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	<title>MYSTICA.TV &#187; Essay</title>
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		<title>Bruno Würtenberger: Der moderne Schamane &#8211; Die Zeiten ändern sich.</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 21:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne Zeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Schamanismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Schamanen gelten oft als Heilig und als besonders Verehrunsw&#252;rdiges. Aber, haben wir vielleicht nicht ebenfalls unglaubliche F&#228;higkeiten, die Schamanen auch an uns bewundern k&#246;nnten? Diese originelle Frage stellt der Bewusstseinsforscher Bruno W&#252;rtenberger, der uns auch schon in den Interviews durch Geist und Witz inspiriert hat&#8230; Tja, die Zeiten &#228;ndern sich. Was fr&#252;her nur die Schamanen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="300" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/brunoimtextneu.jpg" vspace="10" width="200" />Schamanen gelten oft als Heilig und als besonders Verehrunsw&uuml;rdiges. Aber, haben wir vielleicht nicht ebenfalls unglaubliche F&auml;higkeiten, die Schamanen auch an uns bewundern k&ouml;nnten? Diese originelle Frage stellt der Bewusstseinsforscher <a href="http://www.mystica.tv/gaste/bruno-wurtenberger/" target="_self">Bruno W&uuml;rtenberger</a>, der uns auch schon in den <a href="http://www.mystica.tv/bruno-wurtenberger-uber-suchen-und-finden-sinnfindung-und-erleuchtung/" target="_self">Interviews</a> durch Geist und Witz inspiriert hat&#8230;<br />
	</strong></p>
<p>Tja, die Zeiten &auml;ndern sich. Was fr&uuml;her nur die Schamanen und Schamaninnen gewesen sind, sind heute und in den Gro&szlig;st&auml;dten wir. Ja, Menschen wie Du und ich, Menschen die solche Magazine wie MYSTICA lesen und anschauen, und sich mit mehr besch&auml;ftigen als blo&szlig; mit dem, was man sehen und anfassen kann. Du bist ein Schamane! Du magst glauben, dass Du keiner w&auml;rst, da Du nicht &uuml;ber die g&auml;ngigen F&auml;higkeiten eines Schamanen verf&uuml;gst wie Gedankenlesen, Hellsicht und Zwiesprache mit den Elementen etc. Aber betrachte das bitte nicht so eng. Welcher Naturschamane schafft es denn, inmitten einer Gro&szlig;stadt gl&uuml;cklich zu sein? Die Bahn nicht zu verpassen und ganz entspannt in einem Auto oder Flugzeug zu sitzen oder stundenlang auf einem B&uuml;rostuhl den Tag zu verbringen? Ja, wir sind m&ouml;glicherweise besser als wir denken. Es gelingt uns, inmitten des ganzen Trubels des Alltags, gelassen und entspannt zu bleiben. Zumindest manchmal. Wow, das ist eine beachtliche Leistung und es erfordert ebenso gro&szlig;e Talente und F&auml;higkeiten. Das Auffinden eines bestimmten Ladens meistern wir genau so gut, wie ein Schamane Wasser in der W&uuml;ste finden kann. Wie dieser in der Wildnis mit all den Herausforderungen der Natur umzugehen wei&szlig; wissen wir, wie man mit den Herausforderungen eines Lebens in der City umgehen kann. Die vielbefahrenen Strassen unbeschadet zu &uuml;berqueren und unsere Kinder vor den vielen Gefahren zu besch&uuml;tzen, das ist nicht so selbstverst&auml;ndlich, wie es viele glauben. Wir sind es uns einfach nur gewohnt und diese Dinge sind f&uuml;r uns genau so selbstverst&auml;ndlich geworden, wie f&uuml;r den Schamanen das Orientieren nach den Sternen.</p>
<p>Doch auch das ganz Gew&ouml;hnliche kann ganz sch&ouml;n au&szlig;ergew&ouml;hnlich sein. Auch in unseren Industriel&auml;ndern und St&auml;dten sind viele schamanische F&auml;higkeiten gefragt und, wir beherrschen sie ganz gut. Manchmal f&uuml;hlt man, dass man eine andere Route durch die Stadt w&auml;hlen soll um durchzukommen, manchmal wei&szlig; man instinktiv, dass man gewissen Menschen aus dem Weg gehen sollte. Und auch wir f&uuml;hlen ganz genau, was wir heute an Nahrung zu uns nehmen sollten oder was nicht und wo wir diese bekommen respektive finden oder eben einkaufen k&ouml;nnen. Die Frage ist also nicht, ob wir diese F&auml;higkeiten haben oder nicht, sondern ob wir sie ben&uuml;tzen oder nicht? Ob wir der Stimme unserer Intuition folge leisten oder nicht? Denn das ist es, was die Schamanen tun, sie tun es einfach in einem anderen Umfeld.</p>
<p>In einer Welt wie der unsrigen, in St&auml;dten und auf Strassen und inmitten von tausenden anderen Menschen in einer Welt, die von der urspr&uuml;nglichen Natur so weit weg ist wie Timbuktu von Z&uuml;rich, ist es gar noch schwieriger der sanften und unaufdringlichen Stimme unseres Herzens zu folgen. Daher, wer und wo auch immer ein Mensch nach der Stimme seines Herzens lebt, ist er ein Schamane. Schamanen sind auch Heiler. Und wo finden sich mehr Heiler, &Auml;rzte und Therapeuten als bei uns? Was tut eine Mutter, wenn ihr Kind schmerzen hat? Ja, es streicht &uuml;ber die schmerzende stelle und spricht heilende Worte wie: Sieben Tage Regen sieben Tage Schnee und schon tut es nicht mehr weh. Und wie oft br&uuml;hen wir einen geeigneten Tee wenn wir erk&auml;ltet sind? Sportler essen Bananen vor dem Wettkampf oder trinken isotonische Getr&auml;nke? Tja, genauer betrachtet wird also klar, dass auch in Dir ein Schamane, eine Schamanin wohnt. Die Frage ist blo&szlig;: Vertraust Du dieser inneren Instanz? Wenn ja, dann freut es mich zu wissen, dass ich nicht der einzige Gro&szlig;stadtschamane bin, willkommen im Herzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Autor: <a href="http://www.mystica.tv/gaste/bruno-wurtenberger/" target="_self">Bruno W&uuml;rtenberger</a><br />
	</em></strong></p>
<p><strong><em>Der Artikel ist erstmals erschienen im April 2011 in <a href="http://newsage.de" target="_blank">News Age.</a><br />
	</em></strong></p>
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		<title>Dietmar Bittrich: Es gibt keine Meister mehr</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Erleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Satsang]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Etwas &#228;ndert sich in der spirituellen Szene. Urspr&#252;nglich hatte ich geplant, mein Leben als Buddha auf einem goldenen Thron zu beschlie&#223;en, ganz in edles Schweigen geh&#252;llt. Oder als verehrter Weiser die Huldigungen von Sch&#252;lern zu empfangen, um ihnen mitzuteilen: &#8222;Du bist schon das, was du suchst!&#8220; Ich h&#228;tte ihnen sogar kostenlos in die Augen geschaut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><img align="left" alt="" height="199" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/meister.jpg" vspace="10" width="300" />Etwas &auml;ndert sich in der spirituellen Szene. Urspr&uuml;nglich hatte ich geplant, mein Leben als Buddha auf einem goldenen Thron zu beschlie&szlig;en, ganz in edles Schweigen geh&uuml;llt. Oder als verehrter Weiser die Huldigungen von Sch&uuml;lern zu empfangen, um ihnen mitzuteilen: &bdquo;Du bist schon das, was du suchst!&ldquo; Ich h&auml;tte ihnen sogar kostenlos in die Augen geschaut, um sie in Kontakt zu bringen mit dem, was sie von Anfang an gewesen w&auml;ren: unendliche Weite, Stille, Bewusstsein und so. &bdquo;Worte k&ouml;nnen es nicht ausdr&uuml;cken&ldquo;, h&auml;tte ich noch erl&auml;utert.</p>
<p>Diese Pl&auml;ne sind gescheitert. Es liegt nicht an mir. Ich habe alles versucht. Es liegt am Wandel der Zeiten. Daran, dass die Autorit&auml;ten br&ouml;ckeln. Nicht nur in Hierarchien, Staaten, K&ouml;nigreichen, in den Kirchen. Auch in der spirituellen Szene. Es gibt die unanfechtbaren Weisen nicht mehr, von denen ich einer geworden w&auml;re. Viel schlimmer: Es hat sie wohl niemals gegeben. Lediglich sehr weit weg, im Dunkel der Vergangenheit. Jesus, Buddha, Lao Tse, sicher, das waren unschuldige reine Meister! Allerdings nur deshalb, weil uns nichts Genaueres bekannt ist. W&uuml;ssten wir Details &uuml;ber sie wie &uuml;ber Osho, Krishnamurti, Sogyal Rinpoche, Sai Baba oder Maharishi Mahesh Yogi, dann w&uuml;rden wir nur resigniert seufzen.</p>
<p>All die lauteren Heiligen &#8211; sie sind Produkte unserer hoffnungsvollen Phantasie. In Wirklichkeit wollen auch die Heiligen Geld verdienen und sich den Unterleib massieren lassen, sie haben Zoff mit Nachbarn und abtr&uuml;nnigen Sch&uuml;lern, sie ben&ouml;tigen Zahnersatz und k&uuml;nstliche H&uuml;ftgelenke, erleiden Schlaganf&auml;lle, werden von Krebs zerfressen, und manche z&uuml;nden sich an, wenn ihnen nichts Besseres einf&auml;llt. Na gut, das w&uuml;rden Sie und ich m&ouml;glichst nicht tun. Wir w&uuml;rden uns die Z&auml;hne putzen und den Blutdruck checken lassen. Aber w&uuml;rden wir den Gesetzen der Gew&ouml;hnlichkeit entkommen?</p>
<p>Ich habe fr&uuml;h begonnen, Spr&uuml;che von Zenmeistern auswendig zu lernen, sp&auml;ter kamen tibetische Sutren, chassidische Weisheiten und einiges aus dem buddistischen Kanon hinzu. Wenn es schon keine unbefleckten Meister gibt, dann bleibt wenigstens die Reinheit der &Uuml;berlieferung! Oder gibt es auch die nicht? Bei Ken Wilber lesen wir: Der schnellste Weg, den Respekt vor den alten Schriften zu verlieren, sei sie exakt zu &uuml;bersetzen. Unsere &Uuml;bersetzungen seien romantisierend und gutmenschenhaft. Oh, ja. Ich kenne da ein schmerzhaftes Beispiel.</p>
<p>In meiner schamanischen Zeit erlernte ich indianische Spr&uuml;che der Chippewa und der Crow, dank eines Pronunciation Guides sogar in der Ursprache. Das sollte heilsam und erleuchtend wirken, und tats&auml;chlich versp&uuml;rte ich beides! Vor zwei Monaten, auf einem Seminar namens Deep Vision betete ich einen dieser Spr&uuml;che herunter, erhielt vom leitenden Schamanen Lob f&uuml;r meine Aussprache und erfuhr: &bdquo;Was du da sagst, hei&szlig;t &uuml;brigens w&ouml;rtlich: M&ouml;ge Gott den Schlamm in deinem Brunnen eintrocknen, m&ouml;ge er die Spucke deines Weibes feucht halten, und m&ouml;ge er die Quelle deines Verdrusses nie versiegen lassen!&ldquo; Er hob ratlos die H&auml;nde und f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Das ist nicht symbolisch gemeint.&ldquo;</p>
<p>Die Erleuchtung rann aus meinen Adern. Der Spruch hatte mir, un&uuml;bersetzt, so viel gegeben! Allerdings, die Mantren, die Maharishi Mahesh Yogi zu verteilen pflegte, sollen auch ziemlichen Schrott bedeutet haben. Und die Namen, die Osho vergab, werden in Indien ganz anders interpretiert als uns erz&auml;hlt wurde. <br />
	Vielleicht st&ouml;rt das alles nicht? Macht es die Thronbesteigung am Ende sogar leichter? &bdquo;We are waiting for just one teacher&ldquo;, offenbarte mir Byron Katie vor versammeltem Publikum. &bdquo;Maybe you&#39;re the one!&ldquo;</p>
<p>Ich schluckte. Wow! Sp&auml;ter lie&szlig; ein Work-Teacher die gesamte Luft aus meinem neuen Selbstbewusstsein. &bdquo;Das sagt sie zu jedem&ldquo;, erkl&auml;rte er. &bdquo;Das meint sie ironisch!&ldquo; Okay. Geschenkt. Dann war es das. &Auml;h, hat vielleicht trotzdem jemand Lust, mich zu verehren? In aller Unschuld? Hallo?</p>
<p><span style="color: rgb(255, 255, 255);">s<br />
	</span></p>
<p><strong>Dietmar Bittrich</strong> ist ein Autor mit gro&szlig;artigem Humor, den er schon in vielen Publikationen bewiesen hat. Auch seine Lesungen auf youtube sind wirklich originell. Mit den Meistern besch&auml;ftigte er sich zusammen mit Christian Salvesen in &quot;Die Erleuchteten kommen&quot;, ein Reisef&uuml;hrer durch die Welt des Satsang.</p>
<p><a href="http://www.dietmar-bittrich.de" target="_blank"><em>www.dietmar-bittrich.de<br />
	</em></a></p>
<p><em>Der Artikel erschien erstmals in SPUREN &#8211; eine kluge, interessante Zeitschrift aus der Schweiz. Seit 8 Jahren schreibt Dietmar Bittrich regelm&auml;&szlig;ig Kolumnen in SPUREN unter dem Titel &quot;Endstation Erleuchtung&quot;&nbsp; -&nbsp; <a href="http://www.spuren.ch" target="_blank">www.spuren.ch</a></em></p>
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		</item>
