„Am Anfang war das Licht“ – Filmbesprechung (Video)

[youtube LWRYL6OoTYI Filmrezi mit Thomas Schmelzer]

Dieser überaus erfolgreiche, unterhaltsame und spannende Dokumentarfilm beschäftigt sich auf humorvolle und auch kritische Weise mit einem schier unglaublichen Phänomen: Menschen, die oft jahrzehntelang nicht mehr essen. Die Heilige Therese von Konnersreuth tat dies, Nikolas von Flue, oder jüngst die Amerikanerin Jasmuheen, deren „21-Tage-Prozess“ seither Tausende absolviert haben. Der Film folgt den Spuren dieser Abenteurer, stellt kritische Fragen und kommt am Ende auf erstaunliche Tatsachen. Michael Werner beispielsweise isst seit 2001 nichts mehr, hat sich zweimal wissenschaftlich untersuchen lassen — und beide Male weigerten sich die Kliniken, die Ergebnisse zu veröffentlichen. Anders als die Geschichte des Inders Prahlat Jani, dessen 70 jährige Abstinenz nun relativ eindeutig wissenschaftlich belegt werden konnte.

Originelle, mutige Menschen mit einer Prise Abenteuerlust sind es, die solch eine Reise antreten – eine Reise, die nicht immer gelingt. So geht ein mutiges, für den Film organisiertes Experiment gehörig in die Hose. Aber W. Rohrmoser, der „Alpenyogi“, isst seit 7 Jahren nichts mehr und freut sich einfach, weil er Geld spart. Sein Fazit: „Der Stuhl fällt weg – das ist alles!“. Ein anderer erfolgreicher Absolvent des 21-Tage-Prozesses überrascht mit der Erkenntnis, nun endlich „konzeptfrei essen“ zu können. Na dann: Mahlzeit!

P. A. Straubinger reiste durch die ganze Welt, entdeckte in China die 2000 Jahre alte Tradition des „Bi Gu“ und lernt am Ende eine Chinesin in Deutschland kennen, die dies auch lehrt. Ein weltweites Phänomen also? So scheint es. Leider bietet es keine Antwort für den Hunger in der Welt, denn es gelingt scheinbar immer nur Wenigen. Es ist also eine Bewusstseinsfrage.

Das nun ist die spannende Conclusio des Films. In der letzten Viertelstunde kommen dann auch einige der bedeutendsten alternativen Forscher wie Rupert Sheldrake oder Amit Goswami zu Wort. Sie bestätigen: Alles ist Bewusstsein. So zeigt der Biophotonenforscher F.A. Popp, dass wir uns letztlich alle von Licht ernähren – umgewandelt oder nicht. Und dieses Licht ist zugleich einer der wichtigsten Träger von Information, von Bewusstsein – etwas, was unser Körper zum Leben braucht. Und die Lichtköstler scheinen einfach einen Weg gefunden zu haben, diese Informationen direkt aufzunehmen…

Text und Videobesprechung: Thomas Schmelzer

Der Film ist auf DVD erhältlich und lief im Cosmic Cine Filmfestival 2011

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