Johannes vom Kreuz

Der Heilige war gleichsam der geistige Sohn und Seelsorger (Lehrer) von → Theresia von Ávila und führte sie zur höchsten mystischen → Ekstase. Ob dabei sublimierte oder konkrete Sexualität eine Rolle spielte, weiß man nicht. Außerdem stand er Theresia von Ávila bei der Reform des Karmeliterordens zur Seite.
Sein eigenes Leben war reich an Entbehrungen und Martern, aber auch an Ekstasen und Gnadenerweisen, die ihm zeigten, dass → Gott die → Seele nur mit der „dunklen Nacht“ umgibt, um sie für das Licht bereit zu machen und zu läutern. Johannes vom Kreuz verfasste aus der Glut seiner Gottesliebe Dichtungen, die bald in die Weltliteratur eingingen, darunter „Die dunkle Nacht der Seele“ und „Geistlicher Gesang“, welche bildlich die → mystische Suche (→ Mystik) der Seele nach ihrem Geliebten beschreiben, sowie „Lebendige Liebesflammen“, das die Herrlichkeit des Lebens der Vereinigung schildert.

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