklich ein Novum: Kein kurzes esoterisches Stichwortverzeichnis, keine weltanschaulich einseitig orientierte Übersicht, sondern ein profund recherchiertes Werk von Bruno Martin – gut zu lesen, in die Tiefe gehend. Das Internet macht´s möglich, dass nun die vielen Verlinkungen – anders als im Buch – sofort funktionieren.

Wir glauben, dass dieses Projekt Zukunft hat und laden schon jetzt weitere Autoren ein, dieses mit Ihren Beiträgen zu ergänzen. Im Idealfall sollten dies solche sein, die gleich eine ganze Reihe neuer oder ergänzender Einträge zu bieten haben. Aber auch Einträge zu schon bestehenden Worten sind willkommen und können hinter den schon bestehenden aufgeführt werden – gerne dann mit Nennung des jeweiligen Autors.

Ganz herzlichen Dank hier vor allem an Bruno Martin, der sofort von unserer Idee begeistert war, und an den ehemaligen Atmosphären – Verlag.

Eine Übersicht über alle Lexikon – Artikel erhalten sie im Index.

 

Swami

Swami (Sk. „Herr“) Anrede in einem indischen Mönchsnamen oder Ehrentitel hinter dem Namen eines spirituellen Lehrers oder Heiligen.

Theosophie

„Das göttliche Leben ist der Geist in allem Bestehenden, vom Atom angefangen bis zum Erzengel → Engel; das Staubkörnchen könnte nicht vorhanden sein, wäre Gott nicht in ihm, und der erhabenste Seraph ist nichts als nur ein Funken des göttlichen Feuers, welches Gott ist. Und so bilden wir eine Bruderschaft, die wir an dem einen…

Tulku

Tulku (tibet. „Körper der Verwandlung“) Ein Mensch, der nach bestimmten Prüfungen als → Reinkarnation einer verstorbenen Persönlichkeit angesehen wird. Siehe auch: → tibetischer Buddhismus.

Wachbewusstseinszustand

Im Alltagsbewusstsein bewerten Menschen ihre → Wahrnehmung entsprechend ihrer Ausbildung und den Vorlieben, Schwächen oder Stärken der jeweils handelnden „Persönlichkeit“ bzw. der vielen „Ichs“, die sich im Laufe des Lebens ausgeprägt haben, im Sinne des Gehirnforscher Robert Ornstein, der den Menschen als „Multimind“ (1990) beschreibt, als „Mensch mit vielen Persönlichkeiten“. Je umfangreicher das gespeicherte Wissen…

Zahlen, Zahlenmystik

„Eine Zahl und die ihr innewohnenden Kräfte zu kennen, ermöglichte es dem Menschen, sich der mit ihr zusammengehörigen Macht zu bedienen, zu zaubern oder seinen Gebeten stärkere Wirkungskraft zu verleihen. Die Kenntnis geheimer Bedeutungen der Zahlen spiegelt sich im Volksglauben ebenso wider wie in der hohen Literatur und kann in der mittelalterlichen Architektur ebenso entdeckt…

Spiritualität

Wissenschaft, Philosophie und Religion versuchen, die Wirklichkeit und den Sinn des Lebens auf unterschiedliche Weise zu erforschen und zu erklären. Das Wesen der Spiritualität kann jedoch nur durch eigene Erfahrung erfasst werden. Die geistige Welt ist ungreifbar, sie liegt jenseits des Bewusstseins. Das Geistige kann sich jedoch im Leben manifestieren und diesem eine Qualität geben,…

Theravada

Theravada (Pali) Der südasiatische → Buddhismus stützt sich auf den buddhist. Pali-Kanon, wie er von Missionaren nach Sri Lanka (Ceylon), Kambodscha, Thailand und Burma gebracht wurde. Sie pflegen eine mönchische Lebensweise gemäß dem Achtfachen Pfad und legen das Gewicht auf die → Meditation. Eine der inspirierenden Erfahrungen des Praktizierenden ist das Nichtvorhandensein des Selbst, das…

Ur-Rune

Da das U ein Vokal ist wie A oder O, hat es im Hebr., aber auch im Griech. keine Entsprechung. Als Rune und in der dt. Sprache hat das Ur die vielfältige Bedeutung, die immer mit dem Ursprung einhergeht. Im Urgrund stehen die Wurzeln des → Weltenbaums (auch → Lebensbaum) in der altnord. Mythologie. Hier…

Wahrnehmung

Aristoteles unterschied die sinnliche Wahrnehmung (aistesis, „Ästhetik“) und die geistige Wahrnehmung (noesis, „Intellekt“). Dabei ist die sinnliche Wahrnehmung – da in ihr die sinnlichen Wahrnehmungsobjekte empirisch gegeben sind – die Grundlage der geistigen Wahrnehmung, in der diese mit Hilfe der Vorstellung (phantasia) in ihrer verständlichen Form und ihrem Wesen nach erfasst werden. Der mittelalterliche Philosoph…