Lexikon

Thomas_liest_Lexikon_s1Dieses Lexikon war schon in Buchform einzigartig. Im Internet ist so etwas wirklich ein Novum: Kein kurzes esoterisches Stichwortverzeichnis, keine weltanschaulich einseitig orientierte Übersicht, sondern ein profund recherchiertes Werk von Bruno Martin – gut zu lesen, in die Tiefe gehend. Das Internet macht´s möglich, dass nun die vielen Verlinkungen – anders als im Buch – sofort funktionieren.

Wir glauben, dass dieses Projekt Zukunft hat und laden schon jetzt weitere Autoren ein, dieses mit Ihren Beiträgen zu ergänzen. Im Idealfall sollten dies solche sein, die gleich eine ganze Reihe neuer oder ergänzender Einträge zu bieten haben. Aber auch Einträge zu schon bestehenden Worten sind willkommen und können hinter den schon bestehenden aufgeführt werden – gerne dann mit Nennung des jeweiligen Autors.

Ganz herzlichen Dank hier vor allem an Bruno Martin, der sofort von unserer Idee begeistert war, und an den ehemaligen Atmosphären – Verlag.

Eine Übersicht über alle Lexikon – Artikel erhalten sie im Index.

 

Sikhismus

Wurde im 15. Jh. von Guru Nanak begründet; zum Sikhismus gehört auch die Sant-Mat-Mystik. Zu dieser Zeit gab es einen großen Konflikt zwischen Muslimen und Hindus. Guru Nanak entwickelte ein auf gesundem Mensch- und Alltagsverstand beruhendes philosophisches und religiöses Lehrgebäude, in dem Allah und Brahma gleichermaßen angebetet werden können. In der Sikh-Religion gibt es keine…

Sufismus, Mystik

Das wesentliche Kennzeichen der südlichen Sufis, deren Weg mit dem Bhakti-Yoga vergleichbar ist, sind ekstatische → Visionen der Einheit mit Gott, die unio mystica (→ christliche Mystik); die Sufis beschreiben diese → Bewusstseinszustände als „Trunkenheit“, als Verschmelzen in höchster Seligkeit. „Die unio mystica kann erfahren und ausgedrückt werden als Liebeseinigung oder auch als visio beatifica,…

Transzendenz

Transzendenz (lat. transcedere, „hinübersteigen jenseits, außerhalb des Bewusstseins“) In der → christlichen Mystik wird von zwei Arten der Erfahrung gesprochen: Der transzendenten und der immanenten Erfahrung. Transzendenz bedeutet in diesem Zusammenhang: Gott als Einheit jenseits aller möglichen Erscheinungen und Bezeichnungen und gleichzeitig als das Erscheinende beinhaltend zu erfahren: der Begriff Gottes als „der unaussprechliche Name“.…

Visionserfahrung

Der → Schamanismus ist für diese Erforschung besonders interessant, denn seine Techniken können ohne starken kulturellen Überbau eingesetzt werden. Seine visionären Berichte entsprechen vielen Berichten von Mystikern (→ Mystik), Psychedelikern (→ psychedelische Erfahrung) sowie → Nahtod- und → außerkörperlichen Erfahrungen. Die Grundmethode, um in einen veränderten Wachbewusstseinszustand zu kommen, ist die schamanische → Trance, die…

Yin und Yang

Die beiden Urkräfte im daoistischen und chines. Denken (→ Tao, → Feng Shui). Die ursprüngliche Nichtkraft Wuji (Wu-Chi), der Urgrund, in dem alle Unterschiede noch ungeschieden nebeneinander vorhanden sind, wird symbolisch als Kreis (0) dargestellt. Aus diesem absoluten Nichtsein geht das Taiji (Tai-Chi), der Uranfang, das Eine (1) hervor, das sich dann in die zwei…

Schamanismus, Nordamerika

Das Weltbild der indigenen Völker Nordamerikas gründet sich bis heute in seinem Kern auf die ganzheitliche Weltsicht der Verbundenheit aller Lebewesen miteinander, der Verwandtschaft von Mensch und Tier, der Beseeltheit der Natur, der Vorstellung von einem „großen Schöpfergeist“. Um 13 000 v.u.Z. kamen die Menschen der first nation (so nennen sich die amerikanischen Ureinwohner heute)…

Sivananda, Saraswati Swami

Sivananda, Saraswati Swami (1887-1967) Indischer Yogi, der heute als → Heiliger verehrt wird. Er lebte zeit seines Lebens in seinem → Ashram in Sivanandagar bei Madras. Erst seine Schüler machten seine Lehren des → Yoga und → Vedanta weltweit bekannt. Sein Motto: „Diene, liebe, gib, reinige Dich, meditiere und verwirkliche.” Auf dieser Lehre gründet die…

Sufismus, Sufi-Orden

Der türkische Sufi-Meister Hassan Shushud unterscheidet in seinem Buch „The Masters of Wisdom of Central Asia“ zwischen zwei Strömen im Sufismus: zum einen den nördlichen Sufis, die hauptsächlich in der Türkei, Usbekistan, Turkmenistan, Aserbeidschan, Afghanistan und dem Iran wirkten. Ihre bekannten Vertreter sind unter anderem die Schulen, die von den → Hodschagan (Meistern der Weisheit)…

Tarot

.Das Tarot (auch Tarock genannt) ist ein Satz von 78 Karten. Die 22 Karten einer Bilderreihe werden Große Arkana („große Geheimnisse“) genannt. Die weiteren 56 Karten der so genannten Kleinen Arkana wurden später zu den heute üblichen Spielkarten (für Poker, Bridge usw.). Wir wissen nicht, wer die Spielkarten erfand oder in Italien einführte. Als Gutenberg…