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		<title>Manfred Miethe: Im freien Fall &#8211; Krise oder Chance?</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 10:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wendezeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>M&#246;gest du in interessanten Zeiten leben &#8211; Chinesischer Fluch Finanz- und Immobilienkrise, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Klimakatastrophe, Krieg, Terror, Kriminalit&#228;t: Mit uns Menschen scheint es unaufh&#246;rlich bergab zu gehen und alles scheint immer nur schlechter zu werden. Das zeigen uns zumindest die Nachrichten t&#228;glich. Aber diese Betrachtungsweise ist nicht die einzig M&#246;gliche. Die andere sieht so aus: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><em>M&ouml;gest du in interessanten Zeiten leben</em> &#8211; Chinesischer Fluch<br />
	Finanz- und Immobilienkrise, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Klimakatastrophe, Krieg, Terror, Kriminalit&auml;t: Mit uns Menschen scheint es unaufh&ouml;rlich bergab zu gehen und alles scheint immer nur schlechter zu werden. Das zeigen uns zumindest die Nachrichten t&auml;glich. Aber diese Betrachtungsweise ist nicht die einzig M&ouml;gliche. Die andere sieht so aus: Wir leben nicht in schlechten Zeiten, sondern in einer interessanten Zeit, die uns M&ouml;glichkeiten des inneren Wachstums in H&uuml;lle und F&uuml;lle bietet. Niemand hat uns je versprochen, dass das menschliche Dasein leicht sein w&uuml;rde, angenehm oder ungef&auml;hrlich. Jeder von uns hat bei seiner Geburt nur die eine Gewissheit mit auf den Weg bekommen, n&auml;mlich dass keiner von uns dieses Leben &uuml;berleben wird. Alles andere m&ouml;gen zwar tr&ouml;stliche Worte sein, sind aber letztlich unerf&uuml;llbare und damit falsche Versprechungen.</p>
<div>&nbsp;</div>
<div><img align="left" alt="Mann fängt Kind im freien Fall" height="282" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/iStock_000005012679XSmall.jpg" vspace="10" width="425" />Wer glaubt, dass das, was gestern gegolten hat, auch morgen noch g&uuml;ltig sein wird, sperrt sich selbst in ein Gef&auml;ngnis, aus dem ihn niemand befreien kann. Wir leben heute mitten in einer Krise, die nicht nur viele individuelle Schicksale kennt, in der nicht nur einstmals gro&szlig;e Nationen vom Untergang bedroht sind, sondern das menschliche Leben schlechthin. Und das ist eben nicht nur unser Fluch, sondern auch unsere Verhei&szlig;ung; das ist eben nicht nur die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r uns, sondern auch unsere gr&ouml;&szlig;te Chance.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Die Situation, der wir uns heute gegen&uuml;bersehen, erfordert, dass jeder von uns umdenkt und umlernt, alle seine Denk- und Verhaltensweisen auf den Pr&uuml;fstand stellt und es wagt, sich neu zu orientieren und sich zu &auml;ndern. Die Kr&uuml;cken, die uns gestern n&auml;mlich noch das Gehen erm&ouml;glicht haben, hindern uns heute am Laufen. Der Rucksack, in dem wir all die Methoden, Glaubenss&auml;tze und Ideologien alter Zeiten mit uns herumtragen, dr&uuml;ckt uns heute so schwer aufs Gem&uuml;t, dass wir die Welt &ndash; wie sie heute ist &ndash; nie verstehen werden.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wir alle befinden uns im freien Fall. Und das ist gut so!</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Sicherheit gibt es nur auf dem Friedhof. Leben aber hei&szlig;t Risiken einzugehen, sich zu ver&auml;ndern, t&auml;glich ins Ungewisse hineinzuspringen, das Gestern &ndash; etwas kl&uuml;ger geworden &ndash; hinter sich zu lassen. Wer begreift, dass das Leben ein gro&szlig;es Abenteuer ist, das nicht abgearbeitet, sondern erlebt werden will, und dass der Mensch mehr ist, als sich seine Schulweisheit tr&auml;umen l&auml;sst, der wird die derzeit herrschende allgemeine Verunsicherung als Herausforderung begreifen k&ouml;nnen und gest&auml;rkt aus dieser Pr&uuml;fung hervorgehen.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Das Leben meint es immer gut mit uns. Mein Ehrenwort darauf! Aber da der Mensch vor allem tr&auml;ge und dumm ist, braucht er ab und zu einen kleinen Wink mit dem sprichw&ouml;rtlichen Zaunpfahl. Und da wir im Herzen Europas extrem faul und bequem geworden sind und jedes selbst&auml;ndige Denken &uuml;berwiegend eingestellt haben, m&uuml;ssen all unsere Werte in Frage gestellt werden, damit sich jeder von uns darauf besinnen kann, was er wirklich ist: ein einmaliger, unwiederholbarer Versuch des Lebens sich auszudr&uuml;cken. Der Mensch ist eben nicht als Konsument gedacht, sondern als Mitsch&ouml;pfer Gottes &ndash; als sein Ebenbild.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Jeder Mensch ist eine Bereicherung des Universums. Auch Sie! Jeder Mensch tr&auml;gt seinen einzigartigen unverwechselbaren Teil zur Sch&ouml;nheit des Kosmos bei. Ehrlich! Ver&auml;ndert sich ein einziger Mensch, ver&auml;ndert sich das gesamte All. Der Mensch war doch nie als passiver Zuschauer des Lebens gedacht, sondern als sein aktiver Gestalter. Es verbl&uuml;fft mich immer wieder, dass sich die meisten M&auml;nner mehr f&uuml;r Fu&szlig;ball und die meisten Frauen mehr f&uuml;r Mode interessieren als f&uuml;r ihr Leben. Wollen Sie denn gar nicht mitspielen bei diesem aufregenden Spiel und Ihr Bestes geben?</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Schlie&szlig;lich leben wir doch in der spirituellsten Zeit, die es auf diesem Planeten vermutlich je gegeben hat. Zum ersten Mal in der &uuml;berlieferten Geschichte der Menschheit haben nicht nur einige wenige Ausnahmemenschen die M&ouml;glichkeit erleuchtet zu werden, sondern wir alle. Erleuchtung ist kein jenseitiger Zustand, in dem wir all unsere Menschlichkeit verlieren, keine Probleme mehr haben und selig l&auml;chelnd f&uuml;r immer dieser Welt entr&uuml;ckt sind. Das Wort &bdquo;Erleuchtung&ldquo; beschreibt lediglich einen Zustand, in dem wir uns unserer Konditionierungen bewusst geworden sind, wodurch diese ihre Macht &uuml;ber uns verloren haben. Und das wiederum bedeutet, in der Gegenwart zu leben und nicht in den Fantasiewelten von Vergangenheit und Zukunft.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Noch nie standen uns so viele Informationen zur Verf&uuml;gung &ndash; und doch sind wir so unwissend. Noch nie waren wir so miteinander vernetzt &ndash; und doch sind wir so einsam. Noch nie konnten wir so leicht von r&auml;umlich und zeitlich weit entfernten Kulturen lernen &ndash; und doch sind wir so wenig bereit, uns wirklich auf etwas einzulassen. Noch nie war das menschliche Leben so vom Untergang bedroht wie heute &ndash; und doch leben wir, als w&uuml;rde alles ewig so weitergehen. Noch nie hat sich das Rad des Wandels mit einer solchen Geschwindigkeit gedreht &ndash; und doch denken wir immer noch in den alten Schablonen.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wem bei der Geschwindigkeit, mit der sich die &auml;u&szlig;ere Welt &auml;ndert, schwindlig wird, der kann sich entweder am Vertrauten festklammern und innerlich sterben oder er k&ouml;nnte auch loslassen und sich in die weit ge&ouml;ffneten Arme des Lebens &ndash; Gottes &ndash; fallen lassen. Und wer das tut, der wird die gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berraschung seines Lebens erleben.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wachstum findet immer dann statt, wenn Sicherheiten in Frage gestellt werden, weil sich eine bisherige Lebensweise als &uuml;berholt, unn&uuml;tz oder gar sch&auml;dlich herausgestellt hat. Wer nicht h&ouml;ren will, muss f&uuml;hlen, lautet das alte Sprichwort. Wer sich nicht an ver&auml;nderte Umweltbedingungen anpasst, der wird untergehen, lautet das Gesetz der Evolution. Die Dinosaurier haben es uns vorgemacht: Ihre Gehirne waren zu klein und ihre Panzer zu gro&szlig;.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Unser Leben und unser K&ouml;rper sind nur geborgt. Am Ende wird Gott sie von uns zur&uuml;ckhaben wollen und uns fragen, was wir mit seinem kostbaren Geschenk gemacht haben. Werden wir ihm dann einen Haufen Lumpen vor die F&uuml;&szlig;e werfen oder werden wir ihm ein wundersch&ouml;nes Gewand &uuml;berreichen? Wollen wir m&ouml;glichst unauff&auml;llig durchs Leben schleichen und uns als Opfer widriger Umst&auml;nde sehen oder wollen wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und das H&ouml;chste werden, was wir werden k&ouml;nnen?</div>
<div>&nbsp;</div>
<div><p>Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen von uns.</p>
<div>&nbsp;</div>
<div>
<div>&nbsp;</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>&copy; Copyright 1998, 2011 Manfred Miethe</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>
<div><strong>Manfred Miethe</strong> <em>Manfred Miethe, 1950 in Hamburg geboren, lebt im Berner Oberland, wo er schreibt, &uuml;bersetzt, Qigong und Taiji unterrichtet und die Aussicht auf die Berge genie&szlig;t.</em><em> Sein aktueller Blog hei&szlig;t: <a href="http://lebenskunstundspiritualitt.blogspot.com/" target="_blank"><span>http://lebenskunstundspiritualitt.blogspot.com</span></a> </em></div>
</p></div>
</p></div>
</div>
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		<title>Manfred Miethe: Seit wann ist die Welle Herrscherin des Meeres?</title>
		<link>http://www.mystica.tv/seit-wann-ist-die-welle-herrscherin-des-meeres/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 21:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>&#220;ber Bewusstes und Unbewusstes Es ist doch so: Wir alle wollen immer bewusster werden, wollen jeden Winkel des Unbewussten mit dem strahlenden Licht des Wachbewusstseins erhellen, wollen alles Unbekannte verstehen, einordnen, klassifizieren, qualifizieren, quantifizieren, eben messen und mit dem bereits Bekannten vergleichen. Das aber &#228;hnelt der naiven Arroganz einer kleinen Welle, die ihren schaumgekr&#246;nten Kopf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p>&Uuml;ber Bewusstes und Unbewusstes</p>
<div bewusstes="" div="" font="" id="post-body-1245336414620796892" size="4" unbewusstes="" und="">
