Lexikon

Thomas_liest_Lexikon_s1Dieses Lexikon war schon in Buchform einzigartig. Im Internet ist so etwas wirklich ein Novum: Kein kurzes esoterisches Stichwortverzeichnis, keine weltanschaulich einseitig orientierte Übersicht, sondern ein profund recherchiertes Werk von Bruno Martin – gut zu lesen, in die Tiefe gehend. Das Internet macht´s möglich, dass nun die vielen Verlinkungen – anders als im Buch – sofort funktionieren.

Wir glauben, dass dieses Projekt Zukunft hat und laden schon jetzt weitere Autoren ein, dieses mit Ihren Beiträgen zu ergänzen. Im Idealfall sollten dies solche sein, die gleich eine ganze Reihe neuer oder ergänzender Einträge zu bieten haben. Aber auch Einträge zu schon bestehenden Worten sind willkommen und können hinter den schon bestehenden aufgeführt werden – gerne dann mit Nennung des jeweiligen Autors.

Ganz herzlichen Dank hier vor allem an Bruno Martin, der sofort von unserer Idee begeistert war, und an den ehemaligen Atmosphären – Verlag.

Eine Übersicht über alle Lexikon – Artikel erhalten sie im Index.

 

Teufel

Mittelalterliche Darstellung von Teufeln.

Teufel (althdt. tiufal) Das Wort steckt auch im lat. diabolus; Gott heißt deus und hat dieselbe Wurzel. Die heutige Vorstellung vom Teufel wurde durch die christl. Kirche geprägt und stellt das Böse in Person dar. Wahrscheinlich geht das Bild des Teufels auf → Beelzebub zurück, einen alten phönizischen Naturgott, es hat aber auch große Ähnlichkeit…

Transzendenz

Transzendenz (lat. transcedere, „hinübersteigen jenseits, außerhalb des Bewusstseins“) In der → christlichen Mystik wird von zwei Arten der Erfahrung gesprochen: Der transzendenten und der immanenten Erfahrung. Transzendenz bedeutet in diesem Zusammenhang: Gott als Einheit jenseits aller möglichen Erscheinungen und Bezeichnungen und gleichzeitig als das Erscheinende beinhaltend zu erfahren: der Begriff Gottes als „der unaussprechliche Name“.…

Shiva, Shaivaismus

Shiva 2

Der Shiva-Kult geht auf prähistorische Zeiten zurück. Der Begriff „Shiva“ (Skr. siva, siehe auch → Triade) bedeutet „Erfolg versprechend“. Nach einem langen Prozess der Verschmelzung mit lokalen Kulten bekam Shiva seinen theistischen Status in der Svetasvatara-Upanischad. Die Shaiva-Philosophie umspannt eigentlich das ganze hinduist. Gedankengebäude vom idealistischen Monismus bis hin zum pluralistischen Realismus, vom Glauben an…

Vierter Weg

Der „Vierte Weg“ geht auf G.I. → Gurdjieff zurück. Im Allgemeinen wird er so bezeichnet, weil er die Wege des Fakirs (Körper), des Mönches (Seele) und des Yogi (Geist) vereint und somit auf alchemistische Weise einen vierten, integralen Weg erschafft (Sri → Aurobindo). Alle praktischen Methoden, die zur „harmonischen Entwicklung des Menschen“ führen sollen, müssen…

Spiritismus

Umfasst die Gesamtheit der Erscheinungen, Handlungen und Lehren, die sich aus dem Kontakt zwischen Lebenden („Verkörperten“) und Wesen anderer Dimensionen („Unverkörperten“) ergeben. Das Phänomen ist natürlich nicht neu. Die Heiligen und Büßer verschiedener Religionen hatten himmlische → Visionen, glaubten, → Geister zu sehen und mit Geistern und den Seelen der Verstorbenen verkehren zu können. Die…

Synchronizität

Phänomen der „Gleichzeitigkeit“. Kartenlegen (→ Tarot), Stäbchenwerfen (→ I Ging), der Flug von Vögeln, Linien im Sand und vieles andere mehr (→ Orakel) bringt eine einmalige Situation ins Blickfeld des Fragenden. Die Möglichkeit, eine „richtige“ oder angemessene Antwort zu erhalten, besteht aufgrund des Phänomens der Gleichzeitigkeit. Gleichzeitigkeit ist vergleichbar mit zwei Stimmgabeln, deren Schwingungen sich…

Zazen

Zazen (japan.) Meditationsübung. Eigentlich zenna (japan.), abgeleitet von dhyana (Sk.). In Dhyana steckt die Sprachwurzel dhi, „wahrnehmen“, „nachdenken“, „kontemplieren“, „den Geist auf einen Gegenstand richten“. Dhyana bedeutet also den Geist sammeln, die Gedanken nicht abschweifen lassen. → Aufmerksamkeit geht im Zen nur zusammen mit bewusster, entschlossener Anstrengung. Aufmerksamkeit ist das besondere Instrument des Willens zur…