H

Hexen

: Hexenbeschwörung von Claude François Menestrier.

Das Wort „Heide“ kann sprachlich von hag (→ H) oder hagen abgeleitet werden, einem rechtsfreien Stück Ödland. Solch ein meist von einer dornigen Hecke (Hagebutte, Weißdorn, Kreuzdorn, Sanddorn, Schlehe, Brombeere, Hasel, Holunder, Eberesche) umgebenes Gelände war, weil es nicht landwirtschaftlich genutzt wurde, häufig eine Trockenrasenvegetation, auf der Heilpflanzen besonders gut gediehen. Dies war das Arbeitsfeld…

Hypnose

Hypnose (griech. hypnos „Schlaf“) Der Begriff wurde 1841 (nach anderen Quellen 1843) von dem schottischen Chirurgen Dr. James Braid geprägt. Er ließ Menschen auf eine Glaskugel starren und sprach in suggestiven Worten. Dadurch kommt ein Patient in eine tiefere Entspannung und im Gehirn entstehen vorwiegend Alpha-Wellen (→ Bewusstseinszustände). Insofern ist Hypnose kein tiefer Bewusstseinszustand. Viele…

Huna, polynesischer → Schamanismus

In Polynesien entstand vor einigen Jahrtausenden die Lebensphilosophie Huna. Huna heißt übersetzt „verborgenes Wissen“ oder „Geheimnis“. Damit ist jedoch nicht ein geheim gehaltenes Wissen gemeint, sondern ein Wissen von den unsichtbaren Dingen. Die Huna-Meister werden Kahuna genannt. Die Kunst des Heilens durch den Geist war eine „Spezialität“ der schamanischen Huna. Nach Kahili King gibt es…

Hua-Yen-Philosophie im → Zen-Buddhismus

In seinem großartigen Werk „Urerfahrung und Urwissen“ bringt D.T. → Suzuki das wirkliche Wesen des Zen zum Ausdruck, indem er die wesentliche Lehre der Hua-yen-Schule, begründet von Fa tsang (643-712), darlegt: „Das mächtige Bauwerk des Buddhismus ruht auf zwei Grundpfeilern: Daichi (tai-chi), Mahaprajna oder die große Weisheit, und Daihi (tai-pei), Mahakaruna oder das große Mitgefühl.…

Horoskop

Ein Horoskop mit allen wichtigen Aspekten.

Der Bundesverband der Astrologen (BDA) hat folgendes Thesenpapier zur astrologischen Deutung veröffentlicht, das gewisse Grundsätze für die Deutung von Horoskopen klarstellt: These 1: Astrologie ist die älteste Typologie der Menschheit und damit älteste Lehre von den Erscheinungsformen körperlicher, seelischer und geistiger Beschaffenheit des Menschen. Sie ist die Deutung räumlicher Verhältnisse und zeitlicher Abläufe in unserem…

Hörner

Das gehörnte Haupt (manchmal auch ein Federkranz oder Federn) war immer das auffälligste Merkmal eines → Schamanen und ist immer noch in allen schamanischen Kulturen ein Zeichen für die Fähigkeit des Schamanen, kundiger Reisender und Mittler zwischen den Welten zu sein. Tierhörner, Knochen und Vogelschnäbel sind die ursprünglichen schamanischen Ritualgeräte. Später, als andere Religionsformen entstanden,…

Hölle

Die Hölle wie man sie sich 1477, zur Zeit der Renaissance, vorstellt.

Die christl. Theologie machte aus dem Namen der alten nord. Göttin Hel, Frau → Holle, den Begriff der Hölle. Dabei hat diese nichts mit Hels göttlichem Kessel der Wiedergeburt zu tun (→ Reinkarnation). Die Vorstellung von der ewigen Höllenqual kam mit den asketischen, patriarchalischen Religionen auf. Barbara Walker (1994, 227) berichtigt für uns Hels Reich:…

Holle

„Frau Holle ist die All-Mutter und Erd-Mutter, die an der Quelle, an den Wurzeln des Weltenbaumes in dreifacher Gestalt wirkt – als die das Leben Gebärende, als die mütterliche Sorgende und das Leben Erhaltende, als die das Leben Nehmende und die Seelen der Toten Hütende. Gäbe es im deutschsprachigen Kulturraum noch einen lebendigen Schamanismus, sie…

Hinduismus

Hanuman, der Affengott, eine Maske aus Indonesien.

Die klassischen → Yoga-Systeme sind Teil des Hinduismus, auch wenn sie in vielfältiger Form ohne Einbettung in den Hinduismus im Westen gelehrt werden (→ Brahmanismus). Der Begriff „Hinduismus“ wird heute im Allgemeinen gebraucht, um die Religion der Mehrheit der Völkerschaften Indiens zusammenzufassen. Er wurde jedoch im Westen geprägt und vermag nicht den tatsächlichen Glauben der…