<div><img align="left" alt="" height="249" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/Wildes_Meer(1).jpg" vspace="10" width="250" />Es ist doch so: Wir alle wollen immer bewusster werden, wollen jeden Winkel des Unbewussten mit dem strahlenden Licht des Wachbewusstseins erhellen, wollen alles Unbekannte verstehen, einordnen, klassifizieren, qualifizieren, quantifizieren, eben messen und mit dem bereits Bekannten vergleichen. Das aber &auml;hnelt der naiven Arroganz einer kleinen Welle, die ihren schaumgekr&ouml;nten Kopf trotzig zur Sonne emporreckt und ruft: &bdquo;Ich bin die Herrscherin des Meeres! Ich bin das, was z&auml;hlt! Ich bin das, worauf es ankommt und ohne das nichts geht!&ldquo;</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wir ahnen schon, wie die Geschichte weitergehen muss: Die kleine freche Welle f&auml;llt in sich zusammen, wird eins mit dem Meer, ihrem Ursprung, woraufhin sich die n&auml;chste kleine freche Welle erhebt, ihren schaumgekr&ouml;nten Kopf zur Sonne emporreckt und keck ruft: &bdquo;Ich bin die Herrscherin des Meeres. Ich&#8230;&ldquo;</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wir alle befinden uns auf einer Reise, die der Jungfernfahrt der Titanic &auml;hnelt. Wir orientieren uns am Wachbewusstsein, dem winzigen &ndash; und m&ouml;glicherweise unwichtigsten &ndash; sichtbaren Teil des Eisbergs und sto&szlig;en doch immer wieder mit dem weitaus gr&ouml;&szlig;eren &ndash; und wahrscheinlich unendlich viel wichtigeren &ndash; Teil zusammen, der in den tiefen Wassern des Unbewussten verborgen liegt. Und obwohl wir uns auf angeblich unsinkbare Luxusdampfer, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen konstruierte Rettungsboote, auf Schwimmwesten, Signalpfeifen und Leuchtraketen verlassen, treiben wir immer wieder hilf- und ratlos auf dem endlosen Meer des Lebens umher und ertrinken schlie&szlig;lich.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>W&uuml;rden wir es anders machen und das Leben als Mysterium begreifen, als etwas, auf dem man nicht schwimmen kann, sondern in das man eintauchen muss, w&uuml;rden wir erkennen, dass das, wovor wir am meisten Angst haben, in Wirklichkeit das Einzige ist, wovor wir &uuml;berhaupt keine Angst zu haben brauchen. Leben und Tod sind Mysterien, die der Verstand &ndash; der Sitz des Wachbewusstseins &ndash; nicht erfassen kann. Die Welt des Verstandes ist die Welt der Sinne, in der eingeordnet, erfasst und katalogisiert wird, eben die Welt des Sicht-, H&ouml;r-, Mess- und Fassbaren.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wir alle wissen, dass sich Flederm&auml;use und Delfine hervorragend zurechtfinden, ohne dabei ihre Augen &uuml;berm&auml;&szlig;ig anzustrengen. Wir wissen auch, dass Katzen &uuml;ber viele Kilometer hinweg an einer Ger&auml;uschkulisse entlang unfehlbar nach Hause finden. Und Brieftauben und Zugv&ouml;gel orientieren sich am magnetischen Feld der Erde und w&uuml;rden &uuml;ber unsere vergleichsweise primitive optische Ausr&uuml;stung nur lachen &ndash; wenn sie Vergleiche anstellen w&uuml;rde, was sie aber nicht tun. Dennoch bestehen wir Menschen darauf, dass das, was wir nicht sehen k&ouml;nnen, auch nicht existiert.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Andere Kulturen messen dem Traum mehr Bedeutung bei als der Realit&auml;t des Wachseins. Verlieren aber die Erlebnisse, die wir im Traum haben, ihre G&uuml;ltigkeit, nur weil wir uns morgens nicht an sie erinnern k&ouml;nnen? Ich kann mich auch nicht an die ersten vier Jahre meines Lebens erinnern und doch haben sie &ndash; so best&auml;tigen mir Verwandte &ndash; stattgefunden und doch haben sie &ndash; so best&auml;tigen mir Psychologen &ndash; mein gesamtes Leben als Erwachsener grundlegend gepr&auml;gt.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Das Wachbewusstsein &ndash; so wie wir es heute kennen &ndash; ist nicht die Krone der Sch&ouml;pfung, es ist ein Durchgangsstadium, &uuml;ber das sich sp&auml;tere Generationen so lustig machen werden wie wir uns &uuml;ber die Schlaghosen der siebziger Jahre. Zum Licht hinzustreben hei&szlig;t immer auch, sich auf das Bekannte, Vertraute zu konzentrieren, weil wir alles im Griff haben wollen. Diese Einstellung wird uns aber nicht weiter als bis zum n&auml;chsten Eisberg f&uuml;hren, der uns die Unsinnigkeit dieser Denkart wieder einmal drastisch vor Augen f&uuml;hren wird.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Sich ins Dunkle hineinfallen zu lassen hei&szlig;t, sich dem Mysterium hinzugeben und dem gro&szlig;en Plan zu vertrauen. Die Geborgenheit, nach der wir uns so sehr sehnen, wartet nicht in der vertrauten Welt des Lichts, sie wartet im unbekannten Reich des Dunklen auf uns. Und frei wird nur der, der all das hinter sich l&auml;sst, was ihm vertraut ist.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>C. G. Jung bezeichnete den Schatten als das, was in unserer Pers&ouml;nlichkeit verdr&auml;ngt wird und daher ungelebt bleibt. Sigmund Freud hatte vor ihm die Vermutung (mehr war es nicht, auch wenn es das Weltbild ganzer Generationen gepr&auml;gt hat), dass der Mensch durch gesellschaftliche Vorschriften und religi&ouml;s-moralische Gebote, die er als &Uuml;ber-Ich verinnerlicht, im Zaum gehalten werden muss, damit er nicht zum Tier wird.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Und &bdquo;Tier&ldquo; hei&szlig;t in unserer Kultur nat&uuml;rlich immer: fressen, um des Fressens willen, morden, um des Mordens willen und &ndash; der Himmel stehe uns bei &ndash; lustvolles Koitieren, um des lustvollen Koitierens willen. Denken wir in diesem Zusammenhang an die alte Doktor Jekyll und Mister Hyde Geschichte von Robert Louis Stevenson, nach welcher der Schatten selbst im Heiligen immer ein Monster ist, das l&uuml;gt, stiehlt, betr&uuml;gt, mordet und vergewaltigt. Aber mit Verlaub: Warum muss das, was wir nicht kennen, immer b&ouml;se sein? Ist der Fremde b&ouml;se, weil wir ihn nicht kennen? Oder wird er b&ouml;se, weil wir ihn nicht kennen wollen? Oder anders: Wird er ein guter Mensch, nachdem er unsere Bekanntschaft gemacht hat?</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Wenn der Schatten der ungelebte Teil eines Menschen ist, muss er dann nicht in einem b&ouml;sen Menschen die gute Seite sein, die dieser st&auml;ndig verdr&auml;ngt? Anders gefragt: War Hitler m&ouml;glicherweise ein z&auml;rtlicher Liebhaber? K&ouml;nnte Goebbels ein aufmerksamer Zuh&ouml;rer gewesen sein? Oder Mussolini ein verst&auml;ndnisvoller Vater?</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Der Schatten ist nichts, wovor wir uns f&uuml;rchten m&uuml;ssten. Er ist ein Teil von uns, den es kennen zu lernen lohnt. Denn erst, wenn wir ihn annehmen, ihn erl&ouml;sen, werden wir ganz. Solange wir ihn bek&auml;mpfen, vergeuden wir unsere Kraft. Und das vermeintlich B&ouml;se entpuppt sich vielleicht als das wahrhaft Gute. Erst wenn wir erkennen, dass Licht und Dunkelheit zusammengeh&ouml;ren, dass wir uns sowohl in der Sandkiste des Bewussten als auch auf der Spielwiese des Unbewussten erproben k&ouml;nnen, wachsen wir &uuml;ber die Begrenzungen unserer Pers&ouml;nlichkeit und gesellschaftlich-religi&ouml;ser Konventionen hinaus und werden frei zu werden, was wir sind und immer waren.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Ein Traum teilte mir dies neulich auf diese Weise mit: Wir kommen zu einem kleinen Platz. Ich sp&uuml;re eine gro&szlig;e Freude und gerate in Ekstase. Ein warmes orangefarbenes Licht hebt mich empor. Ich schwebe, aber mit dem Kopf nach unten &ndash; wie der H&auml;ngende im Tarot. Ich bin gl&uuml;ckselig. Als ich wieder lande, kommt ein Mann in schwarzer R&uuml;stung auf mich zu. Es ist der Prinz der Finsternis. Ich bin der Prinz des Lichts. Ich will mit ihm k&auml;mpfen und ziehe mein Schwert. Er lacht und sagt: &bdquo;Du kannst mich nicht besiegen, denn ich bin du.&ldquo;</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>&copy; Copyright 1999, 2011 Manfred Miethe</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>
<div><strong>Manfred Miethe</strong> <em>Manfred Miethe, 1950 in Hamburg geboren, lebt im Berner Oberland, wo er schreibt, &uuml;bersetzt, Qigong und Taiji unterrichtet und die Aussicht auf die Berge genie&szlig;t.</em><em> Sein aktueller Blog hei&szlig;t: <a href="http://lebenskunstundspiritualitt.blogspot.com/" target="_blank"><span>http://lebenskunstundspiritualitt.blogspot.com</span></a> </em></div>
</p></div>
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		<title>Wolf Schneider: Resümee eines Veteranen…</title>
		<link>http://www.mystica.tv/wolf-schneider-resumee-eines-veteranen%e2%80%a6/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 09:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Wendezeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Wolf Schneider &#8211; Verleger, Autor, Kenner der Szene, in einem launigen Essay &#252;ber Wendezeit und allem, was damit einhergeht&#8230; Die Wende Kaum w&#228;hlt man 30 Jahre lang konsequent gr&#252;n, schon kommen sie an die Macht. Kaum hat man sich zum Vegetarismus entschieden (im Januar 1977; seitdem habe ich kein totes Tier mehr gegessen), wird das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><em>Wolf Schneider &#8211; Verleger, Autor, Kenner der Szene, in einem launigen Essay &uuml;ber Wendezeit und allem, was damit einhergeht&#8230;<br />
	</em></p>
<p><strong>Die Wende</strong></p>
<p>	Kaum w&auml;hlt man 30 Jahre lang konsequent gr&uuml;n, schon kommen sie an die Macht. Kaum hat man sich zum Vegetarismus entschieden (im Januar 1977; seitdem habe ich kein totes Tier mehr gegessen), wird das in den Metropolen zum Mainstream-Chic. Kaum macht man eine spirituelle Zeitschrift und empfindet nach einem Vierteljahrhundert der &Uuml;bers&auml;ttigung mit dem entsprechenden Jargon und der Hybris der Szene sogar den Begriff &raquo;spirituell&laquo; als &uuml;berfl&uuml;ssig, weil er zu diffus, beliebig und nichtssagend geworden ist, trifft man kaum noch Menschen, die sich nachsagen lie&szlig;en, nicht wenigstens ein bisschen spirituell zu sein. Was ist da los?</p>
<p>	Wir stehen an einer Wende. Drei&szlig;ig Jahre lang habe ich das gehofft und daf&uuml;r gearbeitet. Habe auf eine globale Wende im Bewusstsein gehofft, die Atomkriege, Umweltkatastrophen, Hungersn&ouml;te durch &Uuml;berbev&ouml;lkerung, das Abholzen der Regenw&auml;lder und Vernichten der Arten, Religionskriege, Rassismus, Bigotterie, Fremdenhass und sexuelle Verklemmtheit beenden m&ouml;ge, und schon &hellip; Nein, so einfach ist es leider nicht. </p>
<p>	<strong><img align="left" alt="" height="346" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/engagement.jpg" vspace="10" width="347" /></strong><strong>Jetzt sind wir dran!</strong></p>
<p>	Und doch stimmt es. Winfried Kretschmann ist an der Macht. Angela Merkel vollzieht immerhin eine gewisse Wende. Obama ist noch nicht erschossen worden. In den arabischen L&auml;ndern sind sie aufgestanden, gegen alle Erwartungen. Den gro&szlig;en Religionen laufen die Mitglieder davon &ndash; zumindest bei uns in Mitteleuropa ist das der Fall. Wenigstens in der Wirtschaft ist Transkulturalit&auml;t gefragt (in der Politik leider bisher nur d&auml;mmernd), und sei es auch nur deshalb, weil Produkte kulturraum&uuml;bergreifend vermarktet werden. Spiritualit&auml;t ist Mainstream geworden, &Ouml;ko und Bio sind chic: Jetzt sind wir dran! </p>
<p>	Aber: Schaffen wir das auch? Sind wir dem gewachsen? Wir Randgruppenmitglieder, die bisher zwischen den Feldern und Disziplinen auf den Z&auml;unen sa&szlig;en wie einst die Hagazussen, zuschauend, aber nicht gefragt und nicht an der Macht beteiligt. Es braucht nun ein neues Selbstbewusstsein auch bei uns. </p>
<p>	<strong>Grund zur Hoffnung</strong></p>
<p>	Seit am 14. Januar Ben Ali aus Tunesien von den Aufst&auml;ndischen verjagt wurde, ist die Welt in Bewegung wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und es werden Personen, Regimes und Strukturen in Frage gestellt, die man f&uuml;r sakrosankt gehalten hatte. Sollte es tats&auml;chlich noch zu meinen Lebzeiten passieren, dass zwischen den Nationen nicht mehr das Recht des St&auml;rkeren gilt? Dass es keine Steueroasen mehr gibt, kein Milit&auml;r, keine ABC-Waffen? Dass unsere Religiosit&auml;t akzeptiert wird, auch wenn sie sich au&szlig;erhalb von Institutionen manifestiert, in die sie von den jeweiligen Herrschaften eingezw&auml;ngt wurde und von denen wir ertragen haben, uns darin autorisieren oder verketzern zu lassen? Dass Weisheit ein Bildungsziel wird, und nicht mehr nur Wissen und die Fitness f&uuml;r den Arbeitsmarkt? Dass sexueller Ausdruck als Menschenrecht gilt und seine vielf&auml;ltigen Formen als Kulturgut? Dass Liebe f&uuml;r wichtiger gehalten wird als Krieg? Ich wage kaum es auszusprechen, aber ich glaube, wir haben wieder Grund zur Hoffnung.</p>
<p>
	<strong>Entscheidung f&uuml;r die Liebe</strong></p>
<p>	Doch ich wei&szlig; auch: Wenn alte Regimes st&uuml;rzen und Katastrophen wie die von Fukushima die Welt ersch&uuml;ttern, dann ist meist erst mal die Angst st&auml;rker als die Hoffnung. Aus Angst misstrauen wir einander, wenden Gewalt an, verzweifeln. Immer wieder neu m&uuml;ssen wir uns f&uuml;r das Verzeihen, Vertrauen und die Liebe entscheiden &ndash; nicht nur im Bett oder am K&uuml;chentisch, sondern auch bei unseren politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen. </p>
