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Mani, Manichäismus

Eine weitere bedeutende Linie der gnostischen Überlieferung (→ Gnosis) ist die Religion des persischen Weisen Mani (ca. 216-276). Schon in seiner Jugend hatte Mani Offenbarungserlebnisse. Reisen in den Osten brachten ihn in Kontakt mit dem → Buddhismus. Mani sah die Beschränkungen dieser Religionen, die nur in einzelnen Sprachen und für einzelne Völker Verbindlichkeit besaßen, und…

Meister, unsichtbare

Die Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, Helena → Blavatsky (1831-1891),und andere Denker des 19. Jh. infizierten die zeitgenössische spirituelle Bewegung mit der Behauptung, die Menschheit werde durch eine geistige Hierarchie geführt, die unsere Geschicke leitet (→ Theosophie). Diese Idee übernahmen sie wahrscheinlich aus den Schriften des → Dionysios Areopagita und den indischen Vorstellungen über die Verkörperung…

Maya-Kalender

Das alte Volk der Maya, das hauptsächlich in verschiedenen Regionen Mittelamerikas lebte (und deren 6 Millionen Nachkommen heute noch in Guatemala und Mexiko leben), datiert bis zu 2000 Jahre v.u.Z. zurück. Ihre kulturelle Blüte mit monumentalen Pyramiden-Bauten und kunstvollen eingravierten Stelen wie in Tikal und Palenque erreichten sie um 300 v.u.Z. bis 900 n.u.Z. Ihre…

Mantra

Das Symbol für das Mantra OM.

Mantra (Sk. „heilige Silbe“) „Am Anfang war der Wind. Durch sein Wirbeln bildete er die Urformen und den Urgrund der Welt. Dieser Wind tönte, und also war es der Ton, der die Stoffe formte. Durch das Tönen der ersten Urformen, des Urgrunds, entstanden weitere Formen, die ihrerseits kraft ihres Tönens neue Gestalten hervorbrachten. Der Ton…

Mantrischer Gesang

Die ursprüngliche Bedeutung des lat. Wortes cantare ist nicht „singen“, sondern „beschwören“, „zaubern“. Die spanische Vokabel encantamiento mit der Bedeutung „Entzücken“, „Verzauberung“ weist genauso wie das engl. Wort enchantment auf die Macht des Gesanges hin, mit der das Bewusstsein erweitert werden kann, um in Kontakt zu den Schwingungsfeldern anderer Welten zu treten (→ Bewusstseinszustände). In…

Mimir

Der Riese Mimir heißt auch „der Weise“ oder „der Erinnerer“. Mimir war ehemals ein Gott der Asen (→ Asgard), dem von den Wanengöttern, da sie sich von den Asen beleidigt fühlten, der Kopf abgeschlagen wurde. Mit Zauberkräutern und Zaubersprüchen erhielt Odin den Kopf Mimirs am Leben. Einst kam Odin an Mimirs Quelle und verlangte aus…

Märchen und Mythen

Märchen und Mythen sind durch alle Zeiten der sprachkundigen Menschheit hindurch Informationsträger des Wissens um Zusammenhänge ordnender Strukturen von Lebensbezügen. Mythen bilden seit ihrem Entstehen den Schlüssel zu den geistigen Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Lebens, sie sind Geschichten auf der ewigen Suche nach Wahrheit, nach den Sinnzusammenhängen. „Mythen sind Geschichten unserer ewigen Suche nach Wahrheit, nach…

Morphogenetische Felder

Der Biologe Rupert Sheldrake (geb. 1942) prägte den Begriff der „morphogenetischen Felder“, um Erscheinungen, die scheinbar ohne Zusammenhang sind, aufeinander beziehen zu können (→ Synchronizität). Gemäß der Sheldrakeschen Theorie gibt es neben den Feldern, die der Wissenschaft schon bekannt sind – wie das Gravitationsfeld und das elektromagnetische Feld – in der Natur morphogenetische Felder. Das…

Mi (griech.), Mim (arab.), Mem (hebr.)

Zahlenwert 40, Bedeutung „Wasser“. Die ägyptische Hieroglyphe für M ist eine doppelte Wasserwelle. Wasser ist die Matrix, die Mutter des Lebens. In der hebr. Genesis heißt es: „Und die Elohim schwebten über dem Wasser.“ Der Begriff elohim beginnt mit dem Aleph (e und a sind im hebr. austauschbar) und endet mit dem Mem. Dazwischen ist…