<p>	F&uuml;r die meisten von uns ist Liebe zwar das Allerheiligste, aber mit diesem Heiligen gehen wir manchmal sehr respektlos oder geschw&auml;tzig um und machen aus Liebe, Herz und Licht einen Friede-Freude-Eierkuchen. Au&szlig;erdem ver&auml;ndert sich unser Verst&auml;ndnis von Liebe im Lauf des Lebens&hellip;</p>
<p>
	Wolf Schneider</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong><em><a href="http://www.mystica.tv/gaste/" target="_self">Wolf Schneider</a><a href="http://www.mystica.tv/gaste/wolf-schneider/" target="_self">,</a> Jg. 1952, Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie (1971-75). Hrsg. der Zeitschrift connection seit 1985. 2005 Gr&uuml;ndung der &raquo;Schule der Kommunikation&laquo;. </em></strong></div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong><em>Kontakt: <a href="mailto:schneider@connection.de">schneider@connection.de</a>, Blog: <a href="http://www.schreibkunst.com/" target="_blank">www.schreibkunst.com</a></em></strong></div>
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		<item>
		<title>Peter Zettel: Das ganz normale Leben</title>
		<link>http://www.mystica.tv/peter-zettel-das-ganz-normale-leben/</link>
		<comments>http://www.mystica.tv/peter-zettel-das-ganz-normale-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mystica.tv/?p=2538</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Wenn unser Leben ganz normal verl&#228;uft, dann machen wir eben dies oder das, manches gelingt uns, manches gelingt uns nicht, wir verfolgen unsere Ziele und Absichten, denken uns Strategien aus, die manchmal funktionieren und manchmal eben nicht. Das ganz normale Leben.Irgendwann aber einmal kommen wir an einen Punkt, wo das Leben nicht so l&#228;uft, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><div>
<div><font size="2"><img align="left" alt="" height="194" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/squirell.jpg" vspace="10" width="255" /></font></div>
<p>Wenn unser Leben ganz normal verl&auml;uft, dann machen wir eben dies oder das, manches gelingt uns, manches gelingt uns nicht, wir verfolgen unsere Ziele und Absichten, denken uns Strategien aus, die manchmal funktionieren und manchmal eben nicht. Das ganz normale Leben.Irgendwann aber einmal kommen wir an einen Punkt, wo das Leben nicht so l&auml;uft, wie wir es uns vorstellen und wie wir es gerne h&auml;tten. Wir beginnen zu k&auml;mpfen und uns mit den Situationen, in denen wir uns befinden, auseinanderzusetzen. Manchmal gelingt uns das, manchmal nicht.</p>
<p>Eben das ganz normale Leben.</p>
<p>		Manchmal aber passiert es dann, dass wir scheitern mit unserem Vorhaben und unseren Strategien. Wir merken, dass wir die Dinge nicht mehr unter Kontrolle haben. Manchmal reagieren wir so darauf, dass wir es mit Gewalt versuchen, manchmal reagieren wir so darauf, dass wir aufgeben und uns treiben lassen. Manchmal entscheiden wir uns auch, in die Psychiatrie zu gehen, weil wir das Leben einfach nicht mehr aushalten.</p>
<p>Wie ich schon gesagt habe: Das ganz normale Leben.<br />
		&nbsp;</p>
<p><strong>Wir lassen uns tragen<br />
		</strong></p>
<p>Manche beginnen an dieser Stelle die Dinge etwas aufmerksamer zu betrachten und sie merken, dass sie &raquo;eigentlich&laquo; nie irgendetwas unter Kontrolle hatten. Sie fangen an zu verstehen, dass sie so wie das Eichh&ouml;rnchen im Nacken des Elefanten waren, das meint, den Elefanten zu reiten und ihn delegieren zu k&ouml;nnen. Das Eichh&ouml;rnchen tanzt voller Stolz auf dem Hals des Elefanten herum und freut sich, dass der Elefant macht, was es ihm sagt. Oder es ist zutiefst betr&uuml;bt, wenn er es nicht macht. Dabei macht der Elefant schon immer nur das, was er will, er merkt das Eichh&ouml;rnchen in seinem Nacken nicht einmal.</p>
<p>Auch das ist das ganz normale Leben. Eine Illusion.</p>
<p>		Wenn wir dann aufh&ouml;ren, gegen die Dinge anzuk&auml;mpfen, so wie sie sich uns zeigen, wenn wir uns in unser Schicksal f&uuml;gen ohne dabei fatalistisch zu werden, wenn wir die Dinge annehmen als das, was sie sind und aufh&ouml;ren zu glauben, wir k&ouml;nnten sie unter Kontrolle bekommen, dann beginnt ein neues Leben f&uuml;r uns. Nat&uuml;rlich kein wirklich neues, aber f&uuml;r uns neu, weil anders. Wir sind dann zwar immer noch wie das Eichh&ouml;rnchen auf dem Hals des Elefanten, aber wir bilden uns nicht mehr ein, wir w&auml;ren es, die den Elefanten reiten, sondern wir lassen uns von dem Elefanten dahin tragen, wo er eben hingeht.</p>
<p>Und wir merken: Das ist das ganz normale Leben.</p>
<p>		Je l&auml;nger wir uns so von den Elefanten dahin tragen lassen, desto klarer wird uns, dass dieses Sache mit dem Eichh&ouml;rnchen nicht wirklich stimmt. Wir fangen an zu begreifen, dass auch das Eichh&ouml;rnchen eine Illusion ist, dass wir uns nur vorgestellt haben, dieses Eichh&ouml;rnchen zu sein, tats&auml;chlich existiert es nur als eine Einbildung, eine Illusion. Nun beginnen wir dar&uuml;ber nachzudenken, wer oder was wir wirklich sind, wenn wir doch kein Eichh&ouml;rnchen sind. Wir stellen zu unserem Erstaunen fest, dass wir tats&auml;chlich der Elefant selbst sind.</p>
<p>Und wir merken: Das ist wirklich das ganz normale Leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wir haben keine Kontrolle<br />
		</strong></p>
<p>Das geht auch eine ganze Weile gut, bis wir merken, dass wir &uuml;ber den Elefanten keine Kontrolle haben. Wir beginnen, mit ihm zu k&auml;mpfen, versuchen, Kontrolle &uuml;ber ihn zu bekommen, bis wir auch das aufgeben, weil wir merken, dass uns das einfach nicht gelingt. Wir beginnen an uns selbst, an unseren Einsichten und Vorstellungen vom Leben zu zweifeln. Wir beginnen zu verzweifeln und wir fragen uns, ob das wirklich das ganz normale Leben sein kann. Kann das wahr sein, dass wir einfach keine Kontrolle &uuml;ber das Leben bekommen? Wenn wir dies genau betrachten, dann d&auml;mmert in uns die Einsicht, dass wir doch wieder zu einem Eichh&ouml;rnchen geworden sind. Doch jetzt ist es nicht mehr das rote Ego-Eichh&ouml;rnchen, sondern das wei&szlig;e Ich-bin-ja-so-spirituell-Eichh&ouml;rnchen.</p>
<p>Und wir merken: Auch das ist das ganz normale Leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wir sind das Leben<br />
		</strong></p>
<p>Das ist der Punkt, wo wir uns dann entscheiden ernsthaft zu praktizieren. Und wir merken: Wir sind das Leben.</p>
<p>		Dann h&ouml;ren wir auf irgendetwas sein zu wollen oder irgendetwas erreichen zu wollen und wir h&ouml;ren auf, den Dingen ihren Lauf zu lassen, weil wir erkannt haben, dass beides nicht stimmig ist. Weder geschehen uns die Dinge noch lassen wir sie geschehen. In dem Moment, in dem wir das verstanden haben, sind wir bereit uns ganz in den (noch eigenen) Geist zu versenken, das wahre Wesen zu schauen.</p>
<p>Und dann leben wir das ganz normale Leben.</p>
<p>		Aber dann passiert es manchmal, dass wir uns doch wieder einmal als Eichh&ouml;rnchen im Nacken des Elefanten wiederfinden. Und wir merken, dass auch das das ganz normale Leben ist und beginnen erneut von vorne damit, Einsicht in das Wesen der Dinge zu praktizieren. Das Dumme ist nur, dass das leichter zu verstehen als zu praktizieren ist.<br />
		&nbsp;</p>
<p><em><strong>Autor:</strong> Peter Zettel, J. 51, ehemals Anwalt, lebt jetzt als Autor und Berater in Forchheim.<br />
		</em></p>
<p><em>Mentor des Zen-Zentrums <a href="http://www.innere-stille.org" target="_blank">www.innere-stille.org</a><br />
		</em></p>
<p><a href="http://www.texte.offene-weite.de" target="_blank"><em>www.texte.offene-weite.de<br />
		</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Text erschien zun&auml;chst in der Connection 4/2011, <a href="http://www.connection.de" target="_blank">www.connection.de</a><br />
		</strong></p>
</div>
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		<title>Dieter Broers: Werden wir wach!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 20:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wendezeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Dieter Broers ist ein in &#214;sterreich und Griechenland forschender Biophysiker. Er konnte gro&#223;e Erfolge auf dem Gebiet der Frequenz- und Regulationstherapie erringen. Broers fing in den 1990er-Jahren an, einen gr&#246;&#223;eren Bogen zu spannen, und erkannte, dass die grundlegenden Wirkmechanismen seiner medizinischen Forschung auch auf globaler wie kosmischer Ebene eine immer gr&#246;&#223;ere Bedeutung erhalten &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="118" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/Broers.JPG" vspace="10" width="118" /><a href="http://www.mystica.tv/gaste/dieter-broers/" target="_self">Dieter Broers</a></strong> ist ein in &Ouml;sterreich und Griechenland forschender Biophysiker. Er konnte gro&szlig;e Erfolge auf dem Gebiet der Frequenz- und Regulationstherapie erringen. Broers fing in den 1990er-Jahren an, einen gr&ouml;&szlig;eren Bogen zu spannen, und erkannte, dass die grundlegenden Wirkmechanismen seiner medizinischen Forschung auch auf globaler wie kosmischer Ebene eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung erhalten &ndash; und ein neues, friedvolles kollektives Menschheitsbewusstsein bedingen. Zu diesem Thema ver&ouml;ffentlichte Broers 2009 den Bestseller &bdquo;(R)Evolution 2012&ldquo;.<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dies ist sein Nachwort des Buches &bdquo;Der Quanten-Code: Heilung und Selbstheilung durch die Ur-Energie&ldquo;&nbsp; von Dr. med. Lothar Hollerbach, Trinity Verlag</strong><br />
	&nbsp;</p>
<p>	<em>&bdquo;Wie alle Wesen ist der Mensch ein Teil des Ganzen, das wir ,Universum&rsquo; nennen, und rein &auml;u&szlig;erlich durch Raum und Zeit begrenzt. Er erf&auml;hrt sich, seine Gedanken und Gef&uuml;hle als etwas, das ihn schon von anderen trennt. Aber dies ist eine Art optische T&auml;uschung des gew&ouml;hnlichen Bewusstseins!&ldquo; </em></p>
<p>	Albert Einstein<br />
	&nbsp;</p>
<p>
	Durch das Erkennen seines Selbst kamen die Illusion der Trennung, das Ego, die L&uuml;ge und die Angst als unmittelbare Folgen in die Menschheit. Niemand m&ouml;chte &auml;ngstlich sein. Trotzdem sind wir&rsquo;s. Aus Mangel an Vertrauen. Wir sind &auml;ngstlich aus Mangel an Bewusstsein unserer geistigen Herkunft, aus Mangel an Liebe zu uns selbst und zu dem Anderen. Wir haben die Hoffnung auf die Kraft des Guten, das Positive im einzelnen Menschen und die Evolution der ganzen Menschheit begraben. In unserer pers&ouml;nlichen kleinen Welt haben wir Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, wir haben Angst, an Krebs zu erkranken, wir haben Angst vor dem Finanz-Crash, der unser lang erspartes Geld entwertet, wir haben Angst davor, dass unserer Familie etwas zust&ouml;&szlig;t, wir haben Angst davor, dass wir mit dem Flugzeug abst&uuml;rzen oder uns ein Tsunami erwischt. Unterm Strich: Wir haben Angst vor dem Verlust des Liebgewordenen, von alldem, was uns im Leben scheinbaren Halt gibt. Weiter auf das Ego heruntergek&uuml;rzt hei&szlig;t das: Wir haben Angst zu hungern, zu verarmen, zu sterben, nicht mehr zu sein. Und obwohl wir wissen, dass es auch die andere Polarit&auml;t gibt, die positive Seite, leben wir in st&auml;ndiger Angst und st&auml;ndigem Zweifel.</p>
<p>	Wir sind niemals ausgeglichen in unserer Mitte, wenn wir in Angst sind. Angst ist v&ouml;llig ungeeignet dazu, eine rationale, geschweige denn eine intuitive Entscheidung zu treffen. Angst blockiert die Vernunft. Zweifel hebt unsere zuversichtliche Vision der Zukunft auf. In unserem biologischen System des K&ouml;rpers reduzieren Zweifel und Angst sehr effektiv unseren Serotonin- und Melatoninspiegel. Die Folgen zeigen sich in Depressivit&auml;t, Schlafst&ouml;rungen, Vereinsamung, erneuten &Auml;ngsten und schm&auml;lern dadurch erheblich unsere Freude: das Potenzial an Lebensfreude, das f&uuml;r jeden von uns, auch f&uuml;r Sie, in der F&uuml;lle der Sch&ouml;pfung im &Uuml;berfluss zu Verf&uuml;gung steht. Sie m&uuml;ssen es nur ergreifen, und Sie sollen es sogar ergreifen. Niemand au&szlig;er Ihnen selbst kann Sie daran hindern. Das ist Ihre Chance und Aufgabe gleichzeitig. Ihr Bewusstsein und Ihr Wissen, den Quantencode mutig und mit Geduld und Ausdauer anzuwenden, bieten Ihnen die optimierten M&ouml;glichkeiten, Ihr Leben und Ihre Gesundheit in Freiheit und mit Freude, zum Wohle Ihrer selbst als auch des Anderen zu gestalten.</p>
<p>	Tun Sie das nicht, so funktioniert Angst perfekt als Verhinderer. Anstatt mutig die n&auml;chsten Schritte zu unternehmen, stellt sich uns die Angst in den Weg zu den Kan&auml;len, durch die wir aufgekl&auml;rt, frei, unabh&auml;ngig und sch&ouml;pferisch werden w&uuml;rden. Auch wenn wir uns vornehmen wollten, nicht &auml;ngstlich zu sein und unsere Zweifel beiseite zu legen: Wie k&ouml;nnen wir uns den t&auml;glichen Katastrophenmeldungen der Medien &uuml;berhaupt entziehen? Selbst eine simple Tagesschau wirkt inzwischen grausamer als jeder Horrorfilm. Angstfreiheit scheint schier unm&ouml;glich, da wir kontinuierlich auf die Furcht programmiert werden.</p>
<p>	Doch genau die m&uuml;ssen wir jetzt absch&uuml;tteln. Denn wir sind knapp vor einem kosmischen Wendepunkt, auf den wir in immer gr&ouml;&szlig;er werdender Beschleunigung, in immer k&uuml;rzer aufeinander folgenden Krisen zusteuern. Wir m&uuml;ssen raus aus der Angst! So wie Zweifel k&ouml;rperliche Heilung behindern und &Auml;ngste unsere pers&ouml;nliche Entwicklung blockieren, so besiegeln die gleichen Gef&uuml;hle auch das gemeinsame Schicksal der Menschheit. Denn wie die Quantenphysik herausgefunden hat, sind wir mit dem Makrokosmos verschr&auml;nkt &ndash; und bilden zusammen mit ihm und unserem Mikrokosmos eine Einheit. Nach John Archibald Wheeler besteht das ganze Universum aus Quantenprozessen, in denen Alles mit Allem verbunden ist. Jeder Mensch ist Teil eines gro&szlig;en Ganzen. Unser Sein h&ouml;rt nicht mit der &auml;u&szlig;eren Hautschicht, der Epidermis, auf. Dahinter geht es weiter. Es gibt Felder jenseits der gew&ouml;hnlichen Sinnesorgane, die ausstrahlen und interagieren und mit dem kosmischen Sein in Verbindung stehen. Wir haben uns entfernt von dieser mikro-makrokosmischen Kommunikation und dachten, dass wir mit unserem Ego f&uuml;r uns allein st&uuml;nden. Doch es bringt nichts au&szlig;er Angst, sich aus diesem ganzheitlichen System herauszudenken.</p>
<p>	Folglich sind die apokalyptischen und chaotischen Zust&auml;nde auf der Erde Spiegelbild der eigenen Zerrissenheit innerhalb unserer selbst erzeugten Bewusstseinsgrenzen. Die Gefahren, denen wir uns als Menschheit gegen&uuml;ber sehen, haben wir uns selber zuzuschreiben &ndash; und zwar nicht nur durch unser unnachhaltiges Handeln, sondern viel subtiler durch unser Bewusstsein, das sich von den Harmoniegesetzen des Ganzen abgekoppelt hat. Dean Radin von der University of Nevada bemerkte dazu trefflich: &bdquo;Eine bisher unvermutete Ursache der globalen Gewalt und Aggression k&ouml;nnte ganz konkret darin liegen, dass eine gro&szlig;e Zahl von Menschen &uuml;berall auf der Welt chaotische, feindselige Gedanken hat.&ldquo;</p>
<p>	Mir liegt es am Herzen, Ihnen in diesem kurzen Nachwort mit auf den Weg zu geben, dass die Dinge, die uns zurzeit im Au&szlig;en als Katastrophen aufscheinen, nicht nur als das gedeutet werden k&ouml;nnen, was sie im Au&szlig;en sind. N&auml;mlich Erdbeben, Vulkanausbr&uuml;che, Seuchen, Finanzkrisen. Wir sollten viel eher die Frage stellen: Warum sind sie da? F&uuml;r was sind sie Symptom? Was sollen wir &auml;ndern? Jedes Symptom hat eine Botschaft. Jedes Symptom will angeschaut werden. Wenn ich aber anfange, das Symptom nur an der Oberfl&auml;che zu betrachten und den damit verbundenen Schmerz zu zelebrieren, komme ich aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus &ndash; und werde ein ungl&uuml;ckliches Ende finden. Nur die Einsicht in die Notwendigkeit einer &Auml;nderung f&uuml;hrt zur Transformation und hilft weiter.</p>
<p>	Indem ich aber die naturgem&auml;&szlig;e Ganzheitlichkeit erkenne, erkenne ich auch, dass ich selbst damit verbunden bin und einen direkten Einfluss auf s&auml;mtliche Ereignisse habe. Sehen wir also etwas scheinbar Bedrohliches in der Au&szlig;enwelt und erkennen dies als Konsequenz einer geistigen Fehlhaltung, also als dessen Folgewirkung, dann k&ouml;nnen sich diese kataklystischen Ph&auml;nomene sogar aufl&ouml;sen. Davon bin ich &uuml;berzeugt. Derartige Ereignisse sind, wie alle Schicksalsschl&auml;ge, letztlich immer nur Zeichen daf&uuml;r, dass wir den Seelenweg der Allliebe bewusst und unverdrossen gehen sollen.</p>
<p>	Wie Sie wissen, kann die Quantenphysik heute sogar in vielen Experimenten nachweisen, dass wir durch die Steuerung unseres Bewusstseins einen direkten Einfluss auf die Materie aus&uuml;ben. Diese Sch&ouml;pferkraft belegt eindeutig, dass eine Situation abgewendet und damit ver&auml;ndert werden kann, solange sie noch nicht eingetreten ist. Das gilt selbst f&uuml;r lebensbedrohliche Naturkatastrophen. Daher sehe ich eine gro&szlig;e Notwendigkeit, dahingehend Aufkl&auml;rung zu betreiben, dass wir &auml;u&szlig;ere Effekte erstens nicht als Fatalismus hinnehmen sollten und zweitens nicht einfach eliminieren k&ouml;nnen, indem wir Meteore abschie&szlig;en, Rettungsschirme f&uuml;r das Finanzsystem spannen oder Metallglocken &uuml;ber ausstr&ouml;mendes &Ouml;l am Meeresgrund st&uuml;lpen. Das ist zwar eine schnelle und sicher h&auml;ufige und notwendige Symptombek&auml;mpfung, bei der man es allerdings nicht belassen darf. Schneidet der Arzt einen Tumor weg, ohne dass der Patient den Grund seiner Krankheit gefunden hat, wird der Tumor wiederkommen. An der gleichen oder an anderer Stelle als Metastase.</p>
<p>	Es ist nicht ratsam, sich nur gegen gesundheitliche oder existenzielle Angriffe zu wehren. Wir m&uuml;ssen sie &ndash; im Gegenteil &ndash; beachten. Dann erkennen wir ihren eigentlichen Sinn. Wir brauchen diese Angriffe nicht zu akzeptieren oder gar zu lieben, aber wir sollten sie doch als das sehen, was sie sind: als Zeichen, die auffordern, in sich hineinzuhorchen und &uuml;ber notwendige &Auml;nderungen nachzudenken. Aber allein dar&uuml;ber nachzudenken reicht auch noch nicht. Wir sind aufgefordert, mit klarem Denken und Vernunft zu handeln. Allein die Unterlassung schafft den Raum f&uuml;r negative Ereignisse; die kluge Tat selbst kann ihnen entgegenwirken.</p>
<p>	Folgen wir diesem Handlungsauftrag, &ouml;ffnen wir also selbstbewusst die bisher blockierten Kan&auml;le, dann schaffen wir es auch, unsere &Auml;ngste in Vertrauen umzuwandeln. Dann werden wir &ndash; nicht zuletzt durch die Errungenschaften der Quantenphysik &ndash; wiedererkennen, dass wir unsterbliche Wesen sind. Dass wir nicht unser K&ouml;rper sind, sondern dass wir uns blo&szlig; unseres K&ouml;rpers bedienen. Dass wir bisher nicht in der Lage gewesen sind, diese Sch&ouml;pfermacht, die den Plan unseres K&ouml;rpers in sich tr&auml;gt, ihrem Potenzial entsprechend einzusetzen. Wir haben einen sterblichen K&ouml;rper, aber wir sind unsterblicher Geist. Geist vom Sch&ouml;pfergeist, der schon immer war und ist im ewigen Sein der grenzenlosen Raumeszeiten.</p>
<p>	Seien wir ehrlich: Viel haben wir nicht zustande bringen k&ouml;nnen. Aber viele von uns haben daraus gelernt. Und darin steckt f&uuml;r mich die Hoffnung, darin steckt f&uuml;r mich der Sinn dieses Seins, Erfahrungen zu machen, die uns letztendlich erkennen lassen, was wir wirklich sind, n&auml;mlich unsterbliche g&ouml;ttliche Wesen, geschaffen nach dem Ebenbilde des Sch&ouml;pfers.</p>
<p>	Inmitten aller apokalyptischen Szenarien erfahren wir durchaus Hilfe aus dem Kosmos, die sich als Gnade erweisen kann. Der dringend notwendige Erkenntnisprozess der Evolution unseres Bewusstseins wird zunehmend durch elektromagnetische Felder unterst&uuml;tzt, die aus dem Kosmos, aus dem Zentrum unserer Galaxie wirken, die mit unserer Antenne Gehirn wechselwirken und in ihm bewusstseinserweiternde Wirkstoffe freisetzen. Mit dem gleichen Prozess werden DNS-Ressourcen in uns freigeschaltet, die uns nicht bef&auml;higen werden, noch besser und noch effizienter in der &auml;u&szlig;eren Welt des Materiellen zu sein, sondern im Mentalen ganzheitliche Bewusstseinserkenntnisse zu verinnerlichen. Dazu wird die N&auml;chstenliebe geh&ouml;ren, dazu wird die bewusste &Uuml;berwindung der Materie, dazu wird die Unsterblichkeit geh&ouml;ren. Diese fundamentale Erkenntnis wird uns Menschen zusammen mit einer n&ouml;tigen Portion Vertrauen die &uuml;berm&auml;chtigen Existenz&auml;ngste und -zweifel nehmen. Und gleichzeitig entscheidet sich je nach Ausbreitungsschnelligkeit und Breitfl&auml;chigkeit dieser Erkenntnis, wie eine Weltgemeinschaft auf die globale Bedrohung reagiert und ob sie in der Lage ist, sich f&uuml;r den harmonisierenden Prozess der Bewusstseins-Transformation zu entscheiden und somit dieser Gefahr entgegenzuwirken.</p>
<p>	Wie tun wir das ganz praktisch? Wie k&ouml;nnen wir der negativen Matrix der Medien und Miesmacher entkommen und auch unabh&auml;ngig von kosmischen Einfl&uuml;ssen unseren Erkenntnisprozess vorantreiben? Ich rate Ihnen, mal f&uuml;r eine Stunde eine Pause einzulegen, inne zu halten, Ihren eigenen Status zu reflektieren und sich zu fragen, wer Sie sind und wo Sie eigentlich stehen. Sie werden durch die Unwesentlichkeiten Ihres Alltags in einem Zustand immer gr&ouml;&szlig;erer Unruhe gehalten. Es ist schwierig, sich auch nur f&uuml;r einen Moment zu verabschieden aus einem Highspeed-Zirkel, der Sie gar nicht mehr Sie selbst sein und Sie nur noch agieren l&auml;sst. Sie sind leichte Beute geworden f&uuml;r Prozesse, die sich verselbstst&auml;ndigt haben.</p>
<p>	Diesen tempor&auml;ren Ausstieg, der in etwa in Richtung der inneren Tagesr&uuml;ckschau von Lothar Hollerbach geht, halte ich f&uuml;r extrem wichtig. Lothar Hollerbach agiert aus dem Herzen und mit den Herzenskr&auml;ften, dort entdeckte er die naturgem&auml;&szlig;e und geistgem&auml;&szlig;e Wirkbasis des Seins. Wer sich selbst, sein Herz und seinen Einflussbereich des bewussten Seins nicht ernsthaft hinterfragt, hat schon aufgegeben. Also, verabreden Sie sich mit sich selbst und unterbrechen Sie Ihre Routine. Nehmen Sie sich Zeit und blicken mit Ernsthaftigkeit in sich hinein. Gehen Sie dann an den Anfang Ihres Lebens und untersuchen Sie in F&uuml;nf- oder Zehn-Jahresschritten den Weg, den Sie zur&uuml;ckgelegt haben. Pr&uuml;fen Sie dabei auch Ihr Erfahrungsgut. H&ouml;chstwahrscheinlich werden Sie eine exponentiell verlaufende Ver&auml;nderung erkennen, die in eine ganz bestimmte Richtung geht. Sie werden leicht hochrechnen k&ouml;nnen, dass Ihr Geb&auml;ude bald zusammenbrechen wird. Kein System h&auml;lt das aus. Kein System ertr&auml;gt auf Dauer die reine G&uuml;teranh&auml;ufung, die Unmoral, die L&uuml;ge, die Einsamkeit aus dem nur um sich kreisenden Egoismus und die Beschleunigung des ego-dominierten Turbokapitalismus.</p>
<p>	Diesen selbst-induzierten Erkenntnisprozess halte ich f&uuml;r sehr effizient. Das mag bei dem einen oder anderen zu Schockerlebnissen f&uuml;hren &ndash; und zu sofortigem Umdenken. Nach dem Motto: &bdquo;Mein Gott, was habe ich bisher getan? Warum fange ich erste heute an wachzuwerden?&ldquo;</p>
<p>	Es ist wirklich nur noch ein paar Minuten vor zw&ouml;lf. Werden wir wach! Raus aus unserer Matrix! Brechen wir aus der Fremdbestimmtheit aus! Zertr&uuml;mmern wir unsere &Auml;ngste und Zweifel! Aktivieren wir endlich unsere eigene Sch&ouml;pferkraft! Wirken Sie von nun an mit den g&ouml;ttlichen Herzenskr&auml;ften des Lebens, des Lichtes und der Liebe und beginnen Sie Ihr Bewusstsein zu transformieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Autor: Dieter Broers</p>
<p>	</em></strong></p>
<p><strong>Dieter Broers</strong> ist ein in &Ouml;sterreich und Griechenland forschender Biophysiker. Er konnte gro&szlig;e Erfolge auf dem Gebiet der Frequenz- und Regulationstherapie erringen. Seine universit&auml;r gest&uuml;tzten und vom Bund gef&ouml;rderten Projekte f&uuml;hrten zur Entwicklung v&ouml;llig neuer Therapieger&auml;te. Sie sind in der Lage, Heilung nachhaltig zu bedingen, da sie dem Patienten durch elektromagnetische Wellen Erkenntnis &uuml;ber den Grund seiner Erkrankung induzieren.<br />
	Broers fing in den 1990er-Jahren an, einen gr&ouml;&szlig;eren Bogen zu spannen, und erkannte, dass die grundlegenden Wirkmechanismen seiner medizinischen Forschung auch auf globaler wie kosmischer Ebene eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung erhalten &ndash; und ein neues, friedvolles kollektives Menschheitsbewusstsein bedingen. Zu diesem Thema ver&ouml;ffentlichte Broers 2009 den Bestseller &bdquo;(R)Evolution 2012&ldquo;.</p>
<p>
	<strong><em>Dieter Broers schrieb das Schlusswort des Buchs: <br />
	Dr. med. Lothar Hollerbach: Der Quanten-Code: Heilung und Selbstheilung durch die Ur-Energie. Trinity Verlag, 2010</p>
<p>	Ver&ouml;ffentlich mit freundlicher Genemigung des Trinity-Verlags</em></strong><br />
	&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>David Rotter: Das Ende der Arbeit</title>
		<link>http://www.mystica.tv/das-ende-der-arbeit-david-rotter/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 19:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Was viele bei der Diskussion um die Wirtschaftskrise vergessen: Unser gegenw&#228;rtiges System kann schon deshalb nicht l&#228;nger funktionieren, weil uns ganz einfach die Arbeit ausgeht. Endlich wird die Arbeit knapp! Denn mit der technischen Entwicklung und der Steigerung der Arbeitsproduktivit&#228;t haben sich die Voraussetzungen f&#252;r Arbeit fundamental ver&#228;ndert. In einem Interview mit der Stuttgarter-Zeitung brachte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><img align="left" alt="" height="250" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/arbeitgross.jpg" vspace="10" width="350" />Was viele bei der Diskussion um die Wirtschaftskrise vergessen: Unser gegenw&auml;rtiges System kann schon deshalb nicht l&auml;nger funktionieren, weil uns ganz einfach die Arbeit ausgeht. Endlich wird die Arbeit knapp!</p>
<p>	Denn mit der technischen Entwicklung und der Steigerung der Arbeitsproduktivit&auml;t haben sich die Voraussetzungen f&uuml;r Arbeit fundamental ver&auml;ndert. In einem Interview mit der Stuttgarter-Zeitung brachte US-&Ouml;konom Jeremy Rifkin die Entwicklung j&uuml;ngst auf den Punkt:</p>
<p>	<em>&quot;Wir sind mitten in einer Umw&auml;lzung, die die industrielle Revolution noch &uuml;bertrifft. Durch die ersten Mechanisierungssch&uuml;be verloren Millionen von Menschen ihre Jobs und wanderten vom Land in die St&auml;dte, um dort mit den Maschinen zusammen zu arbeiten. Aber die Computer und Informationstechnik von heute machen immer mehr Menschen ganz &uuml;berfl&uuml;ssig. [...] Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Bis 2010 werden nur noch zw&ouml;lf Prozent der arbeitenden Bev&ouml;lkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein.&quot;</em></p>
<p>	Sein Fazit: <em>&quot;Langfristig wird die Arbeit verschwinden.&quot;<br />
	</em><br />
	Das sollte eigentlich eine gute Nachricht sein. Schon jetzt m&uuml;ssten wir nach verschiedenen Berechnungen nur noch 3-6 Stunden arbeiten, um das gleiche Wohlstands-Niveau zu halten, wie vor 10 Jahren &#8211; wenn es bei Arbeit &uuml;berhaupt darum ginge, die Sachen herzustellen, die alle Menschen brauchen, um ihre Bed&uuml;rfnisse zu befriedigen.</p>
<p>	Auch die Bef&uuml;rworter des B&uuml;rgergeldes verweisen immer wieder auf die Tatsache, dass es v&ouml;llig absurd ist, ein System zu erhalten in dem Arbeitslosigkeit ein Problem darstellt, w&auml;hrend es gleichzeitig Arbeitslosigkeit produziert:</p>
<p>	<em>&quot;In Zeiten produktivit&auml;tssteigernder Rationalisierungen stellen Aufrufe zur Vollbesch&auml;ftigung nichts als einen Ausdruck von Realit&auml;tsverlust dar.</p>
<p>	Um &quot;Vollbesch&auml;ftigung&quot; herzustellen m&uuml;sste man die Wirtschaft an der Modernisierung hindern, massiv L&ouml;hne senken oder k&uuml;nstlich steuerfinanzierte &quot;Arbeit&quot; schaffen.&quot;</em> schreibt die Bundesagentur f&uuml;r Einkommen in ihrem Aufruf zum 1. Mai.</p>
<p>	&nbsp;<br />
	<strong>Die L&uuml;ge erhalten</strong></p>
<p>	Die Regierung tut dennoch alles erdenkliche, um die Illusion aufrecht zu erhalten &#8211; noch immer ist die Reduzierung der Arbeitslosigkeit Thema Nummer eins in den Wahlk&auml;mpfen und f&uuml;r die Herkunft der Arbeitslosigkeit bekommen wir immer wieder dieselben L&uuml;gen aufgetischt:</p>
<p>	1<strong>. Arbeitslosigkeit entsteht, weil die b&ouml;sen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern<br />
	</strong><br />
	<em>Die Wahrheit: Die Zahl der Jobs die in Deutschland verschwinden, weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China verlagert wird, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der abgebauten Stellen aus.</p>
<p>	Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt.</em></p>
<p>	2<strong>. Arbeitslosigkeit entsteht, weil die Leute f&uuml;r die bestehenden Jobs nicht richtig ausgebildet sind.</strong></p>
<p>	<em>Die Wahrheit: Selbst wenn alle Arbeitslosen in Deutschland Professor Dr. Dr. Ing. w&auml;ren, h&auml;tten sie immer noch keinen Job.</em></p>
<p>	<strong>3. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind.<br />
	</strong><br />
	<em>Die Wahrheit: Die Vergleiche zu den USA, mit denen hier immer wieder argumentiert wird, greifen kaum, wenn man sich die Auswirkungen eines abgespeckten Sozialsystems genauer anschaut: Allein 2 Millionen Menschen sitzen in den USA zum Beispiel in Gef&auml;ngnissen.</em></p>
<p>	Die L&uuml;ge muss aber aufrecht erhalten werden, weil nur durch das gegenw&auml;rtige System eine Umverteilung des Reichtums von unten nach oben m&ouml;glich ist. Nur in der bestehenden Logik k&ouml;nnen Menschen gezwungen werden, menschenunw&uuml;rdige oder moralisch bedenkliche Arbeit anzunehmen.</p>
<p>	<strong>&nbsp;<br />
	Die Zeit nach der Arbeit</strong></p>
<p>	Es wird Zeit zu erkennen, das Lohnarbeit nicht mehr notwendig ist, sondern nur Relikt eines gescheiterten Systems ist, dass soziale Ungerechtigkeit immer aufs Neue manifestiert. Und es gilt nun, Utopien zu wagen f&uuml;r eine Zeit nach der Arbeit. Das sieht auch Jeremy Rifkin &auml;hnlich:</p>
<p>	<em>&quot;Ich sehe zwei Alternativen f&uuml;r unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten k&ouml;nnen.</p>
<p>	Das Ende der Arbeit kann f&uuml;r die Menschheit einen gro&szlig;en Sprung nach vorn bedeuten. Wir m&uuml;ssen ihn aber auch wagen.&quot;</em></p>
<p>	Wie das Aussehen k&ouml;nnte, wird zur Zeit an vielen Stellen diskutiert: B&uuml;rgergeld/Bedingungsloses Grundeinkommen, W&auml;hrungen auf Zeitbasis, massiver steuerfinanzierter Ausbau des Non-Profit Sektors, Ressourcenbasierte &Ouml;konomie &#8230; Vorschl&auml;ge gibt es genug. Sie alle werden aber nur dann funktionieren, wenn sich gleichzeitig auch das Bewusstsein der Menschen &auml;ndert: Wenn nicht mehr gearbeitet wird, um eine Minderheit reich zu machen, sondern ein erf&uuml;lltes Leben in Wohlstand f&uuml;r alle zu erm&ouml;glichen.</p>
<p>	Dazu muss zun&auml;chst der mit der Lohnarbeit zusammenh&auml;ngende, fast religi&ouml;se Wahn beendet werden, zu dem wir alle konditioniert wurden. Wenigstens im Kopf sollten wir jetzt frei werden, denn:</p>
<p>	<strong>Eine m&ouml;gliche Welt ist anders!</strong></p>
<p>	<em><strong>Autor: David Rotter</strong></em></p>
<p>	<em>Er lebt als freier Redakteur und Musiker in Berlin und Hamburg. Seit Ende 2008 Leitung der Sein-Online-Redaktion. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie sich Bewusstsein und gelebte Spiritualit&auml;t im t&auml;glichen Leben, unseren Beziehungen und der Gesellschaft als Ganzes manifestieren kann.</em></p>
<p>
	<a href="http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html " target="_blank"><em><strong>Ver&ouml;ffentlichung mit freundlicher Genemigung von SEIN: <br />
	http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html </strong></em></a><br />
	&nbsp;</p>
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		<title>Wolf Schneider: Das Subjekt im Wandel</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 20:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>Wirtschaft und Politik kreisen st&#228;ndig um die Themen Wandel und Ver&#228;nderung. Da stehen dann die Kr&#228;fte der Erneuerung den Kr&#228;ften des Beharrens gegen&#252;ber, und &#187;Innovation&#171; ebenso wie &#187;Bewahren&#171; sind gro&#223;e Worte, die von Festrednern mit viel Pathos ausgesprochen werden. &#187;Wandel&#171; oder &#187;Wechsel&#171; bestimmen Kampagnen, politische wie wirtschaftliche, und wo die Traditionalisten und Konservativen (&#187;Fr&#252;her war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p>Wirtschaft und Politik kreisen st&auml;ndig um die Themen Wandel und Ver&auml;nderung. Da stehen dann die Kr&auml;fte der Erneuerung den Kr&auml;ften des Beharrens gegen&uuml;ber, und &raquo;Innovation&laquo; ebenso wie &raquo;Bewahren&laquo; sind gro&szlig;e Worte, die von Festrednern mit viel Pathos ausgesprochen werden.</p>
<p>&raquo;Wandel&laquo; oder &raquo;Wechsel&laquo; bestimmen Kampagnen, politische wie wirtschaftliche, und wo die Traditionalisten und Konservativen (&raquo;Fr&uuml;her war es besser&laquo;) den Reformern oder Revolution&auml;ren (&raquo;In Zukunft wird es besser sein&laquo;) gegen&uuml;ber stehen, schauen alle nach drau&szlig;en: zum Gegner hin oder auf des Objekt, das sich &auml;ndern soll &ndash; in der Politik ist das die Gesellschaft, in der Wirtschaft das Produkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Subjekt auf Heldenreise</strong></p>
<p>	Was aber geschieht dabei mit den Subjekten, die da entweder festhalten oder erneuern? Ver&auml;ndern und erneuern die sich nicht auch selbst? Vom klassischen Bildungsroman bis zu allen anspruchsvollen modernen Filmen und Theaterst&uuml;cken ver&auml;ndern sich im Lauf der Handlung nicht nur die Szenen, sondern auch die Handelnden &ndash; die Helden. Es ist nicht mehr wie in den alten Epen, dass ein fixes Subjekt eine ver&auml;nderliche Umgebung erlebt, sondern das Subjekt selbst, der Beobachter und Erz&auml;hler, wird im Lauf des Geschehens ein anderer. Mit dieser Ver&auml;nderung des Subjektes &ndash; in der Literatur &raquo;Heldenreise&laquo; genannt &ndash; verl&auml;sst man den Raum des nur Politischen und Wirtschaftlichen und tritt ein in der Bereich der Kunst und der Psychologie. Und wo dort das Subjekt das Subjekt betrachtet, also sich selbst, beginnt der noch tiefer gehende Bereich des Selbstreferentiellen. Das Land der &ndash; vorhandenen oder vermissten &ndash; Weisheit, im modernen Jargon: der &raquo;spirituelle&laquo; Bereich.</p>
<p>
	<strong>Ganz werden</strong></p>
<p>Wissenschaftlich l&auml;sst sich dieser Bereich kaum erfassen, denn die Wissenschaft l&auml;sst nur als Tatsache gelten, was sich unabh&auml;ngig vom Beobachter feststellen l&auml;sst. Das Experiment muss wiederholbar sein von einem ganz anderen Beobachter, egal ob dessen Muttersprache Spanisch oder Japanisch ist, und ob er beim Fr&uuml;hst&uuml;ck gerade Streit hatte mit seiner Frau. Der Beobachter aber wandelt sich; er ist heute nicht mehr derselbe wie gestern und wird auch morgen wieder anders sein und deshalb anderes wahrnehmen. Auf seiner Heldenreise stirbt er viele Male und wird ebenso oft neu geboren. Und er stirbt diese Tode nicht etwa so, wie im indischen Konzept der Wanderung einer Seele von einem individuellen K&ouml;rper zum n&auml;chsten, sondern dieses &raquo;Stirb &amp; werde&laquo; geschieht innerhalb dieses einen Individuums &ndash; das ja nicht wirklich ein &raquo;Unteilbares&laquo; ist (das ist die Bedeutung von &raquo;Individuum&laquo;), sondern ein vielf&auml;ltig geteiltes Wesen, das danach strebt, ganz zu werden.</p>
<p>
	<strong>Der Tod als Coach</strong></p>
<p>Wer sich diese inneren Wandlungen bewusst macht und im Zuge dessen immer mehr Verantwortung daf&uuml;r &uuml;bernimmt, wer er ist, verliert mehr und mehr die Angst vor dem eigenen physischen Tod &ndash; und damit auch vor all den kleineren, seelischen Toden, dem Scheitern und Verlieren, den vielen Verlusten und Abschieden, die das Leben so mit sich bringt. Ein solches, nicht mehr prim&auml;r auf Sicherheit ausgerichtetes Leben, in dem wir als ver&auml;ngstigte B&uuml;rger hinter zu vielen Schutzma&szlig;nahmen emotional und geistig verk&uuml;mmern, kann sich &ouml;ffnen f&uuml;r ein Leben voller Abenteuer und Staunen. Da bewahrheitet sich dann, was H&ouml;lderlin sagte: &raquo;Wir sterben, um zu leben&laquo;! Unser Verh&auml;ltnis zum Tod ist ganz entscheidend daf&uuml;r, wie fr&ouml;hlich wir das Leben verbringen. F&uuml;r den echten Lebensk&uuml;nstler ist der Sensenmann ein kaum zu &uuml;bertreffender Coach: Sage mir, wie du dem Tod gegen&uuml;ber stehst, und ich sage dir, wie du lebst!</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong><em><a href="http://www.mystica.tv/gaste/" target="_self">Wolf Schneider</a><a href="http://www.mystica.tv/gaste/wolf-schneider/" target="_self">,</a> Jg. 1952, Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie (1971-75). Hrsg. der Zeitschrift connection seit 1985. 2005 Gr&uuml;ndung der &raquo;Schule der Kommunikation&laquo;. Kontakt: <a href="mailto:schneider@connection.de">schneider@connection.de</a>, Blog: <a href="http://www.schreibkunst.com/" target="_blank">www.schreibkunst.com</a></em></strong></div>
<p>
	&nbsp;</p>
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		<title>Sebastian Gronbach: Stationen der Erleuchtung</title>
		<link>http://www.mystica.tv/stationen-der-erleuchtung-sebastian-gronbach/</link>
		<comments>http://www.mystica.tv/stationen-der-erleuchtung-sebastian-gronbach/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 17:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle Wege]]></category>
		<category><![CDATA[Erleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/>&#220;ber die Schwelle, die Qual des Erwachens und die moralische Sonne Ist auf einmal alles gut, wenn man erleuchtet ist? Oder gibt es Stufen der Erleuchtung, die neben dem Licht auch Schatten mit sich bringen? Sebastian Gronbach skizziert Stationen seines Erwachens &#8211; flankiert von Rudolf Steiner, Andrew Cohen und Ken Wilber. &#160; Zwei Dinge habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.mystica.tv//wp-content/uploads/text_small.jpg" width="20" height="20" alt="" title="Essay" /><br/><p><strong><img align="left" alt="" height="148" hspace="10" src="http://www.mystica.tv/wp-content/uploads/image/Gronbachmi.jpg" vspace="10" width="230" />&Uuml;ber die Schwelle, die Qual des Erwachens und die moralische Sonne</strong></p>
<p><em><strong>Ist auf einmal alles gut, wenn man erleuchtet ist? Oder gibt es Stufen der Erleuchtung, die neben dem Licht auch Schatten mit sich bringen? Sebastian Gronbach skizziert Stationen seines Erwachens &ndash; flankiert von Rudolf Steiner, Andrew Cohen und Ken Wilber.</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwei Dinge habe ich fr&uuml;her nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Erstens, dass ich jemals so viel Licht sehen w&uuml;rde, und zweitens, dass Dunkelheit noch dunkler als dunkel sein kann.</p>
<p>Meine spirituellen Fortschritte empfinde ich als ebenso spektakul&auml;r, wie die Erfahrungen mit den unfassbaren Abgr&uuml;nden meiner Pers&ouml;nlichkeit. Zum ersten Mal habe ich eine ehrliche Beziehung zu dem Wort &bdquo;S&uuml;nde&ldquo;, die mir heute als meine eigene, von mir erschaffene dunkle Pers&ouml;nlichkeit entgegentritt. Die Taten des Ego erscheinen mir als &bdquo;Todesengel&ldquo; &ndash; ein Wort Rudolf Steiners.</p>
<p>Radikale Selbsterkenntnis f&uuml;hrt sukzessive dazu, dass sich die Summe meines gedankenlosen und unwissenden Lebens aus der dunklen Ecke des Unbewussten l&ouml;st und sich Schritt f&uuml;r Schritt als sinnlich erlebbare Figur, als &bdquo;Todesengel&ldquo; vor mich stellt. Das Ego ist dann nicht mehr integraler Bestandteil meiner Person, sondern kann als &bdquo;immerw&auml;hrender Vorwurf&ldquo;, wie eine eigenst&auml;ndige Pers&ouml;nlichkeit betrachtet und analysiert werden.</p>
<p>&bdquo;Todesengel&ldquo; und &bdquo;immerw&auml;hrender Vorwurf&ldquo; sind Worte Steiners aus dem Kapitel seines Grundlagenwerkes <em>Wie erlangt man Erkenntnisse h&ouml;herer Welte</em>n, in dem er den &Uuml;bergang vom Ego zum authentischen Selbst beschreibt. An dieser Schwelle erlebe ich Scham und Reue gegen&uuml;ber dem, was dort als Inkarnation aller meiner Schlechtigkeiten vor mir steht &ndash; dort blicke ich auf das Karma aller meiner egoischen Taten und ich entscheide mich daf&uuml;r, dass alles, was ich dort sehe, von mir selbst verantwortet werden muss. Ich entscheide mich daf&uuml;r, die Ursache von allem zu sein &ndash; und nicht das Opfer. Ich &uuml;bernehme an dieser Schwelle die Verantwortung, &bdquo;denn wenn man auf die Opferhaltung verzichtet, nimmt man schlie&szlig;lich das Gewicht seines Karmas auf die eigenen Schultern. Man tr&auml;gt es, damit niemand anderes leiden muss&ldquo;, so Andrew Cohen. Steiner nennt diese Taten jenseits des Egos &bdquo;Taten der Liebe&ldquo;, von denen unser Egoismus nichts habe, &bdquo;aber die Welt hat davon umso mehr&ldquo;.</p>
<p>&bdquo;Immer wenn ich aus dem Ego heraus handele, entsteht Karma&ldquo;, so Cohen in seinem &bdquo;Gesetz der Willensfreiheit&ldquo;, dessen Inhalt sich so auch bei Steiner findet wenn dieser sagt, dass jedes Handeln vor der Schwelle &bdquo;in Form des allumfassenden Karmagesetzes&ldquo; wirkt.</p>
<p>Nur hinter der Schwelle, jenseits des Egos, ist das anders. Nur Taten aus reiner Liebe, Taten die ich aus dem authentischen Selbst heraus vollziehe, aus der reinen, wahren Liebe heraus schenke, von diesen Taten hat mein Egoismus nichts, sie &bdquo;suchen ihren Ausgleich nicht im n&auml;chsten Leben&ldquo;, so Steiner. Und pr&auml;ziser: &bdquo;Die einzigen Taten, von denen wir in Zukunft nichts haben, sind diejenigen, die wir aus echter, wahrer Liebe tun.&ldquo; Was Cohen in seinem Gesetz der &bdquo;Willensfreiheit&ldquo; beschreibt, findet sich als anthroposophisches Modul, wenn Steiner von der &bdquo;Schwelle&ldquo; spricht. Diese Schwelle ist, so Steiner, &bdquo;gezimmert aus einem jeglichen Furchtgef&uuml;hl, das noch in dir ist, und aus einer jeglichen Scheu vor der Kraft, die volle Verantwortung f&uuml;r all dein Tun und Denken selbst zu &uuml;bernehmen.&ldquo; Cohen beschreibt vielfach diese Erfahrung, zum Beispiel wenn er sagt, dass man in diesem Sinne &bdquo;dazu bereit sein muss, f&uuml;r sich selbst die absolute Verantwortung zu &uuml;bernehmen&ldquo;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein neuer Schmerz<br />
	</strong></p>
<p>Wie meine Erfahrungen mit der eigenen Dunkelheit meine Bef&uuml;rchtungen &uuml;bertrafen, so ist auch die Seligkeit der spirituellen Offenbarung intensiver als ich es jemals f&uuml;r m&ouml;glich hielt. Aber &bdquo;Erleuchtung ist nicht Erleuchtung&ldquo; wie Michael Habecker einmal schrieb. Dieser Satz hat es in sich. Denn Erleuchtung ist ein Prozess, aber einer, der nicht linear und gleichm&auml;&szlig;ig verl&auml;uft, sondern sprunghaft und mit wechselndem Tempo. Es gibt, wie beim Sport, die Big Points, die gro&szlig;en mystischen Momente, auf die es ankommt. Ja, es gibt den gro&szlig;en spirituellen Donnerschlag, der alles ver&auml;ndert. Aber dann gibt es die Phasen der stillen Stabilisierung. Diese langen Perioden der nachhaltigen Vertiefung sind weniger effektvoll, aber umso bedeutsamer, damit nach dem leuchtenden Erwachen im einen Moment nicht das traurige Erwachen im n&auml;chsten Augenblick folgt.</p>
<p>Ich war &uuml;berrascht, dass nach einem langen euphorisierenden Stadium immer wieder schmerzhafte Durststrecken auftauchten &ndash; hatte ich nicht das Wasser des Lebens geschmeckt? Wie konnte ich, trotz des unendlichen Friedens, den ich erfahren hatte, solche Schmerzen empfinden? Kenn Wilber bezeichnet diese Erfahrung als &bdquo;die Dialektik des Fortschritts in ihrer subtilsten und qualvollsten Form&ldquo;. Dieser Schmerz war neu f&uuml;r mich. Es ist eine Leere und eine Einsamkeit, die durch nichts gestillt und durch nichts gef&uuml;llt werden kann. &bdquo;Die dunkle Nacht der Seele&ldquo; nennt Johannes vom Kreuz (1542-1591) dieses Gef&uuml;hl. In meiner Seele gibt es diesen Raum der dunklen Nacht, den ich noch nicht lange kenne.</p>
<p>In den <em>Anthroposophischen Leits&auml;tzen</em> beschreibt Rudolf Steiner dieses Herzens- und Gef&uuml;hlsbed&uuml;rfnis als &bdquo;Hunger und Durst&ldquo;, welches nach Befriedigung verlange, als die Grundvoraussetzung daf&uuml;r ein Anthroposoph zu sein. Bisher, das merke ich jetzt, hatte ich einen riesigen Appetit. Aber Appetit ist nicht Hunger. Meine Fragen haben sich nicht ver&auml;ndert, es sind die alten Fragen, die Menschen immer schon stellten, aber sie dulden, dort in dem dunklen Raum, keine alten Antworten. &bdquo;Wozu lebe ich in dieser Welt?&ldquo; &bdquo;Was bleibt an Sinn &uuml;brig, nach dem unabwendbaren Tod?&ldquo; &bdquo;Was ist mein Job&ldquo;? Diese Fragen sind insofern neu f&uuml;r mich, als dass sie nun nicht als theoretische Fragestellung, nicht als philosophischer Diskurs, sondern als eine offene Wunde, als existentielle Frage ohne Aussicht auf eindeutige L&ouml;sung auftauchen. Es sind nun Schmerzfragen. Warum hatte ich solche Schmerzfragen nicht schon fr&uuml;her?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mythisch, magisch, rational und esoterisch<br />
	</strong></p>
<p>Als ich ein kleines Kind war, hing &uuml;ber meinem Bettchen ein Mobile mit Sonne, Mond und Sternen. Sie drehten sich &uuml;ber mir. Alles drehte sich um mich, alles war f&uuml;r mich geschaffen, mein kleines Kinderbewusstsein war eingeh&uuml;llt in Sinn, alle, die um mich herum waren, gaben mir die magische Gewissheit, dass alle f&uuml;r mich da sind &ndash; selbst der Regen tropfte mir auf den Kopf, nur damit ich wachse. Kein Platz also f&uuml;r Fragen die schmerzhaft offen sind. Ich besa&szlig; einen typisch kindlichen &bdquo;Omnipotenzglauben&ldquo; und meinte, dass ich der Nabel der Welt sei. Sp&auml;ter verlor ich zwar dieses magische Selbstbewusstsein, aber ich &uuml;bertrug nun die angenommene Allwissenheit und die omnipotenten Allmachtsphantasien auf meine Eltern &ndash; sie w&uuml;rden immer, immer f&uuml;r mich da sein und daf&uuml;r sorgen, dass alles gut ist. Sp&auml;ter begrub ich zwar diese konkrete, famili&auml;re Illusion, nicht aber die Illusion eines omnipotenten Subjektes. In meiner jugendlichen Seele existierte nun ein omnipotenter Gott, bei dem alle Dinge m&ouml;glich sind und dieser Gott w&uuml;rde mich am Ende zu sich holen und alles gut machen. Ich war nicht religi&ouml;s, aber doch tief gl&auml;ubig. In der Mythologie des Christentums fand ich eine Heimat, in der alle Sinnfragen in den einen Weg m&uuml;ndeten, der bei rechter Lebensweise ins Paradies f&uuml;hren w&uuml;rde. In einem Land, in dem alle Fragen im Paradies oder der H&ouml;lle ankommen, gibt es keinen Grund f&uuml;r selbstzerfleischende Fragen ohne Aussicht auf Antwort.</p>
<p>Sinnerf&uuml;llte Antworten gab es in H&uuml;lle und F&uuml;lle.</p>
<p>Dann beschloss ich f&uuml;r eine kurze Zeit, dass Fragen nach dem Sinn des Lebens in dieser Welt keinen Sinn machten. Sobald sie auftauchten dr&auml;ngte ich sie ab, wich ihnen aus und wendete mich den fr&ouml;hlichen und verstehbaren Dingen zu &ndash; schlie&szlig;lich war ich modern und aufgekl&auml;rt. In der Tiefe meines Unbewussten brodelten die Fragen jedoch weiter und wenn jemand diese Fragen stellte, dann machte ich mich &uuml;ber ihn lustig &ndash; als Rationalist musste ich aufpassen, dass keine Frage in mir wieder erwacht, die ich schon l&auml;ngst beerdigt hatte.</p>
<p>Manchmal fl&uuml;chtete ich mich in diesen Rationalismus und fragte nur noch, was ich verstehen konnte, und manchmal fand ich s&auml;mtliche Antworten auf die ganzen Fragen darin, dass alles ein wundervolles, magisches und esoterisches Geheimnis sei. Auf jede Frage gab es dann eine Zuckerwatten-Antwort, in der alles mit allem irgendwie zusammenh&auml;ngt, ja zusammenklebt. &bdquo;Irgendwie&ldquo; war das wichtigste Wort dabei und irgendwie war damit der bohrende Schmerz aus den Fragen verschwunden. Aber irgendwie auch nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Schwelle zum Transpersonalen<br />
	</strong></p>
<p>Wenn mich heute die Frage &uuml;berf&auml;llt &bdquo;Wozu lebe ich in dieser Welt?&ldquo;, oder wenn ein Echo meinen Tag begleitet: &bdquo;Was bleibt an Sinn &uuml;brig, nach dem unabwendbaren Tod?&ldquo;, dann ist Flucht zwecklos &ndash; denn die alten Fluchtwege und R&auml;ume kenne ich alle auswendig, alle m&ouml;glichen magischen, mythischen, theologischen, rationalen oder philosophischen Antworten sind, wenn nicht im Detail, so doch im Prinzip bekannt und keine hat sich als wirklich, wirklich befriedigend herausgestellt. &bdquo;Diese Frage bricht in einem Ich auf, das zu viel wei&szlig;, zu viel sieht, zu viel f&uuml;hlt&ldquo;, so Wilber. Die Magie der Kindheit ist verflogen, die Mythen der Jugend und der (auch anthroposophischen) Tradition sind verd&auml;chtig geworden und nichts was danach kam, hat der Gewalt meiner Lebensfragen bis zum Kern standgehalten. Allm&auml;hlich d&auml;mmert mir, was das tiefe Geheimnis meiner unf&uuml;llbaren Leere, meines unstillbaren Durstes und meiner seltsamen Einsamkeit mitten im Leben ist, warum diese Frage in meinem Ich aufbricht. Das tiefste Geheimnis der &bdquo;dunklen Nacht der Seele&ldquo; ist dieses: Ich erwache, aber ich bin noch nicht wach.</p>
<p>Noch ist unklar, wohin sich dieses Erwachen richtet. Es ist h&ouml;chstens f&uuml;nf Uhr morgens und die Welt scheint noch zu schlafen. Ich bin zu wach um mich wieder in meinen Traum zu kuscheln, aber es ist noch zu fr&uuml;h um aufzustehen, es tut noch alles weh und es ist noch alles dunkel und ich kann niemanden sehen. Ich bin an der Schwelle. &bdquo;Eine Seele an der Schwelle zum Transpersonalen&ldquo;, wie Ken Wilber sagt. Es gibt kein Zur&uuml;ck, aber noch gibt es auch kein st&uuml;rmisches, unzweideutiges und konstantes &bdquo;Vorw&auml;rts&ldquo;.</p>
<p>Alle vergangenen Antworten waren nur sch&ouml;ne Tr&auml;ume, damit ich ausschlafen kann. Ich bin auf einer neuen Ebene erwacht, aber eine neue Ebene bringt nicht nur Licht und Gl&uuml;ck, sondern auch Dunkelheit und neues Leid. Es ist nicht das Problem, dass ich den Geschmack des ewigen Geistes nicht kennen w&uuml;rde, es ist nicht der Schmerz, dass ich das wahre Selbst nie erlebt h&auml;tte, dass ich nicht w&uuml;sste was Erleuchtung bedeuten w&uuml;rde. &bdquo;Die dunkle Nacht ist die Zeit, nachdem man das universale Sein geschmeckt hat, aber noch nicht in ihm Zuhause ist, denn man hat das Paradies gesehen&#8230;und es verblassen sehen&ldquo;, so Wilber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&bdquo;Christus-Impuls&ldquo; und das &bdquo;Authentische Selbst&ldquo;<br />
	</strong></p>
<p>Nun liege ich also wach in der sp&auml;ten Nacht und kein Sinn zeigt sich mir so klar und simpel wie er sich fr&uuml;her in meinen Mythen zeigte. Kein Fernsehprogramm, kein Glauben und keine Schokolade kann dieses Sehnen stillen. Wilber beschreibt es so: &bdquo;Aller Trost ist dahin, der Totensch&auml;del wird irgendwann doch beim Festschmaus hereingrinsen, das Triviale hat seine sedierende Wirkung verloren.&ldquo;</p>
<p>Keine erl&ouml;sende Antwort auf die qu&auml;lende Frage: &bdquo;Warum bin ich in dieser Welt zum Leben erwacht? Der einzige Trost liegt darin, diesen unaufh&ouml;rlichen Schmerz auszuhalten, dem Grauen, dem Leersein und der Monotonie standzuhalten. Jede alte Antwort, jede Erkl&auml;rung des Geheimnisvollen, jedes lustvolle Am&uuml;sement w&auml;re in diesem Moment ein neues Schlafmittel. Ich bin jetzt wie ein Krieger vor der gro&szlig;en unbekannten Schlacht und bleibe wach, konzentriert und aufmerksam &ndash; die Stunden ziehen sich qualvoll dahin, aber ich widerstehe allen einschl&auml;fernden Erkl&auml;rungen, Interpretationen und Ablenkungen. Das einzige was ich tun kann, ist wach und aufmerksam zu sein auf das was jetzt und jetzt und jetzt ist&hellip; und allm&auml;hlich d&auml;mmert es &ndash; aber nicht da drau&szlig;en, sondern in mir.</p>
<p>Ich stehe in der v&ouml;lligen Dunkelheit, ein Abgrund &ouml;ffnet sich in meinem Herzen. &bdquo;Der Abgrund, das Loch der Freiheit, das uns mit tiefer Furcht erf&uuml;llt, weil es uns nicht tr&auml;gt, sondern von uns getragen werden muss&ldquo;, nennt Jelle van der Meulen, diesen Zustand. Ich erfahre den leeren Nullpunkt, ich lasse alles Bekannte, alles Wissen sterben &ndash; keine Zukunft, keine Vergangenheit umgibt mich. Alle Symbole, mit denen ich mich identifiziert habe (mein Land, mein Haus, mein Leben, meine Person), verpuffen und es bleibt nichts als ein leerer Raum ohne W&auml;nde im Nichts. Auch kein &bdquo;Sebastian&ldquo; mehr, auch diese letzte Bastion des Egos verschwindet. Was bleibt in diesem All aus Nichts? Es bleibt das &bdquo;Ich-bin&ldquo;. Das unver&auml;nderliche Gef&uuml;hl des Daseins. Nur ich bin. Ich bin der ich bin und ich verstehe, dass ich nicht auf die Sonne warten kann, denn ab sofort muss ich die Sonne sein. Ab sofort w&auml;rmen wir uns nicht mehr in den Strahlen der Sonne, sondern wir &bdquo;verleihen ihr neuen Glanz&ldquo;, wie Wilber sagt. Die Schwelle ist kein Ort, der &uuml;berschritten werden kann, sondern ein Zustand der transzendiert werden muss.</p>
<p>Dann, jenseits der Schwelle, erleben wir als bewusste Menschen eine neue Freiheit und die selbst auferlegten &bdquo;Pflichten und Verantwortungen&ldquo; erscheinen uns wie etwas, &bdquo;das der Mensch auf einer Stufe des Lebens &uuml;bernehmen muss&ldquo;, wie Steiner sein Kapitel &uuml;ber den &bdquo;H&uuml;ter der Schwelle&ldquo; schlie&szlig;t. Jenseits der Schwelle sehe ich kein geschaffenes Paradies, denn im Bloch&rsquo;schen Sinne, ist die wirkliche Genesis nicht am Anfang der Sch&ouml;pfung, sondern an ihrem Ende Also, JETZT. Und wir sind ihr Sch&ouml;pfer. Ab sofort haben unsere Taten einen neuen Ursprung. Wir handeln von dort, als starke Pers&ouml;nlichkeiten, (Wilber nennt sie &bdquo;Pers&ouml;nlichkeit Plus&ldquo;) aus dieser Idee heraus und &bdquo;sobald ich die Idee davon gefasst habe&ldquo;, so Steiner, handele ich &bdquo;aus Liebe zur Tat&ldquo;.</p>
<p>Im Sinne Hegels verwirklicht sich der Geist der Welt in dieser &bdquo;Pers&ouml;nlichkeit Plus&ldquo; und die absolute Idee wird sich durch den aus dieser Erkenntnis handelnden Menschen ihrer selbst bewusst und immer bewusster. Das ist evolution&auml;re Spiritualit&auml;t &ndash; das ist in der Anthroposophie der &bdquo;michaelische Mensch&ldquo;.</p>
<p>Wenn wir aus dieser absoluten Idee heraus handeln, k&ouml;nnen wir das den &bdquo;Christus-Impuls&ldquo; oder das &bdquo;Authentische Selbst&ldquo; nennen &ndash; es ist dasselbe, es ist das, was Cohen den &bdquo;Gott-Impuls&ldquo; nennt, der &bdquo; keine Furcht, keinen Selbstzweifel kennt&quot;. Steiner sagt analog: &bdquo;Handelt man &sbquo;im Geiste&rsquo;, dann lebt man sich hinein in das allgemeine Weltwirken&ldquo; und l&auml;sst die &bdquo;Wahrheit zum Leben&ldquo; werden. Wer so handelt, hat im Steiner&rsquo;schen Sinne &bdquo;erreicht, wozu der Strebenskeim in seiner Brust liegt: seine Vereinigung mit dem Geiste, und dies ist seine (des Menschen) wahre Bestimmung&ldquo;. Dieses Geistige ist kein von mir unabh&auml;ngiges Wesen, welches ich suchen, finden oder verlieren kann, es existiert nicht als autonomes System an sich, sondern nur insofern ich gemeinsam mit anderen im vollen Bewusstsein &uuml;ber die Schwelle auf das n&auml;chste Level trete und zur Tat schreite &ndash; &bdquo;wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da will ich unter euch sein&ldquo;.</p>
<p>Dann sind meine Taten frei von Ego und Karma und sie sind aus reinem Liebeslicht. Diese Liebe ist f&uuml;r Steiner die &bdquo;moralische Sonne der Welt&ldquo; &ndash; dann hat &bdquo;Nachtdunkel ausgewaltet&ldquo;, wie es im anthroposophischen &bdquo;Grundsteinspruch&ldquo; hei&szlig;t.</p>
<p>Immer wieder erlebe ich, dass der &bdquo;Todesengel&ldquo; in der &bdquo;dunklen Nacht der Seele&ldquo; mehr bringt als Schmerz und Finsternis. Er bringt mir wieder und wieder die Chance aus dem Nichts, Etwas zu erschaffen und in der Dunkelheit selber zu leuchten &ndash; er schafft den einzigen Raum in dem &bdquo;ich bin.&ldquo; &ndash; Verschwiegen werden soll nicht, dass diese Dunkelheit auch zur H&ouml;lle der untoten Egos werden kann. Es ist die alte Geschichte von der &bdquo;Krise als Chance&ldquo;, die jeder in seiner Biografie erleben kann. Der Todesengel, als Schattenwesen aller meiner unbewussten und s&uuml;ndhaften Taten und Gedanken, ist von mir geschaffen worden und ich kann ihn &bdquo;umschaffen&ldquo; und dann wird er, so Steiner, &bdquo;zum Bringer eines nie versiegenden h&ouml;heren Lebens&ldquo;. Ich meine, dass um mich herum viele wach werden und ich kann mir nichts Sch&ouml;neres vorstellen, als im selbst geschaffenen Licht die Welt so umzubauen, wie wir es als sch&ouml;n, wahr und gut erkannt haben. Das klingt alles sehr heroisch, aber was will und soll man anderes erwarten &ndash; im &bdquo;Michael-Zeitalter&ldquo;? Ist dann auf einmal alles gut, wenn man erleuchtet wird? Nein, aber ohne Erleuchtung wird nie mehr etwas wirklich, wirklich gut. Aber keine Sorge: Es kommt immer wieder eine neue Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Zum Weiterforschen, u.a.:</strong></em></p>
<p>Rudolf Steiner: <em>Wie erlangt man Erkenntnisse der h&ouml;heren Welten</em>. Besonders das Kapitel &bdquo;Der H&uuml;ter der Schwelle&ldquo;.</p>
<p>Ken Wilber: <em>Eros, Logos, Kosmos</em>. Besonders das Kapitel &bdquo;Wie weit reicht die menschliche Natur&ldquo;</p>
<p>Andrew Cohen: <em>www.andrewcohen.org/de/</em>, dort finden sich viele sog. &bdquo;klassische Texte&ldquo;. Au&szlig;erdem laufend das Magazin <em>What Is Enlightenment?</em></p>
<p>Jelle van der Meulen: <em>Herzwerk.</em> Besonders das Kapitel &bdquo;Christus: das Herz der Gegenwart. Urachhaus Verlag.</p>
<p>Michael Rosen: <em>Mein trauriges Buch</em>. Verlag Freies Geistesleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Artikel mit freundlicher Genemigung des anthroposphischen philosophisch-spirituellen Magazins Info3, <a href="http://www.info3.de" target="_blank">www.info3.de</a><br />
	</em></strong></p>
<p><strong><em>Autor: Sebastian Gronbach, &bdquo;Spiritueller Dienstleister &amp; Aktivist In der Tradition Rudolf Steiners&ldquo; &ndash; Ein moderner Anthroposoph, der zeigt, dass Steiners Lehre auch heute aktuell und lebendig ist. Weitere spannende Betrachtungen finden Sie auf <a href="http://missionmensch.blogspot.com/" target="_blank">http://missionmensch.blogspot.com/</a></em></strong></p